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Frage an in Remission befindliche D2s

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    am 29.05.2026 20:36:16 | IP (Hash): 1268262891
    Ich durchlaufe gerade die 1-2-3 Schritt Ernährungsumstellung nach Peof. Dr. Roy Taylor. Und nun interessiert mich, wie ihr euch ernährt, wenn ihr den D2 überstanden habt. Ist es so, wie es in dem Buch steht, dass man eigentlich wieder alles essen kann - in einem guten Verhältnis versteht sich.
    Über eure Antworten würde ich mich freuen.

    Habt einen schönen Abend
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    am 30.05.2026 09:50:55 | IP (Hash): 1994271762
    Im Januar 91 hatte ich meine Diagnose T2D mit HbA1c 15,5 und nüchtern über 400 mg/dl und 24/7 um 15 Litern Flüssigkeitsumsatz seit Jahren. Mit dem Essen nach dem Messgerät mit in den Spitzen immer weniger über 140 und dann zuverlässig darunter hatte ich Ende Sommer 91 meinen HbA1c bei 5,5 und meine Ärzte in heller Aufregung: Ich müsste mit meinem voll ausgebildeten Diabetes unbedingt um 7 haben, sonst könnte ich jeden Moment umkippen!

    Warum ich damals hätte umkippen sollen, habe ich bis heute nicht gerafft. Aber wo ich’s damals nicht besser wusste, hab ich mir die 7 halt bis Anfang 92 wieder angefressen. Und das war vor allem in den ersten Wochen echt mühsam, denn KH-Portionen, mit denen mein BZ noch zu Ostern in den Spitzen munter an die 300 und mehr ausgeflogen war, wollten ihn einfach nicht wesentlich über 140 treiben. Da mussten schon die doppelten und dreifachen Mengen rein.

    Meine eigene Erfahrung auf den Punkt: Mit dem ausgeschalteten T2D=Remission bleibt der BZ wieder vollautomatisch im gesunden Rahmen.
    Mit dem gezielten Überschreiten - bei mir damals eher Überzwingen - lässt sich der T2D zuverlässig wieder einschalten und die Remission ausschalten.



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    Mein Ding sind Blutzucker + Blutdruck + Blutfette mit möglichst keinen bis wenig Medis voll im grünen Bereich mit HbA1c 5,5 und besser = gesund mit Diabetes Typ 2 :)
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    am 30.05.2026 20:49:42 | IP (Hash): 1268262891
    Danke für deine Antwort, heute waren meine Werte wieder etwas über 100, obwohl ich strikt nach Plan lebe - ich nehm es mal so hin.

    Also ißt du eigentlich normal, aber eben nicht zu viel? Überwachst du deine Werte täglich?
    Ich bin gespannt, wie sich die Werte ohne Medikamente verändern und bin neugierig, wann der Arzt grünes Licht gibt…..allerdings wird der nächste Langzeitzucker erst Ende Juli gemessen und so lange zu warten macht mich nicht glücklich.
    Bearbeitet von User am 30.05.2026 21:09:51. Grund: Ergänzung
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    am 31.05.2026 12:50:25 | IP (Hash): 1604144667
    Eine Woche nach meiner Diagnose im Januar 91 hatte ich mein erstes BZ-Messgerät und Streifen selbst gekauft und angefangen, mich mit meinem Essen nach meinen Messwerten zu richten. Damit konnte ich dann im Sommer messen, wie mein BZ auch mit so vielen KHs, wie sie noch zu Ostern für einen Ausflug an die 300 oder darüber gesorgt hatten, brav unter 140 mg/dl blieb. Das war meine erste und vollständige Remission.

    Klar habe ich auch in der Zeit gemessen und meine Messwerte und Essen und Tätigkeiten alltäglich protokolliert. Nur so hatte ich ja herausfinden können, was meinen BZ wie und wie stark beeinflusst(e)! Und so hab ich das auch weitergemacht, als ich auf Drängen der Ärzte diese Remission dann wieder aufgefressen hab. Daran konnte ich ja im Nachhinein so schön sehen, wie super meine BZ-Automatik mit dem ausgeschalteten T2D wieder funktioniert hatte.

