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Schwarzwaldjunge HbA1c von 9,8
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am 25.02.2023 12:56:44 | IP (Hash): 1389770245
Hallo,
ich bin der Schwarzwaldjunge. Ich habe hier schon länger mitgelesen. Hier will ich nun ein bisschen meine Geschichte erzählen und Rat bekommen.
Meine Diabetes-Story (Typ 2) beginnt offiziell im September 2022, aber klar, da ging schon länger was. Im Rahmen eines Checkups wurde bei mir ein Nüchternwert von 204 und HbA1c von 9,8 gemessen.
Risikofaktoren sind viele vorhanden: Älter als 45 Jahre alt, meine Eltern haben beide Typ 2, BMI bei 53, Bluthochdruck wurde auch diagnostiziert (Selbstmessung 140/100, beim Arzt 190/100), kein Sport. Bei einer OP im Februar 2020 wurde mir nicht auffälliges mitgeteilt, daher gehe ich davon aus, dass da alles ok war (bis auf den Bluthochdruck). Nichtraucher, kein Alkohol (ca. alle 2-3 Monate mal), auch kein Kaffee (ca. 1-2 mal im Monat).
Es kam aber Corona (in meinem Job extrem belastend, weil ich mir dann persönliche Lebensgeschichten auch von anderen anhören musste) und außerdem eine hohe Jobunsicherheit. Ich merkte, wie ich immer gestresster wurde. Gleichzeitig hatte ich immer weniger Energie. Und diese Energie wollte ich nachtanken. Und wo es vorher mal „nur“ 1 Liter Cola pro Woche war, wurde es dann 0,5 Liter pro Tag. Auch Schokolade wurde konsumiert, am Ende so ca. 1 Tafel pro Tag. Zusätzlich sehr viel Weißbrot (im Schnitt ca. 500 Gramm pro Tag). Ich bin ein extremer Stressesser und hatte auch hohe Werte befürchtet, aber so hohe Werte dann doch nicht. Wobei ich mich mit dem Thema nicht richtig beschäftigt hatte vorher (warum auch).
Arzt hat mir Janumet verschrieben, 2 mal täglich 50/1000 und Candesartan, auch 2 mal täglich 8mg. Mir wurde zum Gewicht abnehmen, Bewegung und einem Termin beim Diabetologen geraten, wobei der Arzt auch „zufällig“ Facharzt für Diabetologie ist…. Viele Fragen wurden von mir nur allgemein beantwortet, ich ging (wie die meisten) sehr fragend und niedergeschlagen aus dem Ergebnis des Checkups raus.
Da bei mir die Medis nicht schleichend eingesetzt wurden (wusste nicht, dass sowas geht), hatte ich quasi 6 Wochen lang Durchfall. Den Arzt hat dies nicht sonderlich gestört, der hatte nur Angst vor einer Unterzuckerung. Diese Phase war für mich sehr belastend.
Ich habe von Weißbrot auf Vollkorn umgestellt, direkt vom Bäcker und nicht mehr vom Supermarkt. Und siehe da: Wo vorher 4-5 Brötchen nötig waren, damit ich satt werde, haben es nun 1-2 getan. Außerdem habe ich mir eine eigene Grenze gesetzt: Nicht mehr als 25 Gramm „freien“ Zucker pro Tag, also Süßigkeiten usw. Die meiste Schokolade habe ich weggeschmissen, bin auf dunkle Schoki umgestiegen und da auch zu Beginn maximal 2 Stücke, maximal 4. Mein Schoki-Hyper ist etwas, wobei ich Corny Free für mich entdeckt habe, davon maximal 2 Stück pro Tag.
Insgesamt bin ich ein großer Brotesser, dies war für mich die größte Umstellung. Cola und andere Limonaden sind weg, habe ich direkt im Ausfluss weggeschüttet. Ich habe nachgerechnet: In 5 Monaten habe ich genau einen Liter getrunken. Da bin ich froh drüber. Und schau mir nun jedes Mal genau an, wieviel Zucker in den Sachen ist, die ich kaufe. Muss zugeben, bin da sehr schockiert dadrüber, was man so an Zucker konsumiert.
Als noch warm war, hatte ich täglich 15-30 Minuten Bewegung. Dies habe ich leider nicht einhalten können im Winter. Ich hoffe, wenn es wärmer wird, dass ich dies wieder verbessern kann, primär nach dem Essen. Allgemein esse ich meistens 2 mal am Tag, Mittags und Abends. Frühstück vertrage ich nicht und davon nehme ich zu.
Nach einem Monat war ich dann bei 120 nüchtern und 7,8. Im Dezember dann 120 nüchtern und 6,8. Januar 118 nüchtern und 6,3. Und nun im Februar bei 110 nüchtern und 6,2.
Diesen Minischritt hatte ich befürchtet. Mein Gewicht in den 5 Monaten um ca. 10 Kilo runter (ohne Diät bzw. das ich bewusst forciert habe), der BMI ist nun bei 49. Beim Arzt lag mein Blutdruck nun bei 137 zu 78, zuhause bei 112 zu 75.
