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Berechnung des Insulinbedarfs

  • Rita

    Rang: Gast
    am 25.06.2008 14:34:17
    Hallo, Sie "Erfinder"

    frage mich nur, wie Sie auf die Idee kommen, diese Arbeit zu machen? Das gibt es doch längst und sogar aus fachlicher Sicht. (welche Ausbildung haben Sie, damit man auch darauf vertrauen kann?)
    Außerdem sind ja viele Faktoren mit im Spiel, wie Alter, Gewicht, Berufstätigkeit - so errechnet sich die BE auch mit, die man tgl. zu sich nehmen kann, darf, soll.
    Habe die Home nicht angeschaut.

    Sorry, aber ich sehe darin kein Weltwunder...

    Dennoch viel Erfolg bei der Arbeit an dem Werk und Gruß von Rita
  • Tom

    Rang: Gast
    am 26.06.2008 13:33:44
    Hallo Werner,

    ich habe Ihre Ratschläge für Diabetiker aus Zeitgründen nur mal schnell überflogen und möchte Sie fragen, was Sie zu solchen Ratschlägen oder zu Ihrer Absicht, Insulinbedarfrechner zu bauen überhaupt prädestiniert? Ich halte allein den Rat, bei einer Unterzuckerung 4-8 Traubenzuckerplättchen zu verabreichen bzw. einzunehmen, für einfach falsch. JEDER Diabetiker lernt, dass es viel schneller wirksam ist, eine einfache vollkommene normale Limo oder Saft zu sich zu nehmen, weil der Zucker in flüssiger Form viel schneller absorbiert wird. Sind Sie selbst Diabetiker?
    Außerdem ist der BZ gegen über so vielen Parametern gegenüber sensibel, die man bei einer möglichen Berechnung ALLE berücksichtigen müsste. Ich empfehle Ihnen, unter folgendem link sich über die Grundlagen des Diabetes zu informieren.
    Das ist die beste Seite, die es zur Zeit im Netz gibt.
    http://www.diabetesinfo.de/
    von Tom
  • Jürgen H.

    Rang: Gast
    am 02.07.2008 11:26:22
    hallo zusammen,
    ich habe bis jetzt die drei programme mal für mich getestet. deswegen schreibe ich erst jetzt meine meinung dazu. ich muss halt immer erst testen und ausprobieren, bevor ich was dazu sagen kann.

    also: das erste programm (ich glaube es heißt insulin 1) hat zu wenige möglichkeiten personliche faktoren einzugeben und ist deshalb nich genau.
    allerdings finde ich das 3. programm (insulin 3) wirklich klasse. es dauert zwar immer etwas bis man die zehn zahlen eingegeben hat, aber dafür ist das ergebnis verblüffend genau.

    ich hatte seit einer woche keinen hohen überzucker und auch keinen unterzucker mehr. sonst habe öfter mal über 300 oder unter 40!
    gut, ich habe seit zwei wochen urlaub und konnte so alle paar stunden dieses programm ausprobieren, was am arbeitsplatz natürlich nicht geht.

    ich habe die persönlichen zahlen oder faktoren auf einem blatt papier eingetragen (sonst vergißt man sie) und immer etwas verändert, bis das programm für meinen körper die optimale insulinmenge ausrechnet.
    gut finde ich auch, daß man zusätzlich immer den alten blutzuckerwert von vor mehreren stunden eintragen muß.
    so ein programm müßte es auf einem kleinnen taschenrechner geben, damit man es jederzeit benutzen kann. außerdem braucht man die ganzen persönlichen faktoren dann nicht immer neu einzugeben.
    mfg jürgen von Jürgen H.
  • Werner

    Rang: Gast
    am 09.07.2008 16:18:11
    Hallo Jürgen, Rita und Tom!

