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Online-Studie zu Typ-2-Diabetes – Teilnehmende gesucht

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 03.03.2026
    am 03.03.2026 12:49:00 | IP (Hash): 850980618
    Wir, die Abteilung für Gesundheitspsychologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, führen derzeit eine Online-Studie zu diabetesbezogenen Belastungen (Diabetes Distress) bei Typ-2-Diabetes durch. Ziel der Studie ist es, einen neuen Fragebogen zu entwickeln, der Belastungen im Alltag mit Typ-2-Diabetes differenzierter erfasst. Langfristig möchten wir so dazu beitragen, die psychologische Unterstützung und Versorgung von Menschen mit Diabetes weiter zu verbessern.

    Gesucht werden volljährige Personen mit Typ-2-Diabetes, deren Diagnose seit mindestens 12 Monaten besteht – unabhängig davon, ob sie sich aktuell durch ihren Diabetes belastet fühlen oder nicht. Die Teilnahme erfolgt online, dauert etwa 20 Minuten und ist selbstverständlich freiwillig und anonym.

    👉 Hier geht es direkt zur Befragung:
    🔗 https://sosci.zdv.uni-mainz.de/diademsTyp2/

    Jede Teilnahme macht einen Unterschied und hilft dabei, die Versorgung von Menschen mit Diabetes nachhaltig zu verbessern.

    Weitere Informationen finden Sie auf Instagram und Facebook unter: @diadems.studie
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 03.03.2026 21:04:23 | IP (Hash): 1817223371
    Wie behandeln Sie Ihren Diabetes, ist die einzige aktive Frage - ihrem Wortlaut nach.
    Der ganze große “Rest" des Fragebogens fragt: Wie werden Ihr Diabetes und Sie mit ihm behandelt und wie mehr oder weniger schrecklich fühlen Sie sich dabei?

    Also als Patient im wahrsten Sinne des Wortes, als Erdulder und Erleider - voll im Sinne der fachoffiziellen Behandlung des Diabetes nach DDG als chronisch progredienter Krankheit, die mit den Jahren immer mehr Lebensqualität und schließlich auch Lebenszeit abfrisst.

    Die weit überwiegende Mehrzahl der Mitschreiber in Foren wie diesem gehören recht eindeutig zu den aktiv Handelnden, die mit ihrem Diabetes möglichst gesund leben, also aktiv gezielt und systematisch für ihren Blutzuckerverlauf 24/7 im möglichst gesunden(!) Bereich sorgen.

    Zu solch gesundem Leben mit Diabetes gibt es bislang keinerlei fachärztliche Anleitung nach DDG. Warum eigentlich nicht?
    Da es für das Fehlen überhaupt keinen medizinisch sachlichen Grund gibt und Sie sich hier praktisch angeboten haben, stelle ich die Frage hiermit an die Psychologie und bin selbstverständlich gespannt auf eine ernsthafte Antwort.


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    Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 03.03.2026
    am 04.03.2026 12:28:38 | IP (Hash): 1277235244
    Lieber Nutzer,

    Sie sprechen eine wichtige versorgungs- und leitlinienbezogene Frage an: Welche Rolle spielt ein sehr aktives Selbstmanagement mit möglichst wenig Medikation in den offiziellen Empfehlungen der DDG?

    Diese Frage können und sollten wir als psychologische Forschungsgruppe nicht stellvertretend für eine medizinische Fachgesellschaft beantworten. Leitlinien entstehen auf Basis umfangreicher Evidenzbewertungen und müssen unterschiedliche Patientengruppen, Risiken, Machbarkeit und Versorgungsrealitäten berücksichtigen.

    Unsere Studie verfolgt ein anderes Ziel: Wir untersuchen, wie Menschen ihren Alltag mit Typ-2-Diabetes subjektiv erleben – sowohl mögliche Belastungen als auch Ressourcen und unterschiedliche Formen des Umgangs. Sie richtet sich ausdrücklich nicht nur an Personen, die ihren Diabetes als belastend erleben, sondern auch an Menschen, die gut damit zurechtkommen. Gerade diese Vielfalt ist für uns wissenschaftlich sehr relevant. Nur so kann psychologische Unterstützung langfristig differenzierter und individueller gestaltet werden.

    Vielen Dank für Ihren Beitrag. Er zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit Typ-2-Diabetes ihre Situation verstehen und gestalten.
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    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 04.03.2026 16:35:59 | IP (Hash): 281231516
    Aktives Selbstmanagement mit Ziel alltäglicher BZ-Verlauf im völlig gesunden Rahmen spielt in den Leitlinien der DDG bis heute überhaupt keine Rolle.

    Danke für Ihre Antwort. Sie zeigt, dass Psychologen mehr Sinn in der Pflege auf dem kranken Weg sehen können, der ja praktisch immer mehr psychologische Betreuung braucht, als in der Begleitung auf einen gesunden Weg, auf dem sich diese Begleitung praktisch selbst überflüssig macht.

    Das läuft erstaunlich parallel zum Bild vom Studienhintergrund der weitaus meisten Diabetes-Studien. Denn sie werden in aller Regel von Pharmas bezahlt, die am wenigsten an Betroffenen verdienen können, die ihren Diabetes mit aktivem Selbstmanagement auf Gesund zurückdrehen.


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    Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)