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Prädiabetes?
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am 08.02.2023 23:42:31 | IP (Hash): 1934680146
Vielen lieben Dank allen für die aufschlussreichen Antworten. Ihr habt mir ehrlich sehr geholfen. -
am 09.02.2023 01:27:34 | IP (Hash): 86612814
Sonnenblume1234 schrieb:
Ich vermute bei mir (weiblich, 30, BMI 43) einen Prädiabetes.
All deine Werte sprechen gegen einen Diabetes mellitus.
Dein BMI spricht allerdings für eine Suchterkrankung, die Dir ein bis zwei Jahrzehnte an Lebenserwartung rauben dürfte..
In 20 Jahren (mit 50) dürfte dann auch der Diabetes mellitus Typ 2 an Deine Tür klopfen.
Gut gemeinten Gruß
Hape1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 09.02.2023 18:03:13 | IP (Hash): 2020894847
Wollt schon sagen, hier wird wegen minimal schwankender BZ-Werte diskutiert, aber die wahrscheinlichste Ursache wieso es zu einem Diabetes kommen könnte, bzw. höchstwahrscheinlich wird und die effektivste Methode dagegen spricht niemand an?
Ein BMI von 43 ist Adipositas Grad III verdammt nochmal! Und bevor ich hier jetzt wie das ultimative Böse klinge, ich war selbst schon dort und weiß aus Erfahrung wie scheiße das ist. Natürlich ist eine gelegentliche Blutzuckerkontrolle allein deshalb schon sinnvoll, wobei einmal im Quartal den HbA1c beim Arzt bestimmen zu lassen mMn. genügen sollte - hätte ich das mal getan, na was solls.
Ich will dir damit jetzt auch nicht zu nahe treten @Sonnenblume1234, aber anstatt dir den Kopf darüber zu zerbrechen wieso dein Blutzucker schwankt und ob du vllt. langsam auf einen Diabetes zusteuerst, konzentriere dich aufs abnehmen, dass ist einfach das beste was du tun kannst und bekämpft nicht die (vermeintlichen) Symptome sondern die (wahrscheinliche) Ursache - und sollte es doch ein Typ-1 Diabetes werden, was wir für dich mal nicht hoffen wollen, schadet es auch nicht. Ich würde es an deiner Stelle aber allein schon deshalb angehen, weil mit so starkem Übergewicht alles ein Akt ist und ich aus eigener Erfahrung weiß das man allein deshalb schon keine Lust hat IRGENDETWAS zu machen.
Soll nicht heißen, dass es einfach ist abzunehmen, aber dort ist einfach die beste Stellschraube für deine Gesundheit und Lebensqualität. Was genau für dich der beste Ansatz ist, musst du natürlich selbst wissen, aber stumpfes Kalorien zählen und in einem Defizit von ca. 500kcal/Tag bleiben (bzw. am erlaubten "Cheat-Day" nicht das gesamte Defizit der vorherigen Woche wieder zunichte machen) ist mMn. die simpelste und effektivste Methode, Nährwerte kann man heutzutage per Google schnell finden (u.A. auf fddb) und es diverse Apps wo man "Buch" führen kann. Nur so als gut gemeinter Rat.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.02.2023 11:28:58 | IP (Hash): 72970431
Danke Dir, pgx. Sehr gut geschrieben.
Eine Anmerkung hätte ich aber noch: Natürlich darf das Kaloriendefizit auch höher sein, sofern die Sonnenblume alles daran setzt, mit genügend Protein und Sport Muskelmasse zu erhalten, damit sie bei negativer Energiebilanz neben den Schwimmhilfen nicht auch diese dahinschmelzen lässt.
Wie Leia schon schrieb, findest die Sonnenblume - und jeder der entsprechende Hilfe sucht - auf Science Fitness sehr viele nützliche Tipps.
PS: Ich stand im Frühjahr 2019 ebenfalls mit BMI 43 da. Mein damaliges Gewicht betrug etwa 144 kg bei einer Körpergröße von 1,83 Meter. Ist aber heute mit vielen kgs Muskelmasse nur mehr bei um 90. -
am 10.02.2023 12:59:41 | IP (Hash): 2020894847
Gebe dir natürlich recht, dass es durchaus möglich ist ein höheres Kaloriendefizit zu erzielen. Letztendlich bin ich allerdings der Meinung, man tut sich damit keinen wirklichen gefallen aus der Sache eine Crash-Diät zu machen. Je schneller man sein Gewicht reduziert, umso weniger Nachhaltig ist das Ergebnis leider meist.
Mit einem Defizit von 500kcal nimmt man natürlich nicht von heute auf morgen ab, aber das wichtigste ist es durchhaltbar zu gestalten, damit der mühsam erarbeitete Gewichtsverlust an schwachen Tagen, Wochen... Monaten nicht direkt wieder zurück schnellt wie ein lang gezogenes Gummiband.