    Und natürlich habe ich das Protokollieren mit HbA1c um 7 fortgesetzt, sonst hätte ich die 7 damals gar nicht so lange halten können, und sonst hätte ich meine Umstellung auf Insulin in 98 nicht so komplikationslos geschafft, und sonst …
    Und sonst wäre ich vor so um 10 Jahren bei meinem Taylor-Versuch so mächtig in unerklärliche Unterzuckerungen gerauscht, dass ich das Ding recht kurzfristig abgebrochen und für unmöglich erklärt hätte.

    Und selbstverständlich führe ich weiterhin zu allen für mich als wichtig erkannten Einzelheiten 24/7 Protokoll und richte mich danach. Das würde ich auch in einer vollständigen Remission (BZ ohne Medis und ohne besondere Berücksichtigung beim Essen 100% im gesunden Bereich) machen, denn ich nehme an, dass sich das Wiedereinschalten des Diabetes sehr viel eher am BZ als an der Waage sehen lässt.


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    am 31.05.2026 23:17:14 | IP (Hash): 1268262891
    Hi Jürgen,

    danke für deine Antwort. Ja, ich bin auch ein Kontrolletti und werde engmasching messen, wslfür den Rest meines Lebens. In Woche 3 hab ich durchaus Hunger, aber ich zieh es durch.
    Isst du denn auch mal Kartoffel oder ne Pizza und auch Obst? Ich hab zwar nie sehr gesund gelebt, aber nur 3-4 Monate im letzten Jahr dermaßen übertrieben Aber mir ist schon klar, dass der Griff in die Nusstüte dazwischendrin ein Tabu ist, denn Fett birgt auch seine Gefahren.

    Jetzt bin ich erstmal gespannt, wie sich die Werte ohne Medikamente verhalten, eben hatte ich 94. Ich weiß ja nicht, wie lange das Metformin im Körper ist und ob ich ohne mehr Hunger habe.
    Bearbeitet von User am 31.05.2026 23:24:44. Grund: Ergänzung
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    am 01.06.2026 04:42:08 | IP (Hash): 1907676209
    Zuckerpüppie schrieb:
    ... Fett birgt auch seine Gefahren.




    No Fett birgt viel größere Gefahren!
    Um eine Mangelernährung zu vermeiden, musst du schon Fett zuführen, für die Hormone, das Immunsystem, die Nerven, um fettlösliche Vitamine aufnehmen zu können und auch als Nährstoff, als Zellbaustoff und zur Energiegewinnung.

    Speziell essenzielle Fettsäuren müssen zugeführt werden. Essenziell heißt, dass der Körper sie braucht, aber nicht selber herstellen kann. Genauso essenzielle Aminosäuren.
    Und Vitamine, Mineralstoffe und SpurenElemente

    Fehlt dem Körper eine Aminosäure können wichtige körpereigene Verbindungen, wie beispielsweise ein Hormon, nicht mehr ausreichend hergestellt werden. Hormone steuern lebenswichtige Vorgänge zB den Stoffwechsel, Schlaf, Sättigung, Verdauung, Nährstoffaufnahme und vieles mehr, wie auch das Cortisol. Und das ist bei weitem nicht alles.

    Übrigens, KH sind nicht essenziell, kann man schadlos komplett streichen.
    Eier und Sardinen zB, können dir alle Nährstoffe bieten, die dein Körper braucht.

    Und - Nüsse sind nicht böse, solange die Menge in den gesetzten KH- und Kalorienrahmen passt. Sie enthalten gesunde essenzielle Fette und hochwertiges Eiweiß und auch Ballaststoffe.
    zB eine Handvoll Pekannüsse, Macadamia oder Walnüsse tragen zu einer gesunden und vollwertigen Ernährung bei und sind weitaus gesünder für dich als Äpfel und Kartoffeln oder gar Pizza.

