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T2D, Metformin und Insulin
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am 07.08.2025 21:52:59 | IP (Hash): 717049776
Bei T2D ist die Lehrbuchmeinung, dass die Bauchspeicheldrüse zwar Insulin produziert, aber zuwenig und/oder der Körper kann es nicht mehr effektiv nutzen. Warum gibt man dann Metformin, um die Gkukoseprduktion der Leber zu hemmen? Gibt es keine anderen Möglichkeiten?
Bearbeitet von User am 07.08.2025 22:09:44. Grund: Korrektur -
am 07.08.2025 22:10:35 | IP (Hash): 459263824
Ich meine, dass sowohl die Insulinresistenz als auch die Metforminwirkung beide nicht restlos verstanden sind.
Metformin senkt jedenfalls die Insulinresistenz, wie auch immer.
Und dadurch sinkt letztlich auch der HbA1c-wert.
Bei 1,5 bis 2 g Metformin täglich um etwa 1,4 % (gemittelter Durchschnittswert beim Durchschnittsdiabetiker Typ 2).
Bearbeitet von User am 07.08.2025 22:11:56. Grund: genauer -
am 07.08.2025 22:21:08 | IP (Hash): 717049776
Also nicht nur die Leberproduktion von Glukose, sondern auch die Insulinresistenz? Aber keiner hat es bisher so richtig verstanden, warum; man macht es halt seit Jahrzehnten? -
am 07.08.2025 22:45:17 | IP (Hash): 459263824
eb8 schrieb:
Also nicht nur die Leberproduktion von Glukose, sondern auch die Insulinresistenz?
Ja, beides.
Metformin hat eine wechselvolle Geschichte.
Lange Jahre war es ganz verbannt aus Angst vor Laktatazidose. Die aber letztlich eine Rarität war, aber halt lebensgefährlich. -
am 07.08.2025 23:04:39 | IP (Hash): 1952158396
Ich will ja nur verstehen, was da so in mir passiert. Aber wenn es eh noch nicht restlos geklärt ist, kann man es auch noch nicht verstehen :-) -
am 07.08.2025 23:59:41 | IP (Hash): 854300917
Hape schrieb:
Bei 1,5 bis 2 g Metformin täglich um etwa 1,4 % (gemittelter Durchschnittswert beim Durchschnittsdiabetiker Typ 2).
Ich weiß nicht, woher Hape diese Information hat. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass sie korrekt widergegeben ist. Bei einem HbA1c von 9,0% wäre eine Senkung um durchschnittlich 1,4% lediglich die Senkung auf 8,9%. Dafür bräuchte niemand das Zeug zu schlucken.
Vielleicht war in Hapes Quelle von einer durchschnittlichen Senkung um 1,4 Prozentpunkte die Rede. Das würde bei einem Ausgangs-HbA1c von 9,0% eine durchschnittliche Senkung auf 7,6% bedeuten, was eher glaubhaft ist. -
am 08.08.2025 00:19:23 | IP (Hash): 854300917
eb8 schrieb:
Bei T2D ist die Lehrbuchmeinung, dass die Bauchspeicheldrüse zwar Insulin produziert, aber zuwenig und/oder der Körper kann es nicht mehr effektiv nutzen. Warum gibt man dann Metformin, um die Gkukoseprduktion der Leber zu hemmen? Gibt es keine anderen Möglichkeiten?
Hallo eb8,
da hast du aber kein medizinisches Lehrbuch in den Händen gehabt. Bei Typ2-Diabetes funktionieren mehrere Regelungen nicht mehr richtig. Unter anderem ist die Glukoseausgabe der Leber gestört. Gesund gibt die Leber nur Glukose ins Blut, wenn der BZ zu niedrig ist. Bei Typ 2ern macht sie das überschießend, auch wenn gar keine Glukose gebraucht wird, wodurch der BZ weiter in die Höhe getrieben wird.
