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Kindesmutter gibt bei hohen BZ-Werten nur Gemüse oder ...

  • Sabine

    Rang: Gast
    am 11.11.2007 11:27:42
    gar nichts zu Essen.
    Vorweg: Vater hat selbst Diabetes seit seinem 2. Lebensjahr, der Sohn hat es auch mit knapp 2 Jahren bekommen. Eltern getrennt seit der Sohn 3 Jahre ist.
    Der Sohn kommt alle 14 Tage zu uns, wir dokumentieren alles was wichtig sein könnte. Seine Aussagen, was wir sehen, Arztberichte etc., nun ist folgendes, der Junge wächst bei seiner Mutter auf, wenn er erhöhte Blutzuckerwerte hat, dann bekommt er Gemüse zu essen, anstatt die Broteinheiten, die ja nun wichtig sind. Was ich mich jetzt Frage, weiß jemand von Euch, wo man Infos bekommt, dass Broteinheiten gegessen werden müssen, egal wie hoch der BZ ist, vor allen bei Kindern??? Es ist ja nicht einmal es kommt in der Woche öfters vor! Freitag wurde er von der Schule abgeholt, er hatte Essen mit, das waren ca. 9 BE, die er aber nicht gegessen hat, weil laut Sohn: Ich hatte sowieso hohen Zucker und wenn ich hohen Zucker habe, dann soll ich ja sowieso nichts essen, sagt Mama. Der Junge ist 6 Jahre alt! Seit Diagnose, ist die Mutter wohl überfordert, der Junge resigniert, sagt seine Mutter er mag kein Schwarzbrot, möchte lieber helles Brot, dass schon seit 2 Jahren. Er teilt sich seiner Mutter nicht mehr mit.
    Fachklinik hat schon vor 3 Jahren empfohlen, dass die Mutter eine Familienhilfe in Anspruch nimmt, aber sie hält es nicht für notwendig. Wir brauchen schriftliche Infos, da sein Vater und der Sohn auch, dass der Junge zu uns kommt. Ich habe selbst Typ 2, erlernten Pflegeberuf und kann es nicht fassen, wie die Mutter das Kind so nachlässig versorgt. Wenn ich beruflich so verfahren würde, hätte ich schon eine Klage am Hals wegen Gesundheitsgefährdung. Hinzu kommt, dass die Mutter in allen Belangen sehr nachlässig ist! Aber das würde zuviel werden! Mit Personen schon darüber gesprochen, die sagen auf jedenfall Kindesgefährdung. Vielleicht hat einer von euch ein paar links, das wäre sehr toll,
    danke
    Gruß Sabine
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 11.11.2007 20:39:26
    hallo sabine,
    da stehen auch von dir einige sehr schiefe feststellungen, sorry.
    der junge spritzt (geraten) ct, die insulindosis wird wegen erfahrungsmangel in diesen fällen, meist vom doc festgelegt.
    und gespritzt wird ja regelmäßig, sonst wäre das kind mir keto schon im kh gelandet.
    wenn er mehr essen soll muß mit dem doc wegen erhöhung der insulinmenge gesprochen werden.
    sofern die mutter sich das nicht traut.
    daß bei erhöhten werten, keine kohlenhydrate noch dazu gegessen werden, machen eigentlich alle vernünftigen diabetiker, denn mit den explodierenden werten nimmt ja auch die insulinempfindlichkeit ab.
    und gemüse esse ich auch dann,
    daher sehe ich keine fehlhandlung.
    außer mal mit dem doc wegen dosisanpassung zu reden.
    ---
    dein beisp. hohe werte, wenn der junge dann 9be
    ißt kann er mit ca + 400-600mg/dl rechnen !
    das kann ins kh führen, also hat er richtig gehandelt.
    und ob ein diabetiker weiß oder graubrot ißt ist bei t1 jacke wie hose.(bei t2 übrigens auch)
    oberste priorität hat gerade bei t 1, und kindern der bz!!!
    mfg klaus von klausdn
  • Sabine

