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Hilflos
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Manuela
Rang: Gastam 19.12.2007 21:25:20
Hallo erstmal möchte mich kurz vorstellen, ich bin 44 Jahre alt und Mutter eines 19 jährigen Typ 1 diabetiker .
Seit der pupertät verleugnet Sebastian seinen Diabetes er spritz nach gefühl und testet manchmal 4 wochen nicht.
Wir haben alles versucht damals Therapie, er war sogar 2 jahre in einer einrichtung für zuckerkranke jugendliche wo es ihm sehr gut geviel, doch der gewünschte efekt blieb aus.
ich habe ihn schon mehrmals krampfend gefunden(durch unterzuckerung), jetzt wohnt er seit einem halben Jahr allein und ich sterbe fast vor angst!!!
Alle sagen mir das wenn er nicht will ihm keiner helfen kann.
Seine derzeitige lebenserwartung ist sehr schlecht da er seit 5 jahren überhaubt nicht mehr einzustellen geht und den Diabetes aber schon seit 16 jahren hat , er war damals 3 jahre alt.
ich suche andere mütter die ähnliche propleme haben.
ich bin mitlerweile schon in ärztlicher behandlung. von Manuela -
Gina
Rang: Gastam 21.12.2007 21:35:42
Liebe Manuela!
Das was ich hier lesen muss, tut mir wirklich sehr leid. Ich habe zwar keine Kinder, aber ich denke ich kann trotzdem sehr gut nachvollziehen, wie es dir gehen muss! Wenn dein Sohn dich wirklich nicht helfen lassen will, dann ist es wirklich schwierig und in einem ALter von 19 kannst du ihn auch zu nichts mehr zwingen!
Vieleicht hilft es, wenn du ihm deine Gefühle richtig offenbarst! Sag ihm alles, was du denkst! Fang ruhig an zu heulen, wenn du musst!
Du musst ihm klar machen,dass er nciht allein auf dieser Welt ist und das es Menschen gitb, die ihn lieben und das er sich deswegen nicht so verhalten darf! Aber vielleicht hast du das ja auch schon gemacht...
Mir fällt leider nicht wirklich ein Rat ein!
4 Wochen den Blutzucker nicht zu testen ist schon sehr heftig! Ich habe meinen mal 24 stunden nicht gemssen und da hab ich mich schon über mich selbst erschrocken!
Dein Sohn und du tuen mir leid!
Ich hoffe, es gelingt euch etwas zu verändern!
Wenn du willst, kannst du mir auch gerne eine E-mail schreiben!
Ich hatte nämlich auch mal eine sehr schwierige Phase mit meinem Diabetes!
Viele liebe Grüße,
Gina -
Gitti
Rang: Gastam 25.12.2007 21:05:50
Hallo!!!
Das hört sich aber nicht gut an... Dein Sohn spritzt seit 4 Jahren nicht mehr? Wie ist sein HBA1c????
Trotz allem kenn ich diese Situation, ich bin 22 und habe seit meinem 4. Lebensjahr Typ 1. In der Pubertät war ich auch sehr nachlässig, hatte einen Höchst-Hba1c von 13, 9 ... Naja, ich kann jetzt schlecht sagen, dass diese Phase normal ist, aber ich kanns verstehen. Was mir sehr geholfen hat, dass ich mich mit anderen Diabetikern unterhalten konnte. Wie wär es denn, wenn dein Sohn ins CampD mitfahren würde??? (schau mal unter: www.campd.de) Hier sind ganz viele junge Diabetiker, quasi alle mit dem gleichen Problem. Er kann es sich ja mal im Internet anschauen. Bin auch gerne für weitere Fragen offen.
LG
GITTI von Gitti -
klausdn
Rang: Gastam 26.12.2007 14:50:42
halo,
bevor es die eigenmessung gab wurde auch nicht gemessen, und aus dieser zeit leben noch viele.
daß er öfter hypos hat zeigt ja daß er spritzt.
also können seine werte ja nicht absurd schlecht sein.
denn wenn er nicht spritzen würde hätte er schnell ne ketoascidose, und das ist das gefährlichere,
wenn er da nach dem kotzen einschläft.
nach ner hypo ohne alkohol wird es wieder wach.
frag ihn doch mal ob doc teupe nichts für ihn wäre.
gib bei gogel - diabetesdorf althausen - ein die sache dauert 18 tage und die kasse muß zustimmen. zumindest trifft er dort auf wirklich engagierte diabetiker, die sich nicht "einstellen" lassen sondern dort lernen sich "selbst" einzustellen
ist zumindest einen versuch wert.
mfg. klaus
von klausdn -
Fuchs
Rang: Gastam 27.12.2007 16:18:23
@Manuela
Richtig ist, dass Dein Sohn SELBER etwas ändern will. Dabei ist eine halbwegs gute Diabetes-Einstellung eigentlich ein Kinderspiel.
Ohne psychologische Hilfe/Beratung kommst Du hier nicht weiter. Vielleicht kommt er erst zur Vernunft, wenn der erste Fuß amputiert wird.
