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Ist Insulin der falsche Weg?
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am 17.02.2024 09:11:36 | IP (Hash): 642017967
Meine Worte....
Dr. Mathias Riedl vom NDR bestätigt das jetzt:
https://www.youtube.com/watch?v=6oNwwaSkLIA
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
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am 17.02.2024 16:43:30 | IP (Hash): 1735270538
Gaaanz so einfach ist das nicht. So habe ich z.B. gut 25 kg abgeschmolzen und dabei meinen BZ mit ICT = Basal-Bolus geregelt, also mit Insulin.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 18.02.2024 00:00:07 | IP (Hash): 642017967
Ja und - hast du das Insulin denn gebraucht?
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
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am 18.02.2024 09:18:27 | IP (Hash): 761028627
Nada schrieb:
Meine Worte....
Dr. Mathias Riedl vom NDR bestätigt das jetzt:
https://www.youtube.com/watch?v=6oNwwaSkLIA
Hallo Nada,
sind das wirklich deine Worte? Dann habe ich dich bisher vollkommen falsch verstanden.
Dr. Riedl proklamiert in dem Video die Abnahme, indem man GLP1-Rezeptoragoisten (Ozempic, Trulicity, ...) spritzt. Von dem was du mit deiner Ernährungs- und Verhaltensumstellung erreicht hast, spricht er mit keinem Wort. Im Prinzip sagt er nur: "GLP1-RA sind modernere Medikamente und besser als Insulin".
Sind das wirklich auch deine Worte? -
am 18.02.2024 09:47:47 | IP (Hash): 642017967
Hallo Rainer,
er redet nur von modernen Medikamenten. Namen nennt er nicht. Und er sagt eindeutig, dass zu früh Insulin verordnet wird.
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
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am 18.02.2024 10:12:39 | IP (Hash): 426457895
Nada schrieb:
Ja und - hast du das Insulin denn gebraucht?
Steht seit einiger Zeit unter jedem meinner Beiträge, seit 1998. Und interessant: Mit 25 kg weniger nicht weniger Insulin pro KE!
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
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am 18.02.2024 11:16:08 | IP (Hash): 642017967
Lieber Jürgen,
das habe ich natürlich gelesen. Ich meine, hast du es denn mal ohne versucht? zB. nur mit Tabletten? Und Ernährungsumstellung/Bewegung, soweit möglich.
Schön, dass du soviel abgenommen hast. Ich möchte ja auch nur sagen, dass Insulin oft zu früh und ohne Alternativen reingedrückt wird. Ich habe das bei fast allen Ärzten so erlebt.
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
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am 18.02.2024 12:13:06 | IP (Hash): 426457895
Nada schrieb:
Ich meine, hast du es denn mal ohne versucht? zB. nur mit Tabletten? Und Ernährungsumstellung/Bewegung, soweit möglich.
Seit einigen Jahren intensivere Bewegung über den Tag verteilt 2-3 Stunden. Essen von Monate HCLF nach Barnard bis Jahre LCHF ketogen mit nun seit Jahren LC und recht konstantem Gewicht bei 67 kg auf 170 cm Länge.
Mit allen Ernährungsformen gleicher Gesamtbedarf an Insulin pro Tag mit dem BZ wenigstens 20 von 24 Stunden im völlig gesunden Bereich und HbA1c unter 5,5.
Was könnte aus deiner Sicht für mich besser werden, wenn ich etwas anderes als Insulin nehmen würde?
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
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am 18.02.2024 14:00:24 | IP (Hash): 229843331
Bitte setzt den Beitrag von Herrn Dr. Riedel nicht absolut.
Im Prinzip hat er sicher Recht. Gleichwohl kann die Gabe von Insulin nach der Diagnose Typ 2 sinnvoll sein.
