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Langzeitwert oder Time in Range?
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am 29.04.2024 19:56:41 | IP (Hash): 1985623866
Aktuell ist mein Langzeitwert etwas angestiegen (von 6,1 auf 6,4). Dafür hat sich die „Zeit in Bereichen“ von 75% auf 82% verbessert bei einer Skala von 70-180. Mein Arzt achtet immer nur auf den HbA1c. Wie seht ihr das, was hat für euch mehr Bedeutung? -
am 30.04.2024 09:40:16 | IP (Hash): 948725520
Hallo Helge...sorry, ich verstehe dein Posting nicht. Was genau meinst du denn mit "Zeit in Bereichen" von 75% auf 82% verbessert bei einer Skala von 70-180? -
am 30.04.2024 10:12:33 | IP (Hash): 880573436
Hallo,
das bezieht sich wohl auf den Wert den die Libre App ausgibt. Die 82% bedeuten das 82% der Zeit sich die Werte im Bereich zwischen 70 bis 180 mg bewegen. Oder auf die Zeit umgerechnet - das er jeden Tag 4 bis 5 Stunden sich eben ausserhalb dieser Spanne bewegt (drüber oder drunter).
Die beiden Werte, Hba1c und den TIR kann man nicht direkt miteinander vergleichen weil beide eine andere Aussage treffen.
Der Hba1c sagt eher etwas über den Durchschnitt aus aber kurze hohe Spitzen fallen da unter den Tisch und gehen kaum in die Bewertung ein.
Der TIR sagt wiederum wenig über den Durchschnitt aus. Theoretisch (nur rein theoretisch !) könnte man mit einem permanent zu hohen BZ trotzdem einen recht guten TIR erreichen. So etwas würde man aber im HbA1c sehen.
Man könnte dann in den einzelnen Tagesprofilen nachsehen wo und wann genau "der Schuh drückt". Ob diese Zeiten wo man die Grenzen verlässt nach den Mahlzeiten passieren oder eher nachts oder morgens - und dann das Essverhalten, die Pillen oder das Insulin anpassen um das zu optimieren.
70 bis 180 sind ein Standardwert, kann man in der App auf eigene Grenzen nach Bedarf einstellen.
DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 30.04.2024 11:48:35 | IP (Hash): 1985623866
Danke Gunter, auch für die Erläuterungen. Genau das ist es, was mich immer noch uMTReibt: ist es „besser“ ein paar höhere Spitzen in Kauf zu nehmen, dafür aber ggf einen niedrigeren Hba1c Wert? Oder einen optimalen TIR Wert, bei dem es dann aber sein kann, dass die Werte evtl länger in einem höheren Bereich liegen (aber eben nicht über 180)? -
am 30.04.2024 23:35:29 | IP (Hash): 1088795030
beides ist nicht gut, weder lange hohe Werte als öfters sehr hohe spitzen.
Ich habe mal gelesen - aber keine Ahnung ob das stimmt - das ständig erhöhte Werte eher die grösseren Gefäße schädigen. Wenn sich dann in den Schlagadern dort Plaque bildet oder so absondert dann kann es Schlaganfall, Herzinfarkt, Thrombosen oder so etwas geben.
Die kürzeren aber sehr hohen Spitzen sind wohl eher geeignet die kleineren Gefässe und Nerven zu schädigen - das betrifft dann z.b. die Augen, Nieren, Nerven usw.
Praktisch ist es natürlich auch so das das beides meist zusammen einhergeht und viele hohe Spitzen am Ende auch einen höheren Hba1c ergeben weil der BZ gar nicht mehr wirklich runterkommt zwischen zwei spitzen.
Ich würde versuchen nicht zu viele hohe Spitzen zu bekommen, auch wenn du es schaffst mit den Medis die schnell wieder einzudämmen - und der HbA1c das möglicherweise dann gar nicht anzeigt und der Arzt zufrieden ist - könnte es schon sein das du da trotzdem Schäden verursacht.