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Diabetes-Versorgung im Allgemeinen

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 17.04.2026
    am 17.04.2026 16:56:28 | IP (Hash): 1525676581
    Hallo an Alle,
    ich schlage mich mit der DM2 schon über 10 Jahre rum. Mal gut, mal weniger gut. Und ich hatte von Anfang das Gefühl, dass ich fast alles alleine machen muss, weil von ärztlicher Seite so gut wie nichts kam. Eingestellt wurde ich bei einem HbA1c von 12,6 auf XigDuo zweimal 1000mg.
    Das hat mir das Essen verleidet, mir war ständig übel, Essen habe ich meist "runtergewürgt" und es kam wieder retour. Von den Durchfällen ganz Abgesehen.
    Die Internistin meinte damals, dass sich das geben würde....tat es nicht. Nach zwei Montagen ohne Besserung ging ich ins Carl von Noorden Haus, da bekam ich Metformin zweimal 1000mg, erste Woche ebenfalls Durchfälle, aber das besserte sich dann langsam.
    Aber die Werte wurden nicht besser.
    Dann bekam ich zusätzlich Byetta, ohne Erfolg.
    Dann kam Trulicity 1,5mg, etwas bessere Werte.
    Aber gewichtsmässig tat sich nichts, obwohl ich mich an die Empfehlungen der Ernährungsberaterin hielt.
    Irgendwann kam ich durch eigene Recherche auf die ketogene Ernährung....oh Wunder...ich aß dreimal so viel wie vorher und nahm ratzfatz in kurzer Zeit fast 40kg ab...meine Werte waren so bombig, dass meine Hausärztin alle Medikamente absetzte, einmal Kontrolle im Quartal, immer alles gut. HbA1c so um die 5,6 und immer noch ohne Medikamente.

    Dann kam Stress ohne Ende, Pflege meines Vaters, Tod meines Vaters, Ärger mit der Verwandtschaft und und und...ich konnte die Ernährung nicht mehr aufrecht erhalten, zuviel lenkte mich ab, natürlich waren die Werte wieder schlecht und ich bekam wieder Metformin zweimal 85Omg und Trulicity 1,5mg.

    Neu war, dass auch die Fettwerte schlechter wurden, bes. die Triglyceride stiegen zeitweise auf über 1000 an, Cholesterin war vorher immer bei 170, dann aber auch auf über 200. Statine habe ich abgelehnt und da fing der nächste Stress an.

    aufgrund der Tatsache, dass ich keine Statine nehmen wollte, weigerte sich der Hausarzt (ein Arzt im Praktikum bei meiner Hausärztin) Hausbesuche wegen Blutentnahme zu machen. Was vorher immer möglich war ging auf einmal nicht mehr.
    Er hat mir am Telefon eine Standpauke erteilt vom Feinsten. Ich wäre verantwortungslos, weil ich die Statine ablehne und es wäre Unsinn, was ich rede und und und....

    Dann kam mein Pflegedienst mit dem Rezept und ich war erstaunt....er hatte die gesamte Medikation umgestellt von Metformin und Trulicity auf XigDuo, welches mir ja ganz am Anfang gar nicht bekommen ist, kein Trulicity mehr, dafür aber noch Ezetimib wegen der Fettwerte.

    Und alles ohne Blutwerte (die letzten sind vom Oktober) und ohne das mit mir zu besprechen. Der Typ kommt frisch von der Uni und hat mMn keine Ahnung von Diabetes.

    ICh bin sauer und fühle mich allein gelassen.

    Naja, erstmal genug gejammert, es ändert ja nichts, aber ein bissel erleichtert es ja schon.
    Euch allen einen guten Start ins Wochenende.
    Lilly