Ich kann da nur mich selber sehen. Ich wurde am 08.11.23 auf Grund eines Autounfalls ins Krankenhaus eingeliefert. Es lag eine leichte Milzruptur vor. Muss beoabachtet werden und Schonung ist angesagt. Für mich viel einschneidender: Bei mir wurde ein Blutzucker von 440 und ein HbA1c-Wert von 12,8% festgestellt. Im Krankenhaus gab es dann 4 mal am Tag Inuslin. Nach der Entlassung bin ich dann zu einem Kollegen gegangen, der der eine Ausbildung als Diabetologe erfolgreich abgeschlossen hat. Wir waren uns einig, dass ich zunächst weiterhin Insulin spritze (3 mal täglich vor den Mahlzeiten Apidra und einmal Abends Lantus (das Klinikum hatte 02:00 Uhr als Zeitpunkt vorgeschlage; wir haben uns auf 22:00 Uhr geeinigt). Von vornherein war klar, dass das Insulin nur übergangsweise gespritzt wird, um den sehr hohen Blutzucker auszugleichen. Ich habe dann sofort die Ernährung komplett umgestellt und noch im November 2 mal 2 Tage Haferkur eingeschoben. Bei der Kontrolluntersuchung am 01.12.23 waren wir uns einig, das Apidra vollständig abzusetzen, das Lantus beizubehalten und Metformin (zunächst 2*500 mg täglich, dann 1*500 mg und 1*1000 mg täglich und dann 2 *1000 mg täglich einzuschleichen. Der Blutzucker hat sich insgesamt auf einem recht niedrigen Stand stabilisiert (Nüchternzucker praktisch über den gesamten Dezember unter 100). Nach einer Kontrolluntersuchung, Ende Dezember 2023 wurde dann das Lantus ebenfalls abgesetzt.
Ich habe inzwischen 10 KG abgenommen. Und meine Blutzuckerwerte bewegen sich auf Normalniveau. Ende Januar 2024 wurde ein Blutbild angefertigt. Mein HbA1c lag bei 6,6%. Damit bin ich zufrieden. Mein Diabetologe auch. Inzwischen habe ich auch deutlich mehr Bewegung in meinen Alltag eingebaut. Und fühle mich damit sehr wohl.
Bei Fällen wie meinem geht es am Anfang darum, den Blutzucker so schnell wie möglich zu senken. Da kann Insulin durchaus sinnvoll sein. Danach muss man allerdings in der Behandlung weitergehen und es eben nicht beim Insulin belassen.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 18.02.2024 14:10:00 | IP (Hash): 642017967
Hallo Thomas,
da gebe ich dir natürlich Recht - in solchen Fällen macht Insulin Sinn.
Du hast scheint´s auch einen guten Berater an der Hand. Das ist schön :-).
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
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am 18.02.2024 16:51:35 | IP (Hash): 761028627
Nada schrieb:
Hallo Rainer, er redet nur von modernen Medikamenten. Namen nennt er nicht.
Du meinst, wenn er um den heißen Brei herum redet und die Abnehmspritze nicht als GLP1-Rezeptoragonisten, sondern nur als modernes Medikament zum Abnehmen bezeichnet, dann ist das für dich in Ordnung?
Ich weiß, dass du ein gestörtes Verhältnis zu Insulin hast. Insulin ist und bleibt, sinnvoll angewendet, ein äußerst wertvolles Medikament. Ich möchte meine Therapie - LC Ernährung und Unterstützung mit Basalinsulin - wirklich nicht ändern. Diese Therapie ist für mich leicht anzuwenden, nebenwirkungsarm, gesunderhaltend und bereit viele Jahre lang erfolgreich.
Ich gebe dirrecht, dass Insulin häufig bereits verschrieben werden, wenn die Patienten andere Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft haben.Das gilt aber genauso für alle anderen Diabetesmedikamente, also auch für die Tabletten und natürlich auch besonders für die Abnehmspritze.
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 19.02.2024 15:48:14. Grund: BBCodes -
am 18.02.2024 17:06:46 | IP (Hash): 426457895
Thomas_Dt schrieb:
Mein HbA1c lag bei 6,6%. Damit bin ich zufrieden. Mein Diabetologe auch.
