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zu hohe BZ-Werte am Morgen, wer hat Erfahrungen?

  • Hanna

    Rang: Gast
    am 23.02.2008 11:52:35
    Hallo,
    unsere Tochter 6 Jahre alt, hat seit 3 Jahren Typ1 Diabetes. Morgens und abends spritzen wir Protophane und zu den Mahlzeiten Novo Rapid. Sie wiegt im Moment 16 kg. Bisher sind wir gut mit den Insulinmengen klar gekommen, aber seit Mitte Januar haben wir morgen sehr hohe BZ-Werte. z.B. im Dezember haben wir gegen 19.30 Uhr 2 IE Prota gespritzt und sie ist mit einem Wert gegen 7.30 Uhr aufgestanden von ca. 4-5 mmol. Neuerdings haben wir schon das spritzen auf ca. 21.00 Uhr verlegt, mittlerweile schon 5 IE Prota, nächtliche Messungen gegen 2.00 Uhr, Wert 4,5 mmol, gegen 4.00 Uhr 4,8 mmol und um 7.00 Uhr wieder bei 11,9 mmol. Nach einem Anruf in der Uniklinik hieß es, das vielleicht durch das Wachstumshormon ein erhöhter Bedarf besteht und das jetztige Insulin Protaphane nicht mehr ausreicht. Es soll eventuell ein anderen Insulin gespritzt werden, was aber nur stationär eingestellt werden kann. Wir haben aber sehr schlechte Erfahrungen mit dem Krankenhaus uns möchten das nicht unbedingt stationär machen. Hat jemand Erfahrungen hinsichtlich der erhöhten Werte oder eventueller ambulanter Insulinumstellung? Bitten um Hilfe.

    Hanna
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 23.02.2008 20:15:35
    hallo marina,
    natürlich sind in dem alter auch wachstumshormone im spiel, aber das sieht stark nach dawn phänomen aus. und da ist eigentlich die pumpe "die" lösung.
    denn protaphane ist nph insulin und hat nach ca 3h die größte wirkung und läßt wenns morgens gebraucht wird nach.
    ohne pumpe geht levemir, das auch zuverlässiger und länger wirkt.
    und den großen vorteil dadurch hat nicht so spät gespritzt zu werden. bei euch ev 20h.
    da ihr schon recht hoch in der abend dosis seid ohne daß deine tochter nachts ne hypo bekommt.
    müßt ihr nur wieder mit dem "alten" niedrigen wert anfangen, und bis zum optimalen vorsichtig in kleinen schritten hocharbeiten. ihr habt doch den junjor pen mit halben schritten ?
    und mit zweimal habt ihr den tag abgedeckt.(basismäßig)
    ansonsten , zur schulung/umstellung meine empfehlung -diabetesdorfalthausen- "gogeln", bei doc teupe, ruhig anrufen, er hat extra eltern/kind schulungen gemeinsam , und in den ferien. mit guter laune und unter "gleichen".
    mfg klaus von klausdn
  • Hanna

    Rang: Gast
    am 24.02.2008 14:11:35
    Danke, hat erstmal ein Stück weitergeholfen. Komischerweise lief heute Nacht ganz gut, waren gestern noch zum Geburtstag, dadurch erst 21.45 Uhr gespritzt, dann 2.30 Uhr = 2,7 mmol , 7.30 Uhr 3,7 mmol, haben dann noch weitergeschlafen bis 9.00 Uhr und sind mit 5,0 mmol aufgestanden. Vielleicht nur eine Ausnahme. Den Junior Pen haben wir mit 1/2 Schritten.
    Aber noch eine Frage, falls es doch zu einer Insulinumstellung kommt, kann man sowas auch ambulant regeln oder muß das unbedingt stationär eingestellt werden.
    Das Diabetesdorf habe ich mir angesehen, ist ja eine tolle Sache aber leider zu weit weg von uns, für uns wäre Berlin/Hannover näher dran. Morgen muß ich noch mal in der Uniklinik anrufen, mal sehen was der Doc meint, es ist ja wirklich schwer einen guten Diabetolgen zu finden, so recht zufrieden sind wir mit unserem nicht.
    Bis bald von Hanna
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 24.02.2008 14:38:04
    hallo hanna,
    sorry für meine schlechte sicht.
    wenn ein doc erreichbar ist (für wirkliche notfälle)
    müßte auch eine normale umstellung möglich sein.
    was anderes als ihr zuhause macht die klinik ja auch nicht. sie gehen von dem "alten" wert 2ie aus und passen ihn nach bedarf an.
    bei kindern wird oft stationär "eingestellt" und wenn die nach hause kommen und toben ist alles wieder anders - leider haben wir menschen keinen knopf wo man etwas "einstellen" kann.
    leider gibt es nur einen teupe, aber es gibt die eisenbahn. denn selbst ärzte aus nachbarländern sind schon dort zur schulung gewesen. garantiert nicht ohne grund.
    und mehr als ein anruf kostet es nicht.
    ich habe mich selbst schon mit zwei insulinen umgestellt, actrapid/novorapid und protphane /levemir, ohne probleme.
    teupe ist so ein arzt der im notfall tel. erreichbar ist,
    was ist denn als alternative mit hannover , kh auf der bult , bei dr, danne?
    mfg. klaus
    von klausdn
  • Fuchs