Wenn ich mir die Geschichten hier im Forum durchlese, dann frage ich mich, ob ich noch weiter runterkommen kann. Weil, wenn ihr, mit deutlich weniger Kilos usw schon bei 6,X rumkrebst, wie soll ich dies dann schaffen… Allerdings hatte ich Ende Dezember und den ganzen Januar sehr viel Stress im Job (unter anderem deswegen auch Zähneknirschen gehabt). Dies war sicher auch nicht hilfreich.
Soweit mal meine Geschichte. Wahrscheinlich sollte ich froh sein, von 9,8 auf 6,2 runtergekommen zu sein. Aber mein „altes Essensleben“ ist erstmal vorbei, keine Kekse, keine nennenswerte Schoki, kein Pudding. Ich fühle mich fitter. Dies ist wohl für mich und meine Familie gut.
Außerdem habe ich Angst davor, wieder Durchfall zu bekommen, weil mir letzte Woche in der Apotheke kein Janumet (Original vom MSD) gegeben wurde, sondern ein Generika. Die 6 Wochen waren sehr schlimm, aber ich hatte das Gefühl, dass es keinen interessiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.02.2023 16:13:25 | IP (Hash): 901355275
Schwarzwaldjunge schrieb:
Außerdem habe ich Angst davor, wieder Durchfall zu bekommen, weil mir letzte Woche in der Apotheke kein Janumet (Original vom MSD) gegeben wurde, sondern ein Generika. Die 6 Wochen waren sehr schlimm, aber ich hatte das Gefühl, dass es keinen interessiert.
Hallo Schwarzwälder,
wenn du solche Probleme befürchtest, dann lass dir lieber Januvia und Metformin getrennt verschreiben. Dann musst du zwar eine Tablette mehr schlucken, kannst aber auf Magen-/Darmprobleme mit Metformin viel besser reagieren. Das könntest du dann notfalls mal für eine Weile weglassen oder erneut langsam einschleichen.
Ansonsten bist du ja schon auf einem guten Weg, wenn du auch bei der Abnahme noch ganz schön viel vor dir hast. Ich wünsche dir weiter viel Erfolg.
Beste Grüße, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 25.02.2023 16:13:56. Grund: BBCodes2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.02.2023 19:44:32 | IP (Hash): 1328349579
Die meisten Leute mit BMI 50 und mehr(!) haben keinen Typ 2 und überhaupt nix mit Diabetes, und 2 von 10 Leuten mit Typ 2 gelten als schlank, also BMI deutlich unter 25.
Diabetes ist nicht dein Gewicht, sondern dein höher als gesunder Blutzucker=BZ.
Der steigt in der Stunde nach dem Essen immer an und sinkt dann wieder ab, wie in der blauen Kurve im Link unten in meiner Signatur - oder wenigstens in der höchsten grauen.
Von dem Ziel bist du noch ein Stückchen entfernt. Deswegen würde ich an deiner Stelle z.B. 1 Woche lang jeden Tag alles aufschreiben, was ich zu den Mahlzeiten zur Futterluke reinschiebe, und vor dem und ne Stunde nach dem Essen messen und selbstverständlich auch die Messwerte aufschreiben.
Und dann würde ich mir jeweils die Mahlzeit am Tag vorknöpfen, mit der ich meistens am Tag die höchste Spitze schaffe, und diese Spitze in den nächsten Wochen um z.B. 50 mg/dl senken. Wenn mehr als 50 mg/dl möglich ist, gerne mehr.
Spitze nach dem Essen senken geht mit ner kleineren KH-Portion, und auch schon damit, dass man die gewohnte KH-Portion auf 2 aufteilt und wenigstens ne halbe Stunde Pause dazwischen lässt.
Die Spitze nach dem Essen senken geht auch mit intensiverer Bewegung in der Stunde nach dem Essen. Das muss kein Sport sein. Ich kann z.B. infolge Polio nicht laufen und mache mir meine Bewegung drinnen, indem ich mich hier am Schreibtisch mit den Armen auf den Armlehnen laaangsam in den Stand drücke und dann laaangsam wieder in den Sitz sinken lasse. Immer 10mal nacheinander. Und über den Tag leiste ich mir meistens 30 bis 50 von diesen Zehnerpäckchen.
Klar wird alles mit weniger Gewicht einfacher. Und Mitleser- und -schreiber Mitglied wird zu Recht darauf hinweisen, dass weniger Gewicht auch deutlich sparsamer gefüttert werden muss. Aber das geht halt nun mal weniger schwer im wahrsten Sinne des Wortes mit weniger zu hohem BZ. Weil es dafür keine allgemeingültigen Regeln und Maßstäbe gibt, kannst nur du für dich systematisch austesten, was bei dir am besten funktioniert. Und das dann immer mehr von 24/7 für dich umsetzen. Daumendrück in den schwarzen Wald !!!
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.02.2023 00:50:50 | IP (Hash): 86612814
Nunja, ich schreibe was, was Du nicht hören willst.