    Das Gute ist, wenn du alle wichtigen Nährstoffe zu dir nimmst, hast du trotz der wenigen Kalorien
    keinen Hunger. Auch eine Sache von Hormonen. Und umgekehrt, selbst wenn du viel zu viel isst, aber Nährstoffe fehlen, wir der Körper Mangel/Hunger signalisieren.
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    DM2 in Remission ohne Medikamente 😎
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    am 01.06.2026 16:15:29 | IP (Hash): 1268262891
    Hi Henrie,

    danke für die ausführliche Antwort.
    Ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, dass ich „verfressen“ bin. Ich hab halt gern Obst gegessen, nicht im Übermaß,bei Bananen - wenn überhaupt, dann unreife. Ab und an Kirschen oder Zwetschgen und im Spätsommer mal Trauben und gerne mal einen Apfel oder ein Stückchen, denn unsere Hunde bekommen täglich Äpfel.
    Bei KH hab ich im Herbst gern Kürbisaiflauf mit Kartoffel gemacht, da hab ich schon gesagt, dass ich in meinen Anteil nur ein paar Scheibchen Kartoffel reinlege.
    Oder eben Pizza - wir haben uns eine Profiteigmaschine gekauft und einen Pizzaofenund wenn die Kinder mit den Partner da sind, werden ca. 18 Pizzen gemacht. Der Teig wird 48h vorbereitet (mit Ruhezeiten) und ich esse keine ganze,eig. nur Pizzapane also nur ein Fetzen Teig, auf den ich nur Olivenöl gebe. Ich hab ein Rezept mit Kichererbsenmehl, das hab ich mir gemacht und das sollte besser verträglich sein. Wie ist es mit glutenfreiem Mehl?
    Und dazu halt mal ein Glas Prosecco.
    Mein Geburtstag fällt in die 1-Schritt Zeit, für die Kinder gibt es Pizza und ich mach mir Spargel, da hab ich grad noch Glück….. ich will damit sagen, dass ich nicht draufwarte, wieder loszuessen.

    Ich war ja auf dem Weg zum Veganer, bis auf Eier, aber davon bin ich abgekommen - auch auf Anraten meiner Heilpraktiker-Freundin.In Sachen Ernährung gibt es für mich noch viel zu lernen - kennt ihr iwelche Rezeptbücher mit einfachen und schnellen Rezepten?

    Und welche Nahrungsergänzungsmittel könnt ihr empfehlen, damit der Körper in keinen Mangel kommt.


    Danke und liebe Grüße
    Bearbeitet von User am 01.06.2026 16:16:11. Grund: falscher Name in der Anrede
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    am 01.06.2026 23:34:28 | IP (Hash): 1022851598
    ich bin gestartet mit einem hba1c von 10,6%

    hab einfach nur meine ernährung umgestellt auf "nornal gesund"
    nicht sonderlich fett- oder eiweißbetont, aber etwas knappere portionen an kohlenhydraten, als ich es von kind auf gelernt hatte.
    die hälfte des essensvolumens macht gemüse aus.
    für mich zunächst die tiefgreifendste entscheidung meines lebens, am ende eine umstellung, die mich nicht schmerzt.
    im gegenteil: wann immer ich mich im spiegel sehe, mir bauch, beine, po kratze, mein essen zelebriere, meine früher ungekannnten körperkräfte und ausdauer bewusste mache, dass ich nie wieder sonderlich krank war... bin ich so froh, dass ich den mut hatte, falsche gewohnheiten und überzeugungen zu hinterfragen.

    heißt praktisch: ich esse, was ich will.
    aber praktisch immer das richtige und nur gelegentlich das "verbotene"
    also müsli (statt früher kuchen zum frühstück), nur halbsoviel nudeln oder kartoffeln, dafür die hälfte des tellers gemüse zu mittag, überhaupt beginnt jede mahlzeit mit gemüse, nicht zu spät abendessen. nie wieder süße getränke.
    pizza, nudelgerichte, eis, torte... kommt schonmal vor, aber nicht drei tage hintereinander ;-)

    das messen hab ich irgendwann vergessen/aufgegeben, als ich ein gefühl für das richtige maß hatte.
    die waage und jedes quartal der hba1c sind mein kompass.
    aller paar jahre bei einer langzeitstudie werde ich komplett durchgemessen.

    kann sein, dass jetzt einige schimpfen, dass ich täglich haferflocken esse, kaum noch messe, mich nicht voll fett und nicht komplett ohne kohkenhydrate ernähre...

    wichtig ist, ein maß, eine routine, einen genuss zu finden, mit dem du gut und gerne alt werden möchtest.
    dabei die werte nicht aus den augen verlieren.
    und dich deines gesunden lebens freuen..!