    Rang: Gast
    am 25.02.2008 12:35:56
    Hallo,

    ihr solltet mal über eine Pumpe für Eure Tochter nachdenken (falls sie noch keine hat.). Als Schulkind wäre sie jedenfalls reif genug für die Pumpe. Und ich schwöre Euch zwei Dinge:

    - Der Zucker lässt sich mit Pumpe -gerade in Bezugauf die Morgenwerte- viel besser einstellen,

    - Sie wird die Pumpe lieben, weil sie praktisch und diskret ist. Und "hip" ist sie auch - wenn schon der Diabetes so unCOOL ist.

    Bitte keine Vorbehalte - es gibt so gut wie keinen Pumpenträger, der seine Pumpe nicht liebt. Eine Entscheidung, die ihr sicherlich nicht bereuen werdet.

    Schau auch mal rein bei:

    www.diabetes-kids.de

    Fuchs
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 25.02.2008 17:00:11
    hallo fuchs,
    ja das war auch meine empfehlung, -aber - inzwischen ist es jedenfalls meist t , nicht so einfach /selbst für kinder) eine pumpe zu bekommen.
    da redet jetzt immer öfter der md mit, und der verlangt vor de bewilligung das ausschöpfen der therapie , und dazu gehört der versuch mit anderem langzeitinsulin.
    also schadet es nie was zu probieren.
    mfg. klaus von klausdn
  • Janette G.

    Rang: Gast
    am 02.03.2008 15:19:49
    Hallo Hanna,

    ich schließe mich meinen beiden Vorschreibern an:

    Deine Schilderung klingt ganz nach Dawn-Phänomen. Eure Messungen in der Nacht zeigen ja, dass eure Tochter in der kritischen zeit gegen 2-3Uhr nicht im Unterzucker ist (obwohl 4,8mmol/l schon knapp ist).
    Bei der Nacht, wo der Wert morgens gut war, ist aber der 2,7mmol/l kein so toller Wert und tut eurer Tochter nicht so optimal Gutes.

    Einige Kliniken empfehlen z.B. das Protaphane noch später zu spritzen, so zwischen 22Uhr und 0Uhr. Das ist aber sicher auch oftmals nicht so leicht umzusetzen.
    Mir fallen jetzt auch diese zwei Lösungen ein: Levemir (evtl. auch Lantus, das kann aber gerade beim Dawn-Phänomen manchmal auch nicht so der Hit sein) oder wirklich eine Insulinpumpe. Eine Pumpe sorgt zwar für eine viel optimalere Einstellung, was den Insulinbedarf angeht, sie ist aber ein sehr großer Schritt und erfordert mit Sicherheit einen Aufenthalt in der klinik. Ich bin schon ein großer Pumpenfan, jedoch ist genau abzuwägen, ob das für eure Tochter eine Therapieoption ist. Wenn ja, informiert euch euer Diabetesteam sicherlich gern.
    Bei der Umstellung von Protaphane auf Levemir ist es sicherlich möglich, dass diese zu Hause erfolgt. Ihr eklärt euch ja sicherlich bereit, mehrmals die Nacht zu messen (macht ihr ja jetzt schon). Und dann kann man mit dem Diabetesteam ja ausmachen, dass ihr euch täglich zur Auswertung telefonisch verabredet und so kann dann auch die Dosisanpaassung erfolgen.
    Ich hoffe, ihr bekommt das gut hin.

    Ganz liebe Grüße von
    Janette
    von Janette G.
  • stephanie

    Rang: Gast
    am 11.06.2008 22:12:06
    Wollte nur ml kurz sagen, dass mit der Pume ist genial. Unser Sohn hat seit einem Jahr Diabetes und die Pumpe, es sit so viel einfacher. Lasst es euch mal durch den Kopf gehen.

    Grüße Steffi
  • thomas

    Rang: Gast
    am 18.07.2008 02:11:26
    hi, unser kurzer (2,5 Jahre mit 16 M. erkrankt)hat ähnliches durchgemacht.Uns sagte mann dasselbe.
    Wir sind in mit ihm in Aachen in der Uni Klinik. Haben dann umgestellt auf Pen, dann war es für ca. 1 Monat besser , danach wieder schwankend. ... habt Ihr schon mal an eine Pumpe gedacht ?! Drücken die Daumen auf bald Stabile Werte!!!
    Gruß Thomas von thomas