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Diagnose Diabetes, komm nicht klar....

  • R.S.

    Rang: Gast
    am 30.08.2010 04:21:02
    Hallo an alle,

    ich hab mir jetzt schon viele Beiträge in diesem Forum durchgelesen und hab nun den mut gefasst selber einige Fragen zu stellen...

    Zu meiner Person:
    27 Jahre, 85 KG
    Typ I Diabetiker, ICT, Humalog und Lantus
    Manifestation: 06/2010
    Schulung im Krankenhaus
    3 wöchige AHB mit weiterführenden Schulungen

    Ich bin Anfang Juni im Zuckerkoma, mit einem BZ-Wert von 46,5 mmol/l (838 mg/dl) , ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Nach 10 Tagen Krankenhausaufenthalt ging es direkt ab zur 3 wöchigen AHB.

    Meine Werte sind stabil und im optimalen Bereich im Tagesprofil zwischen 4.3 - 7.8 mmol/l.

    Seit ich die Diagnose bekommen habe kann ich mich einfach nicht damit abfinden und will es teilweise immer noch nicht wahr haben. Ich bin noch in Frischling aber habe mich schon sehr intensiv mit dieser Krankheit beschäftigt, und habe Angst vor der Zukunft.

    Mein Problem ist einfach nur das ich mich noch nie mit irgend jemmanden über das Thema, meine Gedanken Ängste und Gefühle ausgesprochen habe weder mit Freunden oder mit zb. Eltern. Ich habe das Gefühl das es Sie nicht intressiert oder Sie Angst haben, sich meine Probleme anzuhören. Zur AHB waren zwar viele Diabetiker anwesend und hab auch sehr viele Tipps und Tricks beigebracht bekommen die den Lebensalltag erträglicher machen. Aber der Alltag zu Hause sieht dann doch anders aus ...

    Mein Problem ist das Weggehen am Wochenende ... Ich bin DJ und will beim "arbeiten" Spass haben ... und das geht leider nur mit ALK im Blut. Klingt doof, ist aber so. Das Problem ist das ich sehr empfindlich reagiere auf ALK und auf den Veranstaltungen mehr am BZ messen bin, anstatt Spass zu haben, deshalb hab ich den ALK momentan sein lassen. (Bin hinterm DJ-Pult 1x fast Umgeklappt und ohne Fremdhilfe hät ich mir nicht helfen können) Bin auf Natur-Ersatzprodukte (T*C) umgestigen um überhaupt mal wieder ein Rauschgefühl zu haben... das kann aber keine Dauerlösung sein...

    1. Frage: Wie macht Ihr das wenn Ihr mal richtig einen Saufen wollt ? (Also ich meine richtig, so das man seinen Vor- und Nachnamen nicht mehr weiß...)

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    Desweiteren habe ich eine riesen Panik davor, nie mehr eine Partnerinn zu finden ... Denn ich denke das es anderen schwer fällt mit der Erkrankung umzugehen bzw. ich nicht möchte das sich irgendwer der nicht betroffen ist, sich damit auseinandersetzen zu müssen. Da ich eh schüchtern gegenüber Frauen, bis zum geht nicht mehr bin, habe ich mich damit abgefunden mein restliches Leben komplett alleine zu verbringen...

    2. Frage: Welche Erfahrungen habt Ihr bei der Partnersuche als Diabetiker ?

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    Und um zum Schluss zu kommen, bin ich mit meinem Körper total unzufrieden ... Durch den Diabetes habe ich einen riesen Gewichtsverlust gehabt und habe innerhalb von 2,5 Monaten fast 30 KG verloren. Das Problem das nun die ganze überflüssige Haut darum hängt und einfach nur eklig aussieht und ich darauf nicht klar komme...

    3. Hat irgendjemand Erfahrungen mit einer Bauchstraffung oder ähnliches ?

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    Desweiteren möchte ich auch gleich dazusagen das ich auch schon mit Suizidgedanken gespielt habe, mir aber der passende mum dazu fehlt.

