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Diabetes Typ 2 Verdacht 🤔
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am 18.12.2025 18:34:22 | IP (Hash): 546430392
Hallo zusammen,
war am Montag beim Arzt um das Ergebnis meiner Blutabnahme zu erhalten.Hatte dort einen Wert von 127 im nüchterne Zustand worauf die Ärztin den Typ 2 Verdacht geäußert hat.Nun soll Ende Januar ein Zuckertest durchgeführt werden.Auf die Frage wie ich mich bis dahin verhalten soll meinte Sie ich soll nichts ändern und wie bisher weitermachen.🤔
Nachdem ich den Schock etwas verdaut habe habe ich nun schon bewusst angefangen z.b. Süssgetränke und sonstige Süßigkeiten komplett weg zu lassen.Ebenso verzichte ich mehr auf Wurst und Fleisch.
Bin für alle Tipps sehr dankbar.
Ich bin 50Jahre alt und wiege ca 80kg bei einer Größe von 180cm.Beide Großväter hatten Alterszucker.Meine Ernährung war ehrlicherweise nicht immer die beste bzw war ich auch Süßigkeiten gegenüber nie abgeneigt.
Danke euch!!! -
am 19.12.2025 13:42:19 | IP (Hash): 924389815
marius66 schrieb:
Auf die Frage wie ich mich bis dahin verhalten soll meinte Sie ich soll nichts ändern und wie bisher weitermachen.🤔
Das wichtigste hast du schon gelernt: Trau keinem Arzt, der dir so etwas sagt. Von alleine geht das nicht weg. Nichts zu ändern und so weiterzumachen wie bisher bedeutet, weiterhin Öl ins Feuer zu gießen und den unguten Zustand weiter anzuheizen. Bis es weh tut. Dafür bist du zu jung.
marius66 schrieb:
Nachdem ich den Schock etwas verdaut habe habe ich nun schon bewusst angefangen z.b. Süssgetränke und sonstige Süßigkeiten komplett weg zu lassen.Ebenso verzichte ich mehr auf Wurst und Fleisch.
Bin für alle Tipps sehr dankbar.
Gut gemacht! Zucker und Stärke (=Kohlenhydrate) erhöhen den Blutzucker, was du nicht isst, erhöht nicht deinen Blutzucker.
Fleisch hat keine oder kaum KH. Fett und Protein erhöhen den BZ nicht, also kannst du bedenkenlos nicht zu mageres Fleisch essen. Musst dich ja mit Energie versorgen, sonst kommt der Hunger und unbedachtes Essen. KH sind nicht essenziell.
Dazu Gemüse nach Belieben, Eier, Fisch, Butter, Käse, Quark, Joghurt, Avocados, Nüsse, aber keine Milch, die hat zu viele Kohlenhydrate. Ebenso kann Obst zuviel Zucker enthalten, außer Beeren. Und keine Smoothies.
Fructose macht Fettleber, genauso wie Alkohol. Fettleber macht Diabetes, oft, meist.
Musst nicht darben, nur die richtigen Lebensmittel auswählen und beim Einkaufen auf die Nährwerte (KH) achten.
Zum Beispiel ist es besser Schweinshaxe mit Sauerkraut zu essen, als Gerichte mit Nudeln, Brot und . Knödel. Als Nachspeise dann zB Quark plus Sahnehäubchen mit Erythrit oder Süßstoff, das ist durchaus ein guter Ersatz für Zuckriges.
Es gibt tausende Rezepte, die einerseits lecker und andererseit gesund für dich sind.
Von einem NüchternBZ-Wert kann man noch nicht unbedingt eine Diagnose stellen, ist nur eine Momentaufnahme, aber gesund ist dein Wert nicht. Normalerweise regelt sich der BZ bei Gesunden immer zwischen etwa 70-100mg/dl ein, nach den Mahlzeiten steigt er an bis 140-160mg/dl und fällt dann nach etwa 2 Stunden wieder auf einen Normalwert ab.
Man muss auch wissen, wenn der BZ ungewöhnlich hoch ansteigt, ist bereits einiges nicht mehr in Ordnung. Vorher hat der Körper sich damit beholfen, mit immer mehr Insulin den zu hohen BZ auf Normalwerte runterzuregeln, bis das nicht mehr funktioniert.
Im Ergebnis hat man dann zuviel Zucker und gleichzeitig zu viel Insulin und bereits einige Schäden.