Mit HbA1c 6,6 wäre meine Diabetologin auch zufrieden. Die um 100 Einheiten Insulin am Tag, die ich(!) dafür brauchen würde, würde sie für sehr viel normaler halten, als die 30-40, die ich seit Jahren für ebenfalls völlig unnormal HbA1c unter 5,5 brauche.
Bislang weiß ich von keinem Fall mit um 6,6 über mehrere Jahre ohne Zuckermedis, allerdings von einem in der Familie schon seit über 20 Jahren erstaunlich stabil mit nur leichter Medikation (Velmetia).
Daumendrück für dein gutes Gelingen mit vielen Jahren um 6,6 ohne Medis - als erster, von dem ich dann weiß :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
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am 19.02.2024 15:45:41 | IP (Hash): 229843331
Ich hatte ja geschrieben: Ich nehme 2 mal täglich Metformin. Aber eben kein Insulin mehr.
Und ich habe deutlich mehr Bewegung ins Leben eingebaut und werde das in den nächsten Monaten noch intensivieren.
Ich bin allerdings auch in der glücklichen Lage, dass meine Bauchspeicheldrüse genügend Insulin produziert, soweit ich die Ernährung anpasse und die Insulinresistenz der Zellen überwunden wird.
Was in der Zukunft ist, wird man sehen müssen. Zu berücksichtigen ist, dass meine Bauchspeicheldrüse über lange Zeit vermutlich sehr viel Insulin hat produzieren müssen, um den Blutzucker in Grenzen zu halten. Was passieren kann: Die Inselzellen können irgendwann erschöpfen. Die Folge wäre eine rückläufige Insulienproduktion. Dann kann es dazu kommen, dass ich irgendwann auch Insulin zur Ergänzung spritzen muss.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 22.02.2024 10:49:29 | IP (Hash): 226010363
Gegen die These, dass Krankenkassen lieber Insulin verordnen lassen als das teure Ozempic/Trulicitiy spricht ein wenig die Tatsache, dass insulinpflichtigen Diabetikern ja ein Freeystle libre zusteht, was ja nun auch erhebliche Kosten verursacht. -
am 22.02.2024 12:09:25 | IP (Hash): 1416118709
Hape schrieb:
Gegen die These, dass Krankenkassen lieber Insulin verordnen lassen als das teure Ozempic/Trulicitiy spricht ein wenig die Tatsache, dass insulinpflichtigen Diabetikern ja ein Freeystle libre zusteht, was ja nun auch erhebliche Kosten verursacht.
Wer richig und ernsthaft an Diabetes erkrankt ist und Insulin braucht, kann noch glücklüch sein, dass in Deutschland noch nicht nur nach Kosten/Nutzen Behandelt wird, trotzdem es manchmal so erscheint.
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Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten. -
am 22.02.2024 14:45:44 | IP (Hash): 380288994
Ich finde, Thomas hat das sehr gut beschrieben, wann Insulin sinnvoll ist. Aber das ist eben auch der Punkt: Ist es in jedem Fall sinnvoll? Nada hat ihre Erlebnisse ja beschrieben. Da fand ich die Reaktion der Ärzte unmöglich. Und wir wissen ja auch, dass Insulinpatienten den Krankenkassen mehr einbringen als Nicht-Insulinpatienten. Also so ganz uneigennützig ist das alles nicht.