    Rang: Gast
    am 12.11.2007 09:44:57
    hi,

    danke Klaus für deine Antwort.
    nur wurde wohl was falsch verstanden.
    1. er kam mit ca. 9 BE zu uns, während der Schulzeit braucht er 4BE, das heißt, er hat in der Schule gar nichts gegessen, mit der Begründung,mein Zucker war eh zu hoch. Wenn es mal ist, dass er keine BE´s bekommt, dann kann man das ja verstehen. Aber wenn es täglich vorkommt, so seine Aussagen, er abnimmt anstatt zuzunehmen. Verlangsamter Wachstum.
    Der Vater möchte wissen, ob es in Ordnung ist, ständig die BE´s bei BZ-Werten um die 250 wegzulassen??
    Das Kind ist 6 Jahre und sollte eigentlich wachsen!!!
    Viele Grüße
    Sabine
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 12.11.2007 10:33:55
    hallo sabine,
    da ist vor allem der doc gefragt, um das insulin anzupassen. oder die mutte, fals sie sich das zutraut.
    auf jeden fall ist es richtig bei 250 keine kh zu essen,
    denn das ist sowieso oberhalb der nierenschwelle,
    davon nutzt der körper überhaupt nichts zum wachsen sondern das kind verliert alle nährstoffe über den urin, außerdem steigt die resistenz bei so hohen werten, so daß die nächsten insulineinheiten noch schlechter wirken.
    und mit ständig so extremen werten macht man kontinuierlich die nieren kaput.
    daher in dieser not ist das was die mutter macht das bessere übel.
    was aber sehr wichtig wäre ist /vermutlich) ein besserer arzt, der der mutter korrekturmüglichkeiten aufzeigt, von ct auf ict schult, das kind scheint schon eine menge zu begreifen, und sollte an der schulung "intensiev beteiligt" werden.
    wenn die bz werte wieder in der bahn laufen kann auch wieder brot und andere kh in den dem insulin entsprechenden mengen gegessen werden.
    alle kohlenhydrate die über 160-180 gegessen werden sind sinnlos da sie wieder ausgeschieden werden.
    zum glück sind wir heutzutage in der diabetesbehandlung wesentlich weiter als noch vor 30 jahren, damals waren die "sattmacher" für diabetiker sauerkraut und magerquark.
    wachsen kann das kind erst wenn der bz durch entsprechendes insulin stimmt.
    mfg. klaus.
    von klausdn
  • Pia

    Rang: Gast
    am 13.11.2007 10:51:38
    Liebe Sabine,

    ich finde Deine Sorge um das Kindeswohl Klasse. ABER. Bitte nimm mir meine direkte Meinung nicht übel. Ich frage mich nur, was Du eigentlich erreichen willst. Du sprichst von Kindeswohlgefährdung.
    Versuche mal, dich in die Lage der Kindesmutter zu versetzen. DU hast ein 6jähriges Kind. Die neue Partnerin Deines Ex, des Kindesvater, bespricht mit allen möglichen Personen das Wohl oder bzw. sogar den Verdacht der Gefährdung des Kindeswohles. Eine von denen rennt zum Jugendamt. Und wenn die erst einmal ihre Hände drin haben, wirds sehr kompliziert.
    Warum bespricht der Kindesvater diese Themen nicht mit der Kindesmutter direkt? Alles Andere wäre NICHT loyal. Findest du nicht? Ich hoffe, dass bei den Personen, mit denen du gesprochen hast, nicht schon ein Mitarbeiter vom Jugendamt dabei war. Setzt Euch an einen Tisch, wenn die Kindesmutter einverstanden ist, Du auch mit dazu und besprecht die Verfahrensweisen. Vor allem der Kindesvater sollte hier in die Verantwortung genommen werden. Eine gute Idee wäre es auch, wenn der Kindesvater zum nächsten Termin beim Diabetologen mitgeht. Alles Liebe und Gute. von Pia
  • Sabine

