Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Meine Oma kommt mit dem Diabetes nicht klar

  • Liesa

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 15:39:49
    Hallo,
    meine Oma kommt mit ihrem Diabetes nicht klar. Sie hat schon sehr lange Diabetes, jedoch hat der Arzt vor einem Jahr nicht erkannt, warum sie so stark abgenommen hat und so viel schläft. Ihr Blutzuckerspiegel war fast 1 Jahr lang um die 500 - 600. Also viel zu hoch. Der Arzt hatte meiner Oma damals schon totale Angst gemacht und meinte sie hätte einen Tumor oder ähnliches. Bis meine Mutter gesagt hat, dass man dies doch in einem großen Blutbild erkennen würde und der Arzt zugegeben hat, dass er ein großes Blutbild bisher noch nicht gemacht hat. Bei dem großen Blutbild kam natürlich gleich raus, dass ihr Blutzucker viel zu hoch ist!
    Meine Oma ist durch diese späte erkennung, sehr abgemagert, schläft immer noch viel, ist depressiv und bewegt sich kaum da sie die Kraft dazu einfach nicht hat.
    Sie versteht auch z.b. nicht wie sie ihre Broteinheiten aufteilen muss, wenn sie z.b. doch mal läuft, denn dann fällt sie meist sofort in den Unterzucker! Sie isst auch meist ihre Broteinheiten nicht, da sie es einfach nicht schafft, weil es ihr zu viel ist und sie keinen Appetit hat.
    Wir suchen deshalb eine Reha oder Kur Klinik, in der sie das alles lernt! Sie ist ein wirklicher Notfall, jedoch hat das die letzte Klinik an die wir geschrieben hat nicht interessiert und war der Meinung sie sei doch gut eingestellt.
    Das mag möglich sein, diese Klinik wirbt jedoch damit, dass sie grade bei den anderen Erscheinung, wie Depressionen, oder Unterernährung, Bewegungsmangel etc. hilft. Warum dann nicht im Falle meiner Oma? Selbst unser Hausarzt (den wir übrigens gewechselt haben) hat schon mit dieser Klinik telefoniert, sie sehen diesen Fall aber nicht als Notfall an!
    Ich hoffe hier kann uns jemand helfen und uns eine gute Klinik nennen, damit unsere Oma wieder auf den Damm kommt!
    Mit freundlichen Grüßen
    Liesa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 16:06:49
    die Frage mag Dir in diesem Zusammenhang komisch vorkommen, trotzdem: Wie alt ist Deine Oma und würdest Du sagen, dass sie sich am Steuer eines Autos noch sicher durch den Großstadtverkehr wursteln könnte? von Jürgen
  • Liesa

