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Angst um meinen Dad!

  • Steffi

    Rang: Gast
    am 26.05.2008 21:34:40
    Hallo ihr Lieben,

    ich habe wahnsinnige Angst um meinen Vater. Er ist am Freitag wegen seinem Diabetes umgekippt, war 5 Stunden bewusstlos und liegt (nur noch heute) auf der Intensivstation. Er kümmert sich nicht wirklich um sein Diabetes, hat noch nie eine Schulung besucht, war noch nie auf Reha, geht nicht regelmäßig zum Arzt (und wenn dann nur Hausarzt), isst was er will und achtet nicht darauf was er darf und was nicht. Er hat auch nicht gerade den besten Job: Lkw-Fahrer im Fernfehrkehr. Keine Bewegung, gar nichts. Wenn etwas isst, dann schaut er nicht, wieviel es ist, er schätzt nichtmal die BE. Er spritzt immer nur und denkt das reicht. Wenn er weg geht hat er auch keinen Traubenzucker dabei. Wenn ich dabei bin nehme ich den immer mit, habs schon oft erlebt, dass er den brauchte.

    Ich meine, ich verstehe ja, dass das alles lästig ist. Ständig messen, immer aufpassen. Ich kann ihm das wirklich nachfühlen, dennhabe Asthma, das lange nicht unter Kontrolle zu kriegen war, viele schwere Anfälle. Ich muss auch täglich mehrmals (bis zu 6 mal) Lungenfunktion messen, dann meine Medikamente nehmen, immer mehrere Notfallmedikamente mit dabei haben, denn mit 1 Spray ist es nicht getan, wenn man wirklich einen schweren Anfall hat etc. Ich habe auch erst verstehen müssen, dass ich nunmal nicht so kann wie andere und dass ich verzichten muss. Mir fällt es auch schwer zu sagen: "Leute sorry, aber ich kann da nicht rein, es wird geraucht" oder "Sorry, ich kann nicht mit mir gehts schon wieder schlecht bzw bin schon wieder krank". Aber er macht mir wirklich Angst. Seine Mutter hat wegen diesem Verhalten erst die Beine über dem Knie abgenommen bekommen und ist schließlich gestorben, weil die Durchblutung überhaupt nicht mehr funktioniert hat. Ironischerweise ist heute ihr 5. Todestag.

    Bitte helft mir, wie mach ich ihm klar, dass das so nicht weiter geht?

    Liebe Grüße

    Eve
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 26.05.2008 22:04:33
    hallo eve,
    leider muß ich dir sagen daß dein vater durch sein verantwortungsloses verhalten, "uns" alle in die pfanne haut. denn wenn was passiert heißt es nicht der mann war verantwortungslos und hat scheiße gebaut . sondern ein diabetiker hat einen unfall gebaut, und dann bekommen wir alle wieder was übergestülpt.
    vom gesetzgeber her "darf" dein vater als insulinspritzender dmler "überhaupt" keinen lkw fahren. (nur durch den nachweis "besonderer" zuverlässigkeit, die nicht gegeben ist)
    und ich sage ganz direkt, für mich dürfte er überhaupt kein kfz mehr fahren..
    denn er ist eine gafahr für alle.
    du hast angst um deinen vater, ich habe angst um die eventuellen opfer.
    sorry klingt etwas brutal aber unfälle sind immer brutal
    mfg. klaus von klausdn
  • Steffi

    Rang: Gast
    am 26.05.2008 23:11:07
    Hallo,

    ja das hab ich meinem Dad auch immer wieder erzählt. Mein Dad hat seit 15 Jahren Diabetes und muss sich alle 3 Jahre zu einer Art Zulassungsstelle um sich überprüfen zu lassen und war erst vor 1 Jahr. Er fährt also legal.

    Er ist auch nicht während dem Fahren umgekippt, sondern während körperlicher Betätigung. Also beim Abladen.

    Ich weiß, was alles passieren kann... aber ich möchte wissen, was ich tun kann, damit IHM das klar wird.

