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Angst vor Unterzucker

  • Christina

    Rang: Gast
    am 14.09.2007 13:35:11
    Hallo!
    Ich habe das Problem dass ich aus Angst vor einer Unterzuckerung zu wenig spritze oder zusätzlich mehr esse damit die Werte hoch bleiben... Am Ende ärgere ich mich dass die Werte so besch.... sind. Kennt jemand das Verhalten und kann mir vielleicht Tips geben?
    Lieben Dank schon mal vorab von Christina
  • Pia

    Rang: Gast
    am 14.09.2007 14:58:43
    Liebe Christina,

    hast du schon mal eine Unzerzuckerung gehabt? Und welchem Wert, wenn ja?
    Welche Angst ist bei dir größer? Die vor Spätfolgen auf Grund schlechter BZ-Werte oder die vor der Unterzuckerung?
    Falls du noch keine Unterzuckerung hattest: Es ist nicht so, dass man plauz einfach umfällt und ohnmächtig ist.
    Man bemerkt den sinkenden Blutzucker mit z:B. Schwitzen oder weiche Knie oder bissel zittrige Hände. Dann misst man und kann reagieren. Unterzuckerungssymptome treten bei schlecht eingestelltem BZ bei höheren Werten, bei gut eingestellem BZ bei niedrigeren Werten. von Pia
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 14.09.2007 15:09:52
    hallo ,
    nein das verhalten kenne ich nicht habe auch keine angst vor ner hypo.
    weil wer nicht extrem seine spritzmengen ändert,
    sondern vorsichtig , die symptome rechtzeitig bemerkt. also bei dir schätze ich schon bei 80mg.
    wer dann nicht in panik gerät, somdern 1/2 be in ruhe verzehrt(meine berkannte scheibe roggenknäcke.) dann gehts ev noch bis 60 runter und nicht weiter also gar kein problem.
    so kann man sich ohne hypogefahr zwischen 80-120
    aufhalten, denn wer sich vertut und zweimal spritzt(beisp), bei dem ist es völlig egal ob er sich bei 140 oder 80 aufhält, der absturz kommt so oder so.
    mfg klaus von klausdn
  • Christina

    Rang: Gast
    am 14.09.2007 15:12:19
    Hallo Pia,

    ja ich hatte schon Unerzuckerungen (u.a. mal ein Wert von 35) aber auch wenn man höhere Werte hat und dadurch die Unterzuckerung schon eher merkt bekommt man ein komisches Gefühl. Ich habe dann Angst dass ich mir dann eben nicht mehr selber helfen kann wenn ich z.B. alleine bin. Ich habe dann eben ein Gefühl als würde ich zusammenklappen... und dieses Gefühl will ich natürlich vermeiden. von Christina
  • Jens78

    Rang: Gast
    am 14.09.2007 21:24:14
    Ja, sowas kenne ich, bin seit 1998 Diabetiker Typ 1 und habe davor immer noch etwas Angst und reagiere darauf auch meist mit noch zu hohen Werten, was mich selber ärgert...vorallendingen weil ich zu dünn bin und bei zu hohen Werten ist zunehmen sehr schwer...aber durch eine diabetisches Koma durch viel zu hohen Zucker habe ich es besser im Griff...aber noch nicht optimal.
    Eine UNterzuckerung merkt man eigentlich sehr früh, zumindest die meisten...ich hatte auch schon Werte um 50/55...dann wird man schon sehr nervös, aber dafür habe ich immer Jubin dabei und Vitamalz. von Jens78
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 15.09.2007 15:22:26
    Moin Christina,

    für die meisten von uns 2ern (1er halbieren besser die Zeiten) funktioniert das Ermitteln des passenden SEA recht einfach: Wir spritzen bei Ausgang z.B. um 120 und ohne Restboluswirkung für z.B. 3 BEs und messen dann z.B. in 10-Minuten-Schritten, bis der BZ z.B. auf 100 absinkt. Erst dann wird gegessen.

    Wer das Experiment noch um den Wirkverlauf des Insulins erweitern will, isst dann z.B. nur 1 1/2 BE und misst in gleicher Weise weiter, wie der BZ in den nächsten Minuten weiter bis gegen 80-70 absinkt, dann wieder wahrscheinlich bis über 100 ansteigt, und dann folgt eine halbe BE, wenn er dann wieder bis 100 absinkt. Wenn er irgendwann nach einer halben BE nur noch ansteigt, war die eben eine halbe zu viel für die Dosis.

    Damit hast Du dann Deinen BE-Faktor zu der Tageszeit und weißt, in welchem Zeitraum dann nach dem Spritzen bei Dir das meiste Insulin aktiv ist. Wenn Du zu der Zeit dann einmal gerade durch den Supermarkt joggst, wird Dich nicht wundern, wenn Du Traubenzucker brauchst, den Du für das gleiche Jogging wahrscheinlich nicht brauchst, wenn Du das nach dem Wirkauslauf Deines Bolus unternimmst. Denn jede zusätzliche Bewegung kann die gerade aktive Insulinwirkung um den Faktor 2 und mehr verstärken.

    Wie Du längst mitgekriegt hast, können SEAs und Wirkverläufe zu den verschiedenen Tageszeiten sehr verschieden intensiv und lang sein, und wenn Du das bei Dir mit Deinem Insulin ausgetestet hast und berücksichtigst, wird Dich so bald keine Hypo mehr überraschen, weil Du dann passend vorher ein Häppchen essen kannst :-)

    Bisdann, Jürgen
  • Hermann

    Rang: Gast
    am 22.09.2007 22:46:03
    Hallo Christine,
    ja, ich kann diese Angst verstehen.

    Darf ich fragen, wie lange Du DM hast?

    Meine Erfahrung dazu ist jene: Schau der Angst ins Gesicht und Du bist diese los......was ich meine?

    Sich die Zeit nehmen - ähnlich wie bei der Neu-Einstellung der Basalrate - und sich auf Unterzuckerungen selbst hinführen. In Folge kann man sich spüren, wie man denkt, sich anfühlt, etc. und nach Selbsteinschätzung wieder aus der Unterzuckerung herausführen.

    Vielleicht konnte ich Dir eine Hilfe geben,
    so long, Hermann