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Schwarzwaldjunge HbA1c von 9,8
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am 06.12.2023 16:15:04 | IP (Hash): 107766008
Zunächst mal Glückwunsch, läuft ja gut.
Wieweit du runter kommen kannst, gute Frage. Wird dir keiner seriös beantworten können...das ist ja individuell sehr verschieden.
Ich kann nur vermuten, ein bisschen geht sicher noch. Mit jedem Kilo weniger scheint es besser zu laufen. 5,6 oder 5,7 sind doch in Reichweite, schaffst du.
DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 06.12.2023 16:40:52 | IP (Hash): 1887790112
Rainer schrieb:
ich persönlich habe mir ein HbA1c um die 6,0% als Ziel gesetzt.
Hast du nicht schon öfter geschrieben, dass du ne Art MODY hast?
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Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 24.01.2024 16:42:31 | IP (Hash): 958516018
War wieder Blut messen lassen, auch wieder erfreulich. Nüchtern bei 107, Langzeitwert HbA1c bei 5,8%. Trotz viel Streß und mehr Schoki, scheint es weiterhin zu klappen. Vielleicht auch weil ich noch durchaus konsequent mit der Ernährungsumstellung mehr Bewegung dran bin. Trotzdem versuche ich noch immer bei 25 Gramm zusätzlichen Zucker pro Tag klar zu kommen, vielleicht alle 2 Wochen komme ich so auf 40-50 Gramm pro Tag. Damit meine ich eben Snacks wie Schokolade. TK-Fastfood versuche ich so gut es zu minimieren. Scheint alles zu wirken, wenn ich mir mein Leben davor so vorstelle...
BMI war kurzfristig bei 46, nun wieder 47. Da ist sicher noch einiges zu tun. Allerdings vor etwas über einem Jahr noch bei 53, da bin ich froh, nicht wieder zugenommen zu haben. Einzig der Blutdruck ist nicht weiter gesunken, aber da hilft der Stress auch nicht.
Mein Ziel von 5,7 oder 5,6 scheint also möglich zu sein. Insgesamt merke ich aber auch einen deutlichen Gewinn an Lebensfreude.
War allerdings bis auf eine Vitamin C Tablette (Cetebe) und Eisentablette (ferro sanol) ca. 12-13h nüchtern gewesen. Da scheint einfach ein geringerer Nüchternblutzucker nicht drin zu sein, oder wie seht ihr das?1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 24.01.2024 18:38:22 | IP (Hash): 381581846
Ich wäre froh, wenn ich Deinen NBZ hätte. 😎 Mein Ziel ist allerdings, erst einmal abzunehmen. Dann wird wahrscheinlich auch der Blutzuckerwert abnehmen. Bisher merke ich da noch nicht viel, obwohl ich schon 10 Kilo verloren habe. Aber ich denke, wie die anderen schon sagten, Du bist kein Diabetiker. Es ist nur Dein hohes Übergewicht, was Dich dazu macht. Und daran kann man ja relativ leicht etwas ändern. Ich mache das im Moment mit Intervallfasten. Und der Erfolg kam sehr schnell, obwohl ich weiterhin sehr lecker esse. Nur eben nicht den ganzen Tag.
Manchmal habe ich allerdings auch das Gefühl, dadurch ist der NBZ besonders hoch. Ist aber nur eine Vermutung. Ich esse oftmals zu Mittag das letzte Mal, und dann ist es natürlich eine lange Zeit, die ich dann nüchtern bin, wenn ich aufstehe.
Wenn Du es schaffst, auf einen BMI unter 40 zu kommen, wird sich bei Dir wahrscheinlich alles normalisieren. Mach einfach weiter so. Es dauert seine Zeit. Viel Erfolg! 👋1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 24.01.2024 21:11:28 | IP (Hash): 1687142551
sind doch schöne Werte, Nüchtern und der Langzeitzucker.
