Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Diabetes mellitus Typ 2- Fühlen und allein gelassen
-
am 05.08.2024 05:02:32 | IP (Hash): 281725945
Moin Melly,
mir stellt sich die Frage, warum sich Dein Mann nicht um seine Gesundheit kümmert? Ist sie ihm nicht wichtig genug? Er muss einfach nur bei Google nachlesen, welches Gewicht bei 201 cm Körpergröße stimmig ist. Ist sein Gewicht im Normbereich, dann stimmen auch seine Diabetes Werte, ansonsten geht er langsam aber sicher kaputt.
https://www.personenwaage-online.de/idealgewicht/wie-schwer-sollte-man-sein-201-cm/
Ich bin da sehr direkt, weil alles andere kontraproduktiv ist. Will er leben, so muss er etwas tun.
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 05.08.2024 07:56:14 | IP (Hash): 1730959967
Guten Morgen und danke für eure klaren Worte
Natürlich will mein Mann leben. Er ist grundsätzlich auch bereit etwas zu ändern. Das passiert bei ihm in aller Regel- wenn es dann im Kopf erstmal angekommen ist- bei ihm auch sehr radikal.
Bei ihm ist diese Diagnose noch nicht wirklich angekommen. Bis zu seiner Blutvergiftung (ausgelöst durch einen Abszess) ging es ihm körperlich soweit gut. Gelegentlich Müdigkeit- ja. Brachte der Job schon mit sich (teilweise 12-14 Std). Zuhause Kernsanierung. Somit wenig Zeit sich wirklich auszuruhen. Auffällig für mich war zunächst vermehrtes Trinken. Aber solche Phasen gab es im Sommer bei Hitze immer wieder, grad weil er auch körperlich arbeitet. Die Leute Blutabnahme im September war diesbezüglich auch noch absolut unauffällig.
Er hat im letzten Jahr bereits ein paar Dinge geändert. So trank er jahrelang fast ausschließlich Cola und Energy- seit einem Jahr primär Wasser und hat damit bereits über 20 kg abgenommen.
Er ist also lernfähig- und ich denke, dass wir das jetzt auch bewältigt bekommen. Er braucht nur leider immer etwas länger, um zu verstehen. Er ist Typ „Macher“- weniger ein Theoretiker, der sich Sachen anliest. Der braucht jmd, der ihm sagt, was zu machen ist und in aller Regel macht er dann auch. Für mich halt problematisch, wenn dann ein Arzt bei diesen Werten sagt, er braucht nix ändern und soll nur abends keinen Eimer Nutella essen… -
am 05.08.2024 08:02:49 | IP (Hash): 1025185351
Mir ist noch etwas eingefallen. Vielleicht gibt es bei euch eine Selbsthilfegruppe. Ein Kontakt zu anderen Betroffenen könnten hilfreich sein.
Gruß Marion -
am 05.08.2024 08:30:13 | IP (Hash): 2112195232
Guten Morgen,
was der Arzt ihm da von dem Eimer Nutella erzählt hat ist grob fahrlässig und kontraproduktiv, es suggeriert ja das das nicht so schlimm ist und sozusagen ein halber Eimer Nutella noch okay wäre.
Wäre besser der Arzt hätte Kompetenz gehabt und ihm klar gesagt das er sofort von jeglichen Kohlenhydraten die Finger lassen soll, weitere 30 kilo abnehmen soll und ihm klargemacht das sein jetziger Zustand üble Folgen haben kann wenn sich das nicht schnell bessert.
Er müsste die ersten Auswirkungen eigentlich schon spüren, das kann bei ihm nicht unbemerkt bleiben aber auch Männer können das eine gewisse Zeit "tarnen" und eine Fitness vortäuschen die eigentlich schon gar nicht mehr da ist.
Wenn er das nicht schnellstrmöglich angeht wird er irgendwann keine Kraft mehr haben für Fernfahrten, Innenausbau und so etwas weil er sich fühlen wird wie ein halkbetrunkener 90jähriger und die Gedanken sich nur noch um Trinken, Klogehen und Schlafen drehen werden.
Irgendwann werden dann irreparable Spätfolgen auftreten.
Je schneller und je radikaler er dagehen ankämpft und sich behandeln lässt + Ernährung umstellt um so grösser ist die Chance den DM wieder ein Stück oder ganz zurückzudrehen und Spätfolgen zu vermeiden.
DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 05.08.2024 09:26:46 | IP (Hash): 1536009125
Naja...ich sehe das ein Bisschen anders. Ihr...respektive dein Mann...wurde nicht alleine gelassen. Er will nicht ins Krankenhaus, obwohl er in seiner Situation dorthin gehörte. Er wollte auch keine Krankmeldung, obwohl er in seiner Situation einfach keinen Schwertransporter zu fahren hat. Was soll ein Vertretungsarzt denn für einen Patienten tun, der alles verweigert?
