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Prädiabetes ? dasThema treibt mich noch immer um

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    am 26.06.2023 18:46:58 | IP (Hash): 2066662652
    Hallo in die Runde!

    Ich habe hier schon vor längerer Zeit versucht, meinen (nur für mich … für die Ärzte ist alles im gesunden Bereich) prädiabetischen Werten Einhalt zu gebieten.
    Ohne Erfolg.

    Zu mir, bin 56 und habe derzeit einen BMI von 22.
    Habe auf eigene Kosten die Leber untersuchen lassen, die ist gesund und nicht verfettet.

    Aktuelle Blutzuckerwerte:
    Nüchtern-BZ seit dem Jahr 2020 über 100 bis Höchstwert 120
    HBA1c: 5,7
    Nüchtern C-Peptid 1,1
    Nüchtern Insulin 3,4
    Homa1 Index 0,721

    Auf Insulinresistenz deutet nichts hin (denke ich zumindest)
    Bis Ende 2019 war der BZ immer zwischen 80 und 95 ….. warum hat sich das seit 2020 so verändert?

    OGTT letztes Jahr war grenzwertig.

    Habe auch mit CGM ziemlich viel experimentiert.
    Es dauert oft bis mittags bis der BZ unter 100 sinkt (ich frühstücke nie, außer mal im Urlaub).


    Habt ihr noch Ideen für mich?
    Könnte es ein beginnender Lada sein und falls ja, wie könnte ich das rausfinden?

    Ich überlege schon mir einen Spezialisten zu suchen, den ich privat zahle. Nur bei wem wäre ich da am besten aufgehoben?
    Diabetologe, Endokrinologe?

    Wenn ich nichts mache ist es doch vermutlich nur eine Frage der Zeit bis ich irgendwann Diabetes habe.

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    am 26.06.2023 19:50:11 | IP (Hash): 1739629585
    Praktisch sehen alle Ärzte einschließlich der Ernährungs Docs den BZ im prädiabetischen Bereich bei Menschen mit ordentlich behandeltem Diabetes als Ziel und damit völlig in Ordnung. Von daher ist klar, dass das medizinische Interesse daran, dir zum völlig gesunden BZ-Verlauf zu verhelfen, gegen Null geht. Natürlich könntest du’s mit Selberzahlen aufpäppeln, aber was willst du päppeln, wenn in der Medizin zu deinen Anliegen jede Erfahrung fehlt?

    Auf der anderen Seite gibt es seit der üppigeren Verbreitung von Libre & Co immer mehr Nichtdiabetiker, die ihren alltäglichen BZ-Verlauf beobachten und auch steuern. "Der Glukose Trick" ist ein sehr interessantes Ergebnis solcher Beobachtungen. Die werden darin auch alle wissenschaftlich unterlegt, und in der Cloud-Reader Version lassen sich alle diese Referenzen auch direkt anklicken und im Kontext nachlesen.

    Zudem pflegt die Autorin auch sehr professionell ihre Insta-"Gemeinde" und hält sie zur aktiven Mitarbeit an. Da kann ich mir durchaus vorstellen, dass du da auch einige Menschen mit ähnlichen Herausforderungen wie deiner findest - zusammen mit deren Bewältigungs-Ansätzen. - Daumendrück :)

    ----------------------------------------------
    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
    Bearbeitet von User am 26.06.2023 19:52:14. Grund: .
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    am 27.06.2023 13:21:51 | IP (Hash): 1118005908
    Ich würde die Problematik an deiner Stelle bissel entkrampfen und nicht gar solange in der Mediziner-Welt herumbohren, bis Du mal einen gefunden hast, der Dir (endlich) die Diagnose bringt.
    BZ-Werte, die immermal wieder auf ein mögliches Vorhandensein eines Prädiabetes hindeuten, hat vermutlich jeder mal, auch völlig Gesunde...
    Du machst überhaupt nichts gut dabei, Dir den Diabetes (egal ob Lada oder Typ II) einzureden und letztlich immer mehr von diesem "Selbststudium" gefangen genommen zu werden!
    Hättest Du einen LADA mit diesen Werten, blieben Dir bestimmt noch ca. 5-6 Jahre, bis Du mal vorsichtig mit bissel Basalinsulin unterstützend eingreifen müsstest, geht irgendwas in Richtung Typ II, Jackpott! Dann kannst Du mit entsprechender Ernährung auch nahezu alles steuern bzw. aufhalten.
    Also entspann' Dich, leb' ein kulinarisch gutes und gesundes Leben und kontrollier' einmal wöchentlich deinen Nüchternblutzucker und irgendwann einmal, nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit mal deine BZ-Werte nach 1h und nach 2h blutig. Du wirst vermutlich bereits wissen, wo die Werte jeweils ungefähr zu liegen haben. Dem HbA1c würde ich eine Chance bis 5,8 - 6,0 geben... Du bist ja nun auch keine 30 mehr!
    Glaub' mir, weniger ist manchmal mehr!!!
    Ach ja... Für die Abklärung eines LADA-Typ I macht Der Diabetologe deines Vertrauens einen entsprechenden Bluttest auf die hierfür verantwortlichen Antikörper. Total easy, man muss es aber zumeist verlangen...