    Ich habe große Angst um ihn. Und auch um meine Zukunft. Sollte er seinen Job nicht mehr machen können, dann müsste ich jetzt, 1 Jahr vor meinem Abitur, die Schule abbrechen. Meine Mutter kann seit diesem Jahr nämlich auch nicht mehr arbeiten. Ich muss, um das Abitur machen zu dürfen, ein Internat besuchen, da bei uns die Schulen zu weit weg sind. Das Internat wird größtenteils zwar vom Staat finanziert, eben weil ich keine andere Chance habe, aber meine Eltern können die Schule nicht zahlen. Es hängt so viel dran... und er versteht es einfach nicht. Ich sag es ihm immer und immer wieder, grad weil ich weiß, wie es ist chronisch krank zu sein.

    Aber wie mach ich ihm das klar? Ich weiß mit seiner Krankheit genauso wenig umzugehen, wie er mit meiner. Ich weiß nur, dass man eine chronische Krankheit nur in Griff bekommt, wenn man Experte über diese wird. Ich bin es über die meine, aber er weiß über seine nichts...

    Hilfe

    Eve
  • Thomas

    Rang: Gast
    am 26.05.2008 23:32:34
    Hallo Eve,

    vorweg, möchte ich mich für Klaus seine dämliche Bemerkung entschuldigen. Klaus ist ein armes Würstchen das nicht mehr viel Freude am Leben hat.

    Deinem Dad zu helfen wird schwierig! Es gibt viele Diabetiker die ihren DM nicht anerkennen und sich dafür schämen. Was er braucht, ist einen guten Diabetologen, eine gute Schulung und eventuell eine Therapie. Es gibt gute Psychologen die sich auf Diabetes spezialisiert haben. Allerdings muss dein Vater die Hilfe wollen und seinen Diabetes akzeptieren.

    Ich kenne das Thema zu genüge von einer Bekannten, Typ1. Drei mal innerhalb eines Jahres auf die Intensivstation. Auch sie konnte sich mit Ihrem Diabetes nicht abfinden.

    Als Kraftfahrer sollte deinem Vater seine Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer wichtig sein. Vielleicht findet nach dem Vorfall jetzt ein umdenken seitens deines Vaters statt.

    Gruss Thomas
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 26.05.2008 23:49:27
    ja wie immer unser troll,
    nur blödsinn verbreiten
    - nftt -
    von klausdn
  • Steffi

    Rang: Gast
    am 27.05.2008 00:17:56
    Wer ist ein Troll? Ich hoffe ihr meint nicht mich damit...

    @ Thomas,

    ich habe in einem Forum für Mobbingopfer einen Moderationsposten. Komme also mit sehr vielen Leuten in Kontakt. Du musst dich nicht entschuldigen, ich habe es gelernt aus Forenbeiträge mir die Informationen herauszusuchen, die ich für wichtig erachte. Aber in Klaus´ Beitrag konnte ich jetzt nichts finden, was meine Frage beantwortet hätte... leider.

    Zum Psychologen wird mein Vater wohl kaum gehen. Er geht ja nichtmal regelmäßig zum Arzt. Er hat doch schon seine Mutter wegen so einem Mist verloren. Macht es aber nicht besser...

    Naja, ich werd dann wohl nochmal mit ihm reden müssen... wie immer. Es hängt ja so viel daran.

    Liebe Grüße

    Steffi
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 27.05.2008 01:10:15
    eigentlich schade daß du nichts aus meinem beitrag entnehmen konntest.
    denn so leid es mir für dich tut , ein diabetiker ohne einsicht daß er wissen muß was er tut(schulung)
    ohne wissen um das insulin und seine wirkung, ohne kontrolle seiner werte.
    gehört nicht hinter das steuer eines kfz.
    und der troll wäre der erste und lauteste schreier wenn er der unfallgegner deines vaters wäre.
    deshalb muß jemand deinem vater die gefahr die er darstellt klarmachen.
    vor allem da dein vater t 2 ist und es inzwischen ja auch zb byetta , und anderes gibt wo die hypogefahr wesentlich geringer ist.
    hier auf dem forum gibt es wenn du etwas suchst , da der chef rechtanwalt ist, einige sehr aussagekräftige sachen zu insulin und führerschein.
    besonders lkw.
    mfg. klaus
    von klausdn
  • Thomas

    Rang: Gast
    am 27.05.2008 01:22:35
    Hallo Steffi,

    keine Angst, mit Troll meint Klaus mich! Das dir Klaus mit seinem Beitrag nicht helfen konnte ist nichts neues, aber lassen wir das.

