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Allein aus der Unterzuckerung?
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suessestudentin
Rang: Gastam 03.09.2010 19:44:28
Hallo,
mein Freund ist 31 und Diabetiker Typ I.
Erst seit er mich kennt, besitzt er ein Meßgerät und mißt sich, dennoch futtert er, was und wann er will und davon nicht gerade wenig und spritzt sich aus lauter Angst vor Überzuckerung meist zuviel.
Ich hab ihn schon öfter aus der Bewußtlosigkeit geholt und natürlich mit ihm gemeckert - und ihn später gefragt, was er denn gemacht hätte, wenn er allein gewesen wär.
Er war ganz COOL und hat behauptet, wenn man über längere Zeit unterzuckert sei und bewußtlos, wache man irgendwann schon von selbst wieder auf, weil sich der Körper wieder erhole.
Ich traue ihm nicht so ganz.
Ich hab das Gefühl, er will sich nur rausreden und mich beruhigen.
Bald sind die Semesterferien um und ich bin unter der Woche nicht mehr zu Hause.
Wie ist das nun?
Was passiert genau im Körper, wenn er sich zuviel gespritzt hat (könnte auch fragen, wenn zu wenig gegessen, aber das kommt bei ihm nicht vor...)??
Und erholt er sich wirklich von selbst?
Wie lange dauert das?
Ist er dann "normal" oder wie geht es einem dann da?
Mir ist nicht so ganz klar, wie der Körper auf einmal an Zucker kommt, wenn er welchen braucht...
Danke für eure Antworten,
Sabina
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Joa
Rang: Gastam 03.09.2010 21:54:32
Hallo Sabina,
lies mal da:
http://www.diabetes-
deutschland.de/archiv/archiv_1275.htm
Gruß
Joa -
Hans
Rang: Gastam 04.09.2010 13:24:12
Hallo Sabina,
hier kann man wieder mit einem klaren Jein antworten.
2 Prozesse laufen im Körper ab. Einerseits die Reduktion des Blutzuckerspiegels, aus welchem Grund auch immer (zuviel Insulin gespritzt und/oder zu wenig Kohlenhydrate gegessen und die Gegenreaktion des Körpers.
Hier kommt es zu einer Gegenregulation, hier wird gespeicherter Blutzucker im Körper aktiviert (Leber usw.) und der Körper versucht aus vorhandenen Fettreserven Kohlenhydrate umzubauen. Beide Prozesse laufen leicht zeitversetzt ab. Zuerst die Gegenregulation und dann die Aktivierung und der Umbau der Fettreserven.
Das menschliche Gehirn reagiert sehr sensibel auf ein zu wenig an Blutzucker und hier liegt das generelle Problem.
Kann durch die beiden Prozesse nicht genügend an Blutzucker gewonnen werden so nimmt das Gehirn Schaden. Zellen können dabei entmarken und wichtige Zentren unwiederuflich Schaden nehmen.
Hat ein Betroffener z.B. in suizidaler Absicht sehr viel langwirkendes Insulin gespritzt (über 1000 i.E.) so reichen die Prozesse quantitativ nicht aus. Das Gehirn des Betroffenen wird stark geschädigt und es fallen wichtige Zentren des Stammhirmes z.B. Atem und andere Vitalfunktionen aus. Der Patient verstirbt oder das Gehirn wird sehr stark geschädigt. Bibergeil (Diabetologe) hat zu diesem Thema in seinem Buch einiges geschrieben.