    Rang: Gast
    am 13.11.2007 12:09:31
    hi hi,

    nun wenn der vater es mit der mutter besprechen könnte, dann würde er es tun, genauso ist es, wenn er sich sicher ist, dass der junge bei der mutter so versorgt werden würde, wie er es an den wochenenden tut, dann würde er sich keine sorgen machen und alles so belassen wie es ist.
    wenn man merkt, dass kind ist absolut unglücklich. das kind gibt, wenn es weiß, dass er hohen wert hat, seine mahlzeit ungefragt zurück oder seine aussagen.
    die mutter hat schon 3 schulungen hinter sich, wenn er hohe werte hat, zwischen den hauptmahlzeiten, dann wird er runtergespritzt. der junge hat erst bei sein vater gemerkt, was es alles für gerichte gibt.
    wenn ein kind morgens nur runtergespritzt wird, dann zur schule geht und sich nicht konzentrieren kann, weil er andauernd dafür sorgen muß, sein unterzucker hochzubekommen, dann stellen sich mir viele fragen. ich kann und möchte hier nicht alles aufzählen, warum es kindeswohlgefährdung ist. ich habe mit einer angestellten des jugendamtes auf bitten meines freundes gesprochen und sie sieht es ganz klar, das wohl des kindes ist gefährdet. sie ist nicht für das kind zuständig anderer kreis.
    wie gesagt, wenn man mit der mutter sprechen könnte, dann würde mein freund es tun, ist aber leider nicht so. beispiel: urlaubsregelung, sie antwortet nicht auf briefe vom jugendamt, von ihm, da hat er es gerichtlich bewirkt, erst da hat sie geantwortet. sie haben das gemeinsame sorgerecht!
    das kind ist morgens in der schule, nachmittags bei irgendwelchen leuten, weil mutter nur nachmittags arbeitet, damit sie sich nicht um das kind kümmern muß. zum einkaufen läßt sie ihn alleine zuhause, anstatt mitzunehmen.
    sie benutzt den diabetes des kindes für sich, damit man mitleid mit ihr hat. sie geht mittags zum spritzen in die schule in der der 2. pause, danach hat der junge noch ne stunde unterricht, obwohl es vom arzt geändert wurde, sie befolgt es nicht.
    gruß sabine
  • Pia

    Rang: Gast
    am 13.11.2007 16:52:15
    Liebe Sabine,

    es steht mir fern, gute Ratschläge zu erteilen. Aber man sollte Versionen mit Vorsicht genießen, wenn man nicht alle Seiten kennt. Du kennst die Version deines jetzigen Partners, die Version, die ein 6-jähriges Kind von sich gibt. Druck erzeugt immer Gegendruck. Und ich muss dir ehrlich sagen, wenn ich die Vorwürfe so lese, hätte ich als Mutter von 2 Kindern panische Angst, dass man mir einfach nur mein Kind entziehen will, um alte Rechnungen aufzumachen zu Lasten des Kindes. Denn dass dein Partner und seine Ex nicht miteinander reden können im Sinne des gemeinsamen Kindeswohls hat sicher Gründe in der gemeinsamen Vorgeschichte.
    Und du machst den Eindruck, als seiest du durch Schilderungen deines Partners voreingenommen. Wenn es um das Wohl eines Kindes geht, sollte man nichts unversucht lassen, aber das Jugendamt einzuschalten, sollte der letzte Ausweg sein und nicht der 5. oder 3.
    Vielleicht gelingt es dir mit diplomatischen Geschick, dich mit der Mutter zu unterhalten, vor dem Hintergrund, dass du sicher hauptsächlich für die Versorgung zuständig bist, wenn der Junge bei Euch ist. Aber ich würde behutsam vorgehen, eher die Rolle der Fragenden geben, nicht der Fordernden. Denn deine Kenntnisse über Diabetes scheinen sehr gering - bei allem Respekt. Und ich sage dir ehrlich, ich bin 46, habe seit 2 Jahren Diabetes und komme immer noch nicht zurecht. Deshalb scheint mir der Vorwurf, die Mutter wüsste nach 2 Schulungen groß nix, sehr gewagt, zumal man bei den Schulungen fast nix lernt.

