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mein Diabetologe zwingt mich ins DMP beizutreten!
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thomas2002
Rang: Gastam 10.08.2007 00:05:10
hallo cat,
der arzt hätte mein vertrauen schon vor dem anruf verloren. von thomas2002 -
Barbara
Rang: Gastam 10.08.2007 00:29:45
ich muß den Vorgänger recht geben,Vertrauen ist ohnehin nicht mehr da. ich habe heute an meine Krankenkasse TK geschrieben und bat um eine Stellungnahme ,ob es wirklich ein gesetz seit dem 1.8. gibt.,daß man an dem DMP Programm sich einschreiben muß. So bald die sich melden schreibe ich es ins Forum.
Gruß Barbara -
Barbara
Rang: Gastam 10.08.2007 11:37:05
@ Jüregen, so ist es ja nun nicht,ich kann schon bestimmen,was auf die Chipkarte drauf soll. Ganz unterwerfen müssen wir uns NOCH nicht..
Einen schönen tag
Barbara -
cat
Rang: Gastam 10.08.2007 12:57:02
Hallo Achim!
Die Krankenkasse wird auf jeden Fall was davon erfahren. Nur mache ich mir nicht allzu große Hoffnung dass mir die Kasse bei der Sache helfen kann. Wenn der Arzt wegen einem zerstörten Vertrauensverhältnis die Behandlung verweigert, ist das völlig legal.
Hallo Thomas und Hallo Barbara!
Das Problem mit dem Arztwechsel ist, dass es hier keine wirklichen Alternativen gibt. Es dauert einfach zu lange in die nächste Stadt zum nächsten Diabetologen zu kommen. Das kann ich unmöglich mit dem Stundenplan der Uni unter einen Hut bringen (Anwesenheitspflicht).
Außerdem dürften wahrscheinlich früher oder später alle Fachärzte, die überwiegend Diabetiker betreuen, auf den Trichter kommen dass ihnen künftig jedes Quartal 75 Euro pro Diabetiker fehlt. Und wie man das Geld wieder beschaffen kann.
So wie ich das verstanden habe, ist das keine Pflicht aufgrund von einem richtigen Gesetz sondern die Diabetologen werden indirekt genötigt die Einschreibung durchzusetzen.
Es läuft anscheinend so:
Patient im DMP -> Arzt bekommt Pauschale von 75 Euro pro Quartal und kann nach EBM abrechnen
Patient nicht im DMP -> Arzt bekommt keine Pauschale und kann den Diabetes speziell nicht nach EBM abrechnen, sondern nur das was er auch für einen Schupfen-Patienten bekommen würde
Ich kann mir das zwar nicht so richtig vorstellen, aber man weiß ja nie, langsam halte ich in diesem Land alles für möglich.
Ich kann natürlich verstehen, dass sich das kein Arzt antun möchte, falls dies wirklich so stimmt. Die Krankenkasse behauptet allerdings dass das nicht stimmt. Der Arzt sagt, die Krankenkassen erzählen den Versicherten nur Märchen. Da weiß ich echt nicht mehr wen und was ich glauben soll.
Schöne Grüße
von cat -
Jürgen
Rang: Gastam 10.08.2007 13:40:52
Moin Barbara,
bei der sogenannten Gesundheitskarte, die in Modellteilen der Republik inzwischen erprobt wird, sind alle unsere krankheitsrelevanten Daten drauf inkl. Medis und Unverträglichkeiten. Von Mitbestimmen ist da nirgendwo die Schreibe :-(
Bisdann, Jürgen -
Barbara
Rang: Gastam 10.08.2007 15:05:10
hallo Cat,
soeben rief mich die TK an und sagte mir ,das wäre völliger Quatsch es ist weiterhin freiwillig das DMP beizutreten oder nicht. man hat keinerlei nachteile dadurch. Ab 1.8. sei das neue Gesetz in Kraft
das stimmt einfach nicht. Ich kann Dir nur raten mal zu Deiner Krankenkasse zu gehen. Der Arzt bekommt dann wohl einen Einlauf von der Kasse, aber so geht es ja nun nicht und das Vertrauen ist doch ohnehin futsch. Ich wünsche Dir viel Erfolg und hoffe ,daß es sich zum Guten ändert.
