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Pflaumenkuchen u. Kürbis

  • Willi

    Rang: Gast
    am 03.09.2007 19:43:59
    Hallochen alle zusammen,

    ich esse unheimlich gerne Pflaumenkuchen, doch wie bäckt man den, damit ein Typ-2-Diabetiker auch zulangenkann, ohne sich vor dem nächsten BZ-Test fürchten zu müssen.
    Ich weiß, die meisten hauen einfach rein und haken das unter Genuß ab, doch ich bin einer von den Genauen (zur Freude meines Doc).
    Ähnlich ist das Problem mit Kürbis, abgesehen davon, daß ich bislang nur die Kompott-Variante kenne - also süß-sauer.

    Vielleicht findet sich jemand, der mir hier helfen kann - würde mich sehr freuen.
    Viele Grüße
    Willi
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 03.09.2007 21:50:22
    Moin Willi,

    Du willst dich waschen und dabei nicht nass werden ;-(

    Schon leckere Pflaumen treiben den BZ. Den Boden könntest Du mit Soja machen, wenn Du das im Gegensatz zu mir denn mögen würdest, aber auch das treibt den BZ nur weniger und nicht gar nicht.

    Am besten, Du isst 1 Stück über den Tag verteilt. Also ich meine jetzt nicht das ganze Blech in einem, sondern so wie jede Stunde einen normalen Bissen. Der verteilt sich dann einigermaßen unauffällig, egal wie Du dich sonst Behandelst.

    Für mehr und treffendere Auskunft solltest Du schreiben, wie Du dich normal behandelst und in welchem BZ-Rahmen vor und ne Stunde oder 2 nach dem Essen.

    Bisdann, Jürgen
  • Willi

    Rang: Gast
    am 04.09.2007 02:51:08
    Tja Jürgen,
    es ist schon ein Kreuz mit den Genüssen - aber mal überkommt es einen eben.
    Noch vor wenigen Jahren gehörte mir mindestens die Hälfte von einem eben aus dem Ofen gezogenem Blech Pflaumenkuchen. Das Geschmatze hörte man weithin!
    Die Behandlung meines Typ 2?
    2mal Metformin 1000, 2mal Glimepirid 3mg und seit guten 3 Wochen 2mal Byetta täglich.

    Kläre mich doch mal bitte über Soja auf - habe vor etlichen Jahren mir mal Tofu gekauft. Das Zeug hat fürchterlich geschmeckt, habe nur wenig davon gekostet und den Rest entsorgt. Ich weiß, man kanns genießen, ich weiß aber nicht wie.
    Bis bald - Willi
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 04.09.2007 10:45:12
    Moin Willi,

    mit Soja kannst Du mich jagen. Aber das ist Geschmacksache, und dazu findest Du unter Rezepten z.B. im Diab Forum oder im dm-treff.de Forum oder im Forum von diabetesinfo oder... bestimmt eine ganze Reihe.

    Du hast nicht dabei geschrieben, in welchen Höhen sich Dein BZ zu bewegen pflegt. Deswegen hier mal wieder das Beispiel mit meiner Mutter. Sie hatte ne Stunde nach dem Essen immer so zwischen 250 und 300mg/dl auf dem Tacho, und das pflegte dann bis zum nächsten Essen wieder auf unter 100 abzusinken.
    Aber wenn sie direkt nach dem Essen so um die 20 Minuten mit dem Hund ging, kam sie mit gesunden 70-80 wieder. Wenn sie dagegen erst ein Nickerchen im Schaukelstuhl und dann den gleichen Hundegang machte, reichte die Wirkung nur zur Absenkung von dann um 200 auf max 160-140.