    Danke fürs Lesen und evtl. Antworten...
    von R.S.
  • asdasd

    Rang: Gast
    am 30.08.2010 09:54:30
    Ich denke, du hast grad mehrere Baustellen, die du bearbeiten musst.

    Erstmal die Krankheit selbst.
    Diabetes ist recht scheisse. Das ist mal so. Jeder würde wohl die gute Fee darum bitten, dass seine Drüse wieder normal arbeitet. Aber ist nunmal nicht so. Also hilft es nicht, wenn man sich selbst noch bekämpft, indem man die Krankheit ablehnt. Dein Diabetes ist ein Teil von dir und es geht nun nur noch drum, dass DU der bestimmende bist und der kleine Scheisskerl dein Leben nur noch beeinflusst, nicht bestimmt. Gesteh ihm nur das zu, was unbedingt nötig ist. Als Typ-1-Diabetiker ist das ja relativ einfach. Messen, spritzen, BZ in Ordnung halten. Und das wars. Ansonsten leb dein Leben, ggf. mit einigen Einschränkungen, was die Ernährung angeht, aber du musst nicht verzichten.

    Alkohol ist für Diabetiker nicht verboten, das sollte ja klar sein. Die Frage ist nun, obs sinnvoll ist, sich regelmässig zuzuschütten. Dies nicht nur, weils den Körper regelmässig vergiftet, sondern auch im Bezug aufs Diabetes-Handling. Wenn man seinen Vor- und Nachnamen nicht mehr weiss, wird man wohl auch nicht messen und spritzen können. Also würd ich da vielleicht etwas zurückbuchstabieren. Ein Rausch ist das Eine, ein Vollabsturz das Andere. Und ehrlich, macht das Spass? Ich bin kein Gesundbeter, der den Alkohol nur zum Reinigen braucht. Gar nicht. Auch ich trink den Wein ab und an gern als Flasche und nicht als Glas. Oder bestell nach dem dritten noch ein viertes Bier. Usw. Aber die Selbstkontrolle hätt ich auch als Gesunder nicht verlieren wollen.
    Ich weiss ja nicht, was du früher getrunken hast. Ich war ein Longdring-Trinker. Das hab ich mittlerweile aufgegeben. Ist in vielerlei Hinsicht gut. Die Abende dauern nun länger, das Portemonnaie wird geschont und der Leber gefällts bestimmt auch. Ich trink zweimal im Jahr noch nen Cuba Libre mit Cola Light, aber die Erfüllung ist sowas nicht. Ich trinke nun fast ausschliesslich Bier und vor allem Wein. Mittlerweile weiss ich, wie mein Körper und mein BZ darauf reagieren und ich kann mich entsprechend verhalten.
    Übrigens hab ich mal gelesen, dass kiffen den BZ erhöhen soll. Warum und obs stimmt, weiss ich nicht.

    Zur Partnersuche kann ich nichts sagen. Meine Freundin hatte ich schon vor meiner Diagnose und dank ihrer Hilfe war die ganze Sache einfacher zu ertragen. Sie hat mich ins Krankenhaus begleitet (hatte 56 mmol/l), mich auf der Intensivstation mit Lesematerial versorgt und danach auf der Station vom Krankenhausalltag abgelenkt, soweits möglich war. Heute ist unser Leben wie vorher. Die Krankheit schränkt uns bei gar nichts ein. Darum wüsst ich nicht, warum ein Diabetiker dahingehend Probleme haben sollte. Ausser, die potentielle Partnerin hätte Probleme mit den Stichstellen in den Fingerkuppen.

    Ansonsten ... du brauchst wohl noch einfach etwas Eingewöhnungszeit. Und vielleicht auch professionelle Hilfe. Suizidgedanken find ich doch etwas heftig. Immerhin kannst du trotz der Krankheit ein normales Leben führen. Dir fehlt nur ein Hormon, das du dir selbst zuführen musst. That's it. Da gäbs also massiv schlimmere Schicksale.
  • Hajo Janse

    Rang: Gast
    am 30.08.2010 09:57:13
    Hallo R.S.

