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    am 06.02.2023 00:25:21 | IP (Hash): 1172886982
    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier, habe schon viele tolle und aufschlussreiche Beiträge hier lesen dürfen und habe ein paar Fragen.
    Ich vermute bei mir (weiblich, 30, BMI 43) einen Prädiabetes.
    Ich habe immer einen hba1c von 5,0 gehabt. Homa index Anfang 22 bei 1,5.
    Letztes Jahr im Herbst corona gehabt..Im Dezember dann hba1c von 5,4. Nüchternwerte selten bis 105.
    Hab dann selbst einen ogtt gemacht. (Während der periode)
    Die Werte waren folgende: nüchtern 92, nach 35 Minuten 99, nach 60 Minuten 174, nach 120 Minuten 134, nach 180 Minuten 104. Mir ist aufgefallen dass ich nach vielen bösen KH und kaum Eiweiß und Fett nach knapp 1,5 Stunden einen Wert von 152 hatte. Sank allerdings innerhalb von 15 Minuten auf 109.
    Auch fiel mir auf, dass mein BZ nach den bösen KH auf bis 135 steigt, wieder fällt um dann wieder auf 140 zu steigen?

    Ich habe solangsam die Befürchtung es liegt an der corona Infektion. Bin danach von Post-covid betroffen gewesen.

    Hormone (Testo usw) sind in Ordnung und es gibt keinen Anhalt für pco laut der Ärzte.

    Vielen lieben Dank vorab für eure Hilfe.
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    am 06.02.2023 01:01:20 | IP (Hash): 1172886982
    Ich habe heute nochmal getester:
    20:45 25 g Schokolade und 4 Scheiben Buttertoast mit ca 20 Gramm Butter

    21:45 111
    22:20 115
    22:45 136
    23:15 112
    23:45 141 (Was ist da passiert?)
    00:00 115
    00:45 126
    00:55 103
    01:00 97
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    am 06.02.2023 09:12:58 | IP (Hash): 608636343
    Sonnenblume1234 schrieb:
    23:45 141 (Was ist da passiert?)

    Vermutlich ein Messfehler.

    Du darfst nicht davon ausgehen, dass dein BZ-Messgerätein Präzisionsinstrument ist. Insofern kann man auch nicht seriös abchätzen, ob bei dein BZ-Stoffwechsel zu 100% in Ordnung istoder ob sich eine kleine Störung eingeschlichen hat.

    Falls es sich bei dir schon um einen leichten Prädiabetes handeln sollte, hilft dir sowieso kein Arzt.Du kannst dann nur selber etwas unternehmen, um eine Entwicklung hin zum Diabetes zu stoppen. Also kannst du dich auch gleich darum bemühen, egal ob dir jemand einen Prädiabetes bescheinigt oder nicht.

    Eine gelegentliche Kontrolle ist natürlich sinnvoll, wobei du die mögliche Ungenauigkeit der Handmessegeräte (erlaubt sind nach DIN bis zu +/+15%) berücksichtigen musst. Wenn du einen oGTT nachbauen willst, dann must du da auch wirklich mit 75g Traubenzuckerlösung auf nüchternen Magen machen. Nur mit so einem standardisierten Test könntest du deine Werte auch mit den festgelegten Grenzwerten vergleichen. Mit etwas Fett und Eiweiß verläuft der BZ anders, weniger hoher Anstieg aber langsamere Senkung. Besser ist natürlich ein Test beim Arzt mit Laborwerten.

    Bleibe ruhig und versuche weiter, dich gesund zu ernähren und zu bewegen, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 06.02.2023 09:16:28. Grund: BBCodes
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    am 06.02.2023 12:58:22 | IP (Hash): 774760632
    Hallo Rainer

    Auf Ihre Antwort hab ich tatsächlich gewartet.
    Den ogtt hab ich nüchtern mit der 75er Traubenzuckerlösung zu Hause durchgeführt. Ich habe mich nicht bewegt uns mit dem beurer gl40 gemessen.
    Wie interpretieren Sie die Ergebnisse?
    Mein Hausarzt hält mich für übervorsichtig und tut alles ab.
    Hätte ich meine Werte nicht ausdrucken lassen,hätte ich gar nichts vom nüchtern BZ von 102 im Dezember erfahren.

    Ich wäre sehr dankbar über Tipps zu Literatur bzgl glykämischer Index. Ich möchte alles daran setzen dass sich das ganze wieder normalisiert und hoffe einfach es ist kein typ 1 im Anmarsch, da dies ja furch corona ausgelöst werden kann.