Ich komme früh auch kaum unter 100, kann mal 98 sein aber kann auch 115 mal treffen - kann damit leben. Nur Nachts in den Tiefschlafphasen geht das tiefer, bis 80 oder 75 (2 uhr bis 4 uhr) aber am Ende der Nacht steigt das dann wieder an. -
am 25.01.2024 23:01:22 | IP (Hash): 1541338591
@Schwarzwaldjunge:
Du bist doch auf einem ganz guten Weg. Was Dein Gewicht angeht: Immer schön langsam angehen lassen. Führe Dir immer vor Augen, dass Du Dir die Kilos nicht in wenigen Wochen angefuttert hast, sondern über Jahre. Und so braucht es eben Geduld. Wichtig ist die Umstellung der Ernährung. Also bitte keine Crashdiät.
Bei mir wurde nach einer Einlieferung ins Uniklinikum Anfang November 2023 Diabetes Typ 2 diagnostiziert. Mein Blutzucker lag bei 440 und der HbA1c bei 12,8%. Mein Gewicht lag im Krankenhaus bei 109 KG. Ich hatte allerdings während der Lockdowns auch schon 120 KG auf den Rippen.
Ich war jetzt am Montag beim Diabetologen. Mein HbA1c ist auf 6,6% gesunken. Nüchtern liegt der Blutzucker zwischen 79 und 95.
Ich habe allerdings meine Ernährung ganz konsequent umgestellt. In der Woche gibt es zum Frühstück ausschließlich Haferflocken, die ich am Abend mit Hfermilch ansetze. Wenn ich in der Kantine zu Mittag esse, dann entweder Salat oder häufig auch Gemüse. Gern mal mit einem mageren Stück Fleisch. Abends gibt es dann wieder Gemüse. Ebenfalls mit einer Eiweißbeilage. Das kann Hühner oder Putenbrust sein oder Tofu (ein Arbeitskollege hat vietnamesische Wurzeln und hat mir Tipps für die richtige Zubereitung gegeben). Ich bin jetzt bei 100,2 KG. 10 KG sollen in den nächsten 18 Monaten noch herunter.
Führ Dir bitte die Wirkmechanismen beim Typ 2 Diabetes vor Augen: Problem ist, dass dem Körper über längere Zeit zuviel Nahrung und auch zuviel Zucker zugeführt wird. Der Körper regelt das durch eine vermehrte Insulinausschüttung. Irgendwann ziehen die Zellen dann die Insulinrezeptoren zurück. Man sprücht da von einer Insulinresistenz. Das ist der Weg zum Diabetes Typ 2. Die Bauchspeicheldrüse ist irgendwann nicht mehr in der Lage, die Insulinmenge zu erhöhen. Und dann steigt der Blutzuckerspiegel.
Was ist der Weg daraus? Nun, Ziel muss es sein, die Insulinresistenz zu überwinden. Das erreicht man auf der einen Seite mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Kohlenhydrate gehen, nur sollten diese komplex sein. Der zweite wesentliche Faktor ist Bewegung. Das muss kein Hochleistungssport sein. Hilfreich ist es schon, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen, als Treppe statt Fahrstuhl und häufiger mal Strecken zu Fuß zurückzulegen.
Abnehmen hilft natürlich. Und man nimmt dadurch ab, dass man dem Körper weniger Kallorien zuführt, als dieser verbrennt. Mein Grundumsatz liegt bei knapp 1.900 kcal pro Tag. Und meine Ernährung ist so auf 1900 bis 2000 kcal ausgerichtet. Ich verzichte aber weitestgehend auf Süßigkeiten. Allenfalls mal ein kleines Stück Schokolade als Nachtisch. Das aber auch nur ganz selten.
Mein Tipp für Bewegung: Ich habe mir ein eBike gekauft. Der gesundheitliche Nutzwert ist recht hoch. Und der innere Schweinehund lässt sich damit leichter überwinden. Und mein Fahrrad-Ergometer im Schlafzimmer wird auch wieder regelmäßig genutzt und hat nun seine Funktion als Kleiderbutler verloren...