Meines Erachtens hast Du eine Diabetes-Form, die allein von dem sehr hohen Übergewicht herrührt.
Mit Normalisierung des Übergewichts wirst Du vermutlich mit Diabetes nichts mehr zu tun haben.
Von BMI 53 auf 49 runterzukommen ist doch schon mal eine hervorragende Leistung.
Wie Abnehmen geht, weißt Du vermutlich selbst. Ich weiß selbst, wie schwer das ist.
Drastische Kalorienreduktion auf 1000kcal/Tag wäre natürlich ein Anfang. .
In Sachen Bewegung gibt es eine gute Nachricht: Bei deinem BMI ist Spazierengehen Sport. Bei schlechtem Wetter/Regen kann man auch 3 x 20 Minuten in der Wohnung hin- und hergehen.
Ein Schrittzähler (Uhr, Smartphone) ist da eine gute Idee, die durchaus motivieren kann. Ansonsten: Der Impuls zur täglichen Bewegung sollte niederschwellig sein und kein "Anreise" zu einem Sportstudio oder "Lauftreff" erfordern. Nordic Walking kann z.B. direkt an der Wohnungstür beginnen. Und ein Ergometerfahrrad gehört vor den Fernseher.
Ich schaue z. B. die Tagesschau (15 Minuten) täglich auf dem Ergometerrad, ganz leichte Einstellung, aber eben besser als nichts. Dazu muß man sich einfach zwingen.
Bearbeitet von User am 27.02.2023 00:52:40. Grund: Tippfehler2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.03.2023 23:37:51 | IP (Hash): 1789444315
Mal wieder ein Update von mir. Der Arzt hat ohne Kommentar das Rezept neu ausgestellt und ein "X" gemacht zu Janumet. So habe ich wenigstens den (selbstgemachten?) psychischen Stress nicht und habe wieder für 14 Wochen Ruhe.
Das mit dem Abnehmen klappt bisher von alleine. Der 48er BMI ist in greifbare Nähe. Was ich nicht vorhabe ist mit Diäten oder ähnliches abzunehmen. Mal ganz davon zu schweigen, dass es für mich als Stress- und Frustesser dann sehr schwer werden würde... In den letzten zwei Jahren nahm Zuckerkonsum sehr zu. Nun habe ich den Salat.
Andererseits: Ich bin erstmal zufrieden. 11kg in 6 Monaten, das zeigt mir, wieviel ich sonst extra zu mir genommen habe. Was mir zu Beginn sehr zugesetzt hat, wie wenig ich doch über Ernährung wusste. Ich dachte, wenn ich schlapp bin, dann brauche ich mehr Energie. Mehr Energie = Zucker. Und danach fühlte ich mich ja energiegeladener... Bis so ab dem Frühling 2022 ich immer schwieriger die Treppen hochgekommen bin. Aber ich habe es auf den (tatsächlich extrem vorhandenen) Stress auf der Arbeit zurückgeschoben. Finanzielle und job Unsicherheiten. Am Ende sogar 3 Monate arbeitslos gewesen. Tolle Zeit... Und entsprechend viel Frustfutter gehabt.
Ich bin froh, dass ich es noch frühzeitig herausgefunden habe mit dem Diabetes. Manchmal frage ich mich, ob ich nie mehr wieder mein "altes" Leben zurückbekomme. Dann denke ich mir allerdings: So geil war es jetzt auch nicht, einen Pudding zum Nachtisch zu essen. Ich wunder mich nur, dass andere eine Tüte Haribos weghauen. Oder eine Tafel Schokolade. Oder oder oder... und die kriegen kein Diabetes? Oder ist man ab 45+ dann eh fällig?!
Die Seite https://www.bloodsugar101.com hat mir sehr geholfen und viele meiner Fragen beantwortet. Im Netz finden sich ja teilweise noch schlimme Seiten, welche von der Zuckerindustrie gesponsort werden. Da sind dann 100 Gramm Zucker pro Tag kein Problem... Was für ne Schweinerei. :-(
Was ich mich frage: Muss ich wirklich meinen Blutzucker messen um effizienter zu werden?
Was mir geholfen hat: Die Antworten hier. Da waren paar gute Tipps dabei, die ich beherzige. Danke dafür!
Heute wieder Blut messen lassen. HbA1c ist auf 6,2 geblieben (mmol von 44,4 auf 43,9). Hab bisschen gesündigt auf Dienstreisen, dafür mehr Bewegung gehabt. Hat sich wohl ausgeglichen. Dafür der Nüchternblutzucker bei 98, letztes Mal bei 110. Vielleicht ein guter Fortschritt. Und vielleicht klappt es das nächste Mal mit dem HbA1c auf 6,1.
Bin unzufrieden. Aber wenn man bedenkt, dass ich vor einem halben Jahr bei 9,8 lag und so energiegeladen wie ein Schluck lauwarmes Wasser in der Kurve war... Nun schaffe ich meine drei Stockwerke wieder ohne aus der Puste zu kommen. Wahrscheinlich sollte ich dankbarer sein, dass ich die Kurve (vielleicht) noch gekriegt habe...