    Dein Vater kann sich nur selber helfen! Glaube mir, er hat seine Krankheit nicht akzeptiert, ich kenne so was. Wenn du jetzt mit der Tür ins Haus fällst kannst Du alles noch viel schlimmer machen.
    Eine gute Schulung in einer speziellen Klinik ist sicher ein guter Ansatz. Aber dein Vater muss es wollen und erst dann wird er sich auch um den Diabetes kümmern.

    Gruss Thomas
  • Steffi

    Rang: Gast
    am 27.05.2008 01:32:51
    Hallo Klaus,

    ich habe nicht gesagt, dass ich aus deinem Beitrag nichts entnehmen konnte. Ich sagte lediglich, dass meine Frage mit deinem Beitrag nicht beantwortet wurde. Ich will wissen, wie ich ihm helfen kann.

    Und bitte, schau doch, ich weiß, dass er nicht wirklich hinter das Steuer gehört, aber was soll er denn sonst machen? Er hat doch weder einen Schulabschluss noch eine Lehre. Er hatte einen Beruf gelernt, aber die Lehre musste er abbrechen, weil er eine allergie bekommen hat. Daraufhin musste er zum Bund. Seither ist er Lkw-Fahrer. Meine Familie lebt am Existenzminimum. Die Firma meines Dads ist insolvent. Meine Mutter wurde mit reingezogen. Seit einem Unfall darf sie nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten, ist angeblich arbeitsfähig aber kann nicht laufen, nicht stehen, nicht lange Sitze, nicht mit dem Fahrrad fahren gar nichts. Wenn Papa jetzt auch nicht mehr kann, dann haben wir richtig Probleme. Wir sind 3 Kinder. Meine jüngeren Geschwister (Zwillinge) arbeiten zwar schon, aber als Lehrling verdient man nunmal nicht viel. Es ist einfach nicht so leicht.. Papas Augen sind noch in Ordnung, die Beine auch. Ich habe nur Angst, dass das sich ändert, wenn er so weiter macht.Oder davor, dass das wirklich mal passiert, wenn er fährt. Sein Diabetes ist ja eigentlich nur durch gute Ernährung in Griff zu kriegen. Wenn Mama darauf achtet, dass geht das alles. Aber er selber ist in der Beziehung wie ein Kind. Nicht die Krankheit ist das Problem, die disziplin und das Wissen fehlen. Bitte sagt mir doch, wie ich ihm helfen kann besser aufzupassen. Ich bin erst 19 Jahre alt und kann langsam nicht mehr, weil ständig irgendetwas schief läuft. Vor 3 Monaten noch konnte ich nirgendwo hin ohne einen schweren Asthmaanfall zu bekommen. Ich denke Asthma ist genauso viel Aufwand wie Diabetes. Er dachte immer, ich sei mit meiner Krankheit überfordert, dabei überfordert mich die tatsache, dass er genau an mir gesehen hat, was passiert, wenn man schludert und selber macht er es aber.

    Wie bringe ich ihm bei, dass das so nicht gehen kann???
  • Ojima

    Rang: Gast
    am 27.05.2008 02:30:48
    Hi,
    Dein Engagement ist super, ...leider wirst Du allein es nicht schaffen. Du mußt Dir Verbündete suchen....seinen Hausarzt oder Diadoc....wenn Du Dich traust: rufe bei Hilfsorganisatioen für Suchtkranke an....die haben vielleicht Tip`s für Dich im Umgang mit Uneinsichtigen (Suchtkranke benehmen sich auch wie Dein Dad....sie ignorieren ihre Probleme...), frag`bei der Caritas, Diakonie oder Sonstiges um Hilfe...irgendeiner hat immer einen Plan oder Anregungen.....
    Welche Rolle hat eigentlich Deine Mutter?
    Kann Sie Deinem Dad nicht auf die Füsse treten? Denkt mal darüber nach....aber, ich glaube, dein Vater wird eher Rat von Außenstehenden annehmen, als von euch, so verliert er weniger sein Gesicht und die Achtung von euch....glaubt er.....
    Viel Erfolg
    liebe Grüße Ojima