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Nach dem Frühstück höhere Werte als zu den anderen Mahlzeiten ?
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am 30.09.2025 10:12:56 | IP (Hash): 1273593289
Ist das normal?
Zum Mittagessen oder abends vertrage ich eine kleine Menge KH meist ohne großen Anstieg des BZ.
Morgens esse ich nur eine Scheibe Brot. Selbstgemachte. Roggen und Dunkel Vollkorn mit Naturjoghurt im Rezept. Kein Zucker, keine Milch, kein nicht Vollkorn, keine Fette nix.
Dazu esse ich Ein Stück Avocado, eine Scheibe Pute und 1/4 Paprika.
Trotzdem schießt mein Wert danach hoch. 167 heute eine Stunde nach dem Essen.
Gestern Abend hab ich zB 2 Stück Flammkuchen gegessen. Dinkelteig zwar aber kein Vollkorn mit Creme legere, etwas Käse überbacken, Speck. Dazu Gemüse und eine. Salat.
Da ist mein BZ quasi nicht angestiegen.
Letzte Woche nach der Scheibe Weißbrot ist er interessanterweise auch nicht nennenswert gestiegen.
Das war aber eigentlich auch Frühstück.
Mir hat man gesagt kein weißes Mehl mehr, nur noch Vollkorn. Letzte Woche durfte ich aber 3 Tage nur Weißmehlprodukte wegen einer Darmspiegelung und DA waren meine Werte interessanterweise besser.
Ich blicke da echt nicht nicht ganz durch.
Grundsätzlich steigt mein BZ aber tendenziell eher und höher nach dem Frühstück als nach den anderen Mahlzeiten.
Den Peak erwische ich allerdings nur, wenn ich eine Stunde nach dem Essen messe. Nach 2 Stunden ist der BZ zu 99% wieder völlig normal zwischen 100-120 unterwegs.
Mir wurde gesagt man misst erst 2 Stunden nach dem Essen, wenn er dann wieder unter 140 ist, ist alles gut, dann ist man gesund und das Essen war ok.
Nach allem, was ich aber jetzt so lese, stimmt das nicht so ganz und der Peak ist eine Stunde nach dem Essen und DER sollte nicht über 140 gehen und DER treibt den Langzeit BZ auch hoch.
Ärzte hier sind absolut keine Hilfe leider...
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am 30.09.2025 11:47:34 | IP (Hash): 1600609143
Die meisten von uns messen (lassen sich nicht von Ernährungs-Spezis einfach nur sagen) mit ner gleichen Scheibe Brot morgens mehr BZ in der Spitze, als mittags oder abends.
Und ebenso messen wenigstens viele von uns keinen Unterschied zwischen Vollkorn und Weißmehl.
Gesund normal ist übrigens nüchtern und zwischen den Mahlzeiten 70-90 mg/dl.
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 30.09.2025 12:35:23 | IP (Hash): 1478316931
Ja vor dem Essen bin ich mittlerweile oft, eigentlich meistens wieder unter 90 und eigentlich immer unter 100.
Ich sehe es schon kommen dass ich eine von denen bin bei denen weder Abnahme noch sonst was hilft☹️
Mittlerweile hab ich 10% meines Körpergewichtes verloren und esse nur noch gesund und trotzdem wird es nicht besser 😥
Was mir in dem Buch von Roy Taylor und auch hier öfter aufgefallen ist, ist dass immer von erhöhten Blutfetten, Cholesterin usw gesprochen wird was eigentlich immer Hand in Hand mit Diabetes und eben Fettablagerung in Leber und Bauchspeicheldrüse geht.
Meine Blutfette sind aber alle im mittleren stabilen Normbereich, die sind nicht erhöht.
Meine Blutwerte sind auf der Suche nach einer Erklärung für meine Beschwerden komplett auf Links gedreht worden und außer dass ich ein Problem mit Eisen und Blutarmut habe, sind alle Werte einwandfrei -
am 30.09.2025 18:39:38 | IP (Hash): 1600609143
Bei Taylor sollte dir aufgefallen sein, dass da nirgendwo von Blutfettwerten als üblen Tätern die Schreibe ist, sondern immer von eingelagertem Fett.
Und auch da ist nirgendwo von allgemein als gesund deklarierten Größen die Schreibe, sondern von ganz persönlichen Grenzen, mit deren Überschreiten der T2D eingeschaltet wird.
Beispiel 1: Zu viel Fett in der Leber!