Grüße von Hans
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Rudi
Rang: Gastam 04.09.2010 17:28:51
>>Man braucht garn nicht sein Leben vorsätzlich beenden wollen - schon geringe Mengen an Humaninsulin reichen aus un dich in eine Hypo zuschicken von der du nicht mehr aufwachst
Das liegt nachgewiesener Maßen an der Substanz - diese hat einen "Konstruktionsfehler"(läßt sich nachweisen bez. ist nachgewiesen)<<
Unser Lieblings-Dödel Anke E. kann es mal wieder nicht lassen - sie verbreitet bewusst LÜGEN, obwohl sie es inzwischen besser weiss (das allerdings setzt Hirn voraus!!). Millionen, die täglich HI spritzen verschwinden in keiner Hypo und schon gar nicht in einer, aus der sie nicht wieder aufwachen. Ihre Nachweise (wenn überhaupt erbracht) beziehen sich NICHT auf "Konstruktionsfehler", die nie nachgewiesen worden (wenn dem so wäre, wären sie längst behoben!). Jede Überdosierung von Medikamenten führt zu ungewollten Erscheinungen und deshalb sollte man sie vermeiden. Das es gerade bei Insulin- Überdosierungen zu sogenannten "hypoglycemia unawareness" kommen kann, ist seit 70 Jahren bekannt und hat mit Humaninsulin nichts zu tun (es sei denn man überdosiert es und bemerkt die Hypo nicht, was einigen passiert). Ausserdem ist das, was Anke macht "Hörensagen", denn sie kennt / kannte niemanden persönlich, der aus einer Hypo nicht wieder erwacht wäre. Und, Anke, das ständige und wiederholte Verbreiten von Lügen, lassen diese nicht wahr werden und solange du dich nicht über die ganze Wahrheit informierst - schweige still, DU LÜGNER... von Rudi -
Hajo Janse
Rang: Gastam 04.09.2010 17:37:11
Hallo Sabine
Eine Penfüllung sind 300 Einheiten, somit 3 Penfüllungen 900 iE.
Beim BZ von 30 bis 60 nimmt das Gehirn soweit bekannt keine dauerhafte Schäden.
Unter eine BZ von 30 wird durch manche Experten von Schäden gesprochen aber ist nirgends wirklich neuropathologisch belegt.
Es könnte sein das einige 100.000 Hirnzellen absterben, aber bei besoffen sein mit eine Alkoholpegel von 2 Promille sind auch einige 100.000 Hirnzellen weg.
Somit is eine Hypo primair nur gefährlich um dass mann sich nicht in der Hand hat (stürzgefahr usw.)
LG
Hajo
von Hajo Janse -
Sabina
Rang: Gastam 04.09.2010 18:53:39
Hallo "anonym" von 14h10,
es geht hier aber nicht um Selbstmordabsichten, sondern darum, daß ich einen Blick drauf haben möchte, denn ich bin direkt betroffen und wenn ich alle paar Wochen (früher war es viel schlimmer, da kam es alle paar Tage vor und ich habe ihn dann endlich dazu gebracht, sich mal ein Messgerät zuzulegen) meinen Freund aus ner Hypo retten oder mir irgendwelches Obst an den Kopf werfen lassen muß, weil er "komisch" wird, dann ist mir daran gelegen, Unterzuckerungen zu vermeiden.
Ich weiß, daß er selber dafür sorgen müßte, aber das ist nicht das Thema.
Mehr als ihn bitten, sich besser und mehr um sich zu kümmern, kann ich nicht, aber ich kann versuchen, ihn zu unterstützen.
Und Dinge zu erkennen.
Darum interessiert mich brennend, wie sich Schädigungen bemerkbar machen und was genau passiert, wenn man unterzuckert ist.
Ich habe immer ein schlechtes Gefühl, wenn ich ihn verlasse, egal ob zum Studium, um mit Freunden wegzugehen oder sonstwohin.
Auf seiner Arbeit wußte bis vor einiger Zeit niemand etwas von seinem Diabetes. Er rief mich an und schluchzte ins Telefon, ich sei ja seine Süße und er liiiiiebe mich und Schnuckelchen, ich freue mich auf heute Abend.
Als ich fragte, ob ihm komisch sei, lallte er wie ein Kleinkind "jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaai" und da war mir alles klar, ich habe sofort nen Rettungswagen in die Firma geschickt und den Pförtner und nen Kollegen angerufen.
Wer weiß, was die mit ihm gemacht hätten und ob sie überhaupt schnell nen RTW gerufen hätten, wenn sie nicht wissen, was los ist, ihn für gesund halten und irgendwas andres denken...
Danke Euch allen für Eure Mithilfe!
Sabina -
Daniela
Rang: Gastam 05.09.2010 20:05:29
Hallo Sabina,
ich gebe Dir den Rat Dir ein anderes Forum zu suchen, hier gibt es leider Antworten, die Dich mehr verwirren als helfen..
Trotzdem möchte ich kurz einen weiteren Rat erteilen, es ist SEIN Diabetes und NICHT DEINER!