Bei Diabetesverdacht wird üblicherweise unter anderem der Langzeitwert HbA1c gemessen, der die Verzuckerung der roten Blutkörperchen der letzten etwa 3 Monate anzeigt, stellvertretend für alle Körpergewebe. Er liegt bei Gesunden bei um die 5%, bei Diabetikern über 6,5%, kann aber auch ziemlich ansteigen, über 10%.
Diese Verzuckerung schadet dem Körper, den Gefäßen, den Nerven, dem Herzen und den Nieren, Augen, allen Geweben und macht uns krank. Die Kunst ist, den BZ-Verlauf durch Ernährung nur in sanften Wellen zu bewegen und starke Spitzen zu vermeiden. Und das Ziel ist, weniger Insulin auszuschütten.
Das kannst du mit häufigen Blutzuckermessungen (Fingerpiks) überprüfen und dir damit Motivation für eine deinen Bedürfnissen angepasste Ernährung holen. Gerade anfangs kann es oftmals ziemlich schnell gelingen, den NüchternBZ zu normalisieren und so einer Verschlechterung zu entgehen. Im besten Fall sogar die Sache rückgängig zu machen. Dauerhaft wirst du immer den Blutzucker im Blick behalten müssen und die Leber fettfrei halten.
Nach den Leitlinien für Diabetes steht Ernährung an erster Stelle der Behandlung, vor jeder Medikation. Dass die Ärztin nichts von der Möglichkeit gesagt hat, ist voll daneben, aber durchaus üblich. Eigenverantwortung ist gefragt.
Viel Glück.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎 -
am 19.12.2025 15:42:53 | IP (Hash): 546430392
Danke dir vielmals für deine Antwort.
Im Geheimen hoffe ich immer noch das sich die erste Diagnose nicht bestätigt.Die Messung war morgens um 8Uhr im nüchternen Zustand.Die letzten 6-8Wochen vor der Messung waren sehr stressig.Na wir werden sehen was der Zuckertest sagt.Das ich aber in den 6 Wochen bis dort hin einfach so weiter machen soll ist mir allerdings auch unverständlich.Kann mir das nur damit erklären das so die Werte evtl. verfälscht werden?!?🤷🏼♂️
Habe mich jetzt seit Montag viele Stunden mit dem Thema befasst so das ich zumindest mal im groben weiß was mir jetzt in Sachen Ernährung helfen kann.Was die Bewegung angeht mache ich jetzt schon durch die Bewegung bei der Arbeit täglich um die 10000 Schritte.Desweiteren habe ich wieder mit moderatem Lauftraining angefangen.
Bin hier auf jedenfall gewillt den Hebel umzulegen und das ganze nicht schleifen zu lassen!😊
Bin für weitere Tipps sehr dankbar!!! -
am 19.12.2025 19:10:42 | IP (Hash): 86624916
Hallo,
Wegen Deines Nüchtern-BZ von 127 mg/dl würde ich keine Panik schieben.
Mit Weglassen von Süßigkeiten, gesüßten Getränken und Kuchen macht du schon viel richtig. Mit den 10000 Schritten auch.
Wurst und Fleisch kannst du hingegen bedenkenlos essen. Bei Normalgewicht auch ruhig fettere Sachen.
Eher reduzieren sollte man (leider) die vier Hauptnahrungsmittel: Brot. Nudeln, Kartoffeln, Reis.
Was du noch machen kannst:
Den Hausarzt um die Bestimmung des HbA1c bitten.
Im Dromarkt gibt es für kleines Geld Blutzuckermessgeräte, mit denen du z. B. den Nüchtern-Blutzucker selbst bestimmen könntest. Oder den Blutzucker 90 Minuten nach Beginn einer Mahlzeit messen.
Für den kleine Pieks gibt es Stechhilfen, so dass man ihn kaum merkt.
Bearbeitet von User am 19.12.2025 20:30:42. Grund: Genauer -
am 27.12.2025 14:02:15 | IP (Hash): 546430392
Hallo zusammen,
hab nochmal eine Frage zum Thema Fett.Im Bezug auf Kohlenhydrate und Zucker hab ich inzwischen deutlich reduziert.Aber was hat es denn genau mit dem Fett auf sich?
Das ist doch eher ein allgemeines Thema für alle Personen oder in wie weit ist denn Fett für Diabetiker im besonderen problematisch?
Habe durch die Ernährungsumstellung bei einer Größe von 180cm nun ein Gewicht von 78kg.Sprich habe in den letzten 14Tagen trotz Weihnachten 2kg abgenommen.
