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Pumpe Chancen auf Genehmigung?

  • Nora

    Rang: Gast
    am 01.12.2007 12:55:50
    Hallo,

    ich hatte hier schonmal nachgefragt, wie das mit einem Probetragen aussieht. In zwei Wochen bekomme ich eine Pumpe für zwei Tage nur mal so zum Ausprobieren. Bin schonmal gespannt.
    Jetzt frage ich mich aber, ob ich überhaupt ne Chance hätte, die Pumpe genehmigt zu bekommen.. und wollte deshalb hier mal nachfragen, was ihr so für Erfahrungen damit gemacht habt.
    Also, die Gründe, weshalb ich eine Pumpe will:
    Oft Hypos (zu immer unterschiedlichen Zeiten, auch nachts manchmal), die nicht wirklich wegzukriegen sind, was u.a. auch daran liegt, dass ich sehr wenig Insulin brauche bzw. sehr empfindlich darauf reagiere. Aufgrund der häufigen Hypos und auch der Tatsache, dass ich selten extrem hohe WErte habe, habe ich schon seit längerer Zeit nen HbA1c von unter 6... was wohl eher gegen die Pumpe spricht, oder? Hat man bei guten HbA1c-Werten überhaupt ne Chance auf ne Pumpe? Dazu kommt noch, dass ich einen recht unregelmäßigen Tagesablauf habe (studiere, da ist es oft wegen unregelmäßigen Vorlesungen nicht möglich, regelmäßig zu essen usw.)
    Danke schonmal, über Antworten und eure Erfahrungen würde ich mich freuen. Achso, ich habe seit knapp 8 Jahren Diabetes Typ 1.

    Gruß, Nora
  • Günter

    Rang: Gast
    am 03.12.2007 12:07:07
    Hallo Nora,

    eigentlich sehe ich keinen Grund die Pumpe nicht zu bekommen. Wenn der beh. Arzt dieses beantragt. Gründe sind Zuckeranstieg in der Nacht bis in den Vormittag. Unterzuckerungen in der Nacht. Wechselnde Arbeitszeiten. Bei Frauen auch die Schwangerschaft. Sich ev. bei nicht Pumpenbehandlung ergebende Spätschäden, viele Unterzuckerungen, schädigen natürlich auch. Also versuchen. Sollte dein Doc nicht mitmachen, es giebt sicherlich auch einen der für deine Gründe ein offenes Ohr hat.
    Viel Glück Günter
  • Mad

    Rang: Gast
    am 08.12.2007 16:44:00
    Hi Nora,
    ein guter HbA1c ist nicht alles im glücklichen Diabetekerleben.
    Der Arzt sollte bei der Kasse dann dementsprechend auf deine Lebensumstände bzw. Schwankungen hinweisen, untermauert von deinem Tagebuch, das du ca. 3-6 Monate vorher führen wirst.
    Ein gut geführtes Tagebuch ist SEHR wichtig, sonst kann sich dein Arzt unter Umständen den Mund fusselig reden.
    Ein bisschen mehr Disziplin muß schon sein. Na, das wird dir deine Pumpe dann auch zeigen ;0)
    Viel Erfolg! von Mad
  • Svenja

    Rang: Gast
    am 14.12.2007 22:14:01
    Hallo Nora,
    ich weiß ja nicht, wie das aktuell ist, aber es scheint ja echt schwieriger geworden zu sein mit der Beantragung einer Pumpe. Ich habe mich 2002 dafür interessiert, meinen Diabetologen gefragt und von ihm ne Probepumpe für 2 Wochen bekommen, inklusive Material und allem. Ohne dass ich was zahlen musste. War ziemlich kulant von ihm, wenn ich mir die anderen hier anhöre.
    Zudem: Ich studiere auch. Hab ich aber damals noch nicht. Mir hat mein Diabetologe nicht vorgeschrieben, dass ich ein besonders toll geführtes Tagebuch haben muss - war halt einfach 3 mal täglich gemessen und KH eingetragen.
    Welche Gründe er bei der Krankenkasse genannt hatte, weiß ich nicht. Hatte auch sehr gute Werte, wenig Insulinbedarf, aber ich hatte einfach das Gefühl, mit Pumpe wäre noch besser. Und insbesondere, wenn du schreibst, dass deine nächtlichen Hypos nicht in Griff zu bekommen sind, dann ist die Pumpe zu 100% richtig für dich.
    Wirst sehen, wenn sie dann hast, gibst sie sicher nicht mehr her.
    Hast dich auch schon für ein Model entschieden?
    Grüßle von Svenja
  • diesel

    Rang: Gast
    am 16.12.2007 09:28:08
    Hallo Nora,
    mir wurde 2006 nach gut 6 Monaten Probetragen die Pumpe genehmigt. Da ich als Kraftfahrer sehr unterschiedliche Arbeits- und Essenszeiten habe und auch einen sher geringen Insulinbedarf. Wie willst du einen geringen Insulinbedarf in den Griff bekommen? Zum Beispiel brauche ich früh´s nur 0,5 IE/BE. Wie sollte ich das mit Pen machen? Da bleibt bei 1 BE die Möglichkeit mit zu hohen Werten zu leben, wenn man nicht spritzt, oder eine Hypo zu riskieren wenn man mindestens 1 IE spritzt. Oder mehr essen als man eigentlich möchte, was sich wieder auf das Gewicht auswirkt.
    Ich habe eine exakte Tagebuchführung nachgewiesen, an der man sehen konnte, dass ich mich auch mit dem Diabetes auseinandersetze und mir nichts daran egal ist.
    Versuche es einfach und wenn sie nicht genehmigt wird, lege Widerspruch ein.

    MfG

    Gerd


    PS:
    durch die feinen Dosierungsmöglichkeiten habe ich auch meine Basalversorgung fest im Griff! von diesel