    Liebe Grüße
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    am 06.02.2023 13:54:42 | IP (Hash): 160582365
    Ich habe bei mir auch ein wenig den Verdacht, dass mein Diabetes Typ 2 mit Corona zusammenhängt...obwohl ich mich vorher auch ungesund ernährt hatte. Alles ist möglich laut meiner Diabetologin.

    Deine Werte schauen aber nicht schlecht aus, was Langzeitzucker und ogtt angehen.
    4 Scheiben Toast (Weizenmehl?) + Schokolade sind halt viele KHs, da kommen mir die Werte auch nicht schlimm vor, bei über 140 nach 2 Stunden hat man eine gestörte Glukosetoleranz, bei dir war das grenzwertig, der BZ ist ja danach gleich weiter gefallen. Allerhöchstens hast du evtl. einen leichten Prädiabetes, was aber nur ein Arzt bestätigen kann. Ein Auf und Ab beim BZ nach dem Essen bemerke ich oft auch bei mir (Typ 2 Diabetiker, letzter HbA1c 5,2 ohne Medikamente): nach 30 Minuten 140, nach 60 Minuten 100, nach 90 Minuten 130, nach 120 Minuten 110.

    Ein Tipp: glykämischer Index ist wichtig. Viel wichtiger ist aber die glykämische Last. Du kannst dich im Internet informieren. Dass du deine Werte verbessern möchtest ist löblich, da musst du dich aber bei Schokolade und Toast einschränken ;)
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    am 06.02.2023 14:13:11 | IP (Hash): 72970431
    wie rainer schon schrieb, wäre es am besten, wenn du dich erst einmal selbst darum kümmerst, dass der blutzucker in einem normalen bereich bleibt. die letzten laborergebnisse waren ja sehr gut ;) aber, kein arzt wird bei festgestellten prädiabetischen werten irgendetwas unternehmen, wenn du selbst mit geeigneten maßnahme dafür sorgen kannst, dass der bz in einem normalen bereich bleibt und keine dauerhaft höher als gesunden ausflüge rauskommen, die sich dann immer stetig höheren hba1c widerspiegeln.

    zuerst einmal wichtig wäre es, den hohen bmi in einen normalen bereich zu verfrachten, sport zu treiben und die ernährung umzustellen. diese drei stellschrauben sind die wichtigsten prophylaktischen maßnahmen, um keinen "altersdiabetes" zu entwicklen. bevor dich aber irgendein arzt behandelt, wird er dich auf genau diese dinge hinweisen. auf der webseite science fitness findest du sehr gute tipps und anleitungen zur gewichtsreduktion und körperlicher aktivität. aus meiner sicht eine der wenigen websites, wo die autoren (ein arzt, ein biomediziner/ernährungswissenschaftlich) wirklich in einfach verständlichen worten fundierte fachkenntnisse niederschreiben. dem forenkollegen "mitglied" haben die tipps sehr geholfen und er hat angeblich 50 bis 60 kg verloren!

    solltest du es schaffen mit der zeit, denn von heute auf morgen geht das natürlich nicht, an allen drei zu arbeiten und du trotzdem irgendwann einen diabetes entwickeln, kannst du dir zumindest keine vorwürfe machen, dass du es nicht versucht hättest. abgesehen davon hättest du nach erfolgreicher transformation den vorteil, dass du dich garantiert sehr viel wohler in deiner haut fühlst und anderen chronischen erkrankungen vorbeugst.

    dass du jetzt plötzlich einen diabetes entwickelst, dafür gibt es aber derzeit m.E. keinen hinweis, der sich aus den werten des schätzeisens ergebn hätte. bedenke auch, dass in die ergebnisse beim hba1c auch die messtoleranzen einfließen, geringe abweichungen also normal sind. du könntest also in ein, zwei monaten wieder bei 5,0 % oder auch darunter sein. anhand deiner eigenen messwerte durch ein bz-messgerät kannst du keine manifeste störung selbst diagnostizieren, weil geringe abweichungen zulässig sind, die dann halt schon den unterschied zwischen ok, nicht so ok und nicht ok ausmachen können. du könntest also zb nüchtern 110 mg/dl messen, obwohl es in wirklichkeit nur 95 mg/dl sind.

