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Ist Insulin der falsche Weg?
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am 18.02.2024 16:51:35 | IP (Hash): 761028627
Nada schrieb:
Hallo Rainer, er redet nur von modernen Medikamenten. Namen nennt er nicht.
Du meinst, wenn er um den heißen Brei herum redet und die Abnehmspritze nicht als GLP1-Rezeptoragonisten, sondern nur als modernes Medikament zum Abnehmen bezeichnet, dann ist das für dich in Ordnung?
Ich weiß, dass du ein gestörtes Verhältnis zu Insulin hast. Insulin ist und bleibt, sinnvoll angewendet, ein äußerst wertvolles Medikament. Ich möchte meine Therapie - LC Ernährung und Unterstützung mit Basalinsulin - wirklich nicht ändern. Diese Therapie ist für mich leicht anzuwenden, nebenwirkungsarm, gesunderhaltend und bereit viele Jahre lang erfolgreich.
Ich gebe dirrecht, dass Insulin häufig bereits verschrieben werden, wenn die Patienten andere Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft haben.Das gilt aber genauso für alle anderen Diabetesmedikamente, also auch für die Tabletten und natürlich auch besonders für die Abnehmspritze.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 19.02.2024 15:48:14. Grund: BBCodes -
am 18.02.2024 17:06:46 | IP (Hash): 426457895
Thomas_Dt schrieb:
Mein HbA1c lag bei 6,6%. Damit bin ich zufrieden. Mein Diabetologe auch.
Mit HbA1c 6,6 wäre meine Diabetologin auch zufrieden. Die um 100 Einheiten Insulin am Tag, die ich(!) dafür brauchen würde, würde sie für sehr viel normaler halten, als die 30-40, die ich seit Jahren für ebenfalls völlig unnormal HbA1c unter 5,5 brauche.
Bislang weiß ich von keinem Fall mit um 6,6 über mehrere Jahre ohne Zuckermedis, allerdings von einem in der Familie schon seit über 20 Jahren erstaunlich stabil mit nur leichter Medikation (Velmetia).
Daumendrück für dein gutes Gelingen mit vielen Jahren um 6,6 ohne Medis - als erster, von dem ich dann weiß :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 19.02.2024 15:45:41 | IP (Hash): 229843331
Ich hatte ja geschrieben: Ich nehme 2 mal täglich Metformin. Aber eben kein Insulin mehr.
Und ich habe deutlich mehr Bewegung ins Leben eingebaut und werde das in den nächsten Monaten noch intensivieren.
Ich bin allerdings auch in der glücklichen Lage, dass meine Bauchspeicheldrüse genügend Insulin produziert, soweit ich die Ernährung anpasse und die Insulinresistenz der Zellen überwunden wird.
Was in der Zukunft ist, wird man sehen müssen. Zu berücksichtigen ist, dass meine Bauchspeicheldrüse über lange Zeit vermutlich sehr viel Insulin hat produzieren müssen, um den Blutzucker in Grenzen zu halten. Was passieren kann: Die Inselzellen können irgendwann erschöpfen. Die Folge wäre eine rückläufige Insulienproduktion. Dann kann es dazu kommen, dass ich irgendwann auch Insulin zur Ergänzung spritzen muss.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.02.2024 10:49:29 | IP (Hash): 226010363
Gegen die These, dass Krankenkassen lieber Insulin verordnen lassen als das teure Ozempic/Trulicitiy spricht ein wenig die Tatsache, dass insulinpflichtigen Diabetikern ja ein Freeystle libre zusteht, was ja nun auch erhebliche Kosten verursacht. -
am 22.02.2024 12:09:25 | IP (Hash): 1416118709
Hape schrieb:
Gegen die These, dass Krankenkassen lieber Insulin verordnen lassen als das teure Ozempic/Trulicitiy spricht ein wenig die Tatsache, dass insulinpflichtigen Diabetikern ja ein Freeystle libre zusteht, was ja nun auch erhebliche Kosten verursacht.
Wer richig und ernsthaft an Diabetes erkrankt ist und Insulin braucht, kann noch glücklüch sein, dass in Deutschland noch nicht nur nach Kosten/Nutzen Behandelt wird, trotzdem es manchmal so erscheint.