Bearbeitet von User am 27.03.2023 23:38:44. Grund: Tippfehler -
am 28.03.2023 08:04:21 | IP (Hash): 1876770805
Das klingt sehr gut - herzlichen Glückwunsch. 😊
Weiter viel Erfolg, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 28.03.2023 09:00:05. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.06.2023 21:15:56 | IP (Hash): 1325433918
Habe wieder messen lassen. Bin runter auf 6,1 mit 43,1 mmol. Könnte gerne besser sein. Was mich enttäuscht hat: Nüchternblutzucker auf 112. So hatte ich mir dies nicht vorgestellt...:-( Allerdings ist es gerade bei mir sehr stressig im Job. Ideale Bedingungen sind anders...
Gewicht ruckelt langsam runter, BMI auf 48 runter. Wenn man bedenkt, dass ich vor 9 Monaten bei 53 war, bin ich damit zufrieden. Ein Traum wäre ein BMI von 44 rum. Mal sehen, vielleicht klappt dies ja in nem Jahr...
Was ich mich frage: Was würde passieren, wenn ich das Metformin wieder absetzen würde? Schnellt der Blutzucker wieder sofort hoch?
Damit es klar ist: Ich habe es nicht vor abzusetzen. Aber ich verstehe den Wirkmechanismus nicht. Und auch nicht, wann Metformin am besten wirkt...
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am 17.06.2023 22:06:45 | IP (Hash): 1675176637
Metformin bremst die Glukoseausgabe der Leber. Und zwar eher mit dem Spiegel von dem guten Zeug im Blut. Also nicht direkt zu ner Mahlzeit, sondern ganz allgemein.
Der Nüchternwert morgens richtet sich gern nach der Höhe der Spitzen, die man sich mit den Einverleibungen meistens leistet. Ne Spitze meistens um 140 mg/dl nach dem Essen macht meistens einen niedrigeren Morgenwert, als ne Spitze meistens um 180 oder noch höher.
Du lieferst übrigens ein deutliches Beispiel dafür, dass sich der Typ 2 nicht nach dem BMI richtet, sondern nach der ganz persönlichen Grenze, bis zu der Energie=Essen ohne auffälligen BZ eingefüllt werden kann. Super für dich: Deine Grenze liegt offensichtlich schön hoch. Ich hatte schon mit BMI um 32 einen HbA1c von 15,5.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.06.2023 15:57:21 | IP (Hash): 160582365
Ich habe beim BMI von 22 oft einen Nüchternblutzucker von 120-140 am Morgen, der im Laufe des Tages bis zum Nachmittag sich wieder 100 nähert. Manchmal auch nur 110-120. Mein Hb1Ac ist 5,3.
Also genau andersrum als bei dir. Mein Arzt sagt dass solange der Hb1Ac stimmt ist alles gut, und dass der Nüchternblutzucker primär nicht behandlungsbedürftig ist... -
am 24.06.2023 23:51:24 | IP (Hash): 1118005908
Wenn Du wirklich dran bleibst, auf Kohlehydrate in Form von Brot (auch Vollkornbrot), Nudeln, Reis und Zuckerzeugs weitestgehend verzichten kannst, wirst Du u. U. die Medikamenteneinnahme zu deiner Insulinresistenz sicherlich irgendwann einmal vollständig runterfahren können.
Hinter diesem einen Satz steckt natürlich eine schier unlösbare Aufgabe, allerdings dennoch machbar.... zumindest theoretisch!
Ich würde mich an deiner Stelle über einen HbA1c von 6,1 erstmal freuen, denn er bringt Dich mit ziemlicher Sicherheit aus der "verfrühten Todeszone"!
Hier oftmals zu lesende Appelle, dass die HbA1c-Werte von diagnostizierten Diabetikerin weit unter den Diagnosegrenzwerten anzustreben sind, würde ich ignorieren.
Wenn Du irgendwann einmal dein BMI unter 27 bringst, wirst Du vermutlich nie wieder etwas von der Erkrankung Diabetes Typ II hören...
Im Prinzip liegt alles in deinen Händen! Viel Erfolg!
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LADA Typ I... (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance+13 IE Toujeo, abends 14 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 24.06.2023 23:52:28. Grund: . -
am 25.06.2023 10:25:12 | IP (Hash): 2029186536
ThomaS1968 schrieb:
Hier oftmals zu lesende Appelle, dass die HbA1c-Werte von diagnostizierten Diabetikerin weit unter den Diagnosegrenzwerten anzustreben sind, würde ich ignorieren.
Wenn Du irgendwann einmal dein BMI unter 27 bringst, wirst Du vermutlich nie wieder etwas von der Erkrankung Diabetes Typ II hören...
Um die Hälfte der Teilnehmer*innen an der UKPDS, der weltweit ersten Typ 2 Studie, waren nicht adipös, und um 10 % nicht mal übergewichtig. Dazu sehen wir ja auch sehr schön in diesem Thread, dass die Idee, dass mehr Gewicht mehr BZ macht, so direkt schlicht nicht stimmen kann.
