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Typ 2 ab welchem Alter möglich
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Pia
Rang: Gastam 18.07.2007 13:52:05
Laienfrage:
Noch vor ein paar Jahren sprach man bei Typ 2 vom "Altersdiabetes". Gestern hat mich ein netter Mensch aufgeklärt, als ich den 16-jährigen Jan nach Typ 1 oder Typ 2 fragte, dass man mit 16 nur Typ 1 bekommen kann. Das hatte ich wirklich nicht gewusst.
Mit 46 Jahren bin ich zwar schon die "alte Tante". Aber trotzdem die Frage: Ab wann kann man denn Typ 2 bekommen? Wird das Einstiegsalter in Zukunft weiterhin nach unten gehen? von Pia -
Barbara
Rang: Gastam 18.07.2007 15:22:19
ja,das Einstiegsalter wird in Zukunft weiter nach unten gehen. Da die Jugendlichen vielfach schon Übergewicht haben sich ungesund ernähren und sich zu wenig bewegen.
Der sogenannte Altersdiabetes fing früher etwa
gegen Ende 40 an.Ich bekam den Diabetes mit 49
Jahren .Ich hatte vermutlich in den 60iger Jahren
einen Schwangerschaftsdiabetes der ja nach der
Geburt meistens wieder verschwindet und dann später wieder kommt.
Barbara -
Jürgen
Rang: Gastam 18.07.2007 15:28:20
Moin Pia,
wie Du aus der Entstehungs-Skizze mit Start beim nach-und-nachen Versagen der Phase1 der Insulinantwort sehen kannst, gibt es keinen logischen Hinweis auf ein Einstiegsalter in den als Typ2 definierten Diabetes. Und ich bin fest davon überzeugt, dass viele Kinder damit undiagnostiziert rumlaufen, weil man ja als Kind keinen Alterszucker bekommen kann.
Alterszucker war der Diabetes, der bei alten Leuten mit den gleichen Symptomen wie bei jungen Typ1 noch vor der Typisierung von 1974 beobachtet wurde. Und er galt als milder, weil die Betroffenen damit ja nicht wie die mit dem richtigen Zucker innerhalb kurzer Zeit eingingen. Dass dieser Alterszucker auch jüngere Leute betreffen konnte, die dann im Alter nicht mehr da waren, weil sie schon vorher an den Folgekrankheiten gestorben waren, wurde erst nach und nach deutlicher, als mit immer längerem Überleben von Typ1 auch immer mehr Folgekrankheiten immer deutlicher dem Zucker zugeordnet wurden. Und die richtige Typ2-Seuche hat erst angefangen, nachdem man den Zucker zeitnah einfach messen konnte.
Das heißt aus meiner Sicht: Die meisten Typ2 sind nicht neu, sondern nur neu erkannt. Allerdings würde es allen Beteiligten leichter fallen, nach einem Screening zu sagen, dass heute infolge der schlechten Welt schon sehr viele Kinder Typ2 haben, als zuzugeben, dass nichts dagegen spricht, dass früher auch schon so viele haben betroffen sein können, die man nur nicht untersucht und diagnostiziert hat.
Bisdann, Jürgen -
Pia
Rang: Gastam 18.07.2007 16:38:33
Moin moin, liebe Barbara,
das stimmt!. Jetzt, wo du das so sagst.. in beiden Schwangerschaften hatte ich auch leichten Diabetes, der dann wieder weg war, als die Kinder da waren.
Moin moin Jürgen, meine Sonne,
Typ 2 bei Kindern? Das ist gut möglich.. Und wenn man sich das überlegt? Wann gehen die "Babies" zum Arzt? In den meisten Fällen bei grippalen Infekten, gut, die Jungs öfter, weil sie sich öfter als die Mädels Löcher in den Kopp kloppen und Knie aufhauen durch Roller- und Dreiradstürze;-)) Aber Blut untersucht wird ja in den seltesten Fällen.
Manches Mal glaube ich auch, dass es ebenso viele DM-Patienten wie vor 30 Jahren gegeben hat, nur wurden sie nicht als solche diagnostiziert. Gibt es eigentlich wirklich eine genetische Veranlagung oder ist das Nonsens? Denn meine mum hat DM2 ab 50 gehabt, meine Oma nicht, aber meine Uroma ist blind und amputiert gestorben, da weiß ich es nicht, vermute aber DM.
Könnte man denn rein theoretisch eine Bauchspeicheldrüse transplantieren und wenn ja, würden die Kosten dann im Endeffekt nicht niedriger als Insulinbehandlung? Wennich so an Kosten denke für Pumpen, Streifen, Insuline, Pens usw.? (Die Idee ist sicher Quatsch..) von Pia -
hajoma
Rang: Gastam 18.07.2007 20:44:33
Hallo Pia,
etwas naiv kam mir deine Frage nach den "günstigeren" Kosten bei einer Transplantation der BSD schon vor.