In Deutschland wird viel zu viel Insulin verschrieben, wie Vergleiche mit anderen Ländern zeigen. Und das hat bestimmt Gründe, die nicht unbedingt im Patienten liegen. Die meisten Leute brauchen kein Insulin, sondern nur ein gesundes Gewicht und eine gesunde Lebensführung. Aber das bringt natürlich den Pharma-Konzernen nichts ein.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.02.2024 03:34:10 | IP (Hash): 642017967
Noch ein "Netzfund", Zitat aus einem Buch von Dr. Strunz:
"Bei einer No-Carb-Ernährung werden einfach aufgebaute Kohlenhydrate, wie sie vor allem in Brot, Süßigkeiten, Zucker, Pasta,Pizza, Reis und Kartoffeln vorkommen, gestrichen. Dadurch pendelt sich der Blutzucker auf einem niedrigen Niveau ein, der Insulinspiegel bleibt im Zuge dessen ebenfalls niedrig. Entzündungsreaktionen nehmen ab, der Blutdruck sinkt, Mitochondrien heilen, die Energieherstellung funktioniert wieder, das Nervensystem entspannt. Beste Voraussetzung für eine effektive Heilung oder zur Vorbeugung chronischer Erkrankungen.
Durch Sport wird vermehrt Glucose in die Muskelzellen transportiert, allerdings losgelöst vom Signal, welches Insulin normalerweise für den Glucosetransport gibt. Mit Sport können Sie daher sehr schnell und effektiv Ihren Blutzucker senken. Der Insulinspiegel wird daraufhin ebenfalls sinken. Sport erhöht zudem die Sensitivität der Zellen gegenüber Insulin und wirkt somit einer Insulinresistenz entgegen."
PS: Er meint eher Low-Carb, wie er vorher im Buch erklärt. Weil Gemüse ja auch Carbs enthält.
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
Bearbeitet von User am 23.02.2024 04:20:51. Grund: ... -
am 23.02.2024 10:30:14 | IP (Hash): 1000171313
Kelly schrieb:
Und wir wissen ja auch, dass Insulinpatienten den Krankenkassen mehr einbringen als Nicht-Insulinpatienten. Also so ganz uneigennützig ist das alles nicht.
Sorry, das verstehe ich nicht...kannst du das bitte erklären... -
am 24.02.2024 11:39:25 | IP (Hash): 7432821
hjt_Jürgen schrieb:
mit nun seit Jahren LC und recht konstantem Gewicht bei 67 kg auf 170 cm Länge.
Das finde ich extrem interessant. Weil man meistens dicke Diabetiker sieht, die ständig zunehmen und nichts dagegen tun können. Wegen des Insulins. Aber Du hast eine Möglichkeit gefunden, diese unvereinbar erscheinenden Dinge zu vereinen. Insulin und trotzdem schlank mit Typ 2. -
am 24.02.2024 12:02:14 | IP (Hash): 296646206
Zuckerle schrieb:
Sorry, das verstehe ich nicht...kannst du das bitte erklären...
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/risikostrukturausgleich ist der Weg dazu. Im Prinzip geht ein Anteil der Kassenbeiträge in einen Gemeinschaftstopf, und aus dem bedient sich jede Kasse nach den Krankheiten ihrer Versicherten. Dabei bringt ein Mensch mit Typ 2 seiner Versicherung weniger als ein in ein DMP eingeschriebener mit Typ 2, und noch mehr bringt ein INSULINER.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 24.02.2024 13:12:38 | IP (Hash): 296646206
Kelly schrieb:
Weil man meistens dicke Diabetiker sieht, die ständig zunehmen und nichts dagegen tun können. Wegen des Insulins. Aber Du hast eine Möglichkeit gefunden, diese unvereinbar erscheinenden Dinge zu vereinen. Insulin und trotzdem schlank mit Typ 2.
Das ist aus meiner heutigen Sicht völlig normal:
Mit Insulin nehmen wir zwangsläufig zu, wenn wir das zum sogenannten “Abspritzen” im normalen Behandlungsbereich um HbA1c 7 nutzen. Dabei ist der mit den Jahren zunehmende Insulinbedarf auch dann normal, wenn man sein Gewicht halten kann. Die Gewichtszunahme gilt dagegen in diesem Rahmen auch fachmedizinisch als völlig normal.