    Wenn ich deine Thread richtig verstehe, ist dein Problem, dass du deine Lebensstil so weiter durchführen möchte wie früher.

    leider bedeutet meistens das mann nach die Diagnose Diabetes 1, seine Lebensstil ändern muss um Gesund zu bleiben.

    Dass zu akzeptieren ist leider für manche Personen schwieriger als für Andere.

    Meine Rat ist:

    1. Gebe dich den Zeit um dich an die geänderte Umstande zu gewönen

    2. Versuche nicht dein DM zu überlisten, dieses geht nicht

    3. Suche alternative, für dich, alle top DJ in der Welt drinken kaum wenn die Auftreten, deine Stellung ich brauche eine Rausch um die zu können is HUMBUG.

    Deine Stellung bezüglich dieses sollte wenn du ehrlich zu dir selbst bist: Ich finde meine Rausch schön und möchte diese nicht verlieren. Leider kann mann nicht alles auf dauer bekommen wass mann gerne hat.

    4. Fange im Rahmen dein Diabets einn neues Leben an und du wird bemerken dass es halb so schlimm ist und weiter viel spass machen kann.

    Es ist ein Leben mit Diabetes, und dass bracht nicht schlechter zu sein als ein Leben ohne Diabetes,

    LG/

    Hajo Janse

  • Meinung

    Rang: Gast
    am 30.08.2010 12:07:36
    Hi DJ,

    als Erstes finde ich auch, dass du ein "DM-Beginner" bist und somit dir auch die Zeit geben solltest für Eingewöhnung.

    Ich finde es wichtig, dass man sich klar drüber ist: Diabetes ist eine Diagnose, deren Verlauf NUR DU bestimmen kannst, mit Hilfe deines Diabetologen. Es gint andere Diagnosen, mit denen man nur hoffen und beten kann, dass man noch ein paar Jahre lebt.

    2. Für die Partnersuche ist Diabetes völlig unrelevant. DER/DIE Partner/IN, die mit dem Diabetes des Partners nicht umgehen kann, ist an der Stelle einfach auch nicht die Richtige. Man hat öfter gelesen, dass der/die Partnerin mit der Ignoranz des Diabetes vom Partner(in nicht umgehen konnte, DAS ist aber ne GANZ anderre Sache.

    DJ ist dein Job. Ich finde grundsätzlich, dass Job und Alk nichts miteinander zu tun haben sollten.
    Deine Aussage:Ich bin DJ und will beim "arbeiten" Spass haben ... und das geht leider nur mit ALK im Blut.Ende

    finde ich erst mal sehr ehrlich. Die Frage bleibt: Was heißt das konkret für dich? Ich will dich nicht belehren oder bekehren, das steht mir garnicht zu, aber die Frage sei erlaubt:
    Wie oft in der Woche/Monat legst du auf und wieviel kuddelst du dann in einer Schicht so? Wie sieht es außerhalb der DJ-Jobs aus? Über welche Mengen und Häufigkeiten reden wir hier.

    Ih habe eine ziemlich regide Einstellung zu Alkoholismus, denn viele der Leute haben sich das BEWUSST eingehandelt und in Kauf genommen....

    3. Reden mit Freunden oder Bekannten über DM. Schwierig, denn die wissen oft noch weniger als du selbst oder laufen mit veraltetem Wissen durch die Gegend.

    Wir haben hier mal drüber gepsprochen, WER es überhaupt wissen sollte, dass man DM hat. Engste Freunde und vielleicht der Chef und dein engster Mitarbeiter, damit sie wissen, was zu tun ist, falls du mal wegkippst.

    Du sagst, du misst im Job. Was beobachtest du denn da so bezüglich der Werte und des Alks?
    Ausprobieren musst du es alleine. Wichtig wäre es vielleicht, wenn du einen Diabetikerausweis mit dir tragen würdest für den Notfall.