    mit 141 mg/dl nach 2 stunden wärst du außerdem nur ganz knapp über normal. es ist ja auch nicht so, dass bei 139 mg/dl alles im lot und bei ein paar mg mehr die ganze stoffwechsellage ganz sicher gestört ist, denn die grenzwerte wurden von der ddg willkürlich festgelegt. dazu kommt, dass sich sich der wert von 141 mg/dl ev. auch durch stress erklären lässt, denn stress lässt den bz durch glukoseausgabe der leber fast augenblicklich ansteigen.
    Bearbeitet von User am 06.02.2023 14:25:41. Grund: ausgebessert
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    am 06.02.2023 14:24:03 | IP (Hash): 774760632
    Vielen lieben Dank für alle Antworten.
    Toast und Schokolade habe ich zum testen gegessen. Unter low und slow carb erreiche ich maximale Werte von 110.
    Was mich stutzig macht, ist, dass der BZ steigt, fällt und wieder steigt.
    Gibt es eine Buchempfehlung zum Thema glykämische Last? Am besten mit Tabellen der Lebensmittel.
    Herzlichen Dank und viele Grüße
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    am 06.02.2023 14:26:44 | IP (Hash): 774760632
    Ich habe noch eine Frage:
    Ich nehme wegen Kiwu NEMs.
    U.a. vitamin c (300) und vitamin E (600)
    Wie sehr verfälscht das den HBA1c?
    Vielleicht haben die Profis hier eine Antwort darauf.
    Rainer, Jürgen?
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    am 06.02.2023 14:37:48 | IP (Hash): 72970431
    ich kenne das buch selbst nicht, aber vllt. wären diese was für dich?
    https://www.amazon.de/LOGI-Guide-Tabellen-Lebensmitteln-bewertet-glyk%C3%A4mischen/dp/3958142338/ref=sr_1_3?keywords=Glyk%C3%A4mischer+Index&qid=1675690294&s=books&sr=1-3
    https://www.amazon.de/Glyk%C3%A4mischer-Index-Glyk%C3%A4mische-Last-Di%C3%A4t/dp/B0BHLDMJ83/ref=sr_1_2?keywords=Glyk%C3%A4mischer+Index&qid=1675690294&s=books&sr=1-2
    https://www.amazon.de/GLYX-Kompass-Kompass-Gesundheit-Marion-Grillparzer/dp/3833843187/ref=sr_1_1?keywords=Glyk%C3%A4mischer+Index&qid=1675690294&s=books&sr=1-1

    der glykämische index ist ein eher kontroverses thema, weil die gleichen lebensmittel in der gleichen quantität bei jedem andere bz-reaktionen hervorrufen können, obwohl die tabellen uns genau das gegenteil weis machen wollen und meinen, dass es dabei allgemeingültige goldene Regeln gibt, wie sich der bz verhält. dass das nicht so ist siehst du schon daran dass bei den verschiedenen lebensmitteln in diversen tabellen im netz jeweils andere werte angegeben sind. was dir hilft, musst du durch selbstmessungen für dich herausfinden.
    ich an deiner stelle würde mir aber um die gelisteten werte keine sorgen machen, zwischenzeitlich einfach etwas gewicht verlieren, die ernährung umstellen und mich etwas bewegen. dann wirst du auch wieder mehr kohlenhydrate vertragen und musst dir bei beibehaltung deines dann gesunden lebensstil sicherlich keine sorgen um diabetes machen :)
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    am 07.02.2023 11:05:28 | IP (Hash): 673744333
    Wie Leia schon geschrieben hat, gibt es praktisch für nichts eine Wirkung für alle. Das ist auch bei KHs so. In dem Bereich, den Du mit Deinem Messgerät erkundet hast, gibt es keinen BZ-Wert, der behandelt werden müsste, auch wenn Du aus irgendeinem Grund die Diagnose Diabetes hättest. Wenn Du also zu dem Schluss kommst, dass Du gern weniger hohe BZ-Spitzen hättest, sind weniger große KH-Portionen ein bewährter Weg. Oder/Und eine Portion Salat oder Gemüse vor den KHs, oder… "Der Glukosetrick" zeigt 10 Möglichkeiten auf und dazu reichlich Info, dass und wieso größere BZ-Schwankungen auch schon im völlig gesunden Bereich (nach der medizinischen Definition) bei manchen von uns negative Auswirkungen haben können.

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    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
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    am 08.02.2023 23:42:31 | IP (Hash): 1934680146
    Vielen lieben Dank allen für die aufschlussreichen Antworten. Ihr habt mir ehrlich sehr geholfen.
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    am 09.02.2023 01:27:34 | IP (Hash): 86612814
    Sonnenblume1234 schrieb:

    Ich vermute bei mir (weiblich, 30, BMI 43) einen Prädiabetes.



    All deine Werte sprechen gegen einen Diabetes mellitus.
    Dein BMI spricht allerdings für eine Suchterkrankung, die Dir ein bis zwei Jahrzehnte an Lebenserwartung rauben dürfte..
    In 20 Jahren (mit 50) dürfte dann auch der Diabetes mellitus Typ 2 an Deine Tür klopfen.

