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Frage zur Pumpe/ICT^

  • Sven

    Rang: Gast
    am 05.09.2007 13:31:41
    Hallo, ich habe folgendes Problem:

    Ich trage eine "AccuChek Spirit" mit U100 Apidra-Insulin. Mein gesamter Tagesbasal ist 8.5 IE, Bolus so 18-22 IE, Korrekturregel 100, BE-Faktor 1. Klingt zunächst ja mal garnicht so schlecht. Funktioniert aber mehr schlecht als recht. Als ich heute beim Diabetologen war, musste ich feststellen, dass ich ein Problem habe:

    Nachts habe ich Basalraten von 0,1 bis 0,2 IE/h und falle dennoch um 40 mg/dL.

    Mein Diabetologe sagte, man dürfe die Pumpe nicht auf Basalrate 0,0 IE/h stellen. Aber warum nicht? Welche physiologischen Auswirkungen hat das? (Vllt. Im Bezug etwas auf Insulinresistenz? Die Pumpoe KANN 0 IE/h. Oder hat das was mit der Kasse zu tun?)

    Ferner sind meine BZ-Werte eher schlecht (zwischen 200 und 50 immer mal was dabei). Mein HbA1c liegt bei 6,9%.

    Kann die Kasse mir aufgrund der schlechten Einstellung eine Folgeversorgung mit der Pumpe ablehnen und wie wahrscheinlich ist das?

    Ich habe Angst, da meine Werte dann garantiert schon schlechter werden, denn ich muss auf eine halbe BE genau berechnen, damit das überhaupt irgendwie hinhaut. (Und meine Pens können alle nur 2 IE, einer kann 1 IE, aber Pens, die weniger können, habe ich nicht gesehen.)

    Danke für eure Antworten und Meinungen.

    Grüße


  • klausdn

    Rang: Gast
    am 05.09.2007 14:34:57
    hallo,
    je insulinempfindlicher, desto größer die gefahr großer schwankungen.(eigentlich logisch)
    ja manche kassen verweigern mit hilfe des md die folgeverordnung. liest man neuerdings öfter.
    --
    zur praxis.
    1. eine basalrate soll nicht auf -0- gestellt werden,
    gerade bei analog und winzigen mengen, ist ketogefahr(wegen immer kürzerer wirkzeit bei minimengen)
    2. verstopfungsgefahr.
    man kann aber jede pumpe auch mit u50 betreiben,
    muß dann nur im kopf haben daß "alles" bolus und basis, pro ie nur 0,5ie abgegeben werden.
    die verdünnung 1/1 mußt du selbst machen.
    hat den vorteil nicht auf o stellen oder essen zu müssen.
    wer so insulinempfindlich ist, kann auch normalinsulin versuchen, das langsamer und länger wirkt, damit ausgleichend wirkt.
    zu pens . es gibt noch den novopen demi, der aber demnächst aus dem programm geht, aber der gleiche als junjor bleibt. beide haben halbeinheitenschritte.
    .apidra und novorapid sind praktisch wirkgleich.
    du hast also noch ne menge möglichkeiten.
    sprich mal mit deinem diadoc, der hat garantiert für nen versuch normalinsulin vorrätig, das wäre
    mein erster versuch.
    mfg klaus
    von klausdn
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 06.09.2007 14:23:28
    Hallo,

    gratuliere zur prima Pumpenwahl (auch andere Pumpen können gut sein*g*).
    Ich trage die Spirit im 3.Jahr und bin auch sehr insulinempfindlich. Einige Basalraten betragen bei mir auch nur 0,1 U/h. Gerade bei sehr niedrigem Insulinbedarf ist ja die Pumpenbehandlung ideal.

    Theoretisch kann man die Basalrate 24 Stunden bis auf 0 % senken.
    Aber damit würde man ja eine kontinuierliche Infusionstherapie ad absurdum führen.
    Natürlich steigt die Verstopfungsgefahr mit einer längeren Nullrate. Besser ist es die kleinste (10%) TBR zu wählen. Mache ich immer bei ungewohnten körperlichen Anstrengungen.

    Die Insulinverdünnung kann in der Tat eine probate Lösung für dich sein. Spreche mal mit dem diadoc! Penanwendung oder penbedingter Insulinwechsel ist wohl für einen Pumpi schwerlich das „Gelbe vom Ei“.
    von Haschi