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    LADA Typ I... (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance+15 IE Toujeo, abends 16 IE Toujeo)
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
    Bearbeitet von User am 27.06.2023 13:29:17. Grund: .
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    am 27.06.2023 19:47:20 | IP (Hash): 2066662652
    Hallo Jürgen,
    danke für deinen „Daumendrücker“ und das Buch kenne ich und habe davon auch einiges umgesetzt. Meinen BZ beeindruckt das allerdings wenig.
    Wobei ich nicht weiß, wie die BZ-Werte ohne meine Bemühungen wären.
    Bin wegen vererbtem erhöhten LDL in Betreuung und da wird auch immer auf den BZ geschaut und der sehr engagierte Arzt findet meine BZ-Werte ja auch zu hoch ….. es gibt jedoch (noch) keine Behandlung für mich.
    Ich habe halt die Hoffnung, dass es beim Diabetes auch engagierte Spezialisten gibt, die vielleicht auch bereit sind jemand wie mir zu helfen?
    Deine Zeilen lese ich jetzt eher so, dass es wohl wenig Sinn macht.
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    am 27.06.2023 20:12:21 | IP (Hash): 2066662652
    Hallo Thomas,
    da hast du den Nagel schon auf den Kopf getroffen, es fällt mir schwer meinen BZ-Werten keine Aufmerksamkeit zu schenken.
    Man liest überall, dass man gerade Prädiabetes wieder zurückdrängen kann wenn man nur das richtige isst/tut.
    Und ich empfinde es mittlerweile als „mein Versagen“ dass die Werte so sind wie sie sind und nicht besser werden.

    Wüsste ich es ist LADA, dann wäre das zwar Mist, aber ich glaube ich wäre auch etwas gelassener, weil ich dann mit Ernährung usw. nichts erreichen könnte.
    DIAB2 liegt dagegen in meiner Hand.

    Am Alter (welches Alter 😇😎😂😂) kann es ja wohl auch nicht liegen, meine Mom 80+ hat BZ-Werte von denen ich nur träumen kann. Eine gleichaltrige Freundin BMI 30+ hat einen Nüchtern-BZ von 85 …..

    Da mein LDL halbjährlich kontrolliert wird bin ich zweimal jährlich mit BZ und Hba1c konfrontiert, ob ich will oder nicht. Und dann sehe ich ja, dass die Werte nicht fein sind.

    Wie hat der LADA bei dir begonnen?
    Wir sind ja ca. im selben „jungendlichen“ Alter 😊
    Bearbeitet von User am 27.06.2023 20:14:26. Grund: .
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    am 27.06.2023 21:45:30 | IP (Hash): 347307406
    Ich würde mir bei Deinen Werten überhaupt keine Sorgen machen.

    BMI von 22 und HbA1c von 5,7% ?
    Viel gesunder geht es nicht.

    Wenn Du ein wenig Bewegung in Dein Leben einbauen kannst und Zuckerbomben (Getränke, Süßigkeiten) meidest, wirst Du mit Diabetes mellitus Typ 2 nicht zu tun bekommen.
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    am 27.06.2023 22:21:30 | IP (Hash): 1975360437
    -anna- schrieb:
    Ich habe halt die Hoffnung, dass es beim Diabetes auch engagierte Spezialisten gibt, die vielleicht auch bereit sind jemand wie mir zu helfen?
    Deine Zeilen lese ich jetzt eher so, dass es wohl wenig Sinn macht.


    Zu dem BZ-Bereich, in dem dein Anliegen "spielt", fehlt der Fachmedizin schlicht jede Erfahrung. Dieses Fehlen fängt schon damit an, dass mit Diabetes ohne Insulin nicht systematisch mehrmals täglich BZ gemessen wird. Für eine zielgerichtete Behandlung gibt es in deinem Bereich überhaupt keine Grundlage.
    Der normale ärztliche Weg wäre Beobachten und wenn einer der Diagnosegrenzwerte überschritten wird, ganz normal behandeln und Metformin verschreiben.

    Ein engagierter Endokrinologe, der dir ohne Medis aus deinem gegenwärtigen Stand in den völlig gesunden Rahmen verhelfen wollte, müsste das praktisch zu seinem Hobby machen und mit dir zusammen Tag für Tag über Wochen und ggf. Monate systematisch ausprobieren, was bei dir mehr und was weniger BZ macht. Und dann müsstest du das mit mehr rauslassen und das mit weniger verstärken usw usw. Und wenn du dann einen alltäglichen Verhaltensweg zu deinem Ziel gefunden hättest, könntest du ähnlich systematisch herausfinden, wie du den verbreitern könntest. Also ausprobieren, was du alles innerhalb deines Zielrahmens anders machen könntest.