1 Woche nach einer bariatrischen OP wird seit Jahrzehnten bei schwerstgewichtigen Menschen mit T2D von einem Tag auf den anderen die Normalisierung des Nüchtern-BZ beobachtet. In dieser Zeit werden die Betroffenen intravenös mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt, und nehmen nicht wirklich nennenswert ab. Aber ihr Organismus verbraucht soviel Fett aus der Leber, dass die wieder in ihre gesunde Ausgabefunktion für die Glukose umschaltet.
Beispiel 2: Zu viel Fett in den Beta-Zellen!
Der Pankreas wiegt 70-120g, und 1-2% davon entfallen auf die Langerhansschen Inseln mit den Beta-Zellen. Da kann es tatsächlich nur um 1-2 Gramm Fett gehen, die den Unterschied zwischen gesunder und diabetisch behinderter Funktion machen.
Für beide Bereiche nehme ich aus meiner Erfahrung an, dass der Organismus dazu neigt, die persönlichen Schaltgrenzen überschritten zu halten. Diese Neigung lässt sich am ehesten mit Very Low Caloric Diet = eher 600 als 800 kcal pro Tag umgehen. Und für beide Bereiche zeigt der gesunde Alltags-Verlauf des BZ, dass der T2D ausgeschaltet ist. Also morgens nüchtern 70-90 mg/dl und in den Spitzen nach dem Essen max 120-140, und zwar auch nach Portionen, nach denen man mit eingeschaltetem T2D 200-300 gemessen hatte.
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 01.10.2025 09:21:14 | IP (Hash): 1312001472
Also seit 3 Wochen nehme ich tatsächlich kaum KH zu mir und liege definitiv nicht höher als 600kcal am Tag. Ich nehme zur Zeit ja auch recht radikal ab dabei.
Ich esse quasi nur Gemüse mit etwas magerem Fisch oder Fleisch und das seit 3 Wochen.
Morgens 1 Scheibe Brot dazu. Ab und zu 5-10 Vollkornnudeln dazu, aber eher selten.
Dennoch ändern sich meine Werte nicht und für immer nur 600kcal zu sich nehmen geht ja nun auch nicht, selbst wenn die Werte mit 600kcal gut wären 😔
Bearbeitet von User am 01.10.2025 09:34:09. Grund: Ergänzung -
am 01.10.2025 12:21:40 | IP (Hash): 608723972
Für morgens nüchtern ist der Regelkreis der Leber zuständig. Der schaltet schon nach 1 Woche konsequent 200+200+200 kcal pro Tag in den gesunden Modus.
Die 200 kcal Portionen werden praktisch sofort verbraucht und gar nicht erst in Speicherfett umgewandelt - mit 2 möglichen Ausnahmen: größere Anteile daran an Glukose und Fruktose. Fruktose wird sofort zum größten Teil in Triglyzeride umgewandelt und ebenso ein größerer Teil der Glukose.
Meine besten BZ-Verbesserungs-Erfahrungen habe ich vor 10 Jahren mit ketogener Ernährung gemacht, zuerst 3 Monate mit max 600 kcal Tag und gut 20 Kilos weniger, und dann mit der dann passenden Menge für’s Gewichthalten, über 2 Jahre mit bis max 40 g KH pro Tag.
Seitdem halte ich den Stand mit Low Carb und ner Scheibe Brot als seltener Ausnahme.
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am 01.10.2025 17:35:58 | IP (Hash): 1312001472
Da muss ich nochmal kurz einhaken, darüber hatte ich gestern schon nachgedacht:
Also im Buch ist es über den Daumen gebrochen so formuliert "nehmen sie ab dann sind auch die Werte wieder gut, danach geht es zurück zur gewohnten Ernährung nur weniger davon ca 75%. Sie dürfen danach auch mal wieder übertreiben, im Urlaub, auf einem Fest, whatever aber sobald sie 3kg wieder drauf haben: Notbremse ziehen und wieder runter fasten"
Sein Ansatz besagt ja eher dass man wieder empfänglich für Insulin wird, bzw besser und durch das entfetten von Leber und BSD die wieder besser zusammen funktionieren und Essen wieder so verarbeiten wir es sein soll. Wie gesund halt
Dass es einer permanenten Ernährungsumstellung bedarf um nicht wieder zu zu nehmen ist ja ansich schon klar.
Nur sagt er ja nichts davon, dass man den Rest seines Lebens dann nur noch Low carb bzw so gut wie keine KHs zu sich nehmen darf, eigentlich im Gegenteil, er sagt "feiern sie, das Leben will gelebt werden, ziehen sie bloß danach wieder die Bremse"
Von Low Carb bzw diesen Drinks und der extrem geringen kcal Zufuhr ist ja nur für 3 Monate die Rede, keinesfalls für immer.