Dazu die Deutung von Prof. Taylor: Jeder mit der Anlage zum Typ 2 hat seine eigene Gewichtsschwelle, die eine bei BMI 24 und der andere bei BMI 34 oder noch mehr. Darüber die sich selbst verstärkende Typ 2 Fehlsteuerung, darunter die Steuerung im gesunden Remissionsbereich. Und auch die zeichnet sich durch ne Art Selbstverstärkung aus, denn die hält postprandiale Spitzen von Portionen, die über der Schwelle noch 200 und mehr mg/dl verursacht haben, im Bereich bis um 140 - so lange solche eigentlich Überforderungen die Ausnahme bleiben.
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am 25.06.2023 11:06:45 | IP (Hash): 1118005908
Das mag gut sein Jürgen, dass das Gewicht vielleicht nicht die übergeordnete Rolle bei den Bemühungen ist, den Typ II zurückzudrängen... Allerdings dürfte sich eine Ernährungsumstellung, hin zu einer bewußteren Kohlenhydrataufnahme zumindest sekundär positiv auch auf das Körpergewicht auswirken?.
Sehr wichtig wird vermutlich eine entfettete, intakte Leber sein....
Grundsätzlich behaupte ich aber weiterhin, dass man einen Typ II in "Eigenleistung" wieder zurückdrängen kann, was eben bei einem Typ I so nicht möglich ist.
Als Typ I kann ich (natürlich auch durch bewußte gute Ernährung und Bewegung) nur die Werte niedrig halten, Insulin ist dabei allerdings immer ein unabdingbarer Begleiter.
Übrigens mein HbA1c, 1 Jahr nach LADA-Diagnosestellung, vor 1 Woche gemessen bekommen, 6,1
Bin sehr zufrieden soweit, da ich mir auch so einiges kulinarisch gönne...
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LADA Typ I... (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance+15 IE Toujeo, abends 16 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?! -
am 25.06.2023 12:07:41 | IP (Hash): 2029186536
Doch doch, für uns betroffene spielt das Gewicht schon eine durchaus übergeordnete Rolle, aber nicht in der universellen One Size Fits All Variante, die uns die Diabetologie aufzwingt, sondern eben sehr individuell.
Und das störende Leberfett scheint damit recht direkt zusammen zu hängen. Denn nach den Mess-Beobachtungen von Taylor ist die Leber mit dem individuell passenden Remissionsgewicht auch wieder passend entfettet.
Deswegen ist nach Taylor auch egal, ob man mit seiner Newcastle-Diet schnell abnimmt oder mit schlicht jeden Tag entsprechend weniger Happen weniger essen in nem halben oder einem oder zwei oder so Jahren.
Weil ich denke, dass unsere Typ 2 Störung wenigstens zu einem guten Teil von der Vorliebe unserer Lebern für eine möglichst schnelle und hartnäckige Fetteinlagerung kommt, neige ich aus meiner Erfahrung und Beobachtung hier zum Widerspruch.
Denn langsam hatte ich die 2 oder 3 kgs schon häufiger, die nach meinen 8 Tagen VLCD gefehlt haben, als ich plötzlich statt 40 nur noch 10 Einheiten Basal für 24 Stunden brauchte. Aber mit langsamem Abnehmen hatte ich mit den 40-IE-Bedarf immer erhalten. Nicht die Spur einer Minderung.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. -
am 12.09.2023 11:19:08 | IP (Hash): 42298029
ThomaS1968 schrieb:
Wenn Du irgendwann einmal dein BMI unter 27 bringst, wirst Du vermutlich nie wieder etwas von der Erkrankung Diabetes Typ II hören...
Im Prinzip liegt alles in deinen Händen! Viel Erfolg!
Ich muss zugeben, ich habe sehr lange an diesen Sätzen geknabbert. Ich bin froh, überhaupt von BMI 53 auf 48 runtergekommen zu sein. Ich kann mich auch nicht erinnern, in den letzten 25-30 Jahren überhaupt einen BMI von 27 gehabt zu haben.
Wir reden hier nicht nur von 5-10kg... Aber nun gut. -
am 12.09.2023 11:27:28 | IP (Hash): 42298029
Es läuft nur noch so halbwegs.
Ende Juli war ich bei 5,9 und 41,3 mmol (103 nüchtern). Und dann wollte ich jetzt schauen was passiert, wenn man es wieder etwas lockerer angehen lässt. Und der Stress gerade richtig derbe reinhaut, da ging es auf der Arbeit echt sehr schlimm ab. Die Quittung sind nun 6,1 bei 43 mmol und 100 nüchtern. Dies finde ich einerseits doof, andererseits heisst es jetzt für mich wieder konsequenter süßes zu meiden.
Bewegungstechnisch bin ich eigentlich echt gut dabei, aber ich esse wohl wieder mehr, weil das Gewicht seit drei Monaten konstant geblieben ist.