    Gelernt habe ich erst begonnen vor einigen Wochen HIER in diesem Forum.
    mehr möchte ich wirklich auch gar nicht sagen, aber ich bitte dich wirklich sehr: Schöpfe alle Möglichkeiten aus, um das Jugendamt rauszulassen, wenn es dir wirklichum das Kindeswohl geht. Wenn es nicht geht, berate dich mit (S)einem Diabetologen oder DEINEM Hausarzt, wie man verfahren kann. Der Junge wird sicher beim Diabetologen regelmäßig untersucht. von Pia
  • PiaNachtrag

    Rang: Gast
    am 13.11.2007 16:53:42
    Darf ich mal fragen, wie der letzte HBA1C des Kindesvaters war? von PiaNachtrag
  • Sabine

    Rang: Gast
    am 13.11.2007 17:07:18
    hi pia,

    nun ein paar fragen an dich!
    wenn dein kind neue schuhe benötigt, kaufst du sie mit dem kind oder ohne oder nimmst gebrauchte?
    würde es dich als mutter stutzig machen, wenn dein kind dir gar nichts mehr erzählt????
    bist du bereit lieblingsgerichte für deine kinder zu kochen???
    wenn das kind auf reisen ist und es krank wird, würdest du dann anrufen, weil du dir sorgen machst???
    wenn dein kind kaputte zähne hat, würdest du alles mögliche tun, damit das beseitigt wird, damit die 2. zähne nicht angegriffen werden????
    wenn du alleinerziehend bist, würdest du alles versuchen für vormittags arbeit zu finden um nachmittags für dein kind dazu sein???
    viele grüße
    sabine
  • Pia

    Rang: Gast
    am 14.11.2007 08:05:39
    Liebe Sabine,

    ich verstehe deine große Sorge, aber können wir, wenn du es möchtest, das Gespräch dann auf privater Ebene weiterführen bitte? Das hat mit der eigentlichen Frage nichts mehr zu tun und ich möchte es nicht zum Unterhaltungsprogramm für gelangweilte Leser machen...wenn nicht, ist das auch völlig OK.
    Darf ich noch mal nebenher fragen, wie hoch der letzte HBA1C-Wert des Kindesvater war? von Pia
  • Erwin Weindl

    Rang: Gast
    am 14.11.2007 15:25:53
    Hallo,
    ich möchte mich hier nicht, selbst Vater von Zwillingen mit 8 und selbst Diabetiker seit 30 Jahren, über die Verantwortung der Erwachsene gegenüber ihren Kindern äußern. Ich würde aber gerne helfen die Situation des Kindes zu verbessern. Da der Junge bereits 6 ist könnte als Ansatz eine Pumpentherie für den Zeitraum der nächsten 4 - 6 Jahre eine Option darstellen.

    Das Kind könnte bei passender Basalrate und Pumpeneinstellung duch Abgabe eines Audiobolus - 1 Beep = 1BE z.B. genau für seine Nahrungsaufnahme den passenden Bulus verabreichen.
    Wenn das Kind es noch nicht BE schätzen kann wovon ich ausgehe - mit Strichen am Essen - Wurstsemmel zweistriche etc. es dem Kind erleichtern - das schafft ein 6 jähriger.

    Da der Junge wenn nicht schon jetzt schulpflichtig dann spätestens nächstes Jahr, Probleme mit dem Turnunterricht vorprogrammiert sind, die Pumpe vor dem Sport abnehmen und nachher wieder ankoppeln kann. Damit wäre die Sozialkomponente und das händling für das Kind leichter möglich da kein Basalinsulin vorhanden ist und die Hypogefahr deutlich geringer ist.

    Die Verwendung des Pens würde wegfallen und duch einen einzigen Pieks alle 2-3 Tage ersetzt werden. (Katheterwechsel).

    Es werden heute vermehrt Kinder mit CSII behandelt.

    Das war nur als Denkansatz zum Wohle des Kindes gedacht.

    LG Erwin
    von Erwin Weindl
  • wurscht

    Rang: Gast
    am 14.11.2007 15:40:40
    Liebe Sabine,
    "weiß jemand von Euch, wo man Infos bekommt, dass Broteinheiten gegessen werden müssen, egal wie hoch der BZ ist"

    Da könnte ich noch einiges herausstreichen aus dem Eingangsposting - wenn der Vater Diabetiker ist und ihr solche Infos sucht seid ihr Idioten.
  • Sabine

    Rang: Gast
    am 15.11.2007 11:00:33
    an erwin,

    mit der pumpe können wir wohl erst dann machen, wenn der junge bei uns leben würde.

    an anonym,

    wir suchen infos keine beleidigungen.
    infos schwarz auf weiß um weiter verfahren zu können.

    grüße
    sabine