Esse drei mal täglich und esse zwischendurch auch nichts mehr.Kohlenhydrate bin ich täglich bei 150 bis max 300gr.und Zucker bei max 50gr vermutlich eher noch klar darunter.
Wurst hab ich auch ziemlich weg gelassen andererseits gibt es hier ja einige Sorten mit sehr wenig Kohlenhydraten und Zucker 🤔.
Manchmal denke ich selbst ich mach mich hier zu sehr verrückt da ja noch keine endgültige Diagnose gestellt ist.Mein Umfeld sieht das ähnlich.Ist denn ein Nüchternblutzucker von 127 so außergewöhnlich?Stress und Schlafmangel waren schon auch vorhanden.
Danke euch!!! -
am 27.12.2025 15:26:41 | IP (Hash): 924389815
Ja, ein Nüchternblutzucker von 127 ist zu hoch und deine verzehrten KH sind ziemlich üppig.
Warum glaubst du, dass Fett problematisch wäre, besonders für Menschen mit Diabetes?
Fett ist essenziell, braucht man für Nerven, Gehirn, Hormonproduktion, Zellmembranen, als Energielieferant, für das Immunsystem usw. Auf Fett kann man nicht verzichten, im Gegensatz zu KH.
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DM2 in Remission ohne Medikamente 😎 -
am 27.12.2025 19:05:45 | IP (Hash): 2104879837
marius66 schrieb:
Aber was hat es denn genau mit dem Fett auf sich?
Hallo Manus,
die Antwort ist relativ einfach:
1. Fett braucht im Gegnsatz zu KH fast kein Insulin zur Verdauung und
2. Wenn du die KH reduzierst, kannst die unter Beachtung der Gesamtkalorien so viel Fett essen, wie in deinen Kalorienhaushalt rein passt.
Fett an sich ist nicht gefährlich, dick macht es nur zusammen mit vielen KH. Die KH werden zuerst verarbeitet und dann erst das Fett. Das passiet aus Effektivitätsgründen, weil die Glukose aus den KH nur begrenzt direkt gespeichert werden können. Wenn man insgesamt zu viel isst, dann sieht es so aus, als ob nur das Fett, was zum Schluss verarbeitet oder gespeichert wird, an dem Übergewicht Schuld wäre. Wenn du die KH reduzierst, auch bei moderater Reduzierung, kannst du Fett essen, ohne dass es Schaden anrichtet.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 27.12.2025 19:06:10. Grund: BBCodes -
am 04.01.2026 13:26:46 | IP (Hash): 546430392
Hi zusammen,
bin heute Morgen nochmal auf die Waage gestanden und durfte feststellen das ich in den 3 Wochen seit dem Arztbesuch mein Gewicht von 82 auf 77kg reduziert habe.Bin sehr überrascht das das so schnell geht hab aber parallel etwas Sorge das das ganze so nicht mehr gesund ist bzw nicht nur positive Auswirkungen hat.🤔 -
am 04.01.2026 16:52:50 | IP (Hash): 777332720
Worum sorgst du dich? Du isst deutlich weniger, als dein Organismus verbraucht. Also versorgt er sich für die Differenz aus dem Fett, das er in den “fetten" Zeiten genau dafür gespeichert hat. Wahrscheinlich zu einem großen Teil aus lecker süßen KHs, die er zu Fett umgeformt hatte.
Wahrscheinlich hast du früher nie mitgeschrieben, wann du wovon wie viel gegessen hast. Dann könntest du jetzt mal vergleichen.
Gut wäre, wenn du mit dem Mitschreiben jetzt mal anfangen würdest. Dann hättest du für dich zutreffende Vergleichsgrößen nach dem Ende der Abnehmspritzen.
Auch mit den Spritzen geht Abnehmen nicht endlos. Irgendwann deutlich vor dem endgültigen Verschwinden entspricht dein alltäglicher Input mit oder ohne Spritze deinem alltäglichen Verbrauch. - Mich würde interessieren, was dein Nüchternzucker morgens zu den verbrauchten Kilos sagt?
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Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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am 28.01.2026 11:12:32 | IP (Hash): 2112514325
Da bin ich wieder😊
Komme gerade vom OGTZ und HbA1c.
Besprechung ist am Montag.
Zum OGTT
Nüchtern 98,
1.Stunde 145
2.Stunde 172🤔
Was sagt ihr dazu?