Du (und auch Andere hier) machen das ja aber durchaus, also geringe kcal, Low carb, quasi keine KH.
Und im Grunde ist das ja dann auch nicht das "gesund sein" und "Diabetes umkehren" wie von Taylor versprochen sondern "lediglich" mit der Krankheit leben und die Krankheit heißt quasi "ewiger Verzicht oder Medikamente". (Also nicht das ich das in irgendeiner Weise kleinreden oder euren Erfolg schmälern möchte, im Gegenteil, ich bin extrem beeindruckt wie ihr das durchzieht)
Meine Vorstellung von "ich kehre das um" und "ich bin gesund" wäre ja idealerweise ein "zu Hause vermeiden ich KH wo ich kann, esse viel Gemüse usw, bevorzuge Vollkorn falls es dich mal ein paar KH sein sollen,...und mache Sport", eben sehr gesunder Lebensstil aber im Idealfall würde ich ja schon gerne nach einiger Zeit wieder am Sozialleben teilnehmen und bei Einladung auch das Essen können, was aufgetischt wird, mal nen Burger und ne Pommes unterwegs (Natürlich nicht mehr 1-2x wöchentlich sondern vielleicht 1x im Monat,... In den Urlaub fahren!!! und vom Buffet Essen,...
Normales Leben eben nur dass ich halt für immer schauen muss, dass ich das so machen, dass das Gewicht unten bleibt und zur Not immer mal wieder hart "fasten".
Bearbeitet von User am 01.10.2025 18:11:00. Grund: Ergänzung -
am 01.10.2025 19:57:45 | IP (Hash): 608723972
Meine erste Erfahrung mit dem Zurückdrehen von meinem T2D hatte ich in 1991. Diagnose im Januar mit HbA1c über 15,5 und morgens nüchtern weit über 400 mg/dl - wenigstens schon über 2-3 Jahre, sagte damals der Nephrologe, weil meine Niere schon einiges an Fortsätzen für den gewaltigen alltäglichen Wasserumsatz gebildet hatte.
Irgendwo hatte ich gelesen - Internet gab es ja damals noch nicht - dass der BZ in der Spitze nach dem Essen 140 mg/dl nicht überschreiten sollte. Also hab ich mir schwarze Fingerkuppen gemessen und mich zu den Sulphonylharnstofftabletten mit meinem Essen nach und nach danach gerichtet. Klar ging das nur Low Carb (morgens und abends 1 Scheibe Brot statt bis dahin 3), auch wenn damals noch keine große Schreibe davon war. Im Sommer konnte ich die Tabletten rauslassen und im September meinen gesunden HbA1c feiern.
Aber feiern ging nicht, weil alle Ärzte mich bearbeiteten, dass ich ja schweren Diabetes hätte und dass wegen des bevorstehenden Sekundärversagens - dann würde ich praktisch zum Typ 1 - der gesunde BZ lebensgefährlich wäre. Ich bräuchte dringend HbA1c um 7!
Remission hatte damals noch niemand auf dem Schirm. Also hab ich meine brav wieder aufgefressen. Wirklich aufgefressen, denn KH-Portionen, die noch zu Ostern meinen BZ locker über 200 getrieben hatten, musste ich über den Oktober für mehr als 140 locker jeden Tag wenigstens verdoppeln, damit mein BZ wieder nennenswert zu steigen begann.
In meinem Rückblick hätte einmal die Woche deutlich mehr KHs meine Remission in keiner Weise beeinträchtigt.
Langer Schreibe kurzer Sinn: So kann das bei dir auch kommen, wenn dein T2D erst einmal in der Remission angekommen ist.
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis im grünen Bereich = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 02.10.2025 05:15:40 | IP (Hash): 1930661261
Probiere doch mal ein anderes Frühstück mit wenig Kohlenhydraten.
Oder anderes Brot, d h. Ersatz-Brot lowcarb oder ähnliches.
ICH könnte nicht so viele (schnelle und insgesamte Menge) Kohlenhydrate auf einmal essen, ohne Blutzuckerspitzen zu riskieren.
Und nochwas: Geduld!
Sooo schnell verändert sich der Stoffwechsel nicht, dass quasi binnen weniger Wochen - noch dazu mit ungeeigneter Nahrung - sich alles revidiert, was man über viele Jahre odee sogar Jahrzehnte hinweg ignoriert hat.
Manches ist evtl. Gar nicht mehr veränderbar.