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  • Dominik

    Rang: Gast
    am 08.09.2007 14:17:35
    Hi Ihr,
    ich war die letzten fünf Tage im Krankenhaus und wurde auf die Pumpentherapie eingestellt. Bislang habe ich allerdings noch eine Probepumpe und muß mich bis Dienstag entscheiden, ob ich damit weitermachen will, oder es nochmal mit dem Pen probiere. Da ich mich da gedanklich langsam im Kreis drehe, hoffe ich, Ihr könnt mir da ein bißchen weiterhelfen...
    Mein Problem sind in erster Linie hohe Zuckerwerte nach dem Essen - d.h., auch wenn die Insulinmenge stimmt, dauert es 2-3h, bis der Wert wieder normal ist, dazwischen habe ich 200-300. Das passiert auch, wenn ich nur 2 Brote esse, und diesbezüglich scheint die Pumpe bislang keinen großen Unterschied zu machen. Klar, man kann die Basalraten besser einstellen, aber das war auch vorher kein Problem bei mir. Da ich die Pumpe zwar nicht schlimm, aber schon als Einschränkung empfinde (ich spritze lieber oft, als permanent eine Nadel in mir zu haben, und besonders sexy ist das Ding ja nun nicht gerade), frage ich mich, was eigentlich letztlich der Vorteil sein soll? Z.B. daß man damit weniger Insulin braucht - was hat man davon? Im Krankenhaus wurde mir jetzt auch der Eindruck vermittelt, hohe Werte nach dem Essen wären völlig normal, würden nur vom glykämischen Index des Essens abhängen, und ließen sich außer durch bessere Ernährung nicht beeinflussen. Toll, daß mir meine Diabetologin zur Pumpe geraten hat, weil genau das damit besser sein sollte. Daß ich das Problem jahrelang (habe seit 15 Jahren Diabetes) nicht hatte, lag vielleicht daran, daß mein Körper früher noch mehr Insulin selbst produziert hat. Aber mit dem Gedanken, das sei normal, kann ich mich nicht so ganz anfreunden. Wie soll denn da, mit oder ohne Pumpe, ein guter HBA1c (momentan 7,5) rauskommen, wenn man im Schnitt 6-9h am Tag überzuckert ist?
    Würde mich über Eure Ratschläge freuen - und es wäre auch interessant zu hören, wenn jemand von Pen zu Pumpe gewechselt ist, warum, und was sich dadurch verändert hat.
    Danke,
    Dominik
  • Claudi

    Rang: Gast
    am 09.09.2007 23:40:41
    Hi Domenic,

    Ich bin 19 Jahre alt und habe seit 14 Jahren Diabetes. Meine Pumpe habe ich jetzt seit ca. 4 Monaten und bin total glücklich damit. Mir macht es gar nichts aus das ich 24 Std. am Tag einen Katheter trage. Ich habe eine Nadelfurbie( wie sie es im Krankenhaus diagnostiziert haben). Deshalb habe ich mich auch so selten wie irgend möglich gespritzt, so sahen dann auch meine Werte aus. Ich stech mich lieber 1x in 3 Tagen als 7x am Tag. Dennoch denke ich das man das selber und ungezwungen selbst Entscheiden muss denn es ist immerhin keine leichte Entscheidung und sie kostet viel Geld und Kraft . Ich würde nochmal alle Vor- u. Nachteile nebeneinander stellen und gucken was überwiegt und mich dann Entscheiden.

    Ich hoffe du triffst für dich eine gute Entscheidung. ALLES GUTE!

    Deine Claudi
  • Dominik

    Rang: Gast
    am 11.09.2007 17:42:39
    Hi Claudi,

    vielen Dank für Deine Antwort!

    Habe mich entschlossen, es nochmal mit dem Pen zu probieren... weniger aus Überzeugung als aus dem Gedanken, dass ich da noch nicht alles ausgereizt habe - und wenn ich bei der Pumpe bliebe, mich vielleicht zu oft fragen würde, ob's nicht auch ohne gegangen wäre...
    Wenn's in 'nem halben Jahr nicht besser ist, kann ich ja immer noch umsteigen.

    Dir auch alles Gute,
    viele Grüße,
    Dominik