Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Rhetinopathie schon bei Prädiabetes!

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 21.02.2025
    am 26.02.2025 12:21:08 | IP (Hash): 520562979
    Hallo,
    ich habe kein Diabetes, bin 46 Jahre alt, mein letzter HB1AC war 5,7, also knapp Prädiabetes Bereich. Ich hatte jetzt eine Fluoreszenz Untersuchung mit folgendem Befund:

    „Beidseitig eine milde nicht proliferative diabetische Retinopathie mit dezenten Mikroaneurysmata. Rechtes Auge vereinzelt Punktblutungen. Aktuell kein Handlungsbedarf“

    Mein Nüchternblutzucker ist immer unter 100, starke Blutdruckschwankungen habe ich nicht, BZ nach 1 Stunde Essen nicht größer 140, nach 2 Stunden nicht größer 120.

    Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir einmal Ratschläge und einen Ausblick geben könnt? Ist sowas reversibel, zu stoppen? Wie kann das sein, habe ja weiterhin kein Diabetes. Bin ich jetzt ein seltener Fall? Alles kurios.

    Besten Dank
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5068
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 26.02.2025 13:06:14 | IP (Hash): 363004419
    Das bedeutet, dass die Rhetinopathie bei dir sehr wahrscheinlich nicht Diabetes bzw. Prädiabetes als Ursache hat - insofern ist es keine Diabetische Rhetinopathie.

    Andere mögliche Ursachen sind z.B. hier angegeben:
    https://pflegebox.de/ratgeber/krankheiten/augenkrankheiten-im-alter/retinopathie/

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 26.02.2025 13:06:33. Grund: BBCodes
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 21.02.2025
    am 26.02.2025 16:26:34 | IP (Hash): 238951907
    Vielen Dank Rainer, der Arzt sagte, mit dem Hb1AC ist das auch schon möglich, in 2023 hatte ich 5,9. Stelle schon meine Ernährung um. Die anderen Rhetinopathie Arten aus deinem Link kann ich ausschließen.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8852
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 26.02.2025 20:39:56 | IP (Hash): 2008984589
    Das Problem: Wenn Schädigungen der winzigen Blutgefäße ihre Ursache im diabetisch gestörten BZ nahelegen, müssen wir kleinlich werden:

    Dann ist die Herausforderung der alltägliche Blutzucker-Verlauf vom Tal um 70-90 mg/dl nüchtern und zwischen und vor den Mahlzeiten bis in die Spitzen jeweils um ne Stunde danach bei maximal 140 mg/dl für ein paar Minuten.
    Und da sind vor allem die Schwankungen interessant. In aller Regel sollen die nicht weiter als 50 mg/dl sein und nicht unbedingt jeden Tag komplett ausgeschöpft werden.

    Daumendrück!


    ----------------------------------------------
    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 624
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 26.02.2025 22:27:22 | IP (Hash): 365015362
    [quote=John D;134160] Vielen Dank Rainer, der Arzt sagte, mit dem Hb1AC ist das auch schon möglich, in 2023 hatte ich 5,9. Stelle schon meine Ernährung um. Die anderen Rhetinopathie Arten aus deinem Link kann ich ausschließen.[/quote]

    Welcher Arzt sagte das denn? Der Augenarzt? Der Hausarzt? Ein Diabetologe?

    Ich bezweifele, dass man bei den Werten eine diabetische Retinopathie bekommen kann.
    Jedenfalls so lange, bis ich das in der Literatur schwarz auf weiss so nachlesen kann.

    Es gibt wohl auch seltene Ursachen, die einen vergleichbaren Retinopathiebefund verursachen können. Ich würde nicht alles auf die Karte Diabetes als Ursache setzen.

    Ein Verzicht auf mit Zucker gesüßte Nahrungsmittel und Getränke sowie ein bewußter, maßvoller Umgang mit Kohlenhydraten kann allerdings nicht schaden.

    Bearbeitet von User am 26.02.2025 23:14:40. Grund: Korrektur
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8852
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 26.02.2025 23:00:22 | IP (Hash): 2008984589
    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10089014/
    Googles erste Antwort auf meine Frage danach. Habe allerdings schon vor vielen Jahren in der Selbsthilfe-Diskussion mit Augenärzten und Internisten von solchen Fällen gehört. Da war auch mehrfach die Info von gleichzeitiger mieser Reaktion in den Winzig-Gefäßen in den Nieren.

    Natürlich würde ich als Betroffener nach weiteren Möglichkeiten suchen, aber gleichzeitig meinen BZ wie oben skizziert im sehr engen gesunden Rahmen halten.