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 18:39:44
    Meine Oma ist erst 67 Jahre alt! Durch eine Großstadt nie und nimmer. Sie fährt leider trotz, dass man ihr gesagt hat das sie laufen soll, jeden Tag einmal um den Block und ist dann bei uns für den ganzen Tag.
    Aber in die Stadt fährt sie schon von sich aus nicht mehr. Das macht sie dann mit meiner Mutter zusammen (also sie fährt da gar nicht sondern meine Mutter) oder mit meinem Vater.
    Aber ich glaube ich weiß was du meinst.
    Sie hat jetzt schon seid Februar die "Diagnose" das sie sich Insulin spritzen muss, weil sie durch ehötem Alkoholkonsum etc. ihre Bauchspeicheldrüse kompellt ruiniert hat.
    Meine Mutter hat sich jeden Tag mit ihr seid dem hingesetzt und hat ihr versucht zu erklären was sie essen muss, wie viel sie sich spritzen muss.
    Meine Oma hat sich jedoch immer dagegen geweigert, sie hat ihren Kurs den man da ja machen muss verweigert, mein Vater hat sie zwei mal hinfahren müssen damit sie überhaupt geht. Sie war in diesem Kurs nur zwei mal, da sie sich von meiner Mutter nicht hat fahren lassen!
    Meine Oma hört aber keinem von uns zu. Sie macht einfach dicht. Unser Arzt wollte sie auch schon in psychische Behandlung schicken, da sie uns alle ignoriert und immer wieder sagt: lasst mich doch alle in Ruhe, dann habt ihr auch bald eure Ruhe. (Ich hoffe ihr versteht was ich meine)
    Ich bin erst 16, und muss mir jeden Tag das selbe anhören. Heute bin ich z.b. von der Schule daheim geblieben, da ich einen Magen und Darm Infekt habe und wollte eigentlich nur schlafen, als ich jedoch gehört habe das meine Oma gekommen ist, wusste ich sofort, dass sie mal wieder Unterzuckert ist. Sie hat ihre Tabletten nicht genommen und heute morgen zum Frühstück gar nichts gegessen! Sie hatte heute einen wichtigen Termin bei der Bank weshalb mein Vater schon sehr früh da war. Sie hat mal wieder null auf mich gehört, sie wollte sich nicht messen, wollte nichts essen sondern wollte schlafen! Erst als mein Vater gekommen ist und gesagt hat, dass sie was essen soll und trinken soll und Traubenzucker nehmen soll, hat sie es gemacht! Er ist der einzige auf den sie hört. Jedoch ist mein Vater Geschäftsmann und öfters auf Geschäftsreisen usw. und eben nicht immer da. Meine Oma muss lernen selbstständig zu werden und auch ohne uns klar zu kommen! Wir können ihr nicht jeden Tag das Essen machen und genau darauf achten, dass sie auch ja all ihre Tabletten genommen hat! Sie ist ja nicht so alt, sie ist ja eigentlich noch recht jung, sie hat nur keine Lust mehr. von Liesa
  • Anke

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 19:22:58
    Hallo Julia,

    vielleicht sollte deine Oma in einer Psychiatrie zunächst untergebracht werden, auch dort kümmert man sich gleichzeitig um den Diabetes.Depressionen müssen und sollten auch behandelt werden.
    Auf jeden fall ein stat. Aufenthalt, das geht auch notfallmäßig.

    Gruß Anke
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 19:44:48
    anke hat völlig recht, denn ihr habt ja auch zuwenig know how, "und" einfluß, um zumindest als grundlage eine ct zu fahren.
    denn auch bei ct und relativ wenig anspruchsvoller bz fahrweise, "muß" etwas in regelmäßigen abständen gegessen werden.
    übrigens , wenn deine oma sehr schwach und dünn ist weshalb sollte sie da laufen ? um umzufallen ?
    da müssen fachleite ran.
    mfg. klaus von klausdn
  • Liesa

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 19:50:41
    Nein sie soll durch das laufen ja nicht umfallen. Sie brauch aber Bewegung sagt der Arzt. Sie hat schon zugenommen (wurde auch mit so, weiß gar nicht mehr wie das heißt, so art astronauten nahrung war des zwei monate zusatz ernährt!). Sie ist soweit eigentlich schon fit, sie hat nur keine Lust.
    Uns ist klar das da Fachleute ran müssen, nur wenn wir in einer Klinik anrufen die genau mit dem werben, was meine Oma braucht und diese Klinik sagt, das meine Oma kein Notfall sei. Wo soll man denn dann noch hingehen? Zu irgendwelchen Kursen etc. geht sie nicht hin! Sie will auch keinen ambulanten Hilfsdienst, der ihr hilft. Sie ist immer der Meinung, wir wöllten sie abschieben!
    Vorhin kam ein Brief von einer Klinik, dass sie am 15.8 dort hin könnte, jedoch da dies eine "Notfallklinik" sei, könnte es sein, dass sie keinen Platz hat. Aber man würde versuchen, ihr das vorher mitzuteilen. Sorry aber was ist das für eine Klinik? Ich denke sehr wohl, dass meine Oma ein Notfall ist (klar denkt wahrscheinlich jede Familie), selbst unser Arzt hat versucht klar zu machen das sie ein Notfall ist. Die Klinik sieht das jedoch nicht so. Immerhin hat sie jetzt einen Termin, zwar leider nicht so schnell aber immerhin. von Liesa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 21:29:14
    Du hast im Eingangsbeitrag geschrieben, dass Deine Oma schon sehr lange Diabetes hat. Das bedeutet, dass sie schon nicht lernen wollte/nicht gelernt hat, gesund damit um zu gehen, als sie geistig noch sehr viel aufnahmefähiger und beweglicher war. Auch wenn sich's hart liest, aber von daher kann ich jede Klinik verstehen, die Euch absagt.