Seine Situation ist besorgniserregend, der CRP-Wert mehr als sein Blutzuckerwerte. Übrigens, auch Antibiose kann den Blutzuckerwert gewaltig erhöhen.
Es ist wichtig, dass dein Mann sich die Zeit nimmt, sich um seine Gesundheit zu kümmern...und zwar er selbst, nicht du! Vielleicht sollte er auch mal auf den Arzt hören...
In diesem Sinne...alles Gute!2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.08.2024 11:46:43 | IP (Hash): 1730959967
Er tauscht sich inzwischen zumindest mit Kollegen aus, bei denen ebenfalls ein Typ2 Diabetes diagnostiziert wurde.
In ner Selbsthilfegruppe seh ich ihn leider eher weniger 😅 -
am 05.08.2024 11:55:54 | IP (Hash): 1730959967
@Zuckerle: er ist seitdem krankgeschrieben, damit auch die Behandlung der Abszesse abgeschlossen werden kann.
Der CRP ist dank Antibiotika wieder auf ein normales Maß runter.
Die Zuckerwerte sind VOR der Antibiose aufgetreten.
Und ja- da gab es auch vermehrtes trinken und grade nachts entsprechend viele Toilettengänge. Allerdings hatte er in der Vergangenheit bei Hitze öfter mal solche Phasen. Das nimmt man dann ohne weitere Begleiterscheinungen nicht wirklich ernst.
Es geht ihm aktuell den Umständen entsprechend immer noch gut. Er kann nachts wieder schlafen- was grade mit dem hohen Entzündungswert nicht möglich war, ist tagsüber wieder munter und bis auf dass er zwischendurch leichte Schweißausbrüche bekommt und gefühlt jede Std ein Hungergefühl soweit (fürs erste wieder) fit.
Es findet bei ihm auch ein Umdenken statt. Nur es braucht bei ihm halt Zeit. Und nen Arzt, der nicht wenigstens den Hinweis gibt, auf diverse Dinge künftig zu verzichten war da nicht gerade hilfreich. Wir haben das ja gezielt angesprochen.
KKH-Behandlung hätte ohnehin in dem Moment nur wegen der Blutvergiftung erfolgen sollen. Sein Arzt hielt es aufgrund des Allgemeinzustandes aber noch für vertretbar, diese mit Antibiotika und strenger Kontrolle in der Praxis zu behandeln. -
am 06.08.2024 00:24:30 | IP (Hash): 627466721
schrieb:
Das Metformin macht aktuell nur verstärkt Heißhunger (ca 2 Std nach Einnahme), verursacht immer wieder Unwohlsein und auch Schweißausbrüche, die sich mit einem Stk Traubenzucker einigermaßen kontrollieren lassen.
Wie kommst Du auf Traubenzucker?
Bearbeitet von User am 06.08.2024 11:23:32. Grund: Korrektur -
am 06.08.2024 06:54:36 | IP (Hash): 732064638
Moin,
das sehe ich nicht anders.
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 06.08.2024 09:56:06 | IP (Hash): 350576153
Melly1878 schrieb:
Das Metformin macht aktuell nur verstärkt Heißhunger (ca 2 Std nach Einnahme), verursacht immer wieder Unwohlsein und auch Schweißausbrüche, die sich mit einem Stk Traubenzucker einigermaßen kontrollieren lassen.
Hallo Melanie,
dieses Problem ist als "falsche Hypo" bestens bekannt. Der Körper von deinem Mann ist an den viel zu hohen BZ gewöhnt und meldet sich jetzt, wenn der BZ niedriger wird mit Unterzuckerungsgefühlen. Von einer wirklichen Unterzuckerung ist er aber sehr weit entfernt, deshalb ist daran nichts gefährlich. Diese Gefühle muss man am Anfang aushalten, sie hören nach einer Weile von alleine auf.
Wenn es so schlimm wird, dass ihr unbedingt etwas dagegen tun müsst, dann aber nicht mit Traubenzucker, der den BZ rasant weit in die Höhe treibt. Besser wäre dann vielleicht ein Bissen Brot. Das kann aber nur ein Übergangslösung sein, davon muss er dann wieder weg kommen. Sonst drückt ihr den BZ mit Metformin und allen anderen Maßnahmen erfolgreich nach unten und treibt ihn dann mit dem Bissen Brot oder gar mit Traubenzucker laufend wieder in die alte Höhe oder sogar noch höher.
Alles Gute für deinen Mann, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 02.09.2024 15:44:05. Grund: BBCodes