    ----------------------------------------------
    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 320
    Mitglied seit: 27.10.2023
    am 27.02.2025 00:06:19 | IP (Hash): 61691243
    Ist ja auch so, dass der Körper den Blutzuckerspiegel in ziemlich engen Grenzen mit einem fein justiertem System der Balance von Insulin und seinem Gegenspieler Glucagon hält. Ständig, Tag und Nacht, rund um die Uhr. Falls sich irgendwelche Umstände ändern wie Mahlzeiten, Aufwachen, Sport, Stress, reagiert er sofort - sofern er kann.
    Jedes Abweichen schadet ihm, warum sollte er das sonst so penibel regeln?
    Und auch große Blutzuckerschwankungen schaden, die Augen scheinen besonders empfindlich zu reagieren und die Gefäße und weiß der Kuckuck was sonst noch alles.

    Ich würde Nüchterninsulin bzw den HOMA-IR messen lassen, um genauer zu sehen, wo du stehst.

    --------------------------------------------------------
    DM2 in Remission ohne Medikamente 😎
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 138
    Mitglied seit: 19.01.2025
    am 28.02.2025 21:46:20 | IP (Hash): 659869755
    Hallo

    Ja das ist moeglich
    Gar nicht mal so selten,da es in vielen Ländern erfasst wurde

    Ich sehe mittlerweile auch schlechter.
    Und das begann als ich wie auch Sie einen hba1c von 5,9 hatte.
    Augenarzt steht bei mir noch aus.
    Das Okkulargewebe hat auch Insulinrezeptoren, und kann demzufolge auch Insulinresistent werden.
    Das kann dann zu saemtlichen Komplikationen fuehren

    Sie koennen davon ausgehen das es mit deiner Praediabetes zusammenhängt

    Hier eine Studie einschließlich guter Tipps zur Prävention und ggf Besserung dazu :

    Zitat :Die Prävalenz einer leichten NPDR-Retinopathie bei Patienten mit Prädiabetes war in unserer Studie höher als in anderen Studien, die in ähnlichen Situationen durchgeführt wurden. Patienten mit Prädiabetes wird eine Pupillenuntersuchung zur Retinopathie-Vorsorge empfohlen, zusammen mit der Förderung eines gesunden Lebensstils, um die Entwicklung von Risikofaktoren, Diabetes und anderen damit verbundenen gesundheitlichen Komplikationen zu kontrollieren.

    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10089014/

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 138
    Mitglied seit: 19.01.2025
    am 01.03.2025 08:21:15 | IP (Hash): 659869755

    Guten Morgen

    Ergaenzend zu meinem Post von Gestern...

    Moegliche weitere Ursachen
    Frage :
    Sind sie geimpft?
    Oder hatten sie eine Covid Infektion, oder einen anderen viralen Befall?
    Denn sowohl Covid als auch die Covid 19 Impfung, koennen eine Retinopathie und andere oculare Erscheinungen verursachen.
    Beides, also Covid und auch Impfung kann ebenso eine Diabetes oder Praediabetes praedispositionieren.
    Wenn im Vorfeld eine Praediabetes bereits besteht, erhoeht sich die schädliche Auswirkung von zmb einer Impfung.
    Sowohl Covid als auch eine Impfung dagegen, veraendern im Verlauf die Größe der Adipozyten
    https://link.springer.com/article/10.1007/s00347-021-01498-y

    https://drbode.de/ophthalmologie/news/augenkomplikationen-nach-impfung-gegen-covid-19/

    https://drbode.de/ophthalmologie/news/augenkomplikationen-nach-impfung-gegen-covid-19/


  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 138
    Mitglied seit: 19.01.2025
    am 01.03.2025 08:26:33 | IP (Hash): 659869755
    Nachtrag noch ein Case Report zu okularen Impfschaeden mit weiteren interessanten Details

    https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8916693/
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 6
    Mitglied seit: 21.02.2025
    am 02.03.2025 23:43:18 | IP (Hash): 1006326180
    Hallo Tino, danke für deine Beiträge. Bin nicht geimpft, hatte aber COVID wie fast jeder.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 138
    Mitglied seit: 19.01.2025
    am 06.03.2025 08:31:36 | IP (Hash): 659869755
    Hallo

    Also bei Covid ist das so das es ganz viele Menschen krank oder kranker macht, indem es bestehende Prozesse nachhaltig verschlimmert oder neue Erkrankungen praedispositioniert.
    Dazu gehoert auch eine Retinopathie.

    Das Dilemma laesst sich so umschreiben, daß ein normaler Arzt idr nicht Kompetent genug ist, um eine neu aufgetretenen Erkrankung bei seinem Patienten, direkt mit Covid zusammenzuführen.

    Daher existiert hier sehr warscheinlich eine sehr hohe Dunkelziffer

    Viraler Befall ist kein Schnupfen......
    https://www.aerzteblatt.de/news/us-studie-findet-assoziation-zwischen-covid-19-und-retinalen-venenverschluessen-f0a198aa-3e25-4015-a434-bb0d26d32d03