Ich habe mit vorrangig Essen & Bewegen meinen BZ mit dem dann noch dafür notwendigen Minimum an Insulin um die 20 Jahre im völlig gesunden Bereich gehalten. Gegen jeden ärztlichen und fachärztlichen Rat!
Und schließlich habe ich mit Taylor dieses Minimum noch einmal um gut die Hälfte reduzieren und danach(!) von 96 kg auf inzwischen 67 abschmelzen können.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 24.02.2024 15:39:49 | IP (Hash): 7432821
Auch wenn Du sagst, dass es völlig normal ist, wissen wir doch, dass es für die meisten auch heute noch nicht normal ist. Ich sehe hauptsächlich schwer übergewichtige Diabetiker vom Typ 2, nicht das Gegenteil. Was mich nur wundert ist, dass Du überhaupt noch Diabetes hast bei all dem, was Du geschafft hast. Dass Du überhaupt noch Insulin spritzt.
Bearbeitet von User am 24.02.2024 15:40:24. Grund: Korrektur -
am 24.02.2024 16:45:01 | IP (Hash): 671609326
Noch einmal ausdrücklich:
Der Typ 2 Diabetes ist gewichtsmäßig am einfachsten damit erklärt, dass er immer dann einschaltet, wenn die Obergrenze vom Typ-2-mäßig persönlich(!) gesunden Gewicht überschritten wird. Bei der einen ist das bei BMI 20 und beim anderen bei BMI 45. 1 von 5 von den über 5.000 Menschen, die mit ihrem T2D an der ersten großen Typ 2 Studie in GB (1985-1995) teilgenommen haben, an der UKPDS, hatte BMI unter 25!
Eine ordentliche ärztliche Anleitung zum Typ-2-mäßig persönlich(!) gesunden Gewicht gibt es nicht und wird es auch in D auf absehbare Zeit nicht geben. Das war die eindeutige Aussage zu Prof Taylor auf der 2023 Herbsttagung der DDG. Seine Erkenntnisse wurden zwar voll bestätigt, aber für praktisch irrelevant befunden, weil mit den Patienten nicht umsetzbar.
Da helfen auch die Ernährungs-Docs und ähnliche nur begrenzt weiter, weil sie ihre Aufgabe mit BMI 24,9 erfüllt sehen :(
Meine komplette Remission hatte ich Sommer/Herbst 1991 mit HbA1c um 5,5 ohne Medis mit völlig normalem Essen, kein bisschen LC. Aber damals galt eine Remission als völlig unmöglich, denn auch beim Typ 2 verabschiedeten sich die Betas bis um 8-10 Jahre nach der Diagnosereife mit dem sogenannten Sekundärversagen. Und damit wurde Typ 2 insulinpflichtig, also praktisch zu Typ 1.
Wg einer Bauchoperation hatte ich damals mit vielen Ärzten zu tun, und die haben mich alle beschworen, meinen BZ wieder auf diabetisch gesunde HbA1c 7 rauf zu essen. Und wo ich damals noch keine eigene Diabetes-Ahnung hatte, hab ich’s halt gemacht und die Vorgabe ab Februar/März 92 eben eingehalten.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 24.02.2024 20:04:23 | IP (Hash): 226010363
Ich habe es immer noch nicht verstanden, weswegen Krankenkassen an einer Insulintherapie interessiert sein sollen, Dann dann kommen doch die Kosten für den FreeStyle-Libre hinzu.
Sind denn die Tagesbehandlungskosten für
a) einen GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Ozempic/Trulicity
höher als die Kosten für
b) Insulin plus(!) FreeStyle Libre 3 ?
