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Sonne schützt Frauen vor Diabetes

  • Dr. Stephan Axer

    Rang: Gast
    am 15.07.2010 13:06:47
    Guten Morgen,

    Frauen, die sich regelmäβig sonnen, mindern ihr Risiko, Altersdiabetes zu entwickeln. Dies zeigt eine Studie, die am Karolinska Universitätskrankenhaus in Stockholm und im Skånes Universitätskrankenhaus in Lund gemacht wurde. “Sonnen ist ein wichtiger Schutzfaktor”, so sagt Dozent Pelle Lindqvist.

    ” Zusammen mit Gewichtsreduktion und Training sieht es aktuell so aus, dass aktives Sonnen eine wichtig schützende Funktion hat gegen Typ-II-Diabetes.”

    40 000 Frauen zwischen 25 und 64 wurden über 11 Jahre hinweg untersucht. Diejenigen, die regelmäβig sonnenbadeten, hatten ein um 30% geringeres Risiko, Typ-II-Diabetes zu entwickeln.

    Wichtig ist natürlich ein vernünftiger Kompromiss zwischen Sonnenbad und Sonnenbrand. Eine zentrale Rolle spielt wohl D-Vitamin, das im Körper mit Hilfe von Sonnenlicht produziert wird. D-Vitamin-Mangel beeinfluβt den Zuckerumsatz im Körper negativ. Zum anderen scheint Melatonin, ein Hormon, das unter Lichteinfluss hergestellt wird, einen bremsenden Effekt auf die Diabetesentwicklung zu haben.

    Insbesondere schlanke Frauen profitieren vom Sonnenbaden, wohingegen übergewichtige Frauen nahezu keinen Vorteil durch regelmäβiges Sonnen haben.

    Bewertet man diese Studie, ist es zweifellos wichtig, die Verhältnismäβigkeiten zu wahren und die negativen Effekte des Sonnenbadens nicht auβer acht zu lassen.

    Aber vielleicht stecken in diesen Erkenntnissen andere Details, die sich in ein paar Jahren nutzen lassen.


    Mit den besten Grüβen
    Dr. Stephan Axer
  • eh

    Rang: Gast
    am 15.07.2010 15:49:06
    Was es nicht alles gibt, jetzt hilft sogar schon Sonnenbaden gegen den Diabetes. Allerdings fördert Sonnenbaden Melanome - ich weiß nicht recht, Diabetes ist mir da eigentlich "lieber". Zumal Menschen wie ich mit jeder Menge Sommersprossen in der Sonne besonders gefährdet sind und sich dann mit schöner Regelmäßigkeit einen Sonnenbrand holen, was auch nicht gerade zur Lebensqualität beiträgt, von den Spätfolgen ganz zu schweigen.

    Ich meine, der Mangel an Vitamin D, der wohl der Ausgangspunkt dieser Empfehlung ist, hat seine Ursache im grundsätzlich gestörten Stoffwechsel eines Diabetikers und ist mit Sonnenbaden nicht zu beheben, da muß man schon ein bißchen gründlicher forschen.
  • he

    Rang: Gast
    am 15.07.2010 15:54:10
    Nachtrag:
    Warum eigentlich nur Frauen? Haben Frauen eine besondere Art von Diabetes oder unterstellt man einfach, daß Frauen leichtgläubiger sind als Männer?
    Ein interessanter Aspekt, finde ich.
  • Robert B.

    Rang: Gast
    am 15.07.2010 16:08:39
    Vitamin-D-Mangel soll auch ein Risikofaktor für DM1 sein. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Cholecalciferol

    Gruß, Robert

    PS.: Dass sich jetzt aber niemand dehalb stundenlang in die Sonne knallt. von Robert B.
  • eh

    Rang: Gast
    am 15.07.2010 16:54:47
    Die Frage ist, woher kommt der Vitamin D Mangel? Da Luft und Sonne zum Unterschied von den rachitischen Kinder in den ehemaligen Hinterhöfen Berlins für uns alle reichlich vorhanden ist, kann er eigentlich nur von extremer Vermeidung von Fett in der Nahrung kommen, vorausgesetzt, es ist sonst alles in Ordnung.

    Mein persönlicher Vitamin D Mangel hat seine Ursache in den Problemen mit den Nebenschilddrüsen. Der wird aber mit Tabletten bekämpft und nicht mit exzessiver Sonnenbestrahlung.