    Ich als Diabetiker hätte Angst davor, mich SO zuzuknallen, dass ich meinen namen net mehr weiß und somit handlungsunfähig....

    Suizidgedanken? Wenn möglich auch noch mit Insulinpübersosis? Damit schießt du dir wahrscheinlich das Gehirn kaputt, bist aber nicht tot, sondern wirst NUR ein Pflegefall.

    Mit solchen Gedanken könntest du dir noch Zeit lassen, oder?

    Ich hasse meinen DM auch oft, aber mich treibt die Angst vor Erblindung, Amputation oder Dialyse an, die Diagnose anzunehmen....

    Ich wünsch dir alles Gute von Herzen.

    Es gibt auch die Möglichkeit, sich an einen Therapeuten zu wenden, dazu muss man net "gaga" sein. Ein Versuch wäre es doch wert.




    von Meinung
  • Sabine

    Rang: Gast
    am 30.08.2010 12:46:40
    Hallo DJ,

    zur Partnersuche. Leicht war das ja eh schon nicht und viele waren plötzlich nicht mehr interessiert sobald sie wussten, dass ich Diabetikerin bin.
    Und als ich schon dachte, dass wird nie was, ne Diabetikerin will keiner, da traf ich meinen Freund. Es hat voll gefunkt und alles andere war nebensächlich. Er hat meinen Diabetes einfach in sein Leben integriert.
    Ich denk an seinen Schlüssel und er an mein Insulin, wenn wir das Haus verlassen :-).
    Diabetes Typ 1 hab ich auch erst seit einem Jahr, anfangs ist es schwer. Schwer zu akzeptieren, schwer zu verstehen, schwer damit umzugehen.
    Mittlerweile komm ich ganz gut klar.

    Gewichtsverlust.
    Ja, den hatte ich auch, fand ich toll, mittlerweile sind wieder ganz von alleine 10 kg drauf. Bevor du dich straffen lässt, warte mal erst ab, ob das auch so bleibt :-).

    Liebe Grüße
    und nicht aufgeben
    man kann sich das Leben auch mit Diabetes
    sehr schön machen.

    von Sabine
  • Robert B.

    Rang: Gast
    am 30.08.2010 14:51:51
    Du suchst jemanden zum Quatschen? Soll ich Dir mal meine Mutter vorstellen? Die ruft Dich dann ständig an, will wissen, wie es Dir geht, macht sich ständig Vorwürfe, verrät Dir die neusten Diabetes-Tipps aus ihren Frauenzeitschriften oder von ihrem Kaffeeklatsch, macht sogar die ganze Verwandtschaft verrückt, meckert ständig an Deinem Gewicht herum und scheint eigentlich nur noch für Deinen Diabetes zu leben. Das willst Du nicht wirklich, oder?

    Gruß, Robert von Robert B.
  • R.S.

    Rang: Gast
    am 30.08.2010 17:40:05
    Hi,

    erstmal danke an alle für die ausführlichen Antworten !!!

    Zum Thema Alk ... das ist wohl ein wenig falsch rüber gekommen ... Ich bin kein Berufsalki ... ich will einfach nur mal wieder richtig einen Saufen ohne an irgendwas denken zu müssen ... Es geht mir auch nicht darum 7Tage die Woche besoffen rum zu laufen sondern ab und an mal am Wochenende ... wenn alle besoffen sind, fühlt man sich halt ein wneig komisch in der ganzen Bande, wenn man nüchtern ist. Ich hab mir immer n halben Kühlschrank mitgenommen und habe dann immer zwischenzeitlich mal n Apfel oder n Brot gegessen, und auch Stündlich gemessen ... seit dem hat ich auch noch keine Probleme wieder... es steckt halt der Hintergedanke und die vorrausgegangene Erfahrung fest.