    Hintergrund: Bewegung verstärkt die Wirkung vom aktiven Insulin schnell mal um den Faktor 2-4, und solch verstärkende Bewegung kann auch schon der Gang durch einen Supermarkt oder eine Ausstellung, ein bisschen Hausarbeit oder ... sein. Und bei dem Insulin ist egal, ob es sich um das eigene handelt, das lediglich vom Essen aktiviert wurde oder auch von zusätzlichen Medis wie Glimepirid oder Byetta oder halt gespritzt. Je mehr von der Bewegung direkt in die Zeit des jeweilig höchsten Insulinspiegels fällt, desto tiefer die damit bewirkte BZ-Absenkung. Wie sich das bei Dir also z.B. nach dem Genuss eines Stückes Pflaumenkuchen auswirkt, müsstest Du am Verlauf Deines BZ 1-2 und ggf. 3 Stunden danach austesten. Und dabei findest Du auch raus, wie viel davon Du so auf einmal im Rahmen Deines gesunden BZ-Verlaufes verdrücken kannst :-)

    Bisdann, Jürgen
  • Rolf

    Rang: Gast
    am 04.09.2007 15:36:38
    Hallo, Willi,

    Auch ich esse gern Pflaumenkuchen und den backe ich nach einem ganz normalen Rezept, ersetze aber das normale Mehl durch Vollkornmehl und die Menge Zucker durch ganz wenig Süßstoff. Auch die Plaumen werden nicht gezuckert.

    -- dann esse ich ein Stück ( auch mit Sahne ! ) und fahre danach 10 km Rad oder laufe 3 - 5 Km :-)))

    Ansonsten geht es garnicht

    Gruß

    Rolf
  • Willi

    Rang: Gast
    am 04.09.2007 21:06:04
    Hallo Rolf, hallo Jürgen,

    herzlichen Dank sage ich für den Backtipp. Wie es aussieht, werde ich wohl auf derartigen genuß verzichten müssen, denn danach 3-5 km laufen ist bei mir leider nicht drin. Habe mich durch "wendebedingten" Tätigkeitswechsel zu sehr einrosten lassen, so daß mir schon einige 100 m recht schwerfallen. Erschwerend ist buchstäblich mein Übergewicht - na ja und in die Jahre bin ich inzwischen auch schon gekommen. Zu meinen Kilos kann ich aber vermelden, daß ich immerhin rund 38 kg abgespeckt habe.
    Ach so, meine BZ-Werte. Die schwanken mitunter für meine Begriffe recht heftig. Nach Nüchternzucker zwischen 6,1 und 7,4 katapultiert mich eine Haferflockensuppe zum Frühstück und eine Kiwi manchmal auf 10,6 mmol (2 h danach gemessen). Mittags bin ich dann wieder auf 7,5 bis 8,1 runter. Trotz gehaltvollem Essen geht der BZ bis zum Abend meist deutlich weiter zurück (an einigen Tagen bis auf 4,1). Zur Nacht liegen die Werte bei max. 7,5 und nie unter 5,5 mmol.
    von Willi
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 05.09.2007 01:25:35
    Moin Willi,

    gratuliere zum erfolgreichen Abspecken :-)

    Allerdings lässt Du Deinem BZ ein bisschen viel Leine :-( Ich würde mir schon ab 8 nichts mehr zusätzlich einverleiben, was meinen BZ weiter erhöhen könnte.

    Bisdann, Jürgen
  • Willi

    Rang: Gast
    am 05.09.2007 01:47:43
    Guten Abend Jürgen,

    in der regel passiert es auch nicht, daß ich bei Werten über 8 mmol noch KHE mir reinschiebe. Wobei es doch recht kurios ist, was neulich erst geschah. Kurz vorm Mittagessen hatte ich 8,1, habe dann Kartoffeln, Fleisch und Gemüse vertilgt (alles zusammen exakt 2,1 KHE) und 2 h danach zeigte mein Accu-Chek nur noch 6,0 an (zum Mittag keinerlei Tabletten ö.ä.).
    Kann mir z.B. auch nicht so recht erklären, wieso ich - nachdem ich mit 4,9 in die Nacht gehe - am Morgen dann nüchtern mit 8,4 rumrenne. Frühstücken muß ich doch nun aber - und ehrlich - ein Glas Wasser ist mir dann zu wenig. Kein Wunder, wenn ich dann 120 Minuten nach meiner Haferflockensuppe (30 g Flocken, 200 ml 0,1er Milch und Süßstoff) 10,4 auf dem Kessel hatte. Zum Glück sind solche Tage sehr selten. Doch einige dieser Schwankungen sind mir ein echtes Rätsel. Die Erklärung meines Doc - das ist bei Diabetes nun mal so - ist mir ein wenig zu dünn. Hätte schon lieber ein ausgelicheneres Diagramm und nicht so eine wilde Zickzacklinie.
    Na ja, obwohl ich seit 2000 Diabetes habe, versuche ich ja erst seit knapp einem Jahr relativ konsequent damit umzugehen und entsprechend zu essen. Man lernt eben nicht alles auf einmal!
    Wünsch Dir nuch eine gute Nacht!
    - Willi -
  • diesel

