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Stress,Druck,Überforderung
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Johannes
Rang: Gastam 31.08.2007 23:25:40
Hallo,
wer hat damit zu tun im Alltag mit Diabetes, sodaß sich Stress, Druck mit Überforderung zeigen?
Bin seit 20 Jahren Typ-I-Diabetiker.
Meine Belastungsgrenze ist momentan schnell erreicht.
Bei schnellen oder spontanen Entscheidungen im Berufsalltag als auch im privaten kann es sein, daß es schon zuviel ist.
Ich brauche keine Antworten, die allgemein und oberflächlich sind wie z.B. Stress kann auch bei Gesunden zuviel sein, blablabla...
Nein, ich meinte, wem geht es so ähnlich wie mir, daß manchmal die Verzweiflung da ist, weil Zuckerschwankungen, Stoffwechsel etc. manchmal das alles zuviel sein kann.
LG
Johannes
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Barbara
Rang: Gastam 01.09.2007 00:29:17
hallo Johannes,
ich kann gut Deine Situation verstehen. Ich weiß nicht wo Du wohnst, guck mal unter www.ddb.-hb.de nach,da wird unter Kursen ein Coping Schulung angeboten ,daß heißt,daß man im täglichen Leben mit dem Diabetes besser zu recht kommt und im Arbeitsleben. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit.
Vielleicht kann Dir auch >Dein Diabetologe helfen ev. das man ein Gespräch mit einem Psychologen bekommt.
Ich wünsche Dir erstmal alles Gute
Barbara -
Mary
Rang: Gastam 01.09.2007 01:16:14
Hallo Johannes,
vor 3 Jahren wurde bei mir Diabetes Typ I festgestellt, bin jetzt 52 Jahre alt und fühle mich ganz ähnlich wie Du vor allem im Berufsalltag oftmals überfordert. Die ständigen Schwankungen des Blutzuckers nach oben und unten erfordern neben der Arbeit ihre vollste Aufmerksamkeit. Hinzu kommen die plötzlichen Stimmungsschwankungen von jetzt auf gleich. All das hat neben diversen privaten Problemen zu einem "psychovegetativen Erschöpfungssyndrom" geführt, wurde vor einigen Tagen durch den Hausarzt diagnostiziert als ich die "Notbremse" ziehen mußte. Mit meinem Diabetologen bin ich nun wegen einer Pumpe im Gespräch und erhoffe mir dadurch eine weitreichende Verbesserung der Blutzuckereinstellung und weniger Stress im Arbeitsalltag. Daneben werde ich mich wohl auch um eine Psychotherapie bemühen. Hier im Forum ist oftmals die Rede von einem flachen , kontinuierlichen Blutzuckerverlauf, um Folgeschäden zu vermeiden. Es ist mir schleierhaft, wie man dies in einem stressbesetzten Berufsalltag mit den häufigen Blutzuckerkontrollen durchsetzen soll.
Lieber Johannes, ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich hoffe, dass Du für Dich einen Weg finden kannst, um mit den geschilderten Problemen einen angemessenen Umgang zu finden.
von Mary -
Pia
Rang: Gastam 04.09.2007 11:11:52
Liebe Mary,
Zitat: Hier im Forum ist oftmals die Rede von einem flachen, kontinuierlichen Blutzuckerverlauf, um Folgeschäden zu vermeiden. Es ist mir schleierhaft, wie man dies in einem stressbesetzten Berufsalltag mit den häufigen Blutzuckerkontrollen durchsetzen soll. Zitatende.
Die Frage ist berechtigt.
Die Antwort lautet: Man MUSS sich selbst disziplinieren, auch, wenn diese Antwort lapidar und besserwisserisch klingt. JEDER von uns ist ersetzbar, zugegeben, der eine leichter, der Andere schwerer, aber eines gilt für Beide. Wenn Du auf der Schnauze liegst, interessiert das keinen Arbeitgeber. Wenn es dumm läuft, macht man dir noch den Vorwurf, dass Du leichtfertig mit Deiner Gesundheit umgegangen bist und damit Deine Arbeitsfähigkeit fahrlässig gefährdet hast. Und angesichts der realen Zeit, die man für die Messungen benötigt, zählen eigentlich keine Ausreden.
von Pia -
Joe
Rang: Gastam 04.09.2007 23:41:04
Hallo,
was willst Du mit Fahrlässigkeit beschreiben ?
Das klingt wie eine Straftat.
Bin ich als Diabetiker strafanfällig, nur weil ich eine chronische Krankheit habe ?
Außerdem führt Dein Geschreibsel an der Frage vorbei.
Joe -
Pia
Rang: Gastam 05.09.2007 09:14:03
Hi Joe, ich weiß nicht, ob du jetzt der Johannes bist?
Straftat? Klingt gut. Könnte man fast so sagen. Schade, dass du mich nicht verstanden hast.. ...ich versuche es noch einmal...
Wenn jemand erzählt, dass er im Alltag, privat und im Job mit Stress zu tun hat, wenn sein Blutzucker Berg- und Talfahrten absolviert, seine Belastungsgrenze schnell erreicht ist, dann kann er das nur selbst ändern, oder siehst du das anders? Mit Hilfe der Ärzte. Man glaubt lange, dass der Körper unendlich belastbar ist, man lebt, als hätte man eine Ersatzgesundheit in der Hosentasche, bis der Körper irgendwann die Notbremse zieht.
Wenn man die Signale ignoriert, handelt man, ja fahrlässig - sich selbst gegenüber. Und auch seinen Mitmenschen gegenüber, denn ich möchte z. B. keinem Diabetiker im Auto begegnen, der nicht mehr fahren kann, weil Stress und Überlastung seinen BZ hoch- und aber auch abschießen lässt. Weil er sich nicht die Zeit nimmt, um seinen BZ zu messen, weil er sich keine Zeit zum Essen oder Ausruhen nimmt. Bequehm ist es, wenn ich mich dem Arzt gegenüber setze und sage, mach mal. Unbequehm wird es, wenn der Arzt sagt, mach mal: Stressabbau, Einteilung der Kräfte, autogenes Training, Muskelrelaxation nach Jacobsen usw. usw. . Denn dann muss man selbst was tun. Jetzt besser verständlich? Wenn nicht, schade, aber ist es auch nicht so schlimm.
Überlies mein "Geschreibsel" halt.....es ist nur meine ganz subjektive Meinung.
Falls du NICHT Johannes bist.. wo war eigentlich dein konstruktiver Beitrag? Habe ich irgendwie übersehen..;-). von Pia -
Barbara
Rang: Gastam 05.09.2007 11:16:46
Joe, wieso assoziierst du Fahrlässigkeit mit Straftat? Der Begriff bedeutet: Zügellosigkeit im nichtjuristischen Sinne. Und wer bewusst!, die Folgen einkalkulierend Stress, Druck und Überlastung in Kauf nimmt, handelt zügellos. Wenn dieses Verhalten kostenpflichtig gemacht würde durch die Krankenkassen, würden die Menschen sich aber flugs am Riemen reißen.... von Barbara