    Gut gemeinten Gruß
    Hape
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    am 09.02.2023 18:03:13 | IP (Hash): 2020894847
    Wollt schon sagen, hier wird wegen minimal schwankender BZ-Werte diskutiert, aber die wahrscheinlichste Ursache wieso es zu einem Diabetes kommen könnte, bzw. höchstwahrscheinlich wird und die effektivste Methode dagegen spricht niemand an?

    Ein BMI von 43 ist Adipositas Grad III verdammt nochmal! Und bevor ich hier jetzt wie das ultimative Böse klinge, ich war selbst schon dort und weiß aus Erfahrung wie scheiße das ist. Natürlich ist eine gelegentliche Blutzuckerkontrolle allein deshalb schon sinnvoll, wobei einmal im Quartal den HbA1c beim Arzt bestimmen zu lassen mMn. genügen sollte - hätte ich das mal getan, na was solls.

    Ich will dir damit jetzt auch nicht zu nahe treten @Sonnenblume1234, aber anstatt dir den Kopf darüber zu zerbrechen wieso dein Blutzucker schwankt und ob du vllt. langsam auf einen Diabetes zusteuerst, konzentriere dich aufs abnehmen, dass ist einfach das beste was du tun kannst und bekämpft nicht die (vermeintlichen) Symptome sondern die (wahrscheinliche) Ursache - und sollte es doch ein Typ-1 Diabetes werden, was wir für dich mal nicht hoffen wollen, schadet es auch nicht. Ich würde es an deiner Stelle aber allein schon deshalb angehen, weil mit so starkem Übergewicht alles ein Akt ist und ich aus eigener Erfahrung weiß das man allein deshalb schon keine Lust hat IRGENDETWAS zu machen.

    Soll nicht heißen, dass es einfach ist abzunehmen, aber dort ist einfach die beste Stellschraube für deine Gesundheit und Lebensqualität. Was genau für dich der beste Ansatz ist, musst du natürlich selbst wissen, aber stumpfes Kalorien zählen und in einem Defizit von ca. 500kcal/Tag bleiben (bzw. am erlaubten "Cheat-Day" nicht das gesamte Defizit der vorherigen Woche wieder zunichte machen) ist mMn. die simpelste und effektivste Methode, Nährwerte kann man heutzutage per Google schnell finden (u.A. auf fddb) und es diverse Apps wo man "Buch" führen kann. Nur so als gut gemeinter Rat.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 10.02.2023 11:28:58 | IP (Hash): 72970431
    Danke Dir, pgx. Sehr gut geschrieben.

    Eine Anmerkung hätte ich aber noch: Natürlich darf das Kaloriendefizit auch höher sein, sofern die Sonnenblume alles daran setzt, mit genügend Protein und Sport Muskelmasse zu erhalten, damit sie bei negativer Energiebilanz neben den Schwimmhilfen nicht auch diese dahinschmelzen lässt.

    Wie Leia schon schrieb, findest die Sonnenblume - und jeder der entsprechende Hilfe sucht - auf Science Fitness sehr viele nützliche Tipps.

    PS: Ich stand im Frühjahr 2019 ebenfalls mit BMI 43 da. Mein damaliges Gewicht betrug etwa 144 kg bei einer Körpergröße von 1,83 Meter. Ist aber heute mit vielen kgs Muskelmasse nur mehr bei um 90.
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    am 10.02.2023 12:59:41 | IP (Hash): 2020894847
    Gebe dir natürlich recht, dass es durchaus möglich ist ein höheres Kaloriendefizit zu erzielen. Letztendlich bin ich allerdings der Meinung, man tut sich damit keinen wirklichen gefallen aus der Sache eine Crash-Diät zu machen. Je schneller man sein Gewicht reduziert, umso weniger Nachhaltig ist das Ergebnis leider meist.

    Mit einem Defizit von 500kcal nimmt man natürlich nicht von heute auf morgen ab, aber das wichtigste ist es durchhaltbar zu gestalten, damit der mühsam erarbeitete Gewichtsverlust an schwachen Tagen, Wochen... Monaten nicht direkt wieder zurück schnellt wie ein lang gezogenes Gummiband.

    Zumal während die ersten Kilos in der Regel schnell purzeln, wird es mit zunehmend weniger Gewicht und einem dadurch sinkenden Energieverbrauch natürlich auch schwieriger und sind wir mal ganz ehrlich, die Stellschraube "Sport" ist für die meisten Menschen eine mürrische Geliebte, auch wenn Muskelmasse aufbauen natürlich das beste ist, was man machen kann um nachhaltig abzunehmen und ich denke man muss es nicht erwähnen - ich mache es aber trotzdem mal, mehr Muskulatur bedeutet auch einen niedrigeren Blutzuckerspiegel, da diese selbst im Ruhezustand mehr Energie verbrauchen als Fettgewebe und nach körperlicher Anstrengung bis zu 48 Stunden benötigen um die Energiereserven wieder aufzufüllen.