    Und zur Aussage alle Top-DJs trinken kaum wenn Sie auftreten ... hmmm nix gegen dich aber die realität sieht echt anders aus ... ich sag nur wenn Sie sich nicht die Jägermeisterflasche an den Hals setzen ist vorher schon was durch die nase gezogen wurden ... Glaub mir das ruihg ich könnte dir viele hochkarätige und Internationale Namen aufzählen bei dennen das so ist ... ich kenn Sie alle persönlich. Aber es geht ja nicht um die :)

    Und was ich ich hier mal ganz klar festellen will ist ... das Kiffen den BZ in keinster Weise beeinflusst !!!!!!

    Ich habe mein Leben ja schon wirklich drastisch umgestellt ... aber das es sind noch viele Punkte die ich einfach so nicht akzeptieren will. Klar hab ich auch riesen Panik vor den Folgeerkrankungen. Aber so wie ich es gelesen habe sollte man sich da keine Gedanken machen wenn die Werte stimmen.

    Es ist auch richtig das alle noch sehr frisch bei mir ist ... aber ich habe meine Werte glaube wirklich sehr gut unter kontrolle als frischling ... und hatte seit meiner Entlassung aus dem KH nie wieder ein wert über 10 mmol/l. Und komme auch mit der BE berrechnung im Alltag sehr sehr gut klar ... Mein Diabetologe fand das klasse !!! Bzw. war erstaunt das ich nach so kurzer Zeit schon ohne Tabellen und etc. die Insulinmenge genau berrechnen konnte. Und war positiv erstaunt über die Werte.

    Zum Thema Partnersuche ... weiss ich nicht so recht ... ja klar ist es schön wenn man jemmanden hat der es akzeptiert aber ansonsten stell ich mir das echt schwer vor ... ich werd jetzt schon immer beguckt wenn ich in der öffentlichkeit nur mal den BZ kontrolieren will,und steh da als ob ich vom anderen Stern komme...mit den Fragen ... Ihhh, was machst du den da ??? und darauf bauen sich meine Gedanken halt auf ... und bis jetzt gab es noch keine positive reaktion ... ich hab die Personen dann immer schön mit Security aus dem Club werfen lassen, denn wenn Sie mir meinen Abend versauen, versau ich Ihren ... (bissel Spass muss man ja haben)

    @Robert B.:
    Danke aber so eine hab ich hier fast auch :) ... Nur kann ich mit meiner mum nicht wirklich über dinge reden die mich betreffen...ich will ihr keine Sorgen machen....

    Und das mit dem Gewichtsverlust ... ich denke nicht das sich das wieder einpegeln wird ... ich bin von meinen 77 KG nun wieder bei 89 KG angelangt und es sieht einfach nur schlimm aus ... War vor der Diabetes stark Übergewichtig hab das aber aus eigenen Selbstantrieb im vergangen Jahr geändert, und war bei meinen Wunschgewicht 85 - 90 KG bei 1,95m Körpergröße. Habe ca. 40 - 50 KG weg rationalisiert...

    Und Professionellen Beistand bringt bei mir absolut nichts ... denn ich bin besser als die im Analysieren und erzähle Ihnen immer nur das was Sie genau hören wollen, und das auf eine sehr sehr überzeugende Art und Weise...

    danke nochmal an alle !!!!

    grüße,

    von R.S.
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 31.08.2010 00:11:27
    Hallo Robert,

    fein, dass Du den Weg hierher gefunden hast!
    Dass Du die Diagnose nicht so einfach verdauen kannst, das glaube ich Dir, zumal Du ja auch inmitten einer bewegten Lebensphase bist.
    Leider kann man Dir das nicht abnehmen und das mit dem Saufen, naja, man kann auch ohne Alkohol Spaß haben - evtl. in einem anderen Umfeld ;-)
    Ich kann Dir nur den Rat geben Dir einen Bekanntenkreis zu zulegen, mit dem Du ohne Alkohol, Rauschmittel Spaß haben lernst.
    Außerdem brauchst Du Gleichgesinnte Diabetiker, die nicht den ganzen Tag von Diätik oder Gewichtsproblemen reden, also einfach mal über den Alltagshorror eines frischen Typ 1ers labern, meckern aber auch lachen können - lachen ist bekanntlich die beste Medizin!

