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  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 10.12.2023
    am 10.12.2023 13:39:35 | IP (Hash): 530973596
    Hallo und guten Tag,
    Zunächst möchte ich kurz meine Krankheits-Vorgeschichte erläutern. Seit 2077 habe ich eine Autoimmunhepatitis (AIH), wird mit Budenofalk behandelt und hat von Beginn an als Nebenwirkung schnelle Erschöpfung. Ein paar Jahr später wurde ein splenisches Marginalzonenlymphom diagnostiziert (anhand viel zu hoher Leukozyten). Wurde die ganzen Jahre nur beobachtet, in diesem Jahr beginnen die Werte aber kräftig zu steigen, dazu entwickelt sich eine Anämie. Wie der aktuelle Stand ist und was getan werden muss, erfahren ich Ende der nächsten Woche beim Hämatologen.
    Ach ja, dann gibt es seit Diagnose der AIH erhöhten Blutdruck und erhöhtes Cholesterin, dafür auch entsprechende Medikamente. Und da ich vor 2 Jahren eine Thrombose im Unterschenkel hatte, nehme ich auch noch Eliquis.
    In diesem ganzen Zusammenhang wurden dann auch noch verschlechterte Nierenwerte festgestellt und eine Diskrepanz zwischen einem normalen Glukose- und einem erhöhten Hb1ac-Wert. Bei der Nephrologin wurden im November ein Glukose-Wert von 6,3 und HbA1c von 7,5% festgestellt.
    Kurz danach führte mein Hausarzt einen Glukose-Toleranztest durch mit folgendem Ergebnis: Glukose nüchtern 121 mg/dl, Glukose nach 120 Minuten 294 mg/dl.
    Mein Hausarzt sprach von Prädiabetes, die Nephrologin von Diabetes, wahrscheinlich Typ 2. Sie verschrieb mir Metformin 500 mg und forxiga 5 mg. Nehme ich seitdem ein, habe außerdem sofort meine Ernährung komplett umgestellt und jetzt innerhalb von 2 Wochen rund 5 kg abgenommen (Größe 186, jetzt 87 kg).
    Ende Oktober erwischte mich eine Corona-Infektion. Kaum hatte ich mich halbwegs davon erholt, bekam ich Anfang Dezember die nächste Infektion. Da ich zur Risikogruppe gehöre, bekam ich Paxlovid.
    Aktueller Stand ist, dass ich extrem schwach bin, ich beim aufstehen große Probleme mit dem Kreislauf habe, teilweise zusammenklappe. Ich kann mir das nur so erklären, dass es mit den Covid-Nachwirkungen, der Vielzahl von Medikamenten und der radikalen Ernährungsumstellung zu tun hat.
    Einen Termin beim Diabetologen habe ich Anfang Januar. Ansonsten versuche ich mich bis dahin viel zu informieren und habe mir ein Messgerät bestellt.
    Danke fürs lesen und eventuelle Tipps.
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    am 10.12.2023 15:21:04 | IP (Hash): 87837733
    Bagojowitsch schrieb:
    Bei der Nephrologin wurden im November ein Glukose-Wert von 6,3 und HbA1c von 7,5% festgestellt.
    Kurz danach führte mein Hausarzt einen Glukose-Toleranztest durch mit folgendem Ergebnis: Glukose nüchtern 121 mg/dl, Glukose nach 120 Minuten 294 mg/dl.
    Mein Hausarzt sprach von Prädiabetes, die Nephrologin von Diabetes, wahrscheinlich Typ 2.

    Hallo Bagojowitsch,

    willkommen in unserer Diabetikerrunde. Wie dein Hausarzt auf Prädiabetes kommt, ist nicht zu verstehen. Mit diesen Werten hast du eindeutig einen kräftigen Diabetes. Gut, dass du von deiner Nephrologin angemessen behandelt wirst. Deine Ernähruinghsumstellung und die geplante Selbstkontrolle mit einem BZ-Messgerät sind auch sehr gut.

    Schlimm, dass du dich so schlecht fühlst. Die Ernährungsumstellung kannst du als Ursache dafür ausschließen. Wenn eine Ernährungsumstellung, z.B. auf Low Carb oder beim Fasten, Probleme bereitet, dann sind die spätestens nach einer Woche überwunden. Du kannst also bei deiner umgestellten Ernährung bleiben und musst weiter nach den Ursachen für dein Unwohlsein suchen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 10.12.2023 15:24:08. Grund: BBCodes
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    am 10.12.2023 19:09:10 | IP (Hash): 1234501711
    Willkommen hier im Forum. Da hast du ja ein ganzes Päckchen zu tragen.

    Zwecks deiner Werte, mit 298mg/dl und einem 7,5% HbA1C hast du Diabetes. Da sollte auch unbedingt geschaut werden, was für ein Typ.

    Mit deiner Vorgeschichte könnte ein Steroid-Diabetes möglich sein (sog. Typ3e). Budenofalk wirkt nur zu kleinen Teilen systemisch, sonst lokal, kann aber bei einigen - inkl. mir - dennoch den BZ massiv erhöhen.

    Ansonsten würde ich dir auch mal zur Sicherheit raten, mal die Bauchspeicheldrüse anschauen zu lassen. Eine Autoimmunhepatitis kommt auch manchmal in Kombination mit einer Autoimmunpankreatitis vor. Und in diesem seltenen Fall wäre es ein pankreopriver Diabetes.
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    am 10.12.2023 19:46:15 | IP (Hash): 1740085097
    Anmerkungen: 500 mg Metformin ist nur eine Einstiegsdosis.
    Normal sind 2 x 1000 mg Metformin pro Tag.
    Den BZ selbst zu messen ist sehr sinnvoll.
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    am 11.12.2023 13:54:46 | IP (Hash): 530973592
    Vielen Dank für die Antworten!