    Wenn Deine Oma ihre Geschichte selbst so darstellen würde, wie Du das hier tust, und dann schreiben würde, dass sie sich höchstpersönlich selbst jetzt zwar spät, aber umso ernsthafter entschlossen hat, ihr Diabetes-Schicksal in ihre eigenen Hände zu nehmen und kompetente Anleitung dazu sucht, würde sie wahrscheinlich sehr viel eher eine Zusage bekommen. Denn auch die beste Einrichtung kann mit Diabetes nur dem helfen, der sich helfen lassen will und nach Kräften dabei mit macht. von Jürgen
  • Liesa

    Rang: Gast
    am 16.06.2008 22:00:21
    Aber ist so eine Klinik nicht auch dazu da, diese Menschen aufzubauen? Es hat ja noch nie jemand versucht (also jemand der davon wirklich Ahnung hat) Sie will ja mittlerweile auch in diese Klinik hat sie zumindest dem Arzt gesagt. Weil meine Mutter ihr verbietet Bekannte (die weiters weg wohnen) zu besuchen, da sie einfach Angst um meine Oma hat. Die Bekannten haben ja überhaupt keine Ahnung davon und wissen nicht was sie machen sollen wenn mal irgendetwas sein sollte. von Liesa
  • Tom

    Rang: Gast
    am 18.06.2008 14:45:20
    Also erst Mal, KEINER kann deine Oma gegen ihren Willen zu Irgendetwas zwingen, es sei denn, dein Vater lässt sie entmüdigen aus triftigen Gründen.
    Darft ich dich fragen, ob deine Oma regelmäßig Alkohol trinkt?
    Du schreibst sehr besorgt, aber ich finde, irgendwas ist hier nicht ganz stimmig. Es scheint noch ein ganz anderes Problem zu bestehen.....oder? von Tom
  • Liesa

    Rang: Gast
    am 18.06.2008 21:11:04
    Hey, nein sie trinkt nicht mehr! seid ca. 1 jahr! nach dem tod meines opas, war sie sehr fertig... und hat des einfach nicht verkraftet jetzt allein zu sein!
    wir sind einfach alle total davon belastet, jeder kuggt nur noch, isst sie jetzt auch richtig, nimmt sie ihre tabletten (hat auch zu hohen blutdruck, geht aber mittlerweile durch die tabletten), wie viel be hat dies wie viel be hat das, hat sie ihren saft getrunken usw.
    sie macht selbstständig ihren haushalt nicht mehr, sie lügt laufend meine mutter an (z.b. das sie ihre tabletten net genommen hat oder das sie geputzt hätte und dann kommt meine mum und es sieht schlimm aus!), sie pflegt ihre kontakte nicht mehr (hat somit eig nur noch uns und verwandte / bekannte weiters weg).
    wir sind einfach alle total fertig und wissen nicht mehr weiter.
    sie fällt immer wieder richtig schlimm in den unterzucker (kam auch schon vor das sie nicht mehr ansprechbar war), dadurch das ihr keiner erklärt wie sie das mit den be's und dem insulin einteilen muss wenn sie sich bewegt. sie liegt meistens nur da und pennt oder steht im garten und raucht!
    die ärzte hören uns nicht wirklich zu, der erste hat ja erst nach einem jahr gecheckt was los ist (außerdem hat er zu mir gemeint ich hätte starkes astma, jedoch bei dem anderen arzt der sagte ich hätte gar keine probleme mit der lunge... ärzte, wem soll man da noch glauben). es wird immer gesagt sie sei kein notfall, aber wir sind einfach mit unserem latein am ende, sie versucht es ja auch wenn sie grade "fit" ist, aber sie ist dann so schnell total ermüdet und will nur noch schlafen. wodurch sie nachts meist nicht schlafen kann.
    unsere mutter hat kaum noch zeit für uns, weil meine oma teilweise wie ein 3. kind ist und momentan eben mehr hilfe brauch als wir! aber wir schaffen des halt wirklich nicht mehr alleine und warum will uns denn keiner helfen? von Liesa
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 19.06.2008 01:30:32
    hallo,
    da sind viele rechtliche sachen die deine eltern denn das sind ie geforderten, mal ganz in ruhe mit fachlichem rat abkären müssen,
    1. daß eine sog einweisung ins kh von docs nicht mehr gilt ,darüber hat sich jemand auf einem anderen forum kräftig beschwert, da ging es um diabetes,
    die haben ihn einfach einen termin gegeben und nachhause geschickt, und protestieren hat garnichts genutzt.
    2. ins kh sofort kommst du nur als notfall, mit tatü usw.
    oder akuter sachen die sifort operiert werden müssen,
    3. ansonsten mit termin. "aber" mit begründung !
    daß sie "etwas" machen sollen,
    4. wenn ihr eure oma in ein heim bringt, wo sie regemäßiges essen usw hat, und ihre rente nicht reicht, holen sie das geld von euch, und da bleibt verdammt wenig übrig(für euch), und das kann noch lange gehen.
    wenn eine reha in sicht ist, soll sie daran teilnehmen. sowas wirkt manchmal wunder.
    mfg. klaus von klausdn
  • Liesa

