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Ernährung ohne Low Carb

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    am 11.01.2024 19:39:12 | IP (Hash): 380286956
    Nada schrieb:
    Mit "Kohlenhydrate" sind wohl besonders Reis, Nudeln, Gebäck, Weißmehlprodukte - und auch Weißbrot gemeint. Und natürlich die vielen süßen oder gepantschten Gerichte (Fertigprodukte) aus dem Supermarkt.



    Wenn das mit KH gemeint ist, sind meine Kohlenhydrate gleich Null. 😀 Dann brauchte ich die gar nicht aufzuschreiben.
    Bearbeitet von User am 11.01.2024 19:41:29. Grund: Korrektur
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    am 11.01.2024 19:42:57 | IP (Hash): 1284547058
    Ich zähle nach wie vor Kalorien, hab dafür eine app und wiege mich auch alle paar Tage, ich will immer alles unter Kontrolle haben und beobachten. Vielleicht bin ich auch einfach ein bisschen verrückt-:)
    Ich war jetzt 2 Wochen nicht daheim und hatte keine Waage und es war Weihnachten mit viel Essen - es hat mich leicht irritert, so orientierungslos zu sein (hatte immer das Gefühl ich würde aus dem Leim gehen wie ein Hefeklos) aber ich hab Kalorien mitgezählt und am Ende festgestellt das das Gewicht doch wieder erwarten punktgenau gehalten wurde.

    Genaue Grenzen habe ich zwar was die Kalorien betrifft wobei mich da eher das Wochenbudget interessiert , aber nicht wirklich bezüglich der KHs.
    Aber ich versuche schon automatisch darauf zu achten und das "ungünstige" kommt eben dann meist nur in kleineren Mengen.
    Wenn ich so auf die app schaue dann sehe ich das es manche tage nur 60 oder 70g KH gab und manche Tage aber auch mal 150g. Im Schnitt bin ich so um die 100g oder ein bisschen mehr zur Zeit.



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    am 11.01.2024 19:51:12 | IP (Hash): 1619604034
    Kelly schrieb:
    Wenn das mit KH gemeint ist, sind meine Kohlenhydrate gleich Null. 😀 Dann brauchte ich die gar nicht aufzuschreiben.


    JAU ;) - KHs sind ALLES, was zu Glukose verstoffwechselt wird. Und wie sone Portion in unseren Blutzucker passt, können wir schön mit nem Fingerpieks um ne Stunde nach dem Einverleiben sehen.

    Natürlich können wir nach dem Modell “saure Trauben” als schlechte KHs abwerten, was den Blutzucker bei Menschen ohne Diabetes nicht aus seiner gesunden Bahn bringt. Aber ist das denn wirklich notwendig?

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    Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D.
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    am 12.01.2024 08:15:34 | IP (Hash): 72970431
    Kelly schrieb:
    Eine kohlenhydratarme Ernährung erscheint bei Diabetes (und auch schon Insulinresistenz) absolut logisch. Es ist mir unerklärlich, wie ewig lang Diabetikern zu vielen Kohlenhydraten geraten werden konnte. Das ist doch absolut unlogisch.

    Für mich ist eine kohlenhydratarme Ernährung allerdings sehr, sehr schwierig. Ich bin Vegetarierin und kann zudem auch vieles nicht mehr essen wie z.B. Eier. Auch einige Gemüse vertrage ich nicht wie z.B. Spinat. Was ich allerdings sehr gut vertrage, sind Milchprodukte. Joghurt, Quark, Milch, Käse. Und die meisten Gemüsesorten vertrage ich auch. Da ist Spinat eher die Ausnahme. Zudem vertrage ich auch Brot sehr gut.

    Deshalb besteht meine Ernährung jetzt hauptsächlich aus Roggenvollkornbrot, Quark, Frischkäse, Käse, Joghurt und Gemüse (neu dazu gekommen sind mehr Hülsenfrüchte wie Linsen oder Kichererbsen). Damit komme ich gut klar. Und da ich sehr wenig von dem Brot esse, esse ich auch sehr wenige KH (ohne Low Carb). Der KH-Anteil liegt meistens weit unter 100 oder nur knapp darüber. Es gibt Ausreißer nach oben, wenn ich mehr Brot esse oder mal eine Banane, aber das ist selten.