    ______________________
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    am 02.06.2026 07:33:14 | IP (Hash): 1268262891
    Guten Morgen Thorsten,

    herzlichen Dank für deine Worte, das macht mir sehr viel Mut. Ich versteh immer noch nicht, warum ich plötzlich so extrem Süßes gegessen habe und mein Wert so hoch war. Ich hab ja auch im letzten Jahr sehr abgenommen, bevor die Erkrankung festgestellt wurde. Schlanke Menschen und Diabetes war für mich unvorstellbar,
    Ich hab immer wenig Gemüse gegessen und wenig Salat - das hab ich komplett umgestellt. Und seit Sonntag nehme ich keine Medikamente mehr. Klar, dass ich grad noch häufig messe. Gestern morgen hatte ich 88, heute morgen 98 - mal sehen wie es sich entwickelt. Mein weiteres Umfeld versteht nicht, warum ich die Tabletten abgesetzt habe, mein Mann unterstützt mich, weil er weiß, dass ich bei hohen Werten reagieren würde.
    Und ja, ich genieße meinen schlanken Körper, für mich war das immer so wichtig. Ich hab auch bei meinen Kindern extrem drauf geachtet, dass sie nicht dick werden und ihre Zähne nicht ruiniert wurden. Also sollte ich das bei mir auch machen.

    Nochmals vielen herzlichen Dank für eure Rückmeldungen, sie sind alle so hilfreich für mich.
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    am 02.06.2026 18:19:09 | IP (Hash): 1907676209
    Zuckerpüppie schrieb:
    Ich möchte nicht, dass der Eindruck entsteht, dass ich „verfressen“ bin.


    Habe ich nicht gesagt oder gedacht, ich mache mir eher Sorgen, dass du zu wenig isst.
    Ich habe über vollwertige Ernährung gesprochen, die alle notwendigen Nährstoffe enthält.
    Dazu gehören Fette und Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe.

    Und du kommst jetzt mit Obst, Kartoffeln, Kürbis, Pizza, Mehl und Prosecco.
    Offenbar habe ich mich nicht verständlich ausgedrückt. Sorry.

    Fett zusammen mit KH ist nix Gutes, das liegt aber nicht am Fett, sondern am PIzzaboden. Da hast du was missverstanden (Man sollte vielleicht doch nicht nur ein paar Seiten eines Buchs lesen.).
    Lass das lieber. BZ-Spitzen garantiert.
    Warum isst du nicht Pizzabelag auf Gemüseboden (Blumenkohl)? Käse, Öl. Zwiebel, Tomatensoß, Pilze oder so, Gewürze, das ist doch alles in Ordnung soweit - solange du den Boden weglässt.

    Zuckerpüppie schrieb:
    Und welche Nahrungsergänzungsmittel könnt ihr empfehlen, damit der Körper in keinen Mangel kommt.


    Nahrungsergänzungsmittel? Check deine Defizite, dann weißt du mehr. kann man alles messen. Einfach irgendetwas einnehmen, was irgendeinem anderen zuträglich ist, ist fahrlässig.

    Mit einer vernünftigen Ernährung mit allen benötigten Nährstoffen brauchst die gar nicht.
    Beispiel habe ich dir genannt.
    Allerdings liegt bei deinen Essgewohnheiten wohl einiges im Argen, vegetarischer Ernährung verhindert eine effektive Aufnahme von Vitalstoffen und Zucker erst recht.
    Mit 20 steckt der Körper das noch weg, jetzt aber nicht mehr.

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