    Jetzt müsste man nur noch die Muße haben seinen eigenen Rat zu befolgen :)

    PS: Hilfreich könnte es übrigens auch sein, sich einfach mal in eine stationäre Ernährungstherapie zu begeben - was bei einem Grad III Adipositas definitiv bewilligt werden wird, hab ich persönlich zwar nie getan, weil ich Ärzte nach Möglichkeit meide wie der Teufel das Weihwasser, aber grundsätzlich wird man da bestimmt was lernen und befindet sich in einem Umfeld wo man in seiner Kalorienaufnahme limitiert und zu für das Gewicht angemessener sportlicher Aktivität angehalten wird. Letztendlich (und dessen sollte man sich bewusst sein) ist abnehmen, bzw. sein Wunschgewicht zu halten, ebenso ein lebenslanger Prozess wie mit Diabetes klar zu kommen.
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    am 10.02.2023 13:39:35 | IP (Hash): 72970431
    Wenn wir Gewicht verlieren, verringert sich immer auch der Grundumsatz, weil mehr Gewebe - ob aus Fett oder Muskelmasse bestehend - eben auch mehr Energie verbraucht. Es ist also erst einmal ganz normal, dass eine Person mit 80 kg Körpergewicht ohne jegliche körperliche Aktivität, also in völliger Ruhe, weniger Energie verbraucht, als eine 140 kg schwere Biomasse (no pun intended!). Wir können also mit der Gewichtsreduktion nicht verhindern, dass wir mit der Zeit weniger Energie verbrauchen. Wir können aber insofern gegen einen zu hohen Abfall gegensteuern, indem wir mit viel Protein und am besten eben auch Bewegung dafür sorgen, dass im Kaloriendefizit Muskelmasse nicht zusätzlich zum Fettgewebe flöten geht. Gewiss wäre hier Krafttraining empfehlenswert, um Muskelmasse zu erhalten bzw. aufzubauen und somit dafür zu sorgen, dass die Verringerung des Energieverbrauchs eben nicht zu stark abfällt. Personen mit einem höheren Körperfettanteil (Männer über 15 Prozent, Frauen über 25 %) haben hier einen Bonus: Sie können Fett ab- und gleichzeitig Muskeln aufbauen.

    Bei einem hohen BMI von 43 fühlt sich der Körper in einem höheren Kaloriendefizit noch lange nicht so "bedroht" wie mit einem BMI von z.B. 22 bei einem Körperfettanteil von sagen wir mal 12 %. Mehr noch lässt sich dadurch u. U. eine rasche Verbesserung der gesundheitlichen Situation erreichen. Du hast aber natürlich recht, dass der Körper die Gewichtsabnahme in einem mäßigen Defizit insgesamt als noch weniger bedrohlich wahrnimmt und er dann auch mit weniger "Refeeds" (= Aufstockung der Glykogenspeicher) gut ohne große Anpassungen zurechtkommt. Wer aber, wie oben beschrieben, richtig diätet, also genug Protein zuführt, Sport treibt und vielleicht auch noch Muskeln aufbaut, wird mit dem Halbmythos vom eingeschlafenen Stoffwechsel, wie er gerne mit Crash-Diäten in Verbindung gebracht wird, nie in Berührung kommen. Dazumal kann ein rascher Gewichtsverlust, gerade am Anfang, unheimlich motivierend sein, wie ich aus eigener Erfahrung weiß (war innerhalb von 2 Monaten im Juli '19 von 144 kg auf 130 kg unten). Interessanterweise haben Studien genau das Gegenteil betreffend Wiederzunahme gezeigt, nämlich, dass diejenigen, die sich zeitweise in einem hohen Kaloriendefizit befanden, ihr Gewicht nach dem Abschmelzen besser halten konnten. Unabhängig davon kommt es natürlich immer darauf hin, was ich nach dem Gewichtsverlust mache. Verhalte ich mich z.B. genauso wie zuvor mit 140 kg, werde ich natürlich auch wieder einiges an Fett zunehmen und bald auch wieder größere Hosen benötigen ;). Insofern ist das Verhalten danach viel entscheidenter als die Form der Diät selbst.