    Das sind jetzt so meine ersten Erfahrungen (bisher habe ich ja nicht auf meinen Zucker geachtet), und ich denke, man muss nicht Low Carb essen als Diabetiker. Wenn man das kann und das mag, ist das natürlich gut, aber wenn man es wie ich nicht kann oder es sehr schwierig werden würde, geht es auch mit einer anderen Ernährung.




    Hallo Kelly,

    da Insulinresistenz, also der dem Typ 2 zugrundeliegende "Fehlmechanismus", eine Kohlenhydratstoffwechselstörung ist, klingt es erst einmal schlüssig, die Kohlenhydrate vom Speiseplan zu streichen. Damit der Blutzucker (= BZ) nicht zu stark steigt, wird deswegen - sowohl Diabetikern als auch mittlerweile Nicht-Diabetikern - dazu geraten, eher Fette und Eiweiß statt KHs zuzuführen, denn beide Makronährstoffe lassen den BZ fast gar nicht bis wenig ansteigen. Und tatsächlich fahren Diabetiker in der Regel gut, wenn sie keine oder besser gesagt: weniger Kohlenhydrate essen. Richtig ist, was funktioniert, sagen manche auch ;). Um allerdings den zugrundeliegenden "Fehlmechanismus", also die IR als Grundlage des Typ 2, zu verstehen, sollten wir uns erst einmal fragen, was denn Insulinresistenz macht. Und hier zeigt die Forschung seit etlichen Jahren ganz klar: Es ist vor allem unser hoher Körperfettanteil und - in etwas geringerem Maße - auch fehlende Bewegung und eine ungünstige Ernährung. Je mehr Fett wir auf den Hüften tragen, desto mehr Fett schwimmt im Blut. Um die aus dem Blutkreislauf zu holen, muss nun der Fettstoffwechsel beständig auf Hochtouren laufen. "In turn" bedeutet das, dass der parallel erfolgende Kohlenhydratstoffwechsel zugunsten der Verstoffwechselung der freien Fettsäuren zurückstecken muss, d.h., es kommt weniger Zucker in die Zellen. Das ist auch der Grund, warum Typ 2er üblicherweise übergewichtig oder - treffender formuliert - fettleibig sind. Es ist einfach zu viel Fett im Blutkreislauf. Was passiert nun, wenn wir uns sehr fettreich ernähren? Antwort: Das Gleiche! Es wird natürlich auch dann bevorzugt das verstoffwechselt, was zugeführt wird und dem Körper ist es völlig gleich, ob das Fett aus dem Hüftspeck kommt oder Nahrungsfett heißt. Für die folgliche Unterdrückung des KH-Stoffwechsels ist das völlig irrelevant! Ist eine Low-Carb-Ernährung deshalb immer eine schlechte Wahl? Definitiv nicht! Gerade dann, wenn ein Gewichtsverlust das Ziel ist, beispielsweise als präventative oder therapeutische Maßnahme zur Verbesserung der BZ-Automatik, die Zellen keinen Zucker aufnehmen wollen und auch die Leber entfettet werden muss, dann ist es definitiv eine kluge Idee, keine KHs zu essen oder besser gesagt: zu reduzieren. Abgesehen davon lässt sich mit Low-Carb ein guter Sättigungseffekt und häufig einfacher das Kaloriendefizit erreichen. Schlanke, gesunde, sportlich aktive Personen sollten allerdings tendenziell eher auf eine ballaststoffreiche, kohlenhydratbetonte Ernährung mit weniger Fett Wert legen. Summa sumarum ist für spezifische Ernährungsempfehlungen also Kontext wichtig! Noch wichtiger als die einzelnen Makronährstoffe ist eher die Ernährungsqualität und andere Faktoren, die sich günstig auf die Insulinsensitivität auswirken.