Metformin reduziert in der Hauptwirkung die Glukoseausgabe der Leber und korrigiert damit ein Stück weit deren falsche Ausgabe. Die meisten anderen Diabetesmedikamente sorgen für mehr insulin, um auch noch die zu viel ausgegebene Glukose wegzuräumen, mit allen negativen Auswirkungen, die viel Insulin hat. Metformin ist, wenn man es veträgt, so wertvoll, weil es dafür sorgt, dass weniger Insulin benötigt wird. Ähnliches wird nur mit SGLT2-Hemmern erreicht, die aber auch nicht ohne Nebenwirkungen sind.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 08.08.2025 11:52:08. Grund: BBCodes -
am 08.08.2025 00:54:18 | IP (Hash): 459263824
Rainer schrieb:
Hape schrieb:
Bei 1,5 bis 2 g Metformin täglich um etwa 1,4 % (gemittelter Durchschnittswert beim Durchschnittsdiabetiker Typ 2).
Ich weiß nicht, woher Hape diese Information hat. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass sie korrekt widergegeben ist. Bei einem HbA1c von 9,0% wäre eine Senkung um durchschnittlich 1,4% lediglich die Senkung auf 8,9%. Dafür bräuchte niemand das Zeug zu schlucken.
Vielleicht war in Hapes Quelle von einer durchschnittlichen Senkung um 1,4 Prozentpunkte die Rede. Das würde bei einem Ausgangs-HbA1c von 9,0% eine durchschnittliche Senkung auf 7,6% bedeuten, was eher glaubhaft ist.
Natürlich sind Prozentpunkte gemeint.
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am 08.08.2025 09:21:00 | IP (Hash): 511083428
eb8 schrieb:
Bei T2D ist die Lehrbuchmeinung, dass die Bauchspeicheldrüse zwar Insulin produziert, aber zuwenig und/oder der Körper kann es nicht mehr effektiv nutzen.
Die Lehrbuch-Meinungen und -Größen kommen nach wie vor aus der Behandlung des “richtigen” Diabetes, des Typ 1. Unbehandelt stirbt man direkt daran und nicht an einer Folgekrankheit meistens innerhalb weniger Wochen. Das ist eine ernsthafte Krankheit. So direkt an Typ 2 ist dagegen bislang noch niemand gestorben. Den kann man über Jahre haben und nicht mal bemerken.
Dass der T2D schon im Stadium des Prädiabetes munter Folgekrankheiten auslöst und fördert, ist gar nicht mal so neu. Denn in der Behandlung des T1D ist eine umfassende Untersuchung auf Folgekrankheiten erst Jahre nach der Diagnose vorgesehen, während sie bei T2D schon mit der Diagnose ansteht.
Allerdings hat das Wissen bislang KEINE Konsequenz für die T2D Behandlung, denn die müsste entsprechend auf den völlig gesunden Blutzucker ausgerichtet sein. Also praktisch strenger, als die beim richtigen Diabetes, und das geht gar nicht.
"Aktuell" konkret gemessenes Wissen zu T2D gibt es in “Endlich Schluss mit Typ 2 Diabetes” von Roy Taylor. Der durfte auch schon bei einer Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft vortragen, und dort wurden alle seine Erkenntnisse fachlich bestätigt. Seiner Forderung, den T2D mit der Diagnose in die Remission zurück zu drehen, wurde allerdings ne recht offene Absage erteilt, weil das bei den Betroffenen praktisch nicht umsetzbar sei.
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
Bearbeitet von User am 08.08.2025 09:22:38. Grund: , -
am 08.08.2025 10:10:21 | IP (Hash): 459263824
Es gibt eine Rehe von Hinweisen, dass eine drastische Gewichtsreduktion von z. B. einem BMI von 30 auf einen BMI auf 23 bei Diagnose eines Diabetes mellitus Typ 2 bis zu 80% derartiger Patienten regelrecht "heilen" würde. Und sie dadurch einen normalen Blutzucker haben würden.
Aber so eine drastische Gewichtsreduktion von übergewichtig zu relativ schlank schafft praktisch ja kaum ein Mensch.
Bearbeitet von User am 08.08.2025 10:13:04. Grund: Tippfehler