    Leider musste ich die Erfahrung machen, dass auch Ernährungsexperten gerne gut gemeinte, aber im Hinblick auf die Studienlage teils falsche und verunsichernde Aussagen tätigen. Mir z.B. wollt einst eine derartige Expertin erklären, dass jeder Mensch in seinem gesamten Leben immer nur gleich viel Insulin produzieren kann; Person A genauso viel wie Person B und C, der "Vorrat" also irgendwann zwangsläufig bei jedem am Ende ist. Ich solle mir ein Fass vorstellen, sagte sie, das irgendwann bis auf den letzten Tropfen gefüllt ist. Ist das Fass komplett voll, bekommt der Mensch Diabetes vom Typ 2. Natürlich weiß ich heute, dass das Unsinn ist; damals ängstigte mich diese Aussage jedoch ein wenig. Bevor die liebe Sonnenblume also zu Ernährungsdoks rennt, würde ich erst einmal raten, in die Artikel von Science Fitness reinzuschauen, in denen die Autoren sehr verständlich in einfachen Worten erklären, wie wir zu mehr Lebensgefühl durch weniger Gewicht kommen. Denn bitte glaube mir, liebe Sonnenblume, es ist ein ganz anderes Leben!!!! Heute könnte ich mich dafür ohrfeigen, nicht schon viel früher was getan zu haben. Aber nunja, nachher ist man bekanntlich immer schlauer ;)

    PS: Muskelmasse verbrennt pro Kilogramm in Ruhe etwa 13, Fettmasse ca. 9 Kalorien. 1 kg Fett ist schnell weg, aber 1 kg Muskelmasse muss man erst einmal aufbauen.
    Bearbeitet von User am 10.02.2023 14:03:45. Grund: .
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    am 10.02.2023 16:15:39 | IP (Hash): 673744339
    Auch viel BMI ist keine Garantie für Typ 2 und hohe Blutfette und hohen Blutdruck und weniger Lebensqualität und am/eigentlich vor dem Ende deutlich weniger Lebenszeit. Und wenn ich dann auch noch zu denen gehörte, die sich in der Form pudelwohl fühlen, würde ich mich in der hier gerade geübten Art gewaltig angegriffen fühlen.

    Und Abnehmen verringert den Insulinbedarf nur in dem Maß, in dem weniger Insulin für die eingesparte Nahrung gebraucht wird. Ich hab 25 kg abgenommen und brauche für die KHs, die ich noch esse, seitdem genauso viel Insulin, wie mit den 25 kg.

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    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
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    am 10.02.2023 17:37:47 | IP (Hash): 1448334626
    „Habe ich Prädiabetes?“ war die von Sonnenblume gestellte Frage, die nach dem aktuellen Erkenntnisstand mit „Nein“ zu beantworten ist.

    Da die TE aber offenbar keine Lust darauf hat, mit Diabetes ein Leben lang Hand in Hand zu gehen, haben wir ihr erklären wollen, was sie tun kann, damit es dazu vermutlich nicht kommt. Eine Garantie dafür bieten auch diese Maßnahmen leider nicht. Von meiner Seite ist das ganze Geschriebene unabhängig davon zu werten, ob man sich mit mehr Gewicht wohlfühlt oder nicht. Und bitte, mal ganz im Ernst: WER ist glücklich damit, übergewichtig zu sein?

    PS: Dass Du, Jürgen, vom angeblichen Mythos Insulinresistenz nichts hältst, wissen wir. Und jetzt bitte keine Romane oder einen neuen Thread dazu, ja? ;)
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    am 10.02.2023 17:53:37 | IP (Hash): 673744339
    Mitglied schrieb:
    „Habe ich Prädiabetes?“ war die von Sonnenblume gestellte Frage, die nach dem aktuellen Erkenntnisstand mit „Nein“ zu beantworten ist.


    Nicht Erkenntnis- sondern Definitions-Stand!

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    am 11.02.2023 17:19:29 | IP (Hash): 1934680146
    Hallo zusammen,

    Durch einen Schicksalsschlag vor 1,5 Jahren habe ich 25 kg zugenommen. Ich habe meinen Kummer mit Süßigkeiten gestillt.
    Davor hatte ich einen BMI von 35.
    Habe mich in der Regel echt gesund ernährt. (Viel Gemüse, Vollkorn, wenig Fett)
    Ich weiß wie es geht. Bin regelmäßig MTB gefahren. Ich war fit und gesund trotz des BMI von 35.
    MTB habe ich nun wieder angefangen.
    Habe jetzt weiterhin angefangen die Ernährung noch mehr eiweißlastig zu gestalten. Versuche mehr gesunde Fette statt Kohlenhydrate zu essen.