    Rang: Gast
    am 19.06.2008 10:58:30
    Wer sagt denn das sie in ein Heim soll?
    oder ins Krankenhaus????
    Sie soll in eine Diabetesklinik wo sie eine Therapie bekommt! Aber doch nicht in ein Heim oder in ein Krankenhaus. Außerdem bekommt sie regelmäßig essen nur kann sie nicht so viel essen da sie keinen appetit hat und kriegt es dann irgendwann nicht mehr runter.
    Wir wollen sie doch nicht ins heim schicken! Sie ist noch nicht so alt, sie muss einfach nur wieder auf den damm kommen! von Liesa
  • Tom

    Rang: Gast
    am 19.06.2008 15:15:11
    Zitat:sie liegt meistens nur da und pennt oder steht im garten und raucht!....sie macht selbstständig ihren haushalt nicht mehr...Zitatende
    ---------
    Also, wie und ob deine Oma Ordnung in ihrem eigenen Haushalt hält, habt Ihr leider nicht zu bestimmen, das ist allein ihre Entscheidung. Wann und Ob sie schläft oder raucht, ist auch ihre Entscheidung.
    Du schreibst, sie hat ihren Mann verloren.
    Wie lange ist denn das her? Für mich klingt das alles danach, dass sie den Verlust noch nicht verkraftet und nach dem Ableben des Mannes einfach keinen Lebensmut mehr hat und auch keinen Sinn darin sieht, aufzuräumen. Und diese Zeit der Trauer solltet Ihr - bei all euren Bemühungen und Sorgen - einfach lassen. Es gibt keine Regeln, wann so eine Zeit vorbei ist. Und dann kommen andauernd welche an, die sie bevormunden. DAS würde MIR aber auch sehr auf den Zeiger gehen und ich würde dann auch lügen, einfach, um meine Ruhe zu haben.
    Ich bin mir sicher, ich könnt im Moment gar nicht tun und solltet auch nichts tun, außer, aus der Ferne zu beobachten.
    Was habt ihr denn bisher getan, wenn sie nicht ansprechbar war wegen einer Unterzuckerung? Es scheint, als ob ihr dann wirklich nur ein Arzt etwas sagen kann.
    Habt einfach Geduld.
    Verbringst du denn Zeit mit deiner Oma?
    Wenn ja, dann sei einfach für sie da, aber besuche sie nicht, um sie zu bevormunden.
    Ich hoffe, deine Mutter fängt dann nicht an, bei ihrer Mutter die Wohnung zu putzen. DAS wäre genau der falsche Weg. Das tut deine Oma dann, wenn sie es selbst nicht mehr sehen kann. Halte deine Mutter etwas zurück. Alles Gute.
    von Tom