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Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten. -
am 22.02.2024 14:45:44 | IP (Hash): 380288994
Ich finde, Thomas hat das sehr gut beschrieben, wann Insulin sinnvoll ist. Aber das ist eben auch der Punkt: Ist es in jedem Fall sinnvoll? Nada hat ihre Erlebnisse ja beschrieben. Da fand ich die Reaktion der Ärzte unmöglich. Und wir wissen ja auch, dass Insulinpatienten den Krankenkassen mehr einbringen als Nicht-Insulinpatienten. Also so ganz uneigennützig ist das alles nicht.
In Deutschland wird viel zu viel Insulin verschrieben, wie Vergleiche mit anderen Ländern zeigen. Und das hat bestimmt Gründe, die nicht unbedingt im Patienten liegen. Die meisten Leute brauchen kein Insulin, sondern nur ein gesundes Gewicht und eine gesunde Lebensführung. Aber das bringt natürlich den Pharma-Konzernen nichts ein.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.02.2024 03:34:10 | IP (Hash): 642017967
Noch ein "Netzfund", Zitat aus einem Buch von Dr. Strunz:
"Bei einer No-Carb-Ernährung werden einfach aufgebaute Kohlenhydrate, wie sie vor allem in Brot, Süßigkeiten, Zucker, Pasta,Pizza, Reis und Kartoffeln vorkommen, gestrichen. Dadurch pendelt sich der Blutzucker auf einem niedrigen Niveau ein, der Insulinspiegel bleibt im Zuge dessen ebenfalls niedrig. Entzündungsreaktionen nehmen ab, der Blutdruck sinkt, Mitochondrien heilen, die Energieherstellung funktioniert wieder, das Nervensystem entspannt. Beste Voraussetzung für eine effektive Heilung oder zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen.
Durch Sport wird vermehrt Glucose in die Muskelzellen transportiert, allerdings losgelöst vom Signal, welches Insulin normalerweise für den Glucosetransport gibt. Mit Sport können Sie daher sehr schnell und effektiv Ihren Blutzucker senken. Der Insulinspiegel wird daraufhin ebenfalls sinken. Sport erhöht zudem die Sensitivität der Zellen gegenüber Insulin und wirkt somit einer Insulinresistenz entgegen."
PS: Er meint eher Low-Carb, wie er vorher im Buch erklärt. Weil Gemüse ja auch Carbs enthält.
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
Bearbeitet von User am 23.02.2024 04:20:51. Grund: ... -
am 23.02.2024 10:30:14 | IP (Hash): 1000171313
Kelly schrieb:
Und wir wissen ja auch, dass Insulinpatienten den Krankenkassen mehr einbringen als Nicht-Insulinpatienten. Also so ganz uneigennützig ist das alles nicht.
Sorry, das verstehe ich nicht...kannst du das bitte erklären... -
am 24.02.2024 11:39:25 | IP (Hash): 7432821
hjt_Jürgen schrieb:
mit nun seit Jahren LC und recht konstantem Gewicht bei 67 kg auf 170 cm Länge.
Das finde ich extrem interessant. Weil man meistens dicke Diabetiker sieht, die ständig zunehmen und nichts dagegen tun können. Wegen des Insulins. Aber Du hast eine Möglichkeit gefunden, diese unvereinbar erscheinenden Dinge zu vereinen. Insulin und trotzdem schlank mit Typ 2. -
am 24.02.2024 12:02:14 | IP (Hash): 296646206
Zuckerle schrieb:
Sorry, das verstehe ich nicht...kannst du das bitte erklären...
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/risikostrukturausgleich ist der Weg dazu. Im Prinzip geht ein Anteil der Kassenbeiträge in einen Gemeinschaftstopf, und aus dem bedient sich jede Kasse nach den Krankheiten ihrer Versicherten. Dabei bringt ein Mensch mit Typ 2 seiner Versicherung weniger als ein in ein DMP eingeschriebener mit Typ 2, und noch mehr bringt ein INSULINER.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)