    Rang: Gast
    am 05.09.2007 07:37:08
    Hallo Willi,

    ich würde dir raten zu einen Diabetologen zu gehen und ihm mal auf eine Insulinbehandlung anzusprechen. Damit hats du mehr Flexibilität und deine Werte dann bestimmt besser im Griff.
    Zu der Bewegung: Mag sein, du bist "eingerostet", fange doch einfach klein an mit der Bewegung. Kurze Spaziergänge, welche du im Laufe der Zeit ausdehnen kannst.

    MfG

    Gerd von diesel
  • Willi

    Rang: Gast
    am 05.09.2007 12:31:40
    Hallo Gerd,

    danke für den Rat bezüglich mehr Bewegung. Du hast Recht, wenn ich JETZT nicht anfange, wann dann. Leider finden sich täglich 1000 Gründe, mit denen doch eigentlich nur der innere Schweinehund - die verflixte Bequemlichkeit - bemäntelt wird.
    Ansonsten hast Du da scheints weiter oben etwas überlesen - außer von meiner Hausärztin werde ich von einem Diabetologen betreut. Von ihm bekam ich vor fast 4 Wochen ein Byetta-Pen und spritze nun morgens und abends vorm Essen jeweis 5 µg. Morgen noch, dann geht's mit 10 µg weiter. Glücklicherweise treten bei mir bisher keine der zahllosen Nebenwirkungen auf, die sich ja alle fürchterlich anhören. Daß das Zeug appetitmindernd wirkt, kann ich jedoch noch nicht feststellen und eine Abwärtsbewegung an der Waage ist leider auch noch nicht eingetreten.
    Einen schönen Tag noch - hier ist jetzt blauer Himmel!
    Gruß Willi
  • Rolf

    Rang: Gast
    am 05.09.2007 15:09:16
    Hallo, Willi,

    Auch ich hatte ein sitzendes Leben und Sport fand überhaupt nur sehr wenig statt, hatte dann bei 168 cm um die 80 kg. Dann die Diagnose: Dm. Da habe ich ganz langsam begonnen, mich zu bewegen, fahre viel Rad, laufe und walke wann immer sich die Möglichkeit bietet.
    Das die doch im Berufsleben sehr einseitige Ernährung ( Kantine etc ) umzustellen war, versteht sich von selbst.

    Die Ausreden sich selbst gegenüber zählen nicht, ich hätte auch jetzt noch viele Gründe, einfach mal sitzen zu bleiben.

    Viele Sportangebote, z. B. Walking oder auch Nordic Walking helfen, den BZ zu stabilisieren und auch das Gewicht zu reduzieren. Sie werden z. B. auch von den Volkshochschulen angeboten ( Lerne laufen ohne zu schnaufen, von 0 auf 5000 Meter oder ähnlich ) Raff Dich auf, denn Du möchtest in Deinem Körper noch eine Weile leben, also behandle ihn entsprechend

    Gruß

    Rolf
  • Pia

    Rang: Gast
    am 07.09.2007 09:45:33
    Moinmoin Jürgen, das ist aber die blanke Folter, 1 Stück leckeren frischen warmen nach Zimt duftenden Pflaumenkuchen über den Tag zu verteilen;-) Du kannst richtig fies sein...War in deinem Stammbaum mal einer, der während der Inquisitionszeit aktiv war?
    @Rolf
    Den Tipp mit dem Vollkornmehl finde ich gut.
    Rolf, wann dürfen wir bitte vorbeikommen?
    Darf ich bitte das Rezept haben für den Teig? Wird doch sicher eine guter Hefeteig?

