Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Mehr Infarkte und Todesfälle bei HbA1C unter 6?
-
Robert B.
Rang: Gastam 30.06.2010 15:37:05
"Wie eine US-Studie zeigt, schadet eine strenge Diabetes-Therapie den Patienten mehr als sie nutzt. Sie führt offenbar zu mehr Todesfällen und Herzinfarkten. .."
http://www.sueddeutsche.de/wissen/diabetes-zu-viel-des-guten-1.967321 von Robert B. -
Martin
Rang: Gastam 30.06.2010 15:51:55
Einen ähnlichen Artikel habe ich vor kurzer Zeit auch schon gelesen. Allerdings ging es dort eher darum, dass eine rapide
Senkung des HbA1c von einem hohen auf einen sehr niedrigen Wert innerhalb kürzester Zeit nicht gesund sei.
Öfters mal was Neues. Ist wie bei dem Verzehr von Eiern oder was das trinken von Kaffee betrifft: Mal ists gesund, mal schadet es.... von Martin -
Jürgen
Rang: Gastam 30.06.2010 16:45:42
Schautma onmeda.de/foren/forum-diabetes/
oeffidenzbasierte-medizin/1842928/read.html
mit www davor und ohne Zeilenumbruch. Da könnt Ihr sehen, wie weit z.B. die Süddeutsche hinter den tatsächlichen Erkenntnissen her hinkt - und wie einfach es heute ist, mit wissenschaftlich aufgemachten Meldungen Stimmung zu machen. von Jürgen -
peter
Rang: Gastam 30.06.2010 20:06:18
das zeigt mal wieder daß an alten sprüchen das körnchen wahrheit nicht verloren ist ---
--> lügt wie gedruckt-
erinnert an das faust zitat mit dem was man s/w nach hause tregen kann, --> von mehr als nach hause tragen, hat goethe nicht berichtet (obs denn die wahrheit ist)
richtig ist : der anteil der probanden die "nicht" die hba1c absenkung erreichten litt ehöht an hk-klappsen.
natürlich ist diese aussage nicht richtig spektakulär,
als überschrift..
von peter -
Joa
Rang: Gastam 01.07.2010 00:37:51
> peter schrieb:
> richtig ist : der anteil der probanden die "nicht"
> die hba1c absenkung erreichten litt ehöht an
> hk-klappsen.
Noch genauer wäre wohl, dass der Anteil der Probanden, der mit maximalen Mengen verschiedenster Pharmazeutika gleichzeitig traktiert wurde, daran krepiert ist.
"Pharma Mord" oder "Totschlag mit Medikamenten"
Das wäre doch eine Schlagzeile wert?
Eingesetzt wurden folgende Medikamente in der dargestellten Reihenfolge:
Metformin, Thiazolidinedione (Rosiglitazon, Pioglitazon), Insulin, Sulfonylharnstoffe (Gliclazid, Glimepirid, Glipizid, Glyburid) sowie Acarbose und Exenatid
Bei Nichterreichung des Studienziels additiv.
Wir dürfen also davon ausgehen, dass die Gruppe der Studienteilnehmer mit einem 1c ab 7% nach mehreren Studienjahren jeweils mit maximalen Dosen o.a. Medikamente vollgeschüttet worden sind.
Gruß
Joa
-
Jürgen
Rang: Gastam 01.07.2010 11:16:49
Ob sich's mit gesundem BZ länger beschwerdefrei lebt, als mit ärztlich einfacher einzuhaltendem höherem, würde sich völlig logisch am sinnvollsten beobachten lassen, indem man eine Studiengruppe direkt ab der Diagnosereife auf HBA1c 5 hält und beobachtet, wie die sich in den Folgejahren im Vergleich zu den gleichzeitig neu diagnosereifen Typ2 entwickeln, deren Blutzucker im heute üblichen höheren Rahmen gehalten wird.
Was hat man mit ACCORD stattdessen getan?
Man hat gezielt ältere Herrschaften zu Versuchkaninchen gewählt, die auf 10 und mehr Jahre oral behandelten Diabetes mit HBA1cs um 10 und wenigstens 1 Herzkreislaufereignis zurückblicken konnten. Und von denen hatte man nun die eine Gruppe mit so viel zusätzlichen Medi-Sorten und Mengen begangen, dass deren BZ auf einen HBA1c unter 6 absinken sollte. Und zwar doppelt blind. D.h. weder der direkt behandelnde Arzt, noch der Behandelte selbst wissen, welche Medis in welcher Dosierung verabreicht werden, so dass sich der Behandelte in keiner Weise auf die Medi-Wirkung(en) einstellen kann. Denn damit würde er, so die umwerfende Erklärung, das Studienergebnis verfälschen.
Nur kenne ich unter den vielen, die ich kenne, keinen einzigen langjährigen Diabetiker, der einen HBA1c-Wert unter 6 ohne sein eigenes gezieltes Zutun allein mit ferngesteuerter ärztlicher Einstellung erreicht :-( von Jürgen