Zumal während die ersten Kilos in der Regel schnell purzeln, wird es mit zunehmend weniger Gewicht und einem dadurch sinkenden Energieverbrauch natürlich auch schwieriger und sind wir mal ganz ehrlich, die Stellschraube "Sport" ist für die meisten Menschen eine mürrische Geliebte, auch wenn Muskelmasse aufbauen natürlich das beste ist, was man machen kann um nachhaltig abzunehmen und ich denke man muss es nicht erwähnen - ich mache es aber trotzdem mal, mehr Muskulatur bedeutet auch einen niedrigeren Blutzuckerspiegel, da diese selbst im Ruhezustand mehr Energie verbrauchen als Fettgewebe und nach körperlicher Anstrengung bis zu 48 Stunden benötigen um die Energiereserven wieder aufzufüllen.
Jetzt müsste man nur noch die Muße haben seinen eigenen Rat zu befolgen :)
PS: Hilfreich könnte es übrigens auch sein, sich einfach mal in eine stationäre Ernährungstherapie zu begeben - was bei einem Grad III Adipositas definitiv bewilligt werden wird, hab ich persönlich zwar nie getan, weil ich Ärzte nach Möglichkeit meide wie der Teufel das Weihwasser, aber grundsätzlich wird man da bestimmt was lernen und befindet sich in einem Umfeld wo man in seiner Kalorienaufnahme limitiert und zu für das Gewicht angemessener sportlicher Aktivität angehalten wird. Letztendlich (und dessen sollte man sich bewusst sein) ist abnehmen, bzw. sein Wunschgewicht zu halten, ebenso ein lebenslanger Prozess wie mit Diabetes klar zu kommen. -
am 10.02.2023 13:39:35 | IP (Hash): 72970431
Wenn wir Gewicht verlieren, verringert sich immer auch der Grundumsatz, weil mehr Gewebe - ob aus Fett oder Muskelmasse bestehend - eben auch mehr Energie verbraucht. Es ist also erst einmal ganz normal, dass eine Person mit 80 kg Körpergewicht ohne jegliche körperliche Aktivität, also in völliger Ruhe, weniger Energie verbraucht, als eine 140 kg schwere Biomasse (no pun intended!). Wir können also mit der Gewichtsreduktion nicht verhindern, dass wir mit der Zeit weniger Energie verbrauchen. Wir können aber insofern gegen einen zu hohen Abfall gegensteuern, indem wir mit viel Protein und am besten eben auch Bewegung dafür sorgen, dass im Kaloriendefizit Muskelmasse nicht zusätzlich zum Fettgewebe flöten geht. Gewiss wäre hier Krafttraining empfehlenswert, um Muskelmasse zu erhalten bzw. aufzubauen und somit dafür zu sorgen, dass die Verringerung des Energieverbrauchs eben nicht zu stark abfällt. Personen mit einem höheren Körperfettanteil (Männer über 15 Prozent, Frauen über 25 %) haben hier einen Bonus: Sie können Fett ab- und gleichzeitig Muskeln aufbauen.
Bei einem hohen BMI von 43 fühlt sich der Körper in einem höheren Kaloriendefizit noch lange nicht so "bedroht" wie mit einem BMI von z.B. 22 bei einem Körperfettanteil von sagen wir mal 12 %. Mehr noch lässt sich dadurch u. U. eine rasche Verbesserung der gesundheitlichen Situation erreichen. Du hast aber natürlich recht, dass der Körper die Gewichtsabnahme in einem mäßigen Defizit insgesamt als noch weniger bedrohlich wahrnimmt und er dann auch mit weniger "Refeeds" (= Aufstockung der Glykogenspeicher) gut ohne große Anpassungen zurechtkommt. Wer aber, wie oben beschrieben, richtig diätet, also genug Protein zuführt, Sport treibt und vielleicht auch noch Muskeln aufbaut, wird mit dem Halbmythos vom eingeschlafenen Stoffwechsel, wie er gerne mit Crash-Diäten in Verbindung gebracht wird, nie in Berührung kommen. Dazumal kann ein rascher Gewichtsverlust, gerade am Anfang, unheimlich motivierend sein, wie ich aus eigener Erfahrung weiß (war innerhalb von 2 Monaten im Juli '19 von 144 kg auf 130 kg unten). Interessanterweise haben Studien genau das Gegenteil betreffend Wiederzunahme gezeigt, nämlich, dass diejenigen, die sich zeitweise in einem hohen Kaloriendefizit befanden, ihr Gewicht nach dem Abschmelzen besser halten konnten. Unabhängig davon kommt es natürlich immer darauf hin, was ich nach dem Gewichtsverlust mache. Verhalte ich mich z.B. genauso wie zuvor mit 140 kg, werde ich natürlich auch wieder einiges an Fett zunehmen und bald auch wieder größere Hosen benötigen ;). Insofern ist das Verhalten danach viel entscheidenter als die Form der Diät selbst.