Viel Glück...
Fuchs
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Manuela
Rang: Gastam 29.12.2007 21:55:29
Ich möchte mich erstmal für die lieben antworten bedanken und allen einen guten rutsch ins neue jahr wünschen.
leider möchte mein Sohn im moment mit mir über seine erkranking nicht reden er selber fühlt sich gut so, im gegensatz zu mir.
Ist er doch mein einziges kind!!!
ich lass mal wieder von mir hören.
Dank euch allen.
Manuela von Manuela -
Nina
Rang: Gastam 04.04.2008 13:08:58
liebe manuela,
ich bin auch ein sorgenkind meiner eltern.
ich habe es jahre lang gemacht wie dein sohn und so hart wie es ist, solang er es selber nicht glauben will, kannst du nichts dran ändern, die ärzte haben sich ihr maul fusselig geredet weil ich es nicht glauben wollte, erst die erfahrung was wirklich passiert hat mir die augen geöffnet.
ich bin nun 26 und selber mutter 2er kinder.
es ist schwer als mutter zu sehen wie sich das kind selber zerstört, ich selber weiß das aber erst nach dem meine eltern offen das gespräch gesucht haben. weil sie mir zeigten nach meinem herzinfarkt was ich ihne bedeute was sie für ängste und sorgen haben. sie haben mir auch immer vorwürfe gemacht, das hatte alles schliummer gemacht. ich selber habe nie gelernt damit richtig umzugehen, kliniken, kuren oder sonst was.
weil ich es nicht wollte, ich wollte damit nicht leben.
versuche deinen sohn an die hand zu nehmen, zeige ihm wie sehr du ihn lieben tust, selbst wenn er nicht daheim wohnen tut. und gebe nie die hoffnung auf, das er irgendwann wach wird.
meine tochter leider an epilepsie ich kann es nun nachvollziehen wie du dich und vorallem wie meine eltern sich gefühlt haben.
ganz lieben gruss Nina -
Denise
Rang: Gastam 19.08.2008 06:02:46
Sie sorgen sich sehr um ihren Sohn, und machen sich auch reichlich Gedanken um ihn, das sieht man.
Ich bin in dem gleichen Alter wie Ihr Sohn und glaube zumindest dass ich Ihren Sohn ein Stück weit verstehen kann. Auch diese extreme Abwehrhaltung ist mir sehr bekannt. Nur muss ich dazu sagen, dass es meist ganz andere Gründe hat, als man vielleicht denkt. Ich kann hier nicht ihr Problem lösen, aber vielleicht ist es auch zu so einer extremen Haltung bei ihrem Sohn gekommen, weil sich zu viel um den Diabetes gedreht hat. Es oft im Vordergrund gestanden hat. Manchmal wird das einfach zu viel, und man will behandelt werden wie jeder andere, und dann hilft es meist nicht wenn man sieht oder hört, wie sich die Eltern gedanken machen wie es mit dem Diabetes läuft. Und auch in den Gesprächen hört man oft "ich weiß wie du dich fühlst" das ist sicher sehr aufrichtig und lieb gemeint, hilft aber nicht, und der Gegenüber kann es gar nicht wissen, weil er nicht man selbst ist. Das Thema ist schwierig, aber den einzigen Ratschlag, den ich habe ist, dass Sie ihren Sohn spüren lassen sollten, das der Diabetes nicht das Wichtigste ist, und das es ihnen nur um Ihn als Mensch geht. Das werden sie sicher auch schon jetzt denken, aber bei mir war das, dass Einzige was etwas geholfen hat.
lg
Denise -
Manuela
Rang: Gastam 19.08.2008 22:56:34
Liebe Denise
Vielen dank für deine ehrlichen worte, ja ich denke das vieles was Du geschrieben hast auf uns zutrift , zumal meine kleine Tochter damals mit 3 Monat. als Baby starb, mein Sohn war damals 7 Jahre ich denke von da an ist vieles falsch gelaufen weil ich ihn wirklich in watte gepackt hab...... nur allzu verständlich, war und ist er doch mein einzigstes lebendes Kind.
Nun mittlerweile wohnt Sebastian allein in einer Wg und wir verstehen uns besser wie vorher......
sein zucker ist immernoch katastroval, doch er wird jezt 20 jahre alt und ist für seinLeben selbst verantwortlich, ich muste erkennen das wenn er nicht will wir alle machtlos sind.
Auch bedingt dadurch das ich selber sehr schwer erkrankt war muste ich mich mehr auf mich selbst konzentrieren, was mir sehr gut tat.
meine sorgen und ängste sind immernoch die selben und werden wohl nie aufhören......
ich liebe meinen Sohn und doch ist er für sein Leben und insbesondere für seinen Zucker selbst verantwortlich, auch wenn mir diese erkenntniss sehr, sehr schwer fällt.
Ich wünsche Dir alles gute und vielen dank für deine Meinung.
Liebe grüse aus der Lüneburger Heide Manuela