Meine Werte bisher:
09.22 9,8
11.22 7,8
12.22 6,8
01.23 6,3
02.23 6,2
03.23 6,2
06.23 6,1
07.23 5,9
09.23 6,1
Mal sehen wie es weitergeht im Oktober/November. -
am 12.09.2023 13:04:19 | IP (Hash): 1177615933
Also da würd' ich mir mal gar keine Sorgen machen! 5,9 und jetzt 6,1 ist sicherlich eine normale Bandbreite! Wenn's jetzt 7,1 wären, dann würd ich überlegen, wie ich wieder deutlich unter 7 komme...
Wenn Du es schaffen würdest, dein restliches Leben unter 6,5 zu bleiben, hast Du sicherlich kaum bis gar nichts zu befürchten.
Wichtig finde ich auch immer das mentale Befinden! Wenn Du dein Leben von negativem Stress frei hälst und bei 6,0 - 6,9 bleibst, ist das für die Gesundheit sicherlich deutlich förderlicher, als total verkrampft ein 5,9'er bleiben zu wollen, der von früh bis spät an "seinem Diabetes" rummacht.
Diese Meinung teilen hier die wenigsten, weil es hier naturgemäß, in solchen Fachforen, sehr viele sehr genaue Mitstreiter gibt. Meiner Meinung nach werden daher auch viele übertriebenen Umgangsformen mit dieser Krankheit gepredigt...
Musst Du aber selbst bewerten und deinen eigenen Weg finden.
Ich find' 6,1 ein sehr gutes Ergebnis für einen Diabetiker!
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LADA Typ I...
(Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance +15 IE Toujeo, abends 12,5 mg Jardiance + 16 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu schädigen?!
Bearbeitet von User am 12.09.2023 13:06:36. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.09.2023 21:03:42 | IP (Hash): 684823594
ich würde mir da auch nicht allzuviel Sorgen machen, um die 6 ist doch gut.
Ich vertraue da ein bisschen den Ärzten und die haben doch nicht umsonst diese 6,5 als pauschales Ziel und Grenze definiert.
Zumindest ist es ein relistisches Ziel, dagegen ein Wert von 4,8 oder 5 ist nicht unbedingt für alle realistisch und machbar.
Weiter runter als 6 ist bestimmt besser, aber irgendwann könnte der "Preis" dafür sehr hoch werden - das könnte eventuell bei manchen auch Lebensfreude kosten wenn praktisch alles was ein wenig den BZ hochtreiben könnte nicht mehr gegessen werden kann, und das schlechte Gewissen immer mit am Tisch sitzt.
Dann besteht schon die Gefahr das man das Ganze auch wieder abbricht, das wäre schade und gar nicht gut.
Vermutlich besser wenn man persönlich für sich ein gutes "Set" findet mit dem man gut leben kann, das zu einem und seinen Vorlieben passt und es trotzdem immer noch schmeckt.
Ein BMI von 27 ist vermutlich auch kein realistisches Ziel von 50 ausgehend aber jedes Kilo weniger wird helfen.
Ob es nun direkt den Diabetes hervorruft oder anfeuert oder nichts damit zu tun hat - Gewicht reduzieren hat eine Menge positiver Effekte, mindestens indirekt auf den BZ.
Ich weiss wie es sich anfühlt alleine mit BMI 35 in den 4. Stock zu klettern oder einen kleinen Hügel im Wald hochzulaufen. Man vermeidet solche Aktivitäten ja automatisch weil sie kaum noch machbar sind, ich hatte immer das Gefühl oben angekommen dann fast zu kollabieren. Alles sehr schwierig.
Mit BMI 24 bewegt man sich öfter und mehr und scheut auch keine Treppe - ganz einfach weil es wieder kann.
Und wenn man sich mehr bewegt, hilft das auch wiederum dem BZ.
Gruß
Gunter
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 14.09.2023 00:27:56 | IP (Hash): 1223179978
Privatmeinung:
Sofern Du mit dem HbA1c unter 7 % bist und bleibst, solltest Du primär die Gewichtsreduktion unter einen BMI von 40 in Angriff nehmen.
Diabetes ist zwar gesundheitsschädlich, - aber ein BMI von 40 ist auch nicht besser.
Oft kommt es bei erheblichem Übergewicht ab einem Alter von 50 - 55 zu einem zunehmendem körperlichen Abbau.
Mit 65 können sich nicht wenige hochadipöse Menschen nur noch mit Mühe nach dem Toilettengang selbst den Hintern abwischen.
Das ist dann eigentlich kaum noch mit einem selbstbestimmten Leben vereinbar.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.12.2023 01:15:57 | IP (Hash): 739850944
Der November war erfreulich. Bin wieder auf 5,9 runter mit 41 mmol. Ich habe versucht so wenig Streß wie möglich an mich ranzulassen, was nur bedingt geklappt hat. Corona hat mich dann auch sechs Wochen außer Gefecht gesetzt. Dafür ist der BMI jetzt bei 47.