Es ist zwar heute nicht mehr so schwer wie noch vor einigen jahren, ein Organ zu tranplantieren, aber aber überlege doch mal, welche Auswirkungen das hat. Hast du daran gedacht, daß so ein Betroffener in der Regel zwar kein DM mehr hat, (wenn er Glück hat) aber sein Leben lang schwerwiegende Medikamente einnehmen muß, um eine Abstoßung des fremden Organs zu verhindern? Ob das billiger wäre???
Ich für meinen Fall jedenfalls nehme lieber das Leben eines DM`lers in Kauf, als mir einen "neue" BSD verpassen zu lassen, denn mit den heutigen Methoden zur Behandlung des DM`s komme ich sehr gut zurecht.
Was ich zur Zeit habe, weiß ich, was ich aber bekommen würde, ist mir zu unsicher.
In diesem Sinne
Achim
von hajoma -
klausdn
Rang: Gastam 18.07.2007 22:30:08
hallo an alle,
wir haben ja zwei doppelttransplantierte unter uns.
matzel und marco, alle beide sind voll mit dem ergebns zufrieden, beide sagen die immunsupressiva, von denen horrorgeschichten kursieren sind kalter kaffe, also nicht wesentlich.
aber ! ea gibt zu wenig bsd.
und , der aufwand ist nicht ohne,
daher wird auch nur in verbindung mit mit niere transplantiert.
mfg klaus von klausdn -
Pia
Rang: Gastam 19.07.2007 11:30:50
Liebe(r) Hajoma,
meinst du? Das ist Deine Ansicht. Woher weißt Du das eigentlich, wie kompliziert und schwer verträglich die Medikation nach einer Transplantation ist? Aus eigener Erfahrung oder vom Hörensagen? Außerdem habe ich geschrieben: REIN THEORETISCH. Das hast du vielleicht nicht gelesen. Was wissen wir, was uns in den nächsten Jahren blüht, an Kosten und medizinischen Entwicklungen. Was war vor Jahren nicht alles undenkbar und verrückt und ist heute fast Routine? Wenn ich die möglichen Spätfolgen wie Dialyse, Amputation mit in die Rechnung einbeziehe, kommt mir die Transplantation einer Bauchspeicheldrüse immer noch als mögliche Variante vor. Und vielleicht ist so eine OP bald eine Leistung, die der Patient bezahlen kann. Weißt du, was eine Beinprothese kostet? Und die Schmerzmedikamente gegen die Phantomschmerzen? Ich weiß es...Ich glaube, die BSD-OP ist billiger. Aber wie gesagt, es war eine rein theoretische Idee.
Ich weiß auch nach über 20 OPs, dass eine OP kein Ponyhof ist. von Pia -
Haschi
Rang: Gastam 19.07.2007 12:12:35
Hallo Pia,
genau wie du es bereits erahnt hast, wäre die Transplantation einer BSD bei Typ2-Diabetes Quatsch. Sie würde genauso wie die eigene früher oder später infolge Insulinresistenz ihre Leistungsfähigkeit zum größten Teil einbüßen.
Übrigens, Diabetologen haben bereits bei
5-jährigen Typ2-Diabetes festgestellt.
von Haschi -
hajoma
Rang: Gastam 19.07.2007 17:03:35
Hallo Pia,
wie Haschi schon erwähnt hat, ist eine Transplantation einer BSD bei Typ2-Diabetes Quatsch.
Auf deine Frage, ob ich meine Meinung zu einer Transplantation aus eigener Erfahrung habe, möchte ich folgendes feststellen: Meine BSD ist noch die alte und wich würde sie wohl nicht austauschen lassen. Denn auch wenn der eine oder andere Betroffene weniger Probleme hat, es gibt doch viele, die mit den Nebenwirkungen mehr als zu kämpfen habem.
Nebenbei, ich muß kein Koch sein, um festzustellen, ob die Suppe versalzen ist. Auch von Neben-oder Nachwirkungen von OP`s habe ich einige Erfahrungen. Ich will es mal so ausdrücken: In mir ist nichts mehr drin, was noch rauskann. Den Rest brauche ich zum leben. Ich habe nach Operationen zwischen 2 Wochen und 3 Monaten in Kliniken verbracht und so ist es(jedenfalls für mich) normal, daß man mitbekommt, wie es anderen Menschen nach schweren OP`s geht. Vor allem, wenn man zu einigen nöch weiterhin Kontakt hatte.
Aber, ich habe in meinem letzten Posting auch nur meine Meinung zu deiner "theoretischen" Frage geäußert.
Mal ein Hinweis. Erkundige dich doch mal an zuständiger Stelle nach den Kosten von solchen OP`s und den Nachfolgekosten.
In diesem Sinne
Achim von hajoma