    Danke an alle!
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    am 11.02.2023 17:54:39 | IP (Hash): 491511093
    Echt doof, anfressen geht prima. Abschmelzen ist um ein Vielfaches schwieriger. Was selbst Ernährungsdoks dabei gern übersehen: Insulinspitzen sind besonders hilfreich für Nichtabnehmen. Sie sind die Reaktion auf Glukose und Fruktose, also auf als gesund geltende Kohlenhydrate - die sie in Fett umwandeln und einlagern. Also auch noch so gesund gesehene KHs nur in kleinen Portionen für kleine Spitzen. "Der Glukosetrick" liefert dazu super Erklärung und Anleitung für’s alltägliche Umsetzen.

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    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
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    am 11.02.2023 19:30:59 | IP (Hash): 1934680146
    Ich teste immer mal wieder den BZ unter Slow und Lowcarb. Da erreiche ich so ca Maximalwerte von 120. Aber eher höchstens 110.

    Kennt sich wer mit insulinresistenz aus, insbesondere im Bezug auf Kiwu ?
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    am 11.02.2023 20:24:26 | IP (Hash): 491511093
    Zitat aus dem "Glukose Trick":
    "Die Wissenschaft hat vor Kurzem eine bemerkenswerte Verbindung zwischen Insulin und unserer Fortpflanzungsfähigkeit aufgedeckt. Offenbar spielt unser Insulinspiegel eine wichtige Rolle, wenn unser Gehirn und unsere Geschlechtsdrüsen entscheiden, ob die Umstände gerade gut und sicher genug für eine Befruchtung sind. Wenn dein Insulinwert jenseits von Gut und Böse ist, hat dein Körper wenig Lust, sich fortzupflanzen, weil dieser Wert darauf hindeutet, dass du nicht gesund bist. Sowohl bei Frauen als auch bei Männern steigert ein erhöhter Insulinspiegel das Risiko von Unfruchtbarkeit.(128) Je mehr Glukosespitzen unsere Ernährung verursacht, desto höher ist unser Insulinspiegel und damit auch die Gefahr, unfruchtbar zu sein.(129) …

    Manche Frauen sind anfälliger für PCOS als andere (nicht jede Frau mit einem hohen Insulinwert leidet daran), doch ein stabiler Blutzuckerspiegel sorgt in allen Fällen für eine Linderung und führt manchmal sogar zum Verschwinden der Symptome. In Teil 3 wirst du Ghadeer kennenlernen, die mithilfe der Hacks in diesem Buch ihre PCOS-Symptome und ihre Insulinresistenz loswurde und mehr als zehn Kilogramm abnahm. In einer Studie der Duke University gelang es Frauen, die ihre Glukosekurve durch ihre Ernährung sechs Monate lang möglichst flach hielten, ihren Insulinwert zu halbieren. In der Folge sank auch ihr Testosteronspiegel um 25 Prozent.(134) Sobald ihre Hormone wieder ins Gleichgewicht kamen, nahmen sie ab, ihre Körperbehaarung ging zurück, und zwei der zwölf Teilnehmerinnen wurden während des Untersuchungszeitraums schwanger."
    (mit den Zahlen in Klammern lassen sich im Online-Buch die Links zu den entsprechenden Fundstellen aufrufen)

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    am 11.02.2023 23:24:15 | IP (Hash): 1934680146
    Vielen lieben Dank.
    Wo gibt es dieses Buch?
    Mein testo liegt immer zwischen 0,11 und 0,3.
    Pco wird im Schall auch immer ausgeschlossen. Toi, toi, Toi, dass es so bleibt.
    Doofe frage, ist das Insulin immer besser wenn man weniger BZ Spitzen hat oder kann es auch trotz low carb hoch sein?
    Das mit dem Körper, der keine Lust auf Kinder bekommen hat, wenn er zu viel insulin ausschüttet, macht mir Kummer.
    Liebe Grüße und tausend Dank. Ihr seid ein klasse forum.
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    am 12.02.2023 11:23:50 | IP (Hash): 867332191
    der glukose trick
    https://www.google.com/search?q=der+glukose+trick&oq=der+glukose+trick&aqs=chrome..69i57j69i59j69i60l2j69i61j46i512j0i512l2j0i20i263i512j0i512.12794j0j4&client=ms-android-samsung-gn-rev1&sourceid=chrome-mobile&ie=UTF-8

    Gemein an Deiner Situation:
    Es sind keine festen Größen bekannt. Was bei einer anderen Frau in Bezug auf Glukose und Insulin gut funktioniert, kann bei Dir weniger gut oder eher gar nicht funktionieren - und umgekehrt. Also ausprobieren. Weglassen, was weniger gut funktioniert, als was Du schon machst, und beibehalten, was besser funktioniert. Daumendrück für gutes Gelingen :)

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    am 13.02.2023 09:32:57 | IP (Hash): 72970431
    hjt_Jürgen schrieb:
    Mitglied schrieb:
    „Habe ich Prädiabetes?“ war die von Sonnenblume gestellte Frage, die nach dem aktuellen Erkenntnisstand mit „Nein“ zu beantworten ist.


