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Kribbeln/Stechen am Körper
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Molly
Rang: Gastam 24.06.2007 10:06:16
Ich habe ein Hbc 1 von 6.5 % gestern beim Diabetologen gemessen. Trotz Einnahme von Neurotin 3x1 verspüre ich wieder so ein leichtes Nadelstechen am ganzen Körper.
Echt, unangenehm. Kann es sein, dass Neurotin bereits nach Einnahme von 6 Monaten nicht mehr reicht ?
Wer weiss Rat ?
Schönen Tag
Molly -
Hella
Rang: Gast -
Molly
Rang: Gastam 24.06.2007 12:02:40
Ja habe ich bereits getan und er hat mir Neurotin verschrieben, aber ich denke die Dosis reicht nicht mehr. Er hat eine Neurophatie anhand von Messungen festgestellt. Macht mir echt Angst...
das ist nämlich ziemlich neu, vorher waren es arge Schmerzen in den Beinen die nun ziemlich besser sind.
Schönen Tag
Molly
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Haschi
Rang: Gastam 24.06.2007 15:45:26
Hallo Molly,
dein Problem bestätigt meine persönliche Erfahrung und auch die vieler anderer.
Nach einem halben Jahr der Behandlung mit Neurontin ließ die Wirkung nach, bzw. die Empfindungsstörungen in den Extremitäten nahmen wieder zu bei Ausschöpfung der Maximaldosis.
Es ist meistens so, dass die bisher zur Verfügung stehenden Medikamente Patienten mit PNP meistens nur eine gewisse Zeit Erleichterung verschaffen. Sprich mit deinem Arzt, vielleicht ist ein anderes Präparat erfolgreicher. Sie werden jedoch alle mehr oder weniger nur versuchsweise eingesetzt.
Die beste Therapie ist ein normnaher
( regelhaft unter 140 mg/dl) Blutzuckerverlauf. von Haschi -
Molly
Rang: Gastam 24.06.2007 21:16:23
Ja habe in letzter Zeit wieder etwas über die Strenge gehauen. Und mein Blutzucker ist 3 monatlich gerechnet wohl beim Arzt nicht schlecht, aber die einzene Werte gefallen mir teilweise nicht besonders.
Okay, nehme mich zusammen und schaue ob ich beim Neurologen noch mehr Neurotin bekomme, denn bin auf der untersten Dosis.
3 x 100
Vielen Dank
Molly -
Enno
Rang: Gastam 25.06.2007 10:22:16
Wie sieht es denn mit Alkohol aus? Ist neben Diabetes die Hauptursache für PNP. von Enno -
Pia
Rang: Gastam 25.06.2007 10:46:04
Liebe Molly-Maus,
es ist völlig normal, dass bei Schmerzmedikamenten die Dosis angepasst oder das Präparat auch mal getauscht werden muss. Bei Neuropathien ist natürlich eine gute BZ-Einstellung erst mal Grundlage, aber das weißt du ja selbst. Und ein 6er Wert ist doch super, oder?
Schau mal, bei manchen Präparaten z.B. steigert man bewusst eine Anfangsdosis wöchentlich, weil die angestrebte Dosis einen direkt umhauen würde, gäbe man sie gleich zu Beginn und immer nach 1 Woche hat sich der Körper angepasst und man kann höher dosieren. Hattest du vor Neurontin nicht lyrica?
Bei wieviel mg Neurontin bist du denn im Moment? Wenn ich mich recht erinnere, ist neurontin bis auf 600 mg Tagesdosis ausreizbar, aber man sollte natürlich immer erst die nächste Stufe nehmen. Hast du denn mal versucht, die Dosis zu erhöhen, um zu sehen, ob das Kribbeln dann verschwindet??
Nimmst du Neurontin regelmäßig möglichst um die selbe Uhrzeitoder nur ab und zu? von Pia -
Jürgen
Rang: Gastam 25.06.2007 12:06:26
Moinmoin,
Verbesserungen im Befinden mit PNP kenne ich nur mit zuverlässig gesund flachen & niedrigen BZs ohne Spitzen > 140 und nem HBA1c < 5,5.
Bisdann, Jürgen von Jürgen -
Pia
Rang: Gastam 25.06.2007 12:22:35
Hi Haschi, ein HBA1C-Wert von 6,5 find ich schon ziemlich gut. Schafft man 5,5 überhaupt? von Pia -
Molly
Rang: Gastam 25.06.2007 12:28:05
Ja wie man zu einem Bz wert von 5,5% kommt, weiss ich auch nicht und kann nur träumen davon. Bin mit 6.2-6.5% schon sehr zufrieden eigentlich schon überaus zufrieden.
Nehme 3 x 100 mg NEurotin aber habe von alleine noch nicht erhöht, werde dies am Freitag mit meinem Neurologen anschauen. Es sticht mich manchmal am Fuss, an den Händen am Gesicht, so ein bisschen überall....
Schönen Tag
Molly
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Jürgen
Rang: Gastam 25.06.2007 13:47:28
Moinmoin,
5,5 und besser sind wirklich keine Hexerei, sondern Ergebnis zielgerichteten Tuns, wie ich's hier schon X-mal vorgebetet habe: 1/2/3 Stunden nach dem Essen unter 140/120/100 mg/dl sind schon der ganze Weg.