    Lass Dich nicht vom Diabetes fertig machen.

    Das mit der Freundin sollte auch kein Problem sein, aber achte drauf, dass die sich nicht mehr Sorgen um Deinen Diabetes macht als Du, vielleicht findest Du ja auch eine Typ 1erin, die gleichalt ist und Dir gefällt/Du ihr ^^

    Naja, genug geschwafelt, Alles Liebe und Gute.
    Daniela
  • Meinung

    Rang: Gast
    am 31.08.2010 14:02:39
    Hi DJ,

    im Prinzip hast du das Wichtigste ja schon erkannt: Es gibt keine Anweisung des Arztes, Alkohol wirkt so oder so auf den BZ, das ist bestenfalls eine Richtlinie.

    Es heißt eben: Ausprobieren und messen und Testen und messen und gucken. ..und das tust du....

    Wenn die Loits gaffen, wenn du in der Öffentlichkeit misst oder spritzt, lass sie einfach. Wir würden sicher auch erst al gucken, wenn wir unbekannte Handlungen sehen. Denk einfach; die "Gucker" helfen dir NICHT, wenn du nicht misst und deshalb vielleicht zu wenig bzw. zuviel Insulin spritzt.

    Sabine schrieb, dass potentielle Partner weg waren, sobald sie von ihrem DM erfuhren. Also, wer wegen DM die Flucht ergreift.. da kann man wohl 3 Kreuze machen, dat man den noch beizeiten losgeworden ist, oder?

    Wegen: Kante geben....wenn du das halt mal checken willst unbedingt, würde ich einen Freund wenigstens beiseite setzen, der dich im Blick hat.

    Ich trinke keinen Alkohol, habe aber gehört, dass z.B. klarer Alkohol wie Wodka und Co. den BZ heftig absenken können, weil die Leber dadruch keinen Zucker produziert oder so.
    Soll wohl net ganz ungefährlich sein...
    Der Freund sollte dir auch BZ messen können, und wissen, was in einem Notfall zu tun ist.. das kann man ja vorher bereden.

    Das können dir die Jungs bessser erklären.

    Wie gesagt, ich habe eine regide Einstellung zu Alkohol, will dir hier aber keine Vorschriften machen, das steht mir nicht zu, sondern nur Tipps für eine Schadensbegrenzung.-

    Ich denke, du machst das schon alles so richtig. Ich wünsch dir gutes Gelingen.
    von Meinung
  • Helen

    Rang: Gast
    am 31.08.2010 19:19:57
    hallo,

    zunächst einmal solltest du akzeptieren, dass du eine chonisch erkrankung hast die dauertherapiert werden muss.

    das ist schwer, aber leider sind das die harten fakten.

    eine diabeteserkrankung ist keine schöne sache und jeder betroffene wünscht sich es hätte ihn nicht getroffen oder das es sehr bald chancen auf heilung gibt.

    man kann aber mit dm1 sehr gut leben, wenn du dich an die vorgaben hälst, dein insulin zu den mahlzeiten spritzt ist es nicht anders als zuvor. du kannst ja nach wie vor alles essen.

    alkohol kannst du trinken, aber halt nicht mehr soviel. ich denke 2 drinks sind akzeptabel, aber bei mehr überwiegt doch das risiko als die freude. ich trinke seit der erkrankung nicht mehr, ich glaube in einem jahr waren es 2 campari-os, und es ist ok so. ich sage mir halt, ich will leben und das ist der preis dafür- es gibt schlimmeres!

    ich denke du brauchst noch zeit, schulungen und evt. seelische unterstützung. hol dir hilfe und sage deinem arzt, was dich zur zeit so sehr bedrückt.

    viele grüße von Helen
  • dasda

    Rang: Gast
    am 01.09.2010 00:27:39
    Du kannst auch mit Diabetes trinken. Du musst halt einfach wissen, dass du, wie bereits geschrieben wurde, eine chronische Erkrankung hast, die eine gewisse Selbstdisziplin erfordert. Heisst, du solltest in der Lage sein, deinen Zustand jederzeit richtig einschätzen zu können. Daraus kannst du selber erkennen, was du trinken kannst und was nicht. Du misst auch deine Werte und merkst, wie die Getränke auf deinen Körper wirken.