    @Willi,
    ich glaube, du solltest wirklich zu einem Diabetologen gehen und dich um Insulin bemühen, dann kannst du auch mal ein Stück Pflaumenkuchen essen. Als Mittagsmahlzeit zum Beispiel.
    Und es wäre zu überlegen, den inneren Schweinehunde durch einen Struppi zu ersetzen, denn dann MUSST du raus. Und rubbeldiekatz merkst du gar nicht, dass du dich ja eigentlich gut und ausgewogen bewegst. Fahr doch mal am WE in eines der vielen Tierheime, da warten viele der armen Kreaturen, die sich über eine Chance bei dir sicher sehr freuen würden.
    Da die Hunde in Tierheimen nicht ganz billig sind (Ich kenne deine Finanzen nicht), wäre auch das Studieren der Anzeigen in der Zeitung ganz sinvoll, oder im Internet, Du MUSST ja keinen Struppi kaufen, aber einfach mal beginnen und den Gedanken verfolgen und gucken, was es denn für einer wäre..dann darfst du mit Struppi auch mitfahren zu Rolf, wenn wir ihn zum Pflaumenkuchenfuttern überfallen.


    von Pia
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 07.09.2007 12:09:54
    Moin Pia,

    das mit der Inquisition kann nicht hinhauen. Noch bis vor 3-4 Generationen waren meine Vorfahren einfachste Landarbeiter mit weniger zu fressen, als die Schweine auf den selben Höfen. Und diese Landarbeiter und die ähnlich arme Industriearbeiterschaft in den Städten stellten bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts weit über die Hälfte der Bevölkerung. Von Pflaumenkuchen wurde da wahrscheinlich nicht mal geträumt.

    Und es gibt wenig, womit Du mich so weit jagen kannst, wie mit warmem Zimt.

    Bisdann, Jürgen
  • Rolf

    Rang: Gast
    am 09.09.2007 22:01:44
    Hallo, Pia,

    ich habe zu dem Rezept zum Pflaumenkuchen nur soviel zu sagen:

    Normaler Hefeteig, aber als Zuckerersatz nehme ich Diamant Diabetikersüsse ( Achtung, kohlehydrathaltig ), aber halbiere dabei die als Zucker vorgeschriebene Menge und als Mehl benutze ich ein reines Vollkornmehl ( Weizen ). Also, den Teig anfertigen, ca. 2 cm dick ausrollen und auf ein Blech, reife Pflaumen vom Markt, waschen,entsteinen und halbieren. Die Hälften in den Teig drücken und wegen des Vollkornmehls ca. 10 - 15 Minuten länger backen.
    Das wars dann schon.

    Gruß

    Rolf

  • Pia

    Rang: Gast
    am 10.09.2007 12:26:20
    Lieber Rolf,

    danke fürs Rezept, aber das versteh ich nicht. Ich denke, ich muss doch mal erst vorbeikommen und ein "Blechchen" verkosten....;-)))
    Ich denke, im Fall Pflaumenkuchen ist dunkler Teig sogar besser als heller.
    Ich erinnerte mich bei deinem posting an die Kindheit, denn da wurden gaaaanz große Bleche vorbereitet und dann zum hiesigen Bäcker gebracht. Mit dem Handwagen. Und weil meine Mutter lauffaul war und ihre Eitelkeit den alten Holz-Handwagen nicht zuließ, packte sie das Blech auf ein Fahrrrad (auf Sattel und Lenker), damit sie zurück fahren konnte. Sie kam direkt bis zur Toreinfahrt, als ich meine Oma auf Krawall gebürstet zetern hörte;-))) Danke für die kleine Reise in die Kindheit, Rolf...
    Bitte entschuldigt die Melancholie.. von Pia