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Das Tempo der Absenkung des HBA1C-Werts

  • Pia

    Rang: Gast
    am 22.02.2008 09:01:28
    Ich muss mal wieder ne laienhafte Frage stellen...
    Unter Ernährung beschreibt ein Mitstreiter eine erfolgreiche Absenkung de 1-Werts von 15,8 auf 5,4 seit September 2007 nur mit Protaphane und 500mg Metformin nach dem Essen. Ich kann das gar nicht glauben...
    Ich freu mich über die Absenkung in kleinen Schritten, aber nun bin ich verunsichert über das langsame Tempo...
    Die Therapieanordnung stimmt am Ende nicht bei mir? Ist nicht ausreichend?
    Gibt es eine Formel, nach der man sagen kann: also das und das ist rein technishc überhaupt ab Abesenkung möglich, ohne den ganzen Tag in einer tiefen Hypo zu hängen. von Pia
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 22.02.2008 10:14:31
    Moin Pia,

    die sehr schnelle sehr weitgehende Normalerisierung des alltäglichen BZ-Verlaufes sehe ich heute kritisch, weil eine schnelle tiefgreifende Veränderung der Chemie den Organismus wohl doch gewaltig belasten kann.

    Aber damals Anfang der 90ger bei meiner Diagnose hatte ich davon noch keinen Schimmer und hab auch mit nur einer Sorte Tabletten in nem Quartal den HBA1c-Sprung von 15,5 oder so auf 7 gemacht. Allerdings mit Essen nach dem Messer! Keine Hypos. Und wenn ich damals nicht 7 als Goldstandard gelernt hätte, hätte ich garantiert bis 5 weiter gemacht.

    Die Gefahr von Hypos nimmt immer dann zu, wenn man passend zum Essen Medis nehmen will. Wer passend zu den Medis isst, hat damit erfahrungsgemäß keine Last.

    Bisdann, Jürgen
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 22.02.2008 10:50:53
    hallo pia,
    auch ich halte eine schrittweise kontinuirliche absenkung für wesentlich besser.
    denn dazu gehört nicht nur draufhauen sondern den körper beobachten und erfahrung, und die kommt nicht von heute auf morgen.
    ist meine meinung egal wie oft sich ärztemeinungen wandeln.
    völlig unabhängig ist das bei akuten entgleisungen,
    mit infektionen und operationen, da ist der grund ohne gute bz werte keine zügige heilung.
    mfg. klaus von klausdn
  • Enno

    Rang: Gast
    am 22.02.2008 18:58:00
    Ein zu abruptes Absenken von hohen BZ-Werten gefährdet die Augen - schlimmstenfalls bis zur Erblindung. Das wissen immer noch viele Ärzte nicht.
    von Enno
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 22.02.2008 19:35:31
    Moin Enno,

    nu lass ma die Kirche im Dorf! Erblinden werden dabei nur Betroffene, deren Augen schon erheblich vorgeschädigt sind. Und dabei geht es nicht um die Brille. Die betrifft vorn die Linse. Dabei geht es um die Menge der funktionierenden Fotozellen hinten im Auge in der Netzhaut! Deren Verlust kann keine Brille ausgleichen!

    Dass jemand, der bis dahin noch keinerlei Last mit der Netzhaut hatte, mit dem Absenken des BZ nach der Erstdiagnose Diabetes erblindet wäre, ist meines Wissens nirgendwo auch nur als Vermutung belegt.
    Aber, und da hast Du recht, mit dem schnellen Absinken ist häufiger beobachtet worden, dass erste von diesen Netzhaut-Überwucherungen aufgetreten sind, die dann per Laser gestoppt werden müssen - was immer einige gesunde Fotozellen kostet :-(

    Und dann müssen wir einen goooooooooßen Unterschied machen zwischen dem gewaltsamen Drücken des BZ und in der Folge HBA1c mit der Medikamenten-Brechstange -
    und dem einfachen leicht medikamentös unterstützten Sinkenlassen des BZ, den der Betroffene nur nicht mehr mit jeder Mahlzeit so gewaltig hoch frisst, wie z.B. Ludwig das sehr schön beschrieben hat.

    Bisdann, Jürgen
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 22.02.2008 19:50:55
    hallo erno,
    genau darauf bezog sich mein satz, über die sich ständig ändernde meinung der ärzteschaft,
    seit neuestem soll das aprupte senken wieder nix machen.
    gerade deshalb und auch weil sich die sichtverhältnisse eben auch langsam ändern
    (der glucosegahalt des glaskörpers andert seinen brechungsindex)) und das änsert sich langsam.
    halte ich eine langsame absenkung für nützlich.
    aber wenns brennt, wird gelöscht , egal wieviele ertrinken, hauptsache keiner verbrennt..
    mfg. klaus von klausdn
  • dipa

    Rang: Gast
    am 22.02.2008 22:07:30
    Hallo Pia,

    mach dich nicht verrückt.
    Von 15,8 auf 5,4 ist natürlich toll und sehr schnell, aber er hatte den Vorteil, dass bei Ihm sehr grosses Einsparungspotential vorhanden war, wahrscheinlich hochmotiviert und sein Arzt vergessen hatte ihn bei 6,5 zu stoppen oder dazu überhaupt keine Gelegenheit hatte.
    Hat man natürlich schon relativ gute Werte, sind nur noch kleine Fortschritte möglich.
    Wird bei Ihm jetzt auch nicht anders sein.

    zu rechnerisch möglich?
    Eine Senkung von 1% HbA1c entspricht der Senkung des Tagesdurchschnitts von 30mg bezogen auf den letzten 8 Wochen.
    Also um eine Senkung von 0,1 in einer Woche zu erreichen, muss du deinen Tagesdurchschnitt um 0,1*30*8=24
    senken. Dies ist durchaus ohne Hypos zu schaffen.

    Zur Praxis:
    Ich lasse meinen HbA1c wöchentlich testen,
    danach kann ich sogar um 0,3 (2x) senken.
    Die Ärzte können sich das nicht erklären, insbesondere da ich keine Hypos hatte.
    Ach ja, nicht zur Nachahmung empfohlen!!!
    Ich hatte zwar keine Hypos, damit bin ich definitiv eine Ausnahme, kriege aber meine Quittung in einer Art Jo-Jo-Effekt.
    Ich halte eine Senkung von ca. 0,05 pro Woche am effektivsten und dann auch ungefährlich.

    mfg dipa
  • dipa

    Rang: Gast
    am 05.03.2008 02:01:46
    Hallo Pia,

    noch ein Nachtrag zum Tempo.
    Mir sind Fälle bekannt, dass Diabetiker mit einer Stoffwechselentgleisung ins Krankenhaus eingeliefert worden sind.
    Nach einer Woche haben diese einen HbA1c-Test gemacht und haben schätzungsweise 1 bis 1,5 weniger.
    Da sie keinen Test unmittelbar vorher gemacht haben, kann das nur geschätzt werden. Die Diabetikeraussagen sind glaubhaft, weil sie selber wissen, dass dies theoretisch unmöglich ist.
    In der Theorie ist das unmöglich, und auch mathematisch.
    Deshalb werden solche Werte ignoriert und finden keinen Eingang in der Theorie.
    Ergo kann es das nicht geben lt. Aussagen der Ärzte.

    mfg dipa