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Typ 1 trotz negative Antikörper?

  • Steffi2

    Rang: Gast
    am 15.08.2007 07:50:33
    Hallo zusammen
    ich bin ziemlich verzweifelt, leide seit 2 jahren an diabetes und spritze lantus und novorapid. den bz bekam ich damit in den griff. am anfang hatte ich auch typische symptome mit durst, gewichstverlust etc. die antikörperbestimmung war negativ. da mein blutzucker nun deutlich schlechter wurde (lhatte schon erhebliche ketone im urin)und ich auch den diadoc wechselte machte dieser nochmal einen antikörpertest - wieder negativ. nun meint er, dass ich sicherlich kein typ 1 sei, sondern mody etc.
    was meint ihr dafür? kann man typ 1 nur mit antikörpern sein? was ist sonst los? bin sehr schlank.
    bitte um schnelle hilfe! von Steffi2
  • Markus Konermann

    Rang: Gast
    am 15.08.2007 11:35:52
    Hallo,
    ein Typ 1 kann auch ohne (bzw. nicht mehr nachweisbaren) AK bestehen, allerdings geht nur der Typ 1 mit erheblicher Ketonbildung.
    Ein Mody ist immer mit Übergewicht, positiver Familienanamnese.
    Manchmal fragt man sich schon, wer sich so alles Diadoc nennen darf.
    VG
  • Nette

    Rang: Gast
    am 15.08.2007 13:01:41
    "Mody geht immer mit Übergewicht"

    Falsch. Ich habe MODY 2 und alles andere als Übergewicht. Es gibt 6 verschiedene Mody-Formen, sicherlich sind alle mehr oder weniger dominant vererbt, aber die Ausprägungen sind sehr unterschiedlich. Je nach Mutation (z.B. Glukokinasedefekt usw.)Auch kann das Manifestationsalter sehr unterschiedlich sein (geht auch noch mit 50!)

    http://www.labor-lademannbogen.de/analysen/suche.action.detail.source.GENETIK.u_id.1559.html

    Man kann beim Typ 1 (z.B. LADA) auch x verschiedene AKs bestimmen: IA2, ICA, GAD usw. SInd die alle bestimmt worden?
    Dann kann man aufgrund des Insulinlevels und BZ vor und nach OGTT auch noch einen Trend mehr zum Typ 1 oder 2 feststellen.

    LG Nette
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 15.08.2007 14:12:35
    hallo mette,
    es gibt auch t1 die keine nachweisbaren antikörper haben(die bestimmungen sind recht teuer und belasten das budget erheblich)
    zweimal c.peptid, nüchtern und kurz nach etwas glucose, ohne c-peptid= t1, ist am billigsten.
    o-ton meines diadoc, du bist insulinpflichtig, du hast insulin, was hast du davon wenn du weißt welcher typ. (mein ha hat es an ein forschungsprojekt
    rangehangen, da hat es nix gekostet, außer 200ml blut)
    mfg klaus von klausdn
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 15.08.2007 14:38:13
    Hallo Steffi,

    Antikörper werden auch bei einem autoimmunen Diabetes in ca. 20 % der Fälle nie gefunden. Bei MODY gibt es unterschiedliche Typen, Übergewicht ist keineswegs ein durchgängiges Kriterium.

    Die Frage der Typisierung ist freilich gegenüber einer guten Stoffwechselführung
    zweitrangig und die Frage, ob absoluter oder relativer Insulinmangel vorliegt, lässt sich diagnostisch ohne Antikörperbestimmung beantworten.

    Zur Lösung der Therapiefrage muss deshalb keine ständige neue Fandung nach Antikörpern erfolgen.
    Hauptsache: Allzeit gute Werte. von Haschi
  • Nette

    Rang: Gast
    am 15.08.2007 15:06:27
    Hallo Glaus,

    wenn C-Peptid fehlt, dann Typ 1? Wenn aber noch Restinsulin vorhanden, dann gibt es doch auch C-Peptid? Ich dachte, kein C-Peptid gibt es nur bei Patienten die schon Insulin spritzen!