    Die zweite Frage - und die interessiert mich sehr, was will uns der Herr Doktor aus seinem Medizinversand denn verkaufen?
    Höhensonnen?
  • peter

    Rang: Gast
    am 15.07.2010 17:10:23
    wozu elektrisch, wir haben doch zz genug sonne.
    nur sind solche "studien" für mich mmer um einiges zu kurz gesprungen.
    abgesehen davon daß der grund für die hellere haut der nordeuropäer (damit größere bereitschaft auch bei geringerer sonnenstrahlung vit d zu produzieren,) nicht übersehen werden darf. und eine körpereigene vitaminproduktion mir tausendmal lieber als ne pille ist.
    nur was an der sache verdächtig ist weshalb wirkt es nur bei dünnen, da hat man wohl übersehen daß etliche nicht alle durch die anfänge des diabetes also noch vor irgendwelchen diagnosen.
    die neigung zum üg besteht. daß wenn der dm start schon vorhanden ist sonne nichts mehr nutzt ist klar. von peter
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 15.07.2010 20:04:01
    Wenn 2-Stunden-OGTT-Wert 201mg/dl, dann Diabetes, wenn 190, dann kein Diabetes, obwohl gesund dann schon wieder unter 100 wäre. So relativ ist die Welt, und so viel Aussagewert steckt in solchen Diabetes-oder-nicht-Studien. von Jürgen
  • eh

    Rang: Gast
    am 15.07.2010 22:00:49
    "die neigung zum üg besteht. daß wenn der dm start schon vorhanden ist sonne nichts mehr nutzt ist klar."

    Das mit dem Übergewicht stimmt leider auch nicht. Ich hatte einen BMI von 18 und hab trotzdem einen Typ 2 bekommen und zwar schon sehr früh.
    Da gibt es noch viel zu forschen.
  • peter

    Rang: Gast
    am 15.07.2010 22:28:53
    daß man mit jeder gestalt dm bekommen kann ist unbestritten,
    nur ist die start- behauptung auch nicht ohne denn dann könnte ja gesagt werden wenn du mehr sonnenbäder genommen hättest , wäre der dm bei dir nicht vh. und genau das ist bei solchen "studien"
    gefährlich, da völlig absurd, und wir kennen doch die irren die aus angst dann mit der sonne übertreiben. von peter
  • eh

    Rang: Gast
    am 16.07.2010 00:03:53
    Naja, ich war damals noch nicht ganz davon überzeugt, daß braun werden mir nie vergönnt sein würde und ich hab etliche Sonnenbrände davongetragen bis mich die Weisheit des fortgeschrittenen Alters davon überzeugt hat.
    Im Dunkeln hab ich trotzdem nicht gelebt, sondern halt einen Sonnenhut getragen und so.

    Ich finde es schlimm, daß solche unsinnige Verbreitungen nie aufhören. Zu Zeiten meiner Mutter war es der Sauerkrautsaft und nun ist es die Sonne.

    Ich weiß nicht, warum ausgerechnet über den Diabetes so viele Ammenmärchen verbreitet werden.
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.07.2010 00:07:25
    ganz einfach, weil niemand nachmisst, nicht mal Betroffene, die ein Messgerät haben :-( von Jürgen
  • eh

    Rang: Gast
    am 16.07.2010 14:13:53
    Mir ist nicht ganz klar, was das Verbreiten von unsinnigen Behauptungen über Diabetes mit dem Messen zu tun hat.

  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.07.2010 18:41:23
    Nix. Nur lässt sich mit Messen sehr einfach zielführendes von zielentführendem Handeln unterscheiden - und unsinnige Behauptungen verleiten nun mal öfter zu zielentführendem Handeln ;-( von Jürgen
  • Dr. Stephan Axer

    Rang: Gast
    am 16.07.2010 19:22:43
    Ebenso wie in diesem Forum wird auch in Schweden diese Studie diskutiert. Natürlich hat niemand etwas davon, wenn sich nun alle in die Sonne legen, ein Melanom bekommen, dafür sich aber vor Diabetes schützen.

    In Schweden ist es aufgrund der Helligkeitsunterschiede zwischen Nord und Süd natürlich relativ leicht, eine solche Untersuchung durchzuführen. Und die Tatsache, dass das Stockholmer Karolinska Institut dahinter sthet, verspricht schon eine gewisse Qualität.

    Nur um dies nochmal klar zu stellen: Es geht nicht um die Behandlung von Diabetes. Wer am Diabetes erkrankt ist, hat keinen Vorteil durch Sonne. Das ist nicht das Thema. Thema ist der offensichtlich vorbeugende Effekt. Und Thema ist vor allem auch der möglich Spin-off-Effekt einer solchen Erkenntnis. Je mehr man über die Rolle von Vitamin D im Zusammenspiel mit dem Diabetes weiss, um so größer wird doch die Chance diese Erkenntnisse eines Tages therapeutisch vielleicht mal nutzen zu können in Form anderer Medikamente oder Behandlungsmethoden.

    Die Ergebnisse einer solch großen Studie als "unsinnige Behauptungen" zu bezeichnen, halte ich für mutig. Ob die Ergebnisse zu einem wegweisende Ziel führen, ist ja eine ganz andere Frage, die wohl erst in ein paar Jahren beantwortet werden kann.