Sollte es so bleiben, dass das Gewicht langsam aber kontinuierlich runtergeht, dann wäre dies auch schön. Von meinem absoluten Höchststand habe ich in ca. 15 Monaten etwa 20 Kilo verloren.
Trotzdem frage ich mich: Was ist ein realistischer HbA1c für mich? 5 scheint es ja wohl nicht zu sein. Mein Wunsch sind 5,7 oder gar 5,6. Dauerhaft. Zur Not auch dauerhaft mit Medis. Bei der nächsten Messung wären allerdings 5,9 schön und vielleicht im Frühling 5,8. Ich merke in jedem Fall, dass ich aktiver geworden bin. Gott, war ich doof... Ich dachte wenn man genug Zucker futtert, dann hat auch genug Energie. Was Diabetes anrichten kann und woher es kommt, war mir vor 15 Monaten gänzlich unbekannt.
Nun heisst es also dranbleiben. Aber wenigstens ist mein Arzt nun zufrieden, dass ich das Niveau halte. Auch die anderen Blutwerte passen soweit und Urintest war auch unauffällig. Nur der Nüchternwert war auf 110, aber dies hat wohl weniger (keine?) Aussagekraft. Mal sehen was 2024 für mich bereit halten wird.
Für uns alle hoffentlich viel Gesundheit. Und Frieden. -
am 06.12.2023 16:09:25 | IP (Hash): 1057163650
Hallo Schwarzwäldler,
ich persönlich habe mir ein HbA1c um die 6,0% als Ziel gesetzt. Schwankungen um 0,1 oder 0,2 Prozentpunkte darfst du dabei nicht allzu ernst nehmen, auch bei der HbA1c-Bestimmung gibt es Toleranzen. Gedanken musst du dir erst machen, wenn der Wert von mal zu mal weiter ansteigt.
Wenn sich Folgeerkrankungen ankündigen oder der HbA1c-Wert ohne Änderung in Ernährung oder Mediaktion weiter ansteigt, dann musst du dir einen niedrigeren Zielwert aussuchen. Bei mir war das bisher nicht der Fall (Diabeters seit 2002), deshalb passt das HbA1c-Ziel für mich gut.
Beste Grüße, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 06.12.2023 16:09:52. Grund: BBCodes -
am 06.12.2023 16:15:04 | IP (Hash): 107766008
Zunächst mal Glückwunsch, läuft ja gut.
Wieweit du runter kommen kannst, gute Frage. Wird dir keiner seriös beantworten können...das ist ja individuell sehr verschieden.
Ich kann nur vermuten, ein bisschen geht sicher noch. Mit jedem Kilo weniger scheint es besser zu laufen. 5,6 oder 5,7 sind doch in Reichweite, schaffst du.
DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 06.12.2023 16:40:52 | IP (Hash): 1887790112
Rainer schrieb:
ich persönlich habe mir ein HbA1c um die 6,0% als Ziel gesetzt.
Hast du nicht schon öfter geschrieben, dass du ne Art MODY hast?
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 24.01.2024 16:42:31 | IP (Hash): 958516018
War wieder Blut messen lassen, auch wieder erfreulich. Nüchtern bei 107, Langzeitwert HbA1c bei 5,8%. Trotz viel Streß und mehr Schoki, scheint es weiterhin zu klappen. Vielleicht auch weil ich noch durchaus konsequent mit der Ernährungsumstellung mehr Bewegung dran bin. Trotzdem versuche ich noch immer bei 25 Gramm zusätzlichen Zucker pro Tag klar zu kommen, vielleicht alle 2 Wochen komme ich so auf 40-50 Gramm pro Tag. Damit meine ich eben Snacks wie Schokolade. TK-Fastfood versuche ich so gut es zu minimieren. Scheint alles zu wirken, wenn ich mir mein Leben davor so vorstelle...
BMI war kurzfristig bei 46, nun wieder 47. Da ist sicher noch einiges zu tun. Allerdings vor etwas über einem Jahr noch bei 53, da bin ich froh, nicht wieder zugenommen zu haben. Einzig der Blutdruck ist nicht weiter gesunken, aber da hilft der Stress auch nicht.
Mein Ziel von 5,7 oder 5,6 scheint also möglich zu sein. Insgesamt merke ich aber auch einen deutlichen Gewinn an Lebensfreude.
War allerdings bis auf eine Vitamin C Tablette (Cetebe) und Eisentablette (ferro sanol) ca. 12-13h nüchtern gewesen. Da scheint einfach ein geringerer Nüchternblutzucker nicht drin zu sein, oder wie seht ihr das?1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 24.01.2024 18:38:22 | IP (Hash): 381581846
Ich wäre froh, wenn ich Deinen NBZ hätte. 😎 Mein Ziel ist allerdings, erst einmal abzunehmen. Dann wird wahrscheinlich auch der Blutzuckerwert abnehmen. Bisher merke ich da noch nicht viel, obwohl ich schon 10 Kilo verloren habe. Aber ich denke, wie die anderen schon sagten, Du bist kein Diabetiker. Es ist nur Dein hohes Übergewicht, was Dich dazu macht. Und daran kann man ja relativ leicht etwas ändern. Ich mache das im Moment mit Intervallfasten. Und der Erfolg kam sehr schnell, obwohl ich weiterhin sehr lecker esse. Nur eben nicht den ganzen Tag.
