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Kein Plan
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Karlo
Rang: Gastam 20.02.2008 22:58:09
Hallo,
ich hab heute bei meinem Doc einen erweiterten Zuckertest machen lassen. Nüchtern gemessen 105 ( hatte ich im Dez 2007 bei der KV auch), dann Plörre getrunken, nach einer Std. 200 und nach 2 Std 146. Wie muß ich das einordnen? Neuer Termin beim Doc in 1 Woche. Zucker oder nicht? Oder nur halb ?, wie gesagt, hab keinen Plan, möchte aber nicht ganz dumm zum Doc.
Gruß
Karlo -
Jürgen
Rang: Gastam 20.02.2008 23:05:41
schauma in diesem Thread: "Sind diese Werte normal?" von Jürgen -
Karlo
Rang: Gastam 20.02.2008 23:45:32
Hallo,
habs gescannt, aber es bringt mich nicht wirklich
weiter. Ich hab noch nie gemessen und weiß so gut wie nix über über die Toleranzgrenzen ob Diabetes oder nicht. Muss ich eine Messreihe anlegen? (Gerät beschaffen und nach Plan messen und nach einer gewissen Zeit auswerten?) Ich kann Diabetes für mich nicht einordnen ( Breche ich mir einen Arm tut es weh.) Wie erkenne ich Diabetes an mir? Ich fühle mich wie immer.
Gruß
Karlo -
Pia
Rang: Gastam 21.02.2008 08:46:00
Hi Karlo,
Diabetes bezeichne ich als nervig und lästig, aber nicht als Krankheit, unter der man LEIDET. Da gibt andere Sachen.
Hat den dein Hausarzt auch Blut entnommen? Es gibt einen Blutwert, den sogenannten HBA1C-Wert, der sagt aus, wie sich deine BZ-Werte in den vergangenen 6 Wochen "benommen" haben. An diesem Wert kann man z.B. Diabetes erkennen.
Nächste Woche ist ja nicht weit, warte erst mal das Ergebnis ab, und wenn Diabetes diagnostiziert wird, sehen wir weiter. Und ja kein BZ-Messgerät kaufen, falls du doch die Ambition hegst. Die bekommt man entweder vom Arzt oder von Herstellerfirmen.
Wenn es dir gut geht, welchen Anlass gab es denn für deinen Arzt, den Test zu machen? Bis dahin: Ausgewogen ernähren, normal bewegen. von Pia -
Harry
Rang: Gastam 21.02.2008 09:08:15
Hi Karlo,
Deine Werte sind jedenfalls nicht die eines Gesunden,
der hätte nüchtern um die 80 und auch nach dem oGTT kaum erhöhte Werte.
Ein Diabetiker sollte nüchtern um die 100 haben, zwei Stunden nach einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit nicht mehr als 140.
Das Internet ist voll von guten Infos, z.B.
http://www.diabeticus.de
Hausärzte haben nicht immer genug Ahnung von Diabetes, deshalb gibt's zum Glück Diabetologen.
von Harry -
Barbara
Rang: Gastam 21.02.2008 09:14:40
hallo Pia, da sei mal vorsichtig, wenn Du sagst,daß Diabetes keine Krankheit ist. Im Nächsten Jahr,wenn
der gesundheitsfond eingeführt wird, soll Diabetes nicht mehr als chronische Krankheit anerkannt werden. Was ist dann ? Wenn man nichts richtig macht und danach lebt siehst Du aber alt aus
( in puncto Spätschäden.
Gruß Barbara -
Pia
Rang: Gastam 21.02.2008 09:33:05
Moin liebe Barbara,
damit hast du völlig Recht. Das habe ich auch schon gehört, dass die Definition "chronisch erkrankt" neu getroffen werden soll. Und das passiert mit Sicherheit, denn dann fallen ne Menge Patienten aus z.B. der Zuzahlungsbefreiung...
Ich hätte vielleicht lieber sagen sollen: Keine Krankheit, mit der ich mich unbedingt krank fühle, wenn ich auf einige Dinge acht gebe, wenn ich an andere Krankheiten denke. von Pia -
Jürgen
Rang: Gastam 21.02.2008 15:44:46
Moin Karlo,
1. Wenn Dein BZ zwei Stunden nach dem Trinken der Plörre bei 201 und mehr steht oder/und wenn Du morgens nüchtern mit 126 und mehr aufwachst, wirst Du ordentlich zum Diabetiker ernannt. Diese Größen wurden 1974 ohne medizinische Begründung so gesetzt und seitdem nur marginal modifiziert und mehr oder weniger logisch zu begründen versucht. Denn gut die Hälfte der Neuen hat bei Erreichen der Diagnose-Schwellen schon eindeutig diabetische Folgekrankheiten.
2. Ein völlig stoffwechselgesunder Mensch wacht morgens mit 60-80 auf und kommt in seinem BZ-Verlauf vielleicht ne halbe bis ne Stunde nach Trinken der Plörre an 126 oder auch an 140 und ist nach 2 Stunden, spätestens nach 3 Stunden wieder zurück bei um 80.
3. Du bist mit Deinen Messwerten in dem Niemandsland zwischen 1 und 2 und kannst das konservativ bis zum Überschreiten der alten Diagnose-Schwellen als gesund bewerten oder pro-aktiv dafür sorgen, dass Dein BZ in Zukunft im wirklich gesunden Rahmen bleibt und Du nicht, wie konservativ zu erwarten, im Rahmen der nächsten 10 Jahre auf Diagnose Diabetes vorrücken musst.