    BTW: Eine kohlenhydratreiche, ballastoffreiche und tendenziell eher pflanzenbasierte Ernährung wirkt entgegen den Empfehlungen von vielen Fachleuten laut etlichen Studien ganz wunderbar gegen den "Fehlmechanismus" des Typ 2 und den folglich hohen Blutzucker ;)

    PS: Vielleicht liest Du Dich mal hier ein (?): https://edubily.de/blogs/ratgeber/kohlenhydratstoffwechsel-einfach-erklart
    https://edubily.de/blogs/ratgeber/blutzucker-und-insulin-senken
    Bearbeitet von User am 12.01.2024 08:21:17. Grund: ergänzung/änderung
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    am 12.01.2024 10:27:39 | IP (Hash): 109094907
    @Leia
    https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar Die blaue Kurve in der Grafik gleich vornan auf der Seite zeigt den normalen BZ-Verlauf bei gesunden Menschen nach einer KH-reichen Mahlzeit: Gestartet wird da um 80 mg/dl. Nach 2 Stunden is da kein höherer BZ mehr und zwischendurch für wenige Minuten eine Spitze bis an 130 mg/dl.
    80 mg/dl sind 0,8 Gramm(!) Glukose pro Liter Blut. 5 Liter hat ein Durchschnittserwachsener, also bei 80 mg/dl 4 Gramm Glukose im gesamten Kreislauf. Mit dem Essen erhöht sich diese Menge um 0,5 Gramm pro Liter für wenige Minuten in der Spitze

    Erlärst du bitte, WIE mit diesem kleinen Verlaufshügel bei gesunden Menschen und 5 Litern pro Minute an Blutumlauf 100 Gramm Glukose in die Muskelzellen verfrachtet werden, die ja bei Gesunden nicht insulinresistent sind?



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    Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D.
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    am 12.01.2024 11:04:19 | IP (Hash): 380286955
    Leia schrieb:
    Um allerdings den zugrundeliegenden "Fehlmechanismus", also die IR als Grundlage des Typ 2, zu verstehen, sollten wir uns erst einmal fragen, was denn Insulinresistenz macht. Und hier zeigt die Forschung seit etlichen Jahren ganz klar: Es ist vor allem unser hoher Körperfettanteil und - in etwas geringerem Maße - auch fehlende Bewegung und eine ungünstige Ernährung.


    Du hast die Gene vergessen. Mein Gentest sagt, ich habe eine genetische Insulinresistenz.

    Leia schrieb:
    Eine kohlenhydratreiche, ballastoffreiche und tendenziell eher pflanzenbasierte Ernährung wirkt entgegen den Empfehlungen von vielen Fachleuten laut etlichen Studien ganz wunderbar gegen den "Fehlmechanismus" des Typ 2 und den folglich hohen Blutzucker.


    Dann mache ich ja alles richtig. So esse ich nämlich schon immer. Warum habe ich dann hohen Blutzucker und Übergewicht?

    Solche Erklärungen sind rein theoretisch und treffen sicher auch auf eine ganze Menge Leute zu. In der Praxis ist das oftmals anders. Da gibt es eben auch Leute, auf die das nicht zutrifft.
    Bearbeitet von User am 12.01.2024 11:12:16. Grund: Test
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    am 12.01.2024 13:08:21 | IP (Hash): 72970431
    Das ist absolut denkbar! Studien zeigten bereits, dass sich die Insulinsensitivität bei Menschen mit dem gleichen Körperfettanteil stark unterscheiden kann. Aber würdest Du denen dann raten so zu essen und zu leben, dass daraus vielleicht irgendwann ein Diabetes wird? Eher nicht, nehme ich an. Doch diese Faktoren sind zumindest durch geeignete Maßnahmen, anders als die Genetik zB, persönlich beeinflussbar. Und Studien zeigen praktisch am laufenden Bande, dass es einen starken Zusammenhang zwischen zu viel Körperfett + einer schlechten Ernährung mit einer schwachen Insulinsensitivität gibt. Da ist also nix mit "reine Theorie", sondern auch in der Praxis zeigt sich, dass vor allem ein Entfetten des Körpers mit und (!) ohne Diabetes in Zusammenhalt mit anderen Modifikationen des Lebensstils zum Wohle der eigenen Gesundheit lohnt. Aber natürlich gibt's trotzdem schlanke, aktive Diabetiker mit nährstoffreichem Lebenssaft, die jährlich - aus welchen Gründen auch immer - die Ernennung zum T2er beim Doc schaffen. Deswegen würde mich schlussendlich interessieren, was bei Dir wie beim bekannten Huhn-Ei-Rätsel zuerst da war: Der hohe Blutzucker ODER das Übergewicht?
    Bearbeitet von User am 12.01.2024 13:09:57. Grund: ergänzung/änderung
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    am 12.01.2024 13:25:28 | IP (Hash): 72970431
    @Jürgen
    Bitte erspar uns das. Mir ist bekannt, dass Du ein entschiedener Gegner der "Mär" (oder Theorie?) der Insulinresistenz bist.