    Wer an diesem Thema interessiert ist, findet weitere Informationen hier:
    http://www.diabetesresearchclinicalpractice.com/article/PIIS0168822710003049/abstract


    Mit den besten Grüßen
    Axer von Dr. Stephan Axer
  • peter

    Rang: Gast
    am 16.07.2010 19:47:21
    eine studie oder das sog ergebnis einer studie als
    unsinnig zu bezeichnen ist nichts als legitim.
    mehrere mitschreiber hier haben die "accord" studie
    und den seltsamen schluß den sogar die ddg daraus gezogen hat, vor 2 jahren als idiotisch und falsch bezeichnet.
    "jetzt" zwei jahre später stellt sich heraus was wir als laien damals dazu geschrieben haben ist "richtig".
    und die ersten schreier - bloß nicht zu normnah an den hba1c gehen das ist gefährlich -
    hatten einfach übersehen daß genau die die den niederen hba1c "nicht" erreichten gefährdet waren.
    und genau deshalb, auch hier der einwand , -schlechtes studiendisign, daher unzuverlässige aussage- von peter
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.07.2010 20:43:14
    Moin Stephan,

    Du hast zwar vielleicht einen gut gehenden Internetshop, aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht viel Ahnung von Diabetes. Sonst wäre Dir bewusst, dass ein Abstrakt für die Presse Nichts und Alles sagen kann.

    Ok, Du kannst dich auf den Text zurück ziehen, der nur gegen Bezahlung sichtbar wird und den Du wegen dieser Rechtlichkeit auch nicht so im Forum öffentlich zitieren darfst. Aber ich gebe zu bedenken, dass die möglicherweise durch mehr Sonnen erreichten 30% Typ2-Risikominderung in Betroffenen-Zahlen z.B. bedeuten können, dass z.B. 100 von den schattigeren 10.000 Frauen in den 10 Jahren einen Typ2 entwickelt haben und von den sonnigeren 10.000 nur 70.

    Die Schlussfolgerung, dass Sonnenlicht einen Einfluss auf den Glukose-Stoffwechsel habe, halte ich für besonders verwegen. Denn eine beliebige Blutzucker-Höhe sagt überhaupt nichts darüber aus, wie viel Glukose dabei z.B. pro Stunde in welcher Form - von außen zugeführt=gegessen, "verbrannt" oder als Fettreserve eingelagert oder aus Eiweiß per Glukoneogenese intern zugeführt - verstoffwechselt wird. Gemessene 300mg/dl sagen nur, dass zum Zeitpunkt der Messung pro Liter Blut 3 Gramm(!) Glukose in Umlauf sind.

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 17.07.2010 12:33:36
    Hallo Dr. Axer,

    ich denke, dass sich aus der von Ihnen hier vorgestellten Studie auf der dargelegten Infobasis wohl erstmal wenig oder nichts ableiten lässt.

    > Dr. Stephan Axer schrieb/zitierte:

    > ” Zusammen mit Gewichtsreduktion
    > und Training sieht es aktuell so aus,
    > dass aktives Sonnen eine wichtig
    > schützende Funktion hat gegen Typ-II-
    > Diabetes.”

    Ach ja? Fragt sich, was aktives Sonnen heißen soll? Joggen mit freiem Oberkörper (selbstverständlich mit Brustbedeckung) bei Sonnenschein?

    Wie sieht denn die Chance für eine potentielle Typ 2 Diabetikerin aus, alleine mit Gewichtsreduktion und Training eine Manifestation von Diabetes zu vermeiden?

    Zumal dem Text nach zwar

    > Diejenigen, die regelmäβig
    > sonnenbadeten, hatten ein um 30%
    > geringeres Risiko, Typ-II-Diabetes
    > zu entwickeln.

    aber

    > Insbesondere schlanke Frauen
    > profitieren vom Sonnenbaden,
    > wohingegen übergewichtige Frauen
    > nahezu keinen Vorteil durch regelmäβiges > Sonnen haben.

    Irgendwie scheint mir, dass Sonnen/Vitamin D nur bei Typ 2b Diabetes eine gewisse Wirkung zeigt? (Melatonin und Co. mal außen vor lassend)

    Evtl. auf gleichen oder ähnlichen Wegen, wie das für Typ 1 und Vitamin D gilt.
    Und da wird ja wohl von dem Einfluss auf das Immunsystem ausgegangen.

    Brauchte die Welt diese Studie? ;-)

    Gruß
    Joa
  • peter

    Rang: Gast
    am 17.07.2010 14:15:54
    nein, die welt und wir brauchen so eine studie nicht.
    nur ! --->
    der nächste müllverkäufer, orthonolekular-sinnverdreher, hat wieder mal einen link auf den er verweisen kann,
    da gilt jede wette, im nächsten vit-d überdosierter werbung, steht dann auch daß es ua auch gegen diabetes hilft, schließlich gibt es eine studie dazu.
    nur aus diesem grund muß gegen solche sinnverdreher geschrieben werden, sonst glauben sie noch sie hätten recht.
    und aus keinem anderen grund ist der thread gestartet worden.
    von peter
  • Gast

    Rang: Gast
    am 01.08.2014 12:03:31
    Ich finde den nachfolgenden Bericht bzgl Melatonin Diabetes Typ2 bemerkenswert. Daher der folgende Link zum Artikel:
    https://www.tomvega.tv/melatonin-gegen-diabetes-typ2/

    Grüße
    Sandra Trawes