Lg Hape
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am 24.02.2024 20:17:14 | IP (Hash): 296646206
In unserem medizinischen System geht es hinter den Kulissen nirgendwo um Einzel- oder Tagesabrechnungen, sondern um Fall-Pauschalen. Und die sind für INSULINER so großzügig bemessen, dass dabei sogar mit Libre noch was übrig bleibt. Schließlich wollen die Mitarbeitenden der Kassen ja alle ein gutes Ein- und Auskommen haben, und wenigstens die regionalen Zentren der Kassen sehen ja keineswegs bescheiden aus ;)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 25.02.2024 08:00:25 | IP (Hash): 1511128242
hjt_Jürgen schrieb:
Meine komplette Remission hatte ich Sommer/Herbst 1991 mit HbA1c um 5,5 ohne Medis mit völlig normalem Essen, kein bisschen LC. (...) Und wo ich damals noch keine eigene Diabetes-Ahnung hatte, hab ich’s halt gemacht und die Vorgabe ab Februar/März 92 eben eingehalten.
Und auch später, als Du dann Ahnung hattest, hast Du es nie wieder versucht? Warst Du gar nicht neugierig, ob es auch ohne Insulin geht? -
am 25.02.2024 10:43:52 | IP (Hash): 527468600
Hape schrieb:
b) Insulin plus(!) FreeStyle libre 3 ?
Insulin reicht nicht für ein Libre... Es MUSS ICT sein...
hjt_Jürgen schrieb:
Und die sind für INSULINER so großzügig bemessen, dass dabei sogar mit Libre noch was übrig bleibt.
HMG015: Diabetes mit multiplen Manifestationen oder Ketoazidose
Bewertung 2019 in Euro 1.508,52 €
HMG016: Diabetes mit Krankheitserscheinungen der Nieren, Nerven, der peripheren Gefäße oder anderen näher bezeichneten Komplikationen
Bewertung 2019 in Euro: 945,74 €
HMG017: Diabetes mit Manifestationen am Auge oder anderen nicht näher bezeichneten Komplikationen
Bewertung 2019 in Euro: 644,51 €
HMG018: Kinder mit Diabetes mellitus Typ 1 unter 12 Jahre
Bewertung 2019 in Euro: 6.566,22 €
HMG019: Diabetes ohne Komplikationen
Bewertung 2019 in Euro: 362,78 €
HMG020: Insulintherapie
Bewertung 2019 in Euro: 2.439,98 €
HMG020 reicht (hat 2019 gereicht) mit Rabatten wahrscheinlich gerade so für Insulin plus Libre würde ich mal vermute. Andere CGMS sind teurer...
Andere Medikamente fallen zwar evtl. teilweise weg, aber dafür kommen Nadeln, Teststreifen, Lanzetten wiederum dazu.
Viel bleibt da sicherlich nicht übrig...
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juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
Bearbeitet von User am 25.02.2024 14:20:47. Grund: Korrektur -
am 25.02.2024 11:30:02 | IP (Hash): 109093689
Kelly schrieb:
Und auch später, als Du dann Ahnung hattest, hast Du es nie wieder versucht? Warst Du gar nicht neugierig, ob es auch ohne Insulin geht?
Worauf neugierig? Dass meine Betas alle absterben würden, hatte ich ja noch in 91 gekauft. Dazu in 98 den Beweis, weil sich der HbA1c mit Tabletten ja nicht mehr unter 8 halten ließ. Und der wurde ja direkt durch um 140 Einheiten Insulin insgesamt unterstrichen, die ich da mit den ärztlich angesagten 4+4+4 BE für wieder HbA1c um 7 brauchte. Ok, die hab ich dann nach der Jahrtausendwende mit der Absenkung des alltäglichen BZ-Verlaufs auf völlig gesund und HbA1c unter 5,5 auf 80-90 Einheiten verringert, aber aus der Verringerung nur geschlossen, dass weniger BZ weniger Insulin erfordert.