    Nicht Erkenntnis- sondern Definitions-Stand!

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    Wie auch immer Du das nennen magst, die Werte zeigen keine gröberen Auffälligkeiten und das zählt.
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    am 13.02.2023 09:36:32 | IP (Hash): 72970431
    hjt_Jürgen schrieb:
    Echt doof, anfressen geht prima. Abschmelzen ist um ein Vielfaches schwieriger. Was selbst Ernährungsdoks dabei gern übersehen: Insulinspitzen sind besonders hilfreich für Nichtabnehmen. Sie sind die Reaktion auf Glukose und Fruktose, also auf als gesund geltende Kohlenhydrate - die sie in Fett umwandeln und einlagern. Also auch noch so gesund gesehene KHs nur in kleinen Portionen für kleine Spitzen. "Der Glukosetrick" liefert dazu super Erklärung und Anleitung für’s alltägliche Umsetzen.

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    Abnehmen geht meiner Erfahrung nach sehr viel leichter, als Du denkst. Auch mit Insulinspitzen kann ein solches Vorhaben hervorragend funktionieren. Habe selbst nie Low Carb gelebt und dennoch viel abgenommen; viele andere ebenso. Also kann viel Insulin die Fettabnahme nicht in dem Maße stoppen, wie Du meinst. Wie gesagt, "Calories in vs. calories out" ist das was zählt.
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    am 13.02.2023 09:53:47 | IP (Hash): 72970431
    Sonnenblume1234 schrieb:
    Ich teste immer mal wieder den BZ unter Slow und Lowcarb. Da erreiche ich so ca Maximalwerte von 120. Aber eher höchstens 110.

    Kennt sich wer mit insulinresistenz aus, insbesondere im Bezug auf Kiwu ?



    Insulinresistenz (IR) kannst Du Dir schlicht als Empfindlichkeit des Körpers, genauer gesagt des Gewebes, vorstellen. Wer insulinresistent ist, muss mehr Insulin produzieren, damit der Zucker reinkommt. Insulinresistenz per se ist erst einmal ein sehr sinnvoller und wichtiger Mechanismus, damit Gewebe auf Dauer keinen Schaden nimmt. Problematisch wird es, wenn über Jahre nichts dagegen unternommen wird und das Fett durch die IR als Umleitung ektop eingelagert wird, z.B. in der Leber. Der Grund warum die meisten Übergewichtigen insulinresistent sind, ist insbesondere ihr hoher Körperfettanteil (KFA) und die in der Regel fehlende Bewegung. Wer zu viel mit sich herumschleppt sorgt dafür, dass der Körper ständig damit beschäftigt ist, das Fett aus dem Blut abzutransportieren. Dadurch läuft der Fettstoffwechsel ständig auf Hochtouren, was im Umkehrschluss dafür sorgt, dass weniger Kohlenhydrate verstoffwechselt werden. Zusätzlich dazu gilt es zu berücksichtigen, dass Kohlenhydrate - wie Nicolai Worm es sagt - "Treibstoff für arbeitende Muskeln" sind. Wer diesen Treibstoff ständig nachtankt und sich dabei nicht regelmäßig bewegt, verbrennt diesen Treibstoff in den Muskeln nicht. Das kann schnell zu KH-Stoffwechselproblemen führen. Was können wir dagegen tun: KFA senken und regelmäßig Sport treiben; ergänzt um eine "gesunde" Ernährungsweise.

    Wenn Du abnehmen möchtest, musst Du nicht zwingend Low Carb leben. Du solltest eine Ernährungsweise finden, die zu Dir passt, mit der Du satt bist und mit der Du recht leicht eine Kaloriendefizit erzeugst. Idealerweise ergänzt Du diese mit Bewegung und Sport. Leider gibt es so etwas wie eine "universelle Idealernährung" des Menschen nicht, weswegen man auch per se keine allgemeinen Empfehlungen bezüglich Makronährstoffverteilung geben kann. Der eine tut sich mit Low Carb und mehr Fett leicht, der andere hat kein Hungergefühl und reichlich Energie mit High Carb - Low Fat. Insofern bleibt Dir hier nur übrig, es selbst zu probieren.
    Bearbeitet von User am 13.02.2023 09:55:05. Grund: .