Noch mal ausdrücklich: Du kriegst da nichts neues! Wenn Du weitermachst wie bisher, verstärkt sich nur der Defekt (viele defekt ineinander greifende Regelkreise) mit immer höheren Blutzuckerausflügen immer weiter selbst und überschreitet schließlich die Diagnoseschwellen.
Bisdann, Jürgen -
Karlo
Rang: Gastam 21.02.2008 23:05:47
N'abend zusammen,
erst mal Dank für eure ausführlichen Infos. Ich merke, dass ich mich jetzt ein wenig mehr mit der Geschichte befassen muss. Und mit mir selbst.
@ Pia, der Grund für diesen Test war, das ich im Dezember 07 eine ambulante Leisten und Nabelbruch-OP hatte, wo ich mir einen Staphylokokken Infekt in der Leiste einfing. Also, nach 5 Tagen die Narbe wieder auf, das übliche Prozedere, Tamponage rein und nächsten Tag wieder raus. Damit es von innen zuwächst. Und das bis Anfang Februar. Meinem Hausarzt erschien diese Heilungszeit zu lang und er meinte, @ Harry, weil selbst Diabetiker, das ich mich auf Diabetes testen lassen sollte.
@ Jürgen, ich danke dir für die nette Umschreibung meiner Situation in Pkt. 3 deines Kommentares. Ich werde also den Termin bei meinem Doc nutzen um mich ausführlich zu informieren wie ich mich mit der Diagnose Diabetes arrangieren kann. Ich gehe davon aus, das es keine Fehlmessung war, weil. im Dez 07 und Feb. 08 ein Nüchternwert von 105 schließt da s m.E. aus.
Nochmals danke,
ich melde mich nächste Woche
Karlo
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Pia
Rang: Gastam 22.02.2008 08:41:37
Lieber Karlo,
es handelte sich sicher um den Staphylococcus Aureus, der eigentlich immer da beteiligt ist, wo es zu Wundinfektionen kommt. Und die gewinnen Oberahdn durch eine angeknackste gesundheitliche Verfassung. Und ne OP ist immer ein Eingriff ins Immunsystem.
Aber ich bin mir nicht sicher, ob die These, dass Wunden bei Diabetikeren schlechter heilen, wirklich so stimmt. Ich konnte das NICHT so feststellen. Ich habe den Verdacht, dass das ein Märchen ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Staphylococcus_aureus von Pia -
Karlo
Rang: Gastam 19.03.2008 02:01:50
Hallo,
sorry, das ich mich jetzt erst melde.
Bin seit Anfang März wieder am arbeiten, und wie ihr euch sicher denken könnt, das Postfach ist übergelaufen und der Schreibtisch fast zusammengebrochen. Also, nach einer Woche wieder voll involviert.
Nun zum Ergebnis: Langzeit HBdingsda 6,1. Also sagt der Doc Diabetis Melitus... aber, das kriegen wir in den Griff. Abnehmen, abnehmen, Brot mit Senf... das wars. Kontrolle in 6 Wochen.???? 3Kg runter, alles gut? Ich nix versteh.......
Bei meiner Frau wurde 04.07 auch ein erhöhter BZ festgestellt. Ihr Arzt schickte sie derzeit zum Spezialisten und sie machte Schulungen und einen Ernährungskurs und nimmt abends eine halbe Metformin. Ich habe mich damals sofort ihrer Ernährungsweise angeschlossen und seitdem schon 15 kg abgenommen.
Ihr Langzeits Hbdinsda liegt jetzt bei 5. Wie soll ich das vergleichen? Ihr Arzt zu vorsichtig oder meiner trotz selbst Diabetiker zu lasch?
Gewichtsreduzierung allein scheint kein Allheilmittel zu sein. Ich werde nach den 6 Wochen nochmal testen lassen und hoffe dann, das ich weiß wo ich stehe. Oder auch nicht.
Melde mich
Gruß
Karlo -
Karlo
Rang: Gastam 04.03.2009 01:05:55
Hallo,
zur Info,
sorry das ich mich erst jetzt wieder melde.
1 Jahr seit meinem letzten Eintrag.
1 Jahr mit sehr viel Stress, Veränderung, Hoffnung , Leid, und allem, was einen nicht umbringt, aber härter macht, oder machen soll.
Ich muß zugeben, ich habe geschludert.
Nach meinem letzten Eintrag war ich erst im Dez 08 wieder beim Doc zur KV und zum Check. Und: alles im grünen Bereich. Ausser: Blutdruck zu hoch! Langzeittest gemacht und 1/2 Bisodingsda am Tag.
Im Jan 09 wegen Müdigkeit und immer Kaputt zum Sani in der 4ma. Der GUTE lädt mich eine Woche nüchtern und 2 Std. nach dem Essen zum Zuckertest und Blutdruckmessen ein und schickt mich dann zu meinem HA. Da stimmt was nicht, da musst du was machen!
Ich also hin, Untersuchung und Überweisung zum Kardiologen. Der checkt mich unter Belastung auf 220/160.(Eckhard mach hin, der pfeift gleich ab). Neue Dosis: Morgens 1 und abends 1 Bisodingsda. Heute muß ich mich im Dienst sehr zusammenreissen um nicht einzuschlafen.
Und wegen Zucker::: nach erneutem, negativem Glukosedifferenztest.
Ich hab heute nach 2 Wochen messen, meinen blauen Pass bekommen. Diagnose : Diabetes. obwohl ich m.E. alles getan habe um nicht dahin zu kommen.
Hba1c = 6,7.
Nüchtern im Mittel > 120 und
2 Std nach dem Essen im Mittel > 160.
Noch nicht weltbewegend , aber es beunruhigt mich doch ein wenig.
Gruß
Karlo