Ein bisschen neugierig hat mich erst Taylor vor inzwischen um 10 Jahren gemacht. Nur ein bisschen deswegen, weil mein Typ 2 da ja schon deutlich über 20 Jahre alt war. Und dann hab ich irgendwann vor so um 8 Jahren doch mal mit der Newcastle Diät angefangen (hatte mit grippalem Infekt schon 2 Tage nichts essen mögen) - und nach 8 Tagen von einem Tag auf den anderen vom Basal-Insulin nur noch 1 Viertel gebraucht! In der Woche hatte ich ja vergleichsweise nix abgenommen. Also hab ich in der Spur weitergemacht und immer gehofft, dass da noch mehr zu gewinnen ginge, aber ging nicht: meine pro KH notwendige Menge an Insulin wollte sich nicht verringern.
ABER schon bis dahin wäre ich nicht ohne viel Neugier und gezielt systematisches Messen gekommen. Denn am HbA1c hat sich ja seit 2002 nix geändert. Und die meiste von all der Messerei hätte ich mir ohne Insulin gar nicht leisten können, denn ohne Insulin hätte ich die alle selbst bezahlen müssen.
Und das Spiel geht zwar langsam, aber immer noch weiter. Inzwischen bin ich bei der Hälfte vom Basal-Viertel, und ein bisschen scheint sich auch noch beim Bedarf pro KH zu bewegen. Schaumama :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 25.02.2024 14:33:34 | IP (Hash): 1511128242
Das klingt doch super! 👍 Ich frage nur deshalb, weil Jason Fung ja von einigen seiner eigenen Patienten erzählt (die er selbst auch noch falsch mit Insulin behandelt hat, als er es noch nicht besser wusste), dass sie ihr Insulin völlig absetzen konnten. Aber natürlich nicht alle. Das hat er auch gesagt. Aber Du wärst bestimmt sein Lieblingspatient. 😉 -
am 25.02.2024 14:57:52 | IP (Hash): 109093689
Das kann ich nicht glauben. Von Herrn Fung hab ich schon vor vielen Jahren zu lesen angefangen, als es noch keine Foren usw gabm, sondern Newsgroups, und als man dafür noch einen Newsgroup-Reader brauchte. Und beim Herrn Fung wäre ich noch lange nicht bei HbA1c 5,5 und besser und würde da wahrscheinlich auch nie hin kommen.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 26.02.2024 07:51:18 | IP (Hash): 1202005503
hjt_Jürgen schrieb:
Meine komplette Remission hatte ich Sommer/Herbst 1991 mit HbA1c um 5,5 ohne Medis mit völlig normalem Essen, kein bisschen LC. ...
Wg einer Bauchoperation hatte ich damals mit vielen Ärzten zu tun, und die haben mich alle beschworen, meinen BZ wieder auf diabetisch gesunde HbA1c 7 rauf zu essen. Und wo ich damals noch keine eigene Diabetes-Ahnung hatte, hab ich’s halt gemacht und die Vorgabe ab Februar/März 92 eben eingehalten.
Meinst du, wenn du dem ärztlichen Rat damals nicht gefölgt währst, würdest du noch heute ohne Insulin und/oder Medizin auskommen? -
am 26.02.2024 09:26:13 | IP (Hash): 1619131102
r2d2 schrieb:
Meinst du, wenn du dem ärztlichen Rat damals nicht gefölgt währst, würdest du noch heute ohne Insulin und/oder Medizin auskommen?
Im Prinzip JA, tatsächlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit NEIN.
Nein, weil ich damals noch keinen Schimmer vom inzwischen angesammelten Diabetes-Wissen hatte und die Geschichte vom Sekundärversagen wirklich geglaubt hab. Weil ich damals keine Ahnung von der Spur mit dem ausgeschalteten Diabetes hatte, hätte ich wahrscheinlich nach ein paar Monaten gedacht, "Diabetes wech", und wäre bestimmt nicht drin geblieben.
Mit dem Wissen von heute ist die Spur recht einfach und zeitlich unbegrenzt zu halten. Man muss nur reinfinden bzw. zielgerichtet dazu angeleitet werden.
Dass die D-Ärzteschaft diese Möglichkeit verweigert und praktisch nur den progredienten Verlauf "einstellt", halte ich für absolut unverantwortlich.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
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