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Diabetes – aber welcher?

  • Scheipers, Rita

    Rang: Gast
    am 25.01.2008 14:15:35
    Ich bin 43 Jahre, hatte vor 5 Jahren einen Schwangerschaftsdiabetes, hatte inzwischen 2 erhöhte Nüchtern-Blutglukosewerte, die einen „kleinen“ Dieabetes bedeuten. Klein, weil der HBA1c von 6,2 auf 5,8 sank, und Blutdruck und Blutfette eher zu niedrig bis normal sind. Ich habe einen normalen BMI, hatte noch nie Übergewicht.
    Mit den Ernährungsempfehlungen kam ich nicht wirklich klar, da ich am besten 3 Mal essen soll, dann aber mein BZ nach 1 Stunde über 200 mg/ dl lag. Bin jetzt bei meist 5 Essen, 1 Mal direkt vorm Schlafen, was meinen Nüchternwert zu senken scheint. Da meine Ärztin Zucker im Urin zum Ausgleich des erhöhten BZ sinnvoll fand, habe ich nun die Praxis gewechselt.

    Habe nun neue Laborwerte:
    c-Peptid: 1,7 (normal)
    Glucose 109 (normal) (normal 60 – 110)
    HBA1c 6,4 (zu hoch) (normal bis 6,2)
    Cholesterin 138 (normal bis 220)
    HDL 39 (zu niedrig) (normal ab 65 mg/dl)
    LDL 84 (normal bis 150)
    LDLHDL 2,2 (normal bis 4,0)
    Harnsäure 5,8 (zu hoch) (normal 2,40 – 5,70)

    Erythrozyten, Hämoglobin und Hämatokrit sind leicht zu niedrig, der Rest ist oK.

    Risikofaktoren habe ich für Typ 2 Diabetes (aber mein Risikoscore für Insulinresistenz ist nur gering), und genauso für LADA.

    Den c-Peptid-Wert verstehe ich nun nicht. Er wurde das erste Mal gemessen, deshalb habe ich keinen Vergleich. Die Blutfette waren immer niedrig.

    Die Werte sind zwar relativ gut, aber ich fühle mich oft nicht wohl. Mein Blutdruck ist schon seit Kindheit niedrig, scheidet deshalb als Verursacher für neue Beschwerden aus.

    Konkret gesagt: irgendwie habe ich etwas mit dem Blutzucker – aber was?

    Nach sehr viel Bewegung über zB 3 Tage habe ich inzwischen echte Probleme, satt zu werden – was nicht an der Kalorienzahl liegen kann.

    Ist für Sie zu erkennen, welche Blutzuckerstörung ich habe - oder welche Untersuchungen Klarheit bringen?

  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 25.01.2008 18:02:17
    REFERENZ-/NORMALWERTE* SI-Einheit
    Erwachsene, nüchtern Insulin 36 - 150pmol/l (6 - 12 mU/l)
    Erwachsene, nüchtern C-Peptid 0,7 - 2,0 µg/l (0,2 - 0,6 nmol/l)

    also scheint keine insulinresistenz vorzuliegen. interessant währen die zuckerwerte nach sport, der verzehr von kohlenhydraten und die normalen bz-werte nach dem essen.

    neben einer gestörten nüchternglucose gibt es eine glukosetoleranzstörungen.

    ora et labora von thomas2002
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 25.01.2008 20:18:57
    hallo ,
    für dm relevante laborwerte von dir, nbz, hba1c,
    der rest ist was anderes.
    -- der eferenzbereich ist "nicht" der wertebereich für gesunde, sondern der bereich wo die werte zuverlässig sind.(referenzlösungen tief/hoch-zur einstellung des laborgerätes) bei mir zz für glucose
    60-105. hba1c4,7- 6,4 %..
    zur sicheren definierung des t1 gelten nur die antikörpertests, gad, iia...... und die sind scheißteuer. und manchmal sind sie da ,manchmal früher oder später. es soll sogar t1 ohne antikörper geben. daher kann man mit solchen fragen viel zeit und geld verplempern, anstatt sich um eine gute bz fahrweise zu kümmern, - halte ich für wesentlicher -
    vor allem wenn man hinterher nicht schlauer ist als vorher.
    mfg. klaus von klausdn
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 25.01.2008 20:48:10
    Moinmoin,

    auch wenn's auf den ersten Blick verrückt aussieht, aber für die Behandlung kommt es nicht auf den Typ an, denn dabei handelt es sich um willkürliche Definitionen aus der Medizingeschichte, die häufig genug nicht einmal eindeutig zuzuordnen gehen.

    Wichtig für jedes Leben mit jeder Form von Diabetes hier und jetzt ist ein möglichst gesunder Blutzucker-Verlauf möglichst meistens im Rahmen von unter 140/120/100 über 70 mg/dl 1/2/3 Stunden nach jedem Essen.
    Alles, was im normalen Alltag dazu führt, dass der BZ in diesem Rahmen verläuft, muss man halt als zielführend wiederholen und verstärken. Und alles, was den BZ nach oben und unten über diese Grenzen hinaus bewegt, muss man halt unterlassen.
    Alles, was an miesem Gefühl vom Diabetes möglich ist, schließt man mit dem BZ im beschriebenen Rahmen praktisch aus, wenn man nicht seit Jahren jeden Tag meistens über 200 gewöhnt ist. Dann kann man sich schon bei 100 und mehr und nicht erst bei 60 oder 50 mies fühlen.

    Das mit dem Ausprobieren machst Du ja schon, Beispiel so was wie Betthupferl für nen niedrigeren Nüchtern-BZ. Manchen von uns hilft dafür, dass der BZ morgens nicht so hurtig ansteigt, auch ne halbe Scheibe Brot oder so direkt mit dem Aufstehen und ne halbe Stunde vor dem eigentlichen Frühstück.
    Viele von uns haben auch gerade am Morgen die Zeit, wo jedes Gramm KH den BZ doppelt so hoch treibt wie zum Mittag oder zum Abend. Dann spricht nichts außer der eigenen Gewohnheit dagegen, das dann auch statt zum Frühstück eben zum Mittag oder zum Abend zu essen :-)

    Mit besten Wünschen für 2008, Jürgen