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Welche Anfoderungen für eine Pumpe

  • Mine

    Rang: Gast
    am 12.06.2007 20:49:52
    Hallo,

    ich schreibe mal für meinen Mann der seit 25 Jahren Typ 1 hat und naja die typischen auf und ab Werte hat.

    Er misst 3 - 5 am Tag und Spritz Protaphane und Novorapid.

    Er weiß was er runterspritzen muß, er kann essen was er will, aber er misst halt nur und schreibt so nichts auf, die Werte befinden sich in seinem Blutzuckermessgerät und gut ist.

    Letzer HB1c von vor 2 Wochen war 7,8.

    Jetzt ist er von alleine auf die Idee gekommen eine Pumpe zu wollen, um den Zucker besser in den griff zu bekommen und diese Auf und Ab Werte zu vermeiden.

    Zum Doc OK kein Doc da mit Sprechstundenhilfe und Diabetesberaterin gesprochen, folgendes haben die jetzt gesagt, er muß erst mal 3 Monate alles aufschreiben und 10 mal am Tag messen, eben die BEs die Bonusrate fürs Runterspritzen all das für 3 Monate genau aufschreiben, das erste Prob ist das mein Mann während der Arbeitszeit nicht messen kann, ok wenn er die Pumpe neu hätte dann müßte er es abklären mit dem Chef aber so es geht einfach nicht.
    Dann soll er eine ganze Woche von 8 bis 16 eine Schulung machen, wo man ihm erklärt wieviel BE ein Apfel hat und so ein mist, hallo er Spritz seit 25 Jahren.

    Dann soll er noch eine Pumpenschulung machen, OK das versteht man mal 8 Stunden, nein wieder eine Woche 5x8 Stunden, dann kann er sich bestimmt gleich die Kündigung holen.

    Die Lust ist ihm schon vergangen wie man sich vorstellen kann, und jetzt wollte ich mal hören wie das bei euch war.

    Ich bin sehr gespannt auf eure Berichte.

    Danke Mine

  • s.

    Rang: Gast
    am 12.06.2007 22:17:51
    hallo,

    es ist richtig, dass die krankenkasse die tagebuchaufzeichnungen der letzten 3 monate sehen will. der mdk brauch das um zu entscheiden, ob eine pumpe sinnvoll ist oder eben nicht...

    warum kann dein mann auf arbeit nicht messen? egal ob ict oder dann mit pumpe, nur durch egelmäßiges messen kann man seinen bz richtig einstellen.
    naja gut, wenn bei der pumpe die basalrate richtig eingestellt ist, dann hat man im normalfall 24 h/ tag gute werte, aber es kann halt immer mal was dazwischenkommen ( mit be verschätzt oder probleme mit dem katheter ), und das bekommt man meist nur mit, wenn man regelmäßig misst.

    ich habe mich ambulant auf pumpe einstellen lassen. ich hab freiwillig nochmal 1 stunde lang mit meiner diabetesberaterin be-schätzen gemacht, so dass sie sehen konnte, dass ichs wirklich kann...

    dann hab ich 1 stunde technikschulung gemacht, auch mit meiner diaberaterin.

    das war alles an schulungen.

    als ich dann die pumpe bekommen hab, hab ich die ersten drei tage täglich 3 mal beim diadoc angerufen und meien werte durchgegeben. der arzt rief mich dann zurück und sagte mir was evtl an der basalrate zu ändern ist. das hat total super geklappt.
    bei meinem diadoc ist es so, dass er bei neueinstellung auf pumpe die ersten beiden wochen krankschreibt, damit man sich in ruhe damit befassen kann und da es ja zu unterzuckerungen kommen kann etc... von s.
  • Lisa

    Rang: Gast
    am 15.06.2007 18:07:44
    Wie hoch der Schulungsbedarf bei einer Umstellung bezw. Neueinstellung ist, kommt auf den Patienten an, und offensichtlich besteht bei deinem Mann da Bedarf, sonst hätte er ja nicht den Wunsch etwas zu verändern. Eine neue Therapie erfordert natürlich auch Zeit um die neuen Erfahrungen und Informationen umzusetzen. Wenn er durch seine Berufl. Tätigkeit sich nicht so darauf einlassen kann, wie erforderlich, wäre eine stationären Kur eine gute Alternative. Dazu muss er bei der Kasse einen Antrag auf stationäre Kur sich zusenden lassen, selbst ausfüllen, was er braucht und haben will ( z.B Neueinstellung auf Insulinpumpe), den Arzt bestätigen lassen, den Arbeitgeber in Kenntnis setzen und dann den Termin abwarten. Dies wäre eine Möglichkeit, erfordert allerdings einige Telefonate, Hartnäckigkeit und Durchsetzungsvermögen. Viel Erfolg wünscht Lisa