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Wünsche, Bedürfnisse, Probleme
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Jeanine
Rang: Gastam 06.12.2007 10:56:33
Hallo zusammen,
wir sind 5 Studenten der TU München und machen gerade ein Innovations-/Forschungsprojekt über Blutzuckermessgeräte. Wir wollen schauen, wie wir sowohl die Messung, das Spritzen als auch die Datenspeicherung benutzerfreundlicher machen können.
Daher wollen wir wissen was euch denn stört, was besser sein könnte und was ihr gut findet.
Es wäre toll ihr eure Erfahrungen, Wünsche, Bedürfnisse und Probleme mit uns teilen könntet
(falls ihr aus dem Raum München kommt auch gerne bei einem kurzem, persönlichem Gespräch).
Vielen Dank! :-)
Jeanine -
Erwin Weindl
Rang: Gastam 06.12.2007 13:47:39
Hallo Jeanine,
ich bin ein ganz böser alter t1 Hase und behaupte einmal so: "Wäre dein Handy so schlecht wie die meisten BZ Geräte würdest du es wegwerfen"! Vorweg meine Kritik betreffen nicht die Messgenauigkeit sondern das Drumherum. Es gibt Messgeräte für unterschiedliche Gebrauchssituationen z.B. das OT Ultra Easy. Klein und für unterwegs super - hat aber keine Datenübertragungsmöglichkeit und bei den Verpackungen der Geräte denkt auch niemand daran dass man z.B. einen Pen und eine Insulinampulle dazustecken will. Man könnte sie sich sparen weil man sowieso etwas anderes kaufen muss.
Das OT Ultra Smart. Auch ein tolles Gerät dass ich derzeit am heufigsten benutze da es auch die Möglichkeit hat, zusätzliche Daten festuhalten. KH, Ereignisse uvm.
Das beleuchtete Display ist ja toll, die Tasten sind aber finster. BZ im Kino einfach einmal messen - Da wird jedem klar woran es mangelt. Da hat ein Trimmer für Nasenhare um 9¤ von Hofer/Aldi schon vorne ein kleines Lämpchen das würde bei den dunklen Messstreifen deinen Blutstropfen leichter finden lassen.
Die Software - ein einziger Graus. Wenn ich z. B. bei solch einem Gerät meinen Bolus eintragen möchte fühle ich mich als normaler Diabetiker gefoppt. Der verwendet in der Regel einen Pen mit 1er oder 2er Schritten. Für die Insulinabgabe erhöht das Gerät die Bolusrate aber in 0,1er Schritten. Das ist deshalb weil es auch Pumpies wie mich gibt bei denen das dann Sinnvoll ist. Das gerät hat aber eine Möglichkeit der Auswahl der Therapie wodurch dann auch andere Features vorhanden sind wie Medikamenteneingabemöglichkeit für T2. Das sind Dinge wo man Testpersonen nur einfach einmal losschicken müsste und jeder Erzeuger würde sofort wissen woran es hapert. Das ist aber offensichtlich die letzen 30 Jahre nicht pasiert und wird wohl auch in Zukunft so sein. Das war wieder böse von mir und stimmt nicht ganz. Vor 30 Jahren hat eine Blutzuckermessung noch mindestens 7 Minuten gedauert inclusive Aufwärmzeit des Gerätes.
Ich könnte mich da Stundenlang ärgern wollte nur einige Ansatzpunkte aufzeigen wo Verbesserungspotenzial vorhanden wäre.
Nehmt ein BZ-Gerät und spielt einfach einmal Diabetiker.
Übrigens, Diabetiker hinterlassen überall ihre Spuren (gebrauchte Messstreifen). Für die Messtreifen könnte man bei vielen Geräten unten beim Batteriefach einen Schlitz machen um diese später entsorgen zu können. Ich finde diese aber immer in meinem Diabetikertascherl oder im Hosensack. Ist auch nicht wirklich hygienisch - ist aber so.
LG Erwin von Erwin Weindl -
klausdn
Rang: Gastam 06.12.2007 19:54:15
wenn ihr nägel mit köpfen machen wollt,
ihr seid fünf, besorgt euch fünf verschiedene geräte,
(da deckt ihr die marktführer ab)
und spielt einfach mal eine woche diabetiker.
mit messen 5-7mal /d , zuhause / im lokal (in der mensa. laßt euch für jeden ein tagebuch schicken und führt es so wie wir das machen. mit werten /essen....sport. spritzen braucht ihr nicht.
das und nichts anderes ist praxis.
denn dann werdet ihr merken was dem einen sein uhl ist dem anderen sein nachtigall.
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@erwin das fs mini hat streifenbeleuchtung.
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das gerade für t1 nützlichste gerät nämlich das bz und keton messen kann und die pinkelstreifen entbehrlich macht ist recht unbekannt.
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menschen mit eingeschränkter geschicklichkeit und pnp ist die größe egal hautsache sie müssen nicht mit den streifen fiddeln
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menschen mit schlechter sicht brauchen zb das neue accu chek compakt plus (selbstleuchtend, gelb auf schwarz) oder das GlucoTalk mit sprachausgabe.
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menschen die gerne statistiken erstellen mit compi brauchen eine auslesemöglichkeit,
viele brauchens nicht die schreiben abends die vier fünf zahlen ins buch.
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daher nochmal, es geht nichts über die eigene erfahrung.
mfg. klaus von klausdn -
Rolf
Rang: Gastam 06.12.2007 20:23:53
Hallo, zusammen,
Zu den Geräten:
ich habe bisher, bin T2, nicht INSULINER, folgende Geräte getestet:
GlycoMen Glyco von A. Menarini
One touch Ultra easy von Lifescan
Accu-Chek Aviva von Roche
und habe die Werte, wann immer es ging, gegen die Laborwerte verglichen.