    Systematisch herausfinden bedeutet, dass man eine(!) Änderung, die zu einem niedrigeren BZ führen könnte, wenigstens ne Woche durchhält. Schließlich hat mein Organismus 8 Tage gebraucht für seine tolle Reaktion auf mein Leberfasten. Noch einen Tag vorher hatte sich an meinem Insulinbedarf NICHTS geändert, und ich war echt versucht, meine gut 600 kcal pro Tag als "bringt ja doch nichts" dran zu geben. Da ist der Bedarf dann ohne jede Vorwarnung am achten Tag um 75% gesunken. - Ich bin mir sehr sicher, dass ich noch 15 Jahre eher auf dieselbe Art meinen gesunden BZ völlig ohne Medis erreicht hätte.

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    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
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    am 28.06.2023 07:06:57 | IP (Hash): 255716958
    -anna- schrieb:
    Hallo in die Runde!

    Ich habe hier schon vor längerer Zeit versucht, meinen (nur für mich … für die Ärzte ist alles im gesunden Bereich) prädiabetischen Werten Einhalt zu gebieten.
    Ohne Erfolg.

    Zu mir, bin 56 und habe derzeit einen BMI von 22.
    Habe auf eigene Kosten die Leber untersuchen lassen, die ist gesund und nicht verfettet.

    Aktuelle Blutzuckerwerte:
    Nüchtern-BZ seit dem Jahr 2020 über 100 bis Höchstwert 120
    HBA1c: 5,7
    Nüchtern C-Peptid 1,1
    Nüchtern Insulin 3,4
    Homa1 Index 0,721

    Auf Insulinresistenz deutet nichts hin (denke ich zumindest)
    Bis Ende 2019 war der BZ immer zwischen 80 und 95 ….. warum hat sich das seit 2020 so verändert?

    OGTT letztes Jahr war grenzwertig.

    Habe auch mit CGM ziemlich viel experimentiert.
    Es dauert oft bis mittags bis der BZ unter 100 sinkt (ich frühstücke nie, außer mal im Urlaub).


    Habt ihr noch Ideen für mich?
    Könnte es ein beginnender Lada sein und falls ja, wie könnte ich das rausfinden?

    Ich überlege schon mir einen Spezialisten zu suchen, den ich privat zahle. Nur bei wem wäre ich da am besten aufgehoben?
    Diabetologe, Endokrinologe?

    Wenn ich nichts mache ist es doch vermutlich nur eine Frage der Zeit bis ich irgendwann Diabetes habe.




    Ob du wirklich Diabetes bekommst, kannst du nicht vorhersagen.
    Im jetzigen Stadium gibt es keine Medikamente, die eine Diabeteserkrankung verhindern könnten.

    Zwecks möglicher Entwicklung eines Typ2 kannst du schauen, dass du dich gesund ernährst, viel bewegst und kein Übergewicht aufbaust. Das ist generell gut für die Gesundheit allgemein und reduziert auch das Risiko an Typ2 Diabetes zu erkranken.

    Zwecks möglicher Entwicklung eines Typ1 Ladas, da kannst du tatsächlich überhaupt nix machen, um diese aufzuhalten, sollte es zu dieser Autoimmunerkrankung kommen. Man könnte vorzeitig die Lada Antikörper bestimmen, aber die Sache ist so ein zweischneidiges Schwert (AK Bestimmung wird u.a. bei Geschwisterkindern von Typ1 erkrankten Kindern auf Elternwunsch gemacht, sonst i.d.R. nicht). Was hilft dir halt das frühzeitige Wissen? Du könntest es eh nicht ändern..

    Deshalb BZ einfach weiterhin sporadisch kontrollieren lassen und wenn sich wirklich etwas verschlechtert sollte und du damit dann die Diabetesdiagnosekriterien erfüllst, dann sollte man diagnostisch nochmal nach einem Typ1 Lada schauen.
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    am 28.06.2023 15:25:33 | IP (Hash): 87850800
    -anna- schrieb:
    Habe auch mit CGM ziemlich viel experimentiert.
    Es dauert oft bis mittags bis der BZ unter 100 sinkt (ich frühstücke nie, außer mal im Urlaub).

    Hallo Anna,

    probiere mal - falls du es nicht schon versucht hast - ob der BZ am Vormittag besser runter geht, wenn du gefrühstückt hast. So etwas wird nämlich öfter mal von Diabetikern beobachtet.

    Falls das Frühstück einen positiven Einfluss auf den BZ-Verlauf hat, dann probiere als nächstes aus, ob für den Effekt schon eine Kleinigkeit ausreicht. Auch das wird von manchen beobachtet. Wenn allerdings das Frühstück keinen entscheidenden Einfluss hat, dann brauchst du nicht weiter herum zu probieren.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 28.06.2023 15:25:54. Grund: BBCodes
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