    Herzlichen Dank Jürgen! Sie haben die Berechnungen genau so benutzt, wie man es machen soll. Seine persönlichen ‚Korrekturzahlen’ muss man natürlich wissen oder herausfinden und beachten, dass sie zeitabhängig sind!
    Die Versionen 1 und 2 gelten für mich und viele meiner Bekannten. Die Parameter sind darin auf feste Mittelwerte eingestellt, die aus Schulungen und Diabetiker-Ratgebern stammen. Sie sind natürlich zeitabhängig. Ihr Hinweis auf Taschenrechner – oder warum nicht Handy (?) – lässt mich seit geraumer Zeit nachdenken!

    Ich muss sagen, dass ‚Schnellschüsse’ in anderen Beiträgen, die das alles bereits nach 2 Tagen als Blödsinn abtun, mich durchaus enttäuscht haben. Ich selbst und viele meiner Bekannten benutzen diese Berechnungen seit mindestens 12 (zwölf!!) Jahren. Wir kommen damit sehr gut zurecht.

    Rita, ich bin kein Erfinder auf dem Diabetes-Sektor, sondern Physikdozent mit dem Schwerpunkt Elementarteilchenphysik. In diesem Gebiet müssen sehr viele Programme entwickelt und auch Analysemethoden erfunden werden. Mich hat es einfach gereizt, einmal andere Programmiersprachen wie HTML und JAVA zu erlernen und zu benutzen. Hat bisher einigermaßen gut geklappt! Übrigens, Weltwunder sollten Sie nicht im Diabetiker-Forum suchen sondern unter Google. Ihr Beitrag war trotzdem für mich durchaus positiv mit dem Hinweis, dass es so etwas doch schon längst gibt. Dann betrachten Sie meine Versuche einfach als eine alternative Methode. Sehen Sie, auch z. B. der BMI wird von verschiedenen Autoren berechnet; ich finde das durchaus in Ordnung!

    Tom, prädestiniert bin ich nicht als Diabetologe, aber als insulinpflichtiger Typ 2 mit ca. 15 jähriger Erfahrung.. Mit den Grundlagen der Problematik bin ich also – auch aufgrund vieler Schulungen –durchaus vertraut.
    Fast alle meine Ratschläge kann ich aus eigener Erfahrung beurteilen. Das mit der Limo oder dem Saft lernt man auch in der Diabetiker-Schulung. Man muss dabei etwas vorsichtig sein, damit man nicht zu schnell wieder in Überzucker gerät. Mir ist das mit Fruchtsäften schon einige Male passiert.
    Eine Unterzuckerung von 50 oder gar 40 mg/dl ist zwar nicht gut z. B. für die Augen, aber noch schädlicher sind schnelle Blutzuckeränderungen vor allem dann, wenn sie zu Überzucker führen, der dann auch schnell wieder heruntergeregelt wird!!! Daher habe ich für mich festgestellt, dass 4-8 Dextropur-Plättchen das weitere Absinken des BZ meist stoppen. Das muss natürlich jeder für sich selbst ausprobieren. Sie wirken übrigens – zumindest bei mir – innerhalb von 10-15 Minuten schnell genug. Zuckerplättchen kann ich genauer dosieren als irgendwelche Fruchtsäfte, deren Zuckergehalte meist unterschiedlich sind. Den Zielbereich von 80-120 mg/dl erreiche ich meist durch langsamer wirkende Zuckerarten, also Polysacharide. Diese gehen langsamer ins Blut, da sie erst zu Einfachzucker aufgeschlossen werden müssen. Solche Vorgehensweise verhindert extrem schnelle BZ-Änderungen.
    Das viel mehr Parameter eine Rolle spielen, als ich sie im Programm berücksichtigt habe, ist richtig. Aber durch noch mehr einzustellende Parameter werden Berechnungen immer unübersichtlicher und sind daher nicht anwender-freundlich.
    Aber, wie schon gesagt: das Programm ist in der Entwicklung und kann jederzeit angepasst oder erweitert werden!

    In diesem Sinne, mit freundlichen Grüßen

    Werner