    Gruß

    Nette
  • Steffi2

    Rang: Gast
    am 15.08.2007 15:11:12
    Danke für eure schnelle Hilfe. Ich hatte ganz am Anfang einen oGGT gemacht und der war mehr als positiv. Zudem hatte ich schon einmal eine starke Entgleistung mit Ketontest von +++ und Blutzucker von 25.6mmol/l. Ich denke das kommt ja nicht einfach von so......
    komisch ist es jetzt nur, dass mein bz momenta voll verrückt spielt und sich nicht kontrollieren lässt. ich führe das aber auf ein insulin zurück, das ich nicht vertragen hatte und erhebliche hautprobleme etc. bekam. nun sind meine werte aber immer noch im auf und abwärtstrend und die insulindosis lässt ist kaum berechenbar....
    kennt jemand so etwas? von Steffi2
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 15.08.2007 17:42:24
    Hallo Steffi,

    spricht eigentlich sehr für einen LADA, der zeitlich ganz unterschiedlich ablaufen
    und bei einer langen Latenzzeit und unregelmäßiger Eigensekretion sowie Remissionsphase vom klassischen Typ1
    stark abweichen kann. von Haschi
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 15.08.2007 19:58:36
    typ 1er und sonderformen unterscheiden sich erheblich im vorhandensein von c-peptiden gegenüber 2er. 2er haben lange zeit eine durch eine insulinresistenz verursachte hyper(=zu viel)insulinanämie(= im blut).

    btw kann die bsd gegen ende der remission anfangen zu stottern. alternativ auch krankheit, entzündung, hormone, lebenswandel etc pp usw von thomas2002
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.08.2007 12:35:36
    Moin Steffi,

    "Die Frage der Typisierung ist freilich gegenüber einer guten Stoffwechselführung zweitrangig..."
    hatte Haschi weiter oben geschrieben, und das kann man gar nicht dick genug unterstreichen.

    Egal wie der Typ genannt wird, für alle gilt, dass am wirksamsten vor irgendwelchen langfristig fiesen Folgen bewahrt, wer seinen allgemein und vor allem nach den Mahlzeiten diabetisch aufstrebenden Blutzucker in gesunden engen Grenzen führt.

    Bisdann, Jürgen
  • Steffi

    Rang: Gast
    am 16.08.2007 14:44:40
    Hallo jürgen
    ja, das denke ich auch. mein diabetologe möchte aber versuchen auf tabletten umzustellen, da er wie gesagt der meinung ist : keine antikörper, kein typ 1. ich spritze nun schon seit fast 2 jahren und es hat bis auf die letzten wochen super hingehauen.
    leider spielt mein zucker in der letzten zeit total verrückt. ich habe auch auf das langzeitinsulin extrem allergisch reagiert. weis momentan nicht mehr weiter und hab keine erklärung. vielleicht, dass die allergische reaktion meinen stoffwechsel total durcheinandergebracht hat?
    gruss steffi von Steffi
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.08.2007 16:18:25
    Moin Steffi,

    mit Tabletten wirst Du billiger. Du bekommst dann nämlich nicht nur kein Insulin, sondern auch keine Teststreifen mehr. Nach dem, wie Du's beschreibst, wäre wenigstens das Nachdenken über einen Diabetologenwechsel schon mal angebracht.

    Wenn Du auf Lantus allergisch reagierst, auf Novorapid aber nicht, würde ich an Deiner Stelle Levemir ausprobieren. Das wirkt zwar nicht so schön gleichmäßig über den ganzen Tag, müsste vielleicht 2mal gespritzt werden, hat aber ne andere Zusammensetzung vor allem auch im Trägermedium, so dass Du damit vielleicht keine allergische Reaktion hast.

    Bisdann, Jürgen