@ Jürgen
Es tut mir leid,mir ist bekannt ,daß ich die Chipkarte soweit beeinflussen kann ,daß nur das Wichtigste darauf vermerkt wird. z.b. mein Insulin und Medikamente. Ich weiß ja gar nicht,wer die nachher alle lesen kann. Da werde ich nie zustimmen.
Gruß Barbara -
Jürgen
Rang: Gastam 10.08.2007 18:12:19
Moin Barbara,
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronische_Patientenkarte sagt mir, dass ich wahrscheinlich keine Chance habe, überhaupt dahinter zu kommen, welche Infos über meine Krankheiten und mich an welchen damit einsehbaren Stellen überhaupt hinterlegt sind. Und wenn da dann gleiche Schlüssel verwendet werden wie in privaten Arztabrechnungen, komme ich auch dann noch kaum weiter, wenn ich wenigstens eine Stelle mit einer Sorte Inhalt gefunden habe. Von daher muss ich sagen, dass mich die paar Daten beim DMP nun wirklich eher unter dem Aspekt der Frage kratzen, warum man sich für son Fliegenschiss an Info so anstrengt.
Bisdann, Jürgen -
Cora
Rang: Gastam 11.08.2007 02:36:36
Sollten dann alle, die sich nicht sicher sind mit der Karte, privat zahlen???
Witzig ...... :-(
Es ist doch so, dass Patienten beim Doc immer in ihre Datei schauen können.
Warum sollten sie dann nicht mal schauen dürfen, was für Infos sie in der Karte ewig mit sich herum tragen?
von Cora -
Jürgen
Rang: Gastam 11.08.2007 12:36:21
Moin Cora,
wenn Du Wiki liest, wird Dir auffallen, dass auf der für D geplanten Karte wenig in einfacher Textform steht und das meiste in der Form von Schlüsseln zu Ablagestellen auf Servern. Dafür musst Du mit dem Teil online gehen und Dich an den jeweiligen Ablagestellen mit Deiner persönlichen Zugangsberechtigung einloggen und kannst dann schauen, was zu Deiner Person dort hinterlegt ist.
Die Dateien dort sind wahrscheinlich zum großen Teil einfacher Text. Allerdings besteht der einfache Text in einer normalen Privatrechnung häufig aus einer Reihe von Zahlen- und Buchstabencodes, für die ich mir eh schon nen Schlüssel zum Verstehen suchen müsste. -
Will sagen: die Info ist so organisiert, dass sie für Laien selbst dann de facto unzugänglich ist, wenn er überall ran kommt. Und mit der elektronischen Superverwaltung vermehren sich die Ablagestellen, an denen wir schauen müssten, was das über uns gespeichert ist, ins Unüberschaubare.
Und wenn ich de facto nicht kontrollieren kann, was da über mich gespeichert ist, kann ich de facto auch nicht bestimmen, was über mich gespeichert wird.
Vergleich doch nur mal mit der Schufa: Im Prinzip hat jeder von uns das Recht zu erfahren, was dort zu seiner Finanzsituation gespeichert ist. Aber die Prozedur dahin ist schon abschreckend genug dafür, dass die weit überwiegende Mehrheit von der rechtlich zustehenden Möglichkeit der persönlichen Information nie im Leben Gebrauch macht, obwohl alle Daten dort jeden Tag die Geschäftsmöglichkeiten der Betroffenen z.T. durchaus völlig ungerechtfertigt begrenzen.
Bisdann, Jürgen -
Pia
Rang: Gastam 14.08.2007 09:34:16
Vielleicht denke ich ja zu naiv, aber mir ist es egal, wer wieviel von mir an Daten hat, weil ich mir denke, wenn einer was rausfinden will, findet er das raus.
Um es ganz simpel zu sagen: Die meisten Menschen glauben, dass es Datenschutz wirklich real gibt. Datenschutz ist nur eine Erfindung zur Beruhigung der Leute. Sorry. Und SO wichtig kann ich gar nicht sein, als dass jemand sich für meine Daten interessiert. Und sollte es Probleme geben, macht Ullala einfach ein neues kleines Gesetz. Datenverkauf ist eine (leider) normale Angelegenheit. von Pia