Leider musste ich die Erfahrung machen, dass auch Ernährungsexperten gerne gut gemeinte, aber im Hinblick auf die Studienlage teils falsche und verunsichernde Aussagen tätigen. Mir z.B. wollt einst eine derartige Expertin erklären, dass jeder Mensch in seinem gesamten Leben immer nur gleich viel Insulin produzieren kann; Person A genauso viel wie Person B und C, der "Vorrat" also irgendwann zwangsläufig bei jedem am Ende ist. Ich solle mir ein Fass vorstellen, sagte sie, das irgendwann bis auf den letzten Tropfen gefüllt ist. Ist das Fass komplett voll, bekommt der Mensch Diabetes vom Typ 2. Natürlich weiß ich heute, dass das Unsinn ist; damals ängstigte mich diese Aussage jedoch ein wenig. Bevor die liebe Sonnenblume also zu Ernährungsdoks rennt, würde ich erst einmal raten, in die Artikel von Science Fitness reinzuschauen, in denen die Autoren sehr verständlich in einfachen Worten erklären, wie wir zu mehr Lebensgefühl durch weniger Gewicht kommen. Denn bitte glaube mir, liebe Sonnenblume, es ist ein ganz anderes Leben!!!! Heute könnte ich mich dafür ohrfeigen, nicht schon viel früher was getan zu haben. Aber nunja, nachher ist man bekanntlich immer schlauer ;)
PS: Muskelmasse verbrennt pro Kilogramm in Ruhe etwa 13, Fettmasse ca. 9 Kalorien. 1 kg Fett ist schnell weg, aber 1 kg Muskelmasse muss man erst einmal aufbauen.
Bearbeitet von User am 10.02.2023 14:03:45. Grund: . -
am 10.02.2023 16:15:39 | IP (Hash): 673744339
Auch viel BMI ist keine Garantie für Typ 2 und hohe Blutfette und hohen Blutdruck und weniger Lebensqualität und am/eigentlich vor dem Ende deutlich weniger Lebenszeit. Und wenn ich dann auch noch zu denen gehörte, die sich in der Form pudelwohl fühlen, würde ich mich in der hier gerade geübten Art gewaltig angegriffen fühlen.
Und Abnehmen verringert den Insulinbedarf nur in dem Maß, in dem weniger Insulin für die eingesparte Nahrung gebraucht wird. Ich hab 25 kg abgenommen und brauche für die KHs, die ich noch esse, seitdem genauso viel Insulin, wie mit den 25 kg.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. -
am 10.02.2023 17:37:47 | IP (Hash): 1448334626
„Habe ich Prädiabetes?“ war die von Sonnenblume gestellte Frage, die nach dem aktuellen Erkenntnisstand mit „Nein“ zu beantworten ist.
Da die TE aber offenbar keine Lust darauf hat, mit Diabetes ein Leben lang Hand in Hand zu gehen, haben wir ihr erklären wollen, was sie tun kann, damit es dazu vermutlich nicht kommt. Eine Garantie dafür bieten auch diese Maßnahmen leider nicht. Von meiner Seite ist das ganze Geschriebene unabhängig davon zu werten, ob man sich mit mehr Gewicht wohlfühlt oder nicht. Und bitte, mal ganz im Ernst: WER ist glücklich damit, übergewichtig zu sein?
PS: Dass Du, Jürgen, vom angeblichen Mythos Insulinresistenz nichts hältst, wissen wir. Und jetzt bitte keine Romane oder einen neuen Thread dazu, ja? ;)
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am 10.02.2023 17:53:37 | IP (Hash): 673744339
Mitglied schrieb:
„Habe ich Prädiabetes?“ war die von Sonnenblume gestellte Frage, die nach dem aktuellen Erkenntnisstand mit „Nein“ zu beantworten ist.
Nicht Erkenntnis- sondern Definitions-Stand!
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. -
am 11.02.2023 17:19:29 | IP (Hash): 1934680146
Hallo zusammen,
Durch einen Schicksalsschlag vor 1,5 Jahren habe ich 25 kg zugenommen. Ich habe meinen Kummer mit Süßigkeiten gestillt.
Davor hatte ich einen BMI von 35.
Habe mich in der Regel echt gesund ernährt. (Viel Gemüse, Vollkorn, wenig Fett)
Ich weiß wie es geht. Bin regelmäßig MTB gefahren. Ich war fit und gesund trotz des BMI von 35.
MTB habe ich nun wieder angefangen.
Habe jetzt weiterhin angefangen die Ernährung noch mehr eiweißlastig zu gestalten. Versuche mehr gesunde Fette statt Kohlenhydrate zu essen.
Danke an alle!