Das geht nicht nach Schema und auch nicht nach Doktors Einstellung, sondern nur mit eigenem Herausfinden, wann was bei einem persönlich wie wirkt, und dem nachfolgenden persönlichen Sichdranhalten. Mein HBA1c ist meistens bei 5-5,2, und Haschi ist meistens noch bis zu 0,4 besser als ich. Und ich kenne noch erstaunlich viele Leute, die's ähnlich machen :-)
Bisdann, Jürgen -
Haschi
Rang: Gastam 25.06.2007 14:05:27
Hallo,
nun, es gibt viele professionelle Skeptiker und auch welche unter Betroffenen, die wegen Hypoglykämiephobie, weniger aus Erfahrung, HbA1c-Werte
mit einer 5 oder gar 4 vor dem Komma für unerreichbar halten. Seit meiner Insulinbehandlung vor etlichen Jahren hatte ich noch keinen Quartalswert über 5,4 und oft auch nur 4,8 oder 4,9 %, ganz ohne Hypos. Allenfalls mal Werte zwischen 60 und 70 mg/dl. Regelhaft zwischen 80 und 140 mg/dl. Ich gebe zu, nicht jede DiabetikerIn kann und möchte solche Werte aus den unterschiedlichsten Gründen erreichen.
Der individuelle Zielwert sollte jedoch immer unter 6,5 % sein ohne häufige oder gar schwere Hypos und mit wenig Blutzuckerschwankungen.
Die allgemeine Maximaldosis von Neurontin beträgt 3600 mg/d. Die Einnahme sollte immer schleichend mit anfänglich niedriger Dosis erfolgen . Es gibt Tabletten bis zu
800 mg als Einzeldosis. Die Dosis sollte je nach Wirksamkeit und Verträglichkeit
erst nach mehreren Tagen erhöht werden bis zur individuellen Maximaldosis.
Es ist ein Irrglaube, dass normnahe Blutzuckerwerte unmittelbar mit den Empfindungsstörungen einer PNP korrelieren. Nur bei beginnender PNP und in leichten Fällen kann eine regelhaft normnahe Blutzuckerführung ohne zusätzliche Medikamente ausreichen, Nervenschmerzen ganz oder über Jahre hin zu eliminieren.
Ohne normnahe Blutglukoseführung mit geringer Schwankungsbreite ist eine medikamentöse Therapie jedoch suboptimal und DiabetikerIn darf sich nicht wundern, wenn Tabletten versagen. Ebenso verhält es sich mit dem Nikotin- und Alkoholgenuss bei PNP. Selbst kleine Mengen Alkohol, jedoch regelmäßig verkostet, schädigen bereits gestörte Nerven enorm und lösen mitunter bereits gestillte Nervenschmerzen erneut aus.
von Haschi -
Pia
Rang: Gastam 25.06.2007 14:24:02
Hi Molly-Maus,
Du kannst auch noch was anderes versuchen...
Gibt es einen Zeitraum, wo du sagst, das Kribbeln und Stechen tritt überwiegend dann und dann auf?
In Ruhe abends?
Vormittags?
Dann könntest du die Dosenverteilung verändern. Tritt es überwiegend abends auf, dann versuch die mittags wegzulassen und nimm abends 200 mg. Ich hatte morgens 100 mg und abends 300 mg. Die 100 mg morgens habe ich gar nicht gebraucht, deshalb komplett weggelassen. So könntest du es abfangen. Und auf jeden Fall gucken, wie der BZ sich in den Spitzen der DNP verhält.
OK, wenn die 5,5 möglich sind, dann ist es aber ein langer Weg. Aber Diabetes ist ja auch kein Ponyhof.
Wie isst du denn jetzt? Isst du überhaupt am Tag? Denk dran, ohne Essen ist der BZ höher als mit Essen. Du musst deine Leber beschäftigen, sonst ist ihr langweilig und sie produziert Zucker. Auch, wenn Du vielleicht mehr Insulin als beim Obst spritzen musst. von Pia -
Molly
Rang: Gastam 25.06.2007 18:33:09
Hallo an alle, und danke an alle.
Hatte jetzt 3 Wochen vollkommene Krise und habe genascht, und hohe Werte am abend von 14 und 9 etc. Nun habe ich mich wieder im Griff hoffe ich. Aber ich habe mich noch nicht so im Griff dass ich all meine Messabstände usw. messen kann. Bin elend müde und vielleicht eher etwas deppressiver Stimmung. Ich weiss aber dass ich selber wieder da rauskomme und dann mich vielleicht an Jürgen wende, wegen meiner Einstellung des Blutzuckers. Es braucht einfach von mir noch etwas Pepp. Bin jetzt wieder zeimlich auf Früchte und meine Werte sind wieder ok. Aber möchte eben mein Schema total ändern und dazu muss ich mich aufraffen. Das fällt mir etwas schwer zur Zeit. Das hat mit meinem ganzen Krankheitsbild zu tun aber ich bekomme es schon wieder in Griff und dann bin ich nicht mehr zu halten... War heute auch im Buchladen, und habe mir das Buch bestellt das ihr mir alle angegeben habt.
Vielleicht finde ich dann den richtigen Einstieg wie heisst das Ding, "ict".
Bis dann Molly