    Nun kam heute das Messgerät, gleich ausprobiert (ca. 3 Stunden nach dem Frühstück). Ergebnis: low, also ein Wert unterhalb von 70. Nun sagt ein Wert alleine natürlich nichts aus, aber kann es sein, dass ich durch die radikale Ernährungsumstellung und den gleichzeitigen Beginn der Einnahme der Medikamente den BZ zu tief in den Keller gedrückt habe? Ist es sinnvoll, das Metformin zunächst wegzulassen, bis ich den ersten Termin mit der Diabetologin hatte? Ist es überhaupt möglich, perspektivisch auf die Medikamente verzichten zu können (ich nehme ja schon genug andere…).

    @July95: das Budenofalk muss leider bleiben, sobald es reduziert wird, steigen die Leberwerte wieder an. Jahre vorher hatte ich lange Azathioprin genommen, welches dann ausgeschlichen wurde, da mein Leberarzt und auch mein Hämatologe vermuteten, dass es etwas mit dem splenischen Marginalzonenlymphom zu tun haben könnte.
    Vor ein paar Jahren wurde eine Autoimmunpankreatitis vermutet, hat sich aber dauerhaft nicht bestätigt und Lipase wird ab und zu überprüft, ist in Ordnung.
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    am 11.12.2023 20:07:39 | IP (Hash): 1043406260
    Hi,

    die kleine Dosis Metformin kann das nicht gewesen sein, die Ernähungsumstellung auch (noch) nicht.
    500mg Metformin sind nur die Einschleichdosis, da sollte sich eigentlich noch nicht so sehr viel tun.

    Bist du sicher das du keinen Fehler beim messen gemacht hast?
    Gut die Hände waschen, ohne Seife oder zumindest die Seife extra lange abspülen. Warmes wasser ist gut.
    Die Hände müssen vor dem Messen absolut sauber und trocken sein.
    Such dir einen Finger aus (nicht Daumen und Zeigefinger) und massier ihn leicht eine Weile da wo du stechen willst. Stechen am besten immer an der Seite des Fingers, geht leichter und tut weniger weh.
    Das Blut sollte leicht rauskommen, ein Tröpfchen genügt - aber nicht stark rausquetschen, nur ganz leicht ausmassieren.
    Wenn du rausquetscht dann könnte Gewebewasser mit austreten und die Messung verfälschen.
    Seifenreste und Wasser verfälschen ebenso den Wert, jede andere Kontamination auch.


    Solltest du aber richtig gemessen haben und die Werte sind wirklich 70 - dann herzlichen Glückwunsch !

    Perspektivisch kannst du davon natürlich auch wieder loskommen (vom Metformin).




    DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
    Bearbeitet von User am 11.12.2023 20:18:52. Grund: Ergänzung
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    am 11.12.2023 20:16:01 | IP (Hash): 1811412674
    1. Welches Messgerät?
    2. Was hattest du 3 Stunden vorher gegessen?
    3. 70 mg/dl sind bei allen Menschen ohne Diabetes und mit HbA1c um 5 völlig normaler BZ und kein Unterzucker!

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    Nur für Menschen mit T2D: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit der ausgeschaltete T2D.
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    am 11.12.2023 20:23:26 | IP (Hash): 530973592
    Alles genauso gemacht wie Du es beschrieben hast.
    Die 2. Messung habe ich vorhin 10 Minuten nach dem Abendessen gemacht, Wildreis mit Gemüse und Hähnchenfleisch, da lag der Wert bei 182.
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    am 11.12.2023 20:28:39 | IP (Hash): 530973592
    1. Sinocare
    2. 2 Scheiben Vollkornbrot, eine mit Frischkäse, eine mit Scheibenkäse, dazu ein paar Schnitze rote Paprika und ein paar Himbeeren, dazu ungesüsster Pfefferminztee.
    3. leider hat das Gerät keinen konkreten Wert angezeigt, sondern low, und das heißt hier zwischen 20 und 70.
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    am 11.12.2023 21:09:55 | IP (Hash): 1811412674
    Dazu ein bisschen ausführlicher:
    Etwa 20-30 Minuten nach dem Essen fängt der Blutzuckeranstieg von einem Essen an. Etwa 1 Stunde nach dem Essen erreicht der Blutzucker im Durchschnitt den höchsten Stand.
    Danach sinkt er wieder und sollte eigentlich 3 Stunden nach dem Essen auf der Höhe von vor dem Essen sein.
    Wenn er dann deutlich niedriger ist, hat die eigene Regelung verspätet und verstärkt funktioniert. Diese Verstärkung kann man vermeiden, wenn man die 2 Frühstücksbrote mit einer halben Stunde Pause dazwischen isst.

    Dass bei dem Gerät schon bei 70 mg/dl Schluss ist, finde ich nicht gut, aber jetzt hast du es ja und musst erstmal damit leben. Nimm es bei deinem nächsten Arztbesuch mit und vergleiche dort die Anzeige aus deinem Blutstropfen von deinem und dem Gerät in der Praxis.

    Deine 182 oben ist wahrscheinlich eher die Höhe, die du ganz allgemein normal zwischen den Mahlzeiten messen kannst.

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