    Wegen den anderen Leuten ... ich finds etwas kindisch, wenn du jemanden "per Security entfernen" lässt ... mit welcher Begründung? Weil jemand was gesagt hat? Weil jemand nicht kennt, was du da tust? Wie wärs mit erklären? Wenn jeder fette DJ, wenn jeder irgendwie Auffällige diejenigen "entfernen lassen" würde, die sich darüber äussern? Mein, was solls? Ich mess im Kino, ich mess in der Bar, ich mess auf der Strasse, im Bus, überall. Ich mess, weil ich messen will, messen muss. Was interessieren mich die umstehenden Leute? Ich will meinen Wert wissen. Die anderen können eh nichts damit anfangen.
  • Meinung

    Rang: Gast
    am 01.09.2010 11:22:00
    Picken wir aber den Punkt noch mal raus...

    "Ich möchte mir ab und zu mal so richtig die Kante geben. Mir das Licht ausblasen mit Saufen.."

    Man könnte eigentlich eindeutig sagen. Kannste machen; WENN du weißt, was dabei mit dem BZ abgeht und wie der Alkohol wirkt.

    Aber so auf Risiko und Russisch Roulette? würde ICH net machen...

    Die Prioritäen musst DU alleine setzen in deinem Leben. Und das Argument: Es ist bissel blöd, wenn die Anderen dicht sind und du als Einziger nüchtern? Sorry, ds klingt aber mit verlaub etwas "unerwachsen".

    Im Gegenteil..wenn ich als Einziger nüchtern bin, sehe ich, wie sich Menschen unter Alkohol zum Affen und Deppen machen... von Meinung
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 01.09.2010 16:06:49
    auch für mich war die diagnose dm wie ein scheitel mit dem vorschlaghammer, obwohl ich von kollegen vorgewarnt wurde.

    nichts gegen party und/oder alk mit maß. mit dm muß man jedoch vorher intensiv probieren was wie wirkt, und ohne eine 1a-schulung ist da nichts zu holen. aber bitte alk und job muß nicht sein. pumpe?

    wg op ein arzt mit erfahrung kann da einiges, jedoch bitte nicht einen x-beliebigen schnippler, sondern "schöhnheitschirurg". ggf vorher kk fragen, wann die zahlt - ggf nach einer ausgewachsenen depri.

    frauen. wenn es sonst auch passt, ist das kein prob. von thomas2002
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 02.09.2010 21:37:30
    Ich nochmal..

    "Picken wir aber den Punkt noch mal raus...

    "Ich möchte mir ab und zu mal so richtig die Kante geben. Mir das Licht ausblasen mit Saufen.."

    Man könnte eigentlich eindeutig sagen. Kannste machen; WENN du weißt, was dabei mit dem BZ abgeht und wie der Alkohol wirkt."

    Dem ist auf Dauer leider nicht so :-(

    Diabetes schädigt die Nerven, genauer die Isolationsschicht (Myelin) und den Zellfortsatz ) Axon) von Nerven (dying-back-Schädgung begleitet von einer markschädigung), Alkohol im Übermaß schädigt die Nerven zusätzlich (dying-back-Schädgung).

    Naja, wenn Du also Nervenschäden verhindern willst, bist Du gut beraten wenigstens den Alkohol als schädigenden Einfluss auszuschließen..

    Is kacke, aber es hilft ja nix :-(

    LG, Daniela