1. Platz One touch Ultra easy
2. Platz GlycoMen
3. Platz und am ungenauesten Accu-Chek Aviva
Diese bisher von mir getesteten Geräte reichen für einen Diabetiker T2 aus, können aber im Dunkeln nicht sonderlich gut verwendet werden.
Die Genauigkeit der Messung weicht bis zu 20 % ( Aviva ) vom Laborwert ab, die anderen zwische 15 und 12 %.
Alles also nicht zufriedenstellend.
Also, wie Klaus schon richtig bemerkte:
Selbst besorgen und testen, die Hersteller geben die Geräte genen einen Testbericht in der Regel kostenlos her, denn sie verdienen an dem Zubehör und der ist nach meiner Meinung überteuert.
m. f. G
Rolf -
dipa
Rang: Gastam 06.12.2007 21:35:51
Hallo,
zur Benutzerfreundlichkeit werdet ihr keine eindeutige Antwort erhalten.
Für mich zählt in erster Linie Messgenauigkeit, ich akzeptiere nur Geräte unter 5%, hatte aber schon Geräte mit >15%. Des Weiteren sollte es für mich klein und handlich sein. Die meisten Diabetiker aber sind älter oder haben Augenprobleme, also wollen ein grosses, übersichtliches Modell.
Etliche Diabetiker haben auch noch Rheuma und Gicht, versucht mal die Messgeräte zu benutzen mit übergezogenen Handschuhe.
Kurzum Diabetiker haben völlig unterschiedliche Ansichten, die alle ihre Berechtigung haben.
Beim Sprizen dürften alle sich einig sein, möglichst einfach und schmerzfrei.
Praktisch wäre auch ein Gerät ohne Teststreifen, aber die Hersteller leben davon.
Zur Datenspeicherung ist zu sagen, die Schnittstelle brauche ich nur für meinen Diabetologen, denn Windows hat meine Daten schon mehrmals gecrasht, meine Tagebücher existieren hingegen immer noch.
Ausserdem sind in meinen Tagebücher die Bemerkungen das Wichtigste, die Messergebnisse sind für mich zweitrangig, dies kann jedoch bei Messgeräten nicht eingegeben werden und auch nicht vom Arzt ausgelesen werden.
Hört auch auf andere Meinungen!
mfg dipa
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thomas2002
Rang: Gastam 06.12.2007 23:03:06
bei mir sind es 2 verschiedene wünsche, jenachdem, was ich mache. generell möchte ich mein tagebuch auf dem gerät führen. dies wird ausgelesen und ausgedruckt. die menüführung soll einfach sein, beleuchtung des teststreifens sowieso. die erforderliche blutmenge soll minimal sein. die eingenommenen medikamente und dosis möchte ich namentlich eintragen. und ich erwarte sowohl einen wecker als auch eine stopuhr mit alarmfunktionen.
zu hause kann das gerät durchaus klobig sein, unterwegs muß es jedoch handlich. beim sport am besten mit auch einem magazin.
wenn ihr die dinger selbst testet, denkt bitte auch daran, daß einige polyneuropathien bzw degenerative makula und zum teil auch halb blind sind. => große tasten, große anzeige von thomas2002 -
Erwin Weindl
Rang: Gastam 07.12.2007 01:07:57
@Klaus,
wußte ich nicht das das kleine Ding Streifenbeleuchtung hat, ist aber bei mir unten durch weil ich ein fauler Mensch bin der keine Zeile für mein Tagebuch schreiben will und ohne Schnittstelle ist das nicht machbar.
Sonst wäre das Ding ja genial klein fürs Tascherl.
Danke für den Hinweis
LG Erwin von Erwin Weindl -
klausdn
Rang: Gastam 07.12.2007 15:57:27
hallo erwin,
diabass kann mini auslesen.
schau mal unten da ist der support.
denn wir sind hier auf der seite diabass
mfg klaus von klausdn -
Sonja
Rang: Gastam 12.02.2008 12:09:53
Hi, wie sieht sie denn nun aus, die Innovation? Würde mich super interessieren. Veröffentlicht doch bitte einen Link zu den Ergebnissen. Das wäre echt klasse!
Ich bin inzwischen nicht mehr so anspruchsvoll, mich nerven vorallem die kleinen häßlichen unpraktischen Taschen der ach so hübsch designten Geräte.
Grüße!
Sonja -
Jeanine
Rang: Gastam 04.03.2008 10:12:44
Hallo,
vielen Dank für die Nachfrage! Wir sind jetzt gerade dabei verschiedene Ideen auszuprobieren. Sobald wir den ersten Prototyp haben, stelle ich ein Bild oder Link ins Forum. Wahrscheinlich ist das erst Anfang April. Wenn ihr noch Anregungen habt, sind wir natürlich immer interessiert! :-)
Viele Grüße,
Jeanine -
Jeanine
Rang: Gastam 27.04.2008 12:56:54
Hallo,
endlich ist es soweit! Die ersten Prototypen sind fertig. Ich habe mit drei andere Studenten auf Basis zahlreicher Interviews und natürlich auch diese Foreneinträge drei Prototypen entwickelt. (Zwei Messgeräte und eine Erneuerung).
Diese Prototypen könnt ihr euch anschauen auf:
http://web.mac.com/jbettlinger/iWeb/mellitious.de/Hello.html
Benutzer: diabetes
Passwort: mellitus
Für jede Art der Kritik oder Anregungen würden wir uns sehr freuen! Denn es soll ein Gerät von Diabetiker für Diabetiker sein. :-)
Viele Grüße,
Jeanine