Du kannst nicht Dein Leben nach seiner Krankheit ausrichten, ich würde entweder eine Therapie beginnen um mich nicht selbst irgendwann fertig zu machen oder mich aus der Verbindung lösen, denn ER muss seinen Diabetes in den Griff bekommen und NICHT DU!
Und i.d.R. wacht man wirklich von alleine wieder aus der Bewusstlosigkeit aus, es wird sogar von Fällen berichtet, wo sich ein Diabetiker mehrere 100 Einheiten Insulin gegeben hat um sich umzubringen - hat nicht funktioniert, aber gut hat demjenigen es nicht getan!
LG, Daniela -
Sabina
Rang: Gastam 06.09.2010 00:03:06
Genau, Daniela, es gibt irgendwo ein Forum, wo es nur qualifizierte Antworten gibt und man alles 100%ig glauben kann.
Naja.
Wer hat gesagt, daß es mein Diabetes ist?
Und warum sollte ich mich aus der Verbindung lösen?
Was ist das fürn Quatsch?
Keine Sorge, das war ne rein rhetorische Frage, es würde sowieso keine qualifizierte Antwort darauf kommen...
Ich richte mein Leben absolut nicht an ihm und/oder seiner Krankheit aus, aber danke für die "Info".
Sabina -
Joa
Rang: Gastam 06.09.2010 01:31:49
Hallo Sabina,
> Genau, ... es gibt irgendwo ein Forum,
> wo es nur qualifizierte Antworten gibt
> und man alles 100%ig glauben kann.
Nu, das nun grade nicht und unbedingt.
Aber es gibt schon Foren mit Moderation, wo die Dinge nicht so völlig in die Buddelkastenspuckerei entgleiten. ;-)
Aber ich seh schon, wenn Du in Foren eine Frage stellst, hast Du eine Tüte Popcorn parat? :-)
Einfach mal entspannt zurücklehnen, die Show genießen und Popcorn mampfen... :-))
Ansonsten aber gab es ja ein paar durchaus sachdienliche Antworten. :-)))
Gruß
Joa
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Daniela
Rang: Gastam 06.09.2010 01:45:27
Sabina,
das war ganz und gar kein Vorwurf, ich habe nur den Eindruck, dass Du Dir mehr Gedanken über seinen Dm machst als er und daran rauchst Du Dich auf Dauer auf!
Ich zitiere:
"mein Freund ist 31 und Diabetiker Typ I.
Erst seit er mich kennt, besitzt er ein Meßgerät und mißt sich, dennoch futtert er, was und wann er will und davon nicht gerade wenig und spritzt sich aus lauter Angst vor Überzuckerung meist zuviel.
Ich hab ihn schon öfter aus der Bewußtlosigkeit geholt und natürlich mit ihm gemeckert - und ihn später gefragt, was er denn gemacht hätte, wenn er allein gewesen wär.
Er war ganz COOL und hat behauptet, wenn man über längere Zeit unterzuckert sei und bewußtlos, wache man irgendwann schon von selbst wieder auf, weil sich der Körper wieder erhole.
Ich traue ihm nicht so ganz.
Ich hab das Gefühl, er will sich nur rausreden und mich beruhigen.
Bald sind die Semesterferien um und ich bin unter der Woche nicht mehr zu Hause.
Wie ist das nun?
Was passiert genau im Körper, wenn er sich zuviel gespritzt hat (könnte auch fragen, wenn zu wenig gegessen, aber das kommt bei ihm nicht vor...)??"
Erst seit er Dich kennt, hat er ein Blutzuckermessgerät.
Bald sind Semesterferien und er ist ohne Dich.
Du hast ihn bereits mehrfach aus der Bewusstlosigkeit geholt.
Wenn Du jemanden brauchst, der ohne Dich nicht leben kann, dann hast Du Dir hier eine wunderbare Lösung einfallen lassen - aber, das ist auf Dauer keine Basis für eine Beziehung, er muss auch ohne Dich seinen Dm im Griff haben, erst dann kann er Dich lieben ohne das Gefühl eines Abhängigkeitsverhältnisses. Beim Alkoholiker und seiner Frau nennt sich das Ganze Co-Alkoholismus, beim Diabetiker schaffe ich jetzt den Namen Co-Diabetiker.
DIES IST KEINE BASIS FÜR EINE BEZIEHUNG UND ZUM SCHEITERN VERURTEILT!
LG und viel Glück, Daniela