    ABER: Ich habe NIE behauptet, dass schlanke Personen unter allen Umständen und ohne wenn und aber hochgradig insulinsensitiv sind, somit keine "höher als gesunden Ausflüge" beklagen. Auch das ist individuell! Zitat aus 'nem Online-Artikel zum Thema: "Das kann dafür sorgen, dass wir von sehr schlanken, fitten Menschen angeschrieben werden, die berichten, dass der Blutzucker nach dem Genuss eines kleinen Haferriegels oder so sehr stark ansteigt und gar nicht mehr sinken will. Ja ... ist ja auch kein Wunder. Schlank, kaum Kohlenhydrate, viele Fettsäuren im Blut, vermutlich schwache Schilddrüsenleistung = kein Kohlenhydrat-Stoffwechsel."

    Genauso wenig habe und will ich behaupten, dass ein gesunder Lebensstil + Normalgewicht der Schlüssel zur Revidierung und Prohphylaxe aller gesundheitheitlichen Probleme darstellt. Absolut nicht!
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    am 12.01.2024 15:18:17 | IP (Hash): 1284547058
    [quote=Leia Cake;125881] sondern auch in der Praxis zeigt sich, dass vor allem ein Entfetten des Körpers mit und (!) ohne Diabetes in Zusammenhalt mit anderen Modifikationen des Lebensstils zum Wohle der eigenen Gesundheit lohnt.[/quote]

    So ist es.
    Bei Kelly gibt es ja auch Übergewicht, ein DT2 dazu - die Entfettung kann sich eigentlich nur lohnen, die Chance ist doch gross das sich hier mit einer Reduzierung des Körpfergewichts auch der BZ verbessert. Und wer weiss was sich noch alles verbessert, da gibt es ja auch noch Leberwerte, Blutfettwerte, etc.. nd ehe man sich es versieht ist man das komplette metabolische Syndrom los sofern man eins hat.
    Und der reduzierte Appetit mit wenig Tageskalorien ist im Grunde perfekt geeignet schnell das Ziel zu erreichen. Mit 500 oder 700 kcal pro Tag und das Ganze möglichst zuckerfrei und KH arm, ist das ja nichts anderes als eine abgewandelte Form von Taylor, für die Jürgen immer wirbt. Nicht zu unrecht finde ich, ich hab so etwas ähnliches gemacht und mir hat es enorm geholfen, bis zur Remission.

    Es wird dann, wenn das Gewünschte endlich erreicht ist, noch mal spannend das erreichte zu halten.
    Und da spielt dann die Ernährung eine grosse Rolle und die Tageskalorien sonst droht ein Rückfall und der Jojo.


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    am 12.01.2024 15:37:27 | IP (Hash): 109094907
    Leia_Cake schrieb:
    @Jürgen
    Bitte erspar uns das. Mir ist bekannt, dass Du ein entschiedener Gegner der "Mär" (oder Theorie?) der Insulinresistenz bist.


    Warum WILLST du uns nicht erklären, wie der Weg der Glukose in die Muskelzellen gesund geht?

    Wenn gesunde Menschen 100 g Glukose einverleiben, ist 2 Stunden weiter der Blutzucker wieder auf derselben Höhe wie vorher.
    In den 2 Stunden werden in Ruhe 120 x 5 Liter Blut durch den Kreislauf gepumpt.

    Wie kommen die 100 g Glukose = 100.000 mg/dl in den 2 Stunden durch den Kreislauf in die Muskelzellen?

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    Bearbeitet von User am 12.01.2024 15:39:13. Grund: .