Manchmal habe ich allerdings auch das Gefühl, dadurch ist der NBZ besonders hoch. Ist aber nur eine Vermutung. Ich esse oftmals zu Mittag das letzte Mal, und dann ist es natürlich eine lange Zeit, die ich dann nüchtern bin, wenn ich aufstehe.
Wenn Du es schaffst, auf einen BMI unter 40 zu kommen, wird sich bei Dir wahrscheinlich alles normalisieren. Mach einfach weiter so. Es dauert seine Zeit. Viel Erfolg! 👋1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 24.01.2024 21:11:28 | IP (Hash): 1687142551
sind doch schöne Werte, Nüchtern und der Langzeitzucker.
Ich komme früh auch kaum unter 100, kann mal 98 sein aber kann auch 115 mal treffen - kann damit leben. Nur Nachts in den Tiefschlafphasen geht das tiefer, bis 80 oder 75 (2 uhr bis 4 uhr) aber am Ende der Nacht steigt das dann wieder an. -
am 25.01.2024 23:01:22 | IP (Hash): 1541338591
@Schwarzwaldjunge:
Du bist doch auf einem ganz guten Weg. Was Dein Gewicht angeht: Immer schön langsam angehen lassen. Führe Dir immer vor Augen, dass Du Dir die Kilos nicht in wenigen Wochen angefuttert hast, sondern über Jahre. Und so braucht es eben Geduld. Wichtig ist die Umstellung der Ernährung. Also bitte keine Crashdiät.
Bei mir wurde nach einer Einlieferung ins Uniklinikum Anfang November 2023 Diabetes Typ 2 diagnostiziert. Mein Blutzucker lag bei 440 und der HbA1c bei 12,8%. Mein Gewicht lag im Krankenhaus bei 109 KG. Ich hatte allerdings während der Lockdowns auch schon 120 KG auf den Rippen.
Ich war jetzt am Montag beim Diabetologen. Mein HbA1c ist auf 6,6% gesunken. Nüchtern liegt der Blutzucker zwischen 79 und 95.
Ich habe allerdings meine Ernährung ganz konsequent umgestellt. In der Woche gibt es zum Frühstück ausschließlich Haferflocken, die ich am Abend mit Hfermilch ansetze. Wenn ich in der Kantine zu Mittag esse, dann entweder Salat oder häufig auch Gemüse. Gern mal mit einem mageren Stück Fleisch. Abends gibt es dann wieder Gemüse. Ebenfalls mit einer Eiweißbeilage. Das kann Hühner oder Putenbrust sein oder Tofu (ein Arbeitskollege hat vietnamesische Wurzeln und hat mir Tipps für die richtige Zubereitung gegeben). Ich bin jetzt bei 100,2 KG. 10 KG sollen in den nächsten 18 Monaten noch herunter.
Führ Dir bitte die Wirkmechanismen beim Typ 2 Diabetes vor Augen: Problem ist, dass dem Körper über längere Zeit zuviel Nahrung und auch zuviel Zucker zugeführt wird. Der Körper regelt das durch eine vermehrte Insulinausschüttung. Irgendwann ziehen die Zellen dann die Insulinrezeptoren zurück. Man sprücht da von einer Insulinresistenz. Das ist der Weg zum Diabetes Typ 2. Die Bauchspeicheldrüse ist irgendwann nicht mehr in der Lage, die Insulinmenge zu erhöhen. Und dann steigt der Blutzuckerspiegel.
Was ist der Weg daraus? Nun, Ziel muss es sein, die Insulinresistenz zu überwinden. Das erreicht man auf der einen Seite mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Kohlenhydrate gehen, nur sollten diese komplex sein. Der zweite wesentliche Faktor ist Bewegung. Das muss kein Hochleistungssport sein. Hilfreich ist es schon, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen, als Treppe statt Fahrstuhl und häufiger mal Strecken zu Fuß zurückzulegen.
Abnehmen hilft natürlich. Und man nimmt dadurch ab, dass man dem Körper weniger Kallorien zuführt, als dieser verbrennt. Mein Grundumsatz liegt bei knapp 1.900 kcal pro Tag. Und meine Ernährung ist so auf 1900 bis 2000 kcal ausgerichtet. Ich verzichte aber weitestgehend auf Süßigkeiten. Allenfalls mal ein kleines Stück Schokolade als Nachtisch. Das aber auch nur ganz selten.
Mein Tipp für Bewegung: Ich habe mir ein eBike gekauft. Der gesundheitliche Nutzwert ist recht hoch. Und der innere Schweinehund lässt sich damit leichter überwinden. Und mein Fahrrad-Ergometer im Schlafzimmer wird auch wieder regelmäßig genutzt und hat nun seine Funktion als Kleiderbutler verloren...