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Ich brauche Hilfe zum Thema Actos
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Ina
Rang: Gastam 05.06.2007 19:40:24
Mein Vater hat Diabetis Typ II und bekommt seid 3 wochen die Actos Tbl. verschrieben seit einer woche hat er unerträgliche kopfschmerzen, kann das eine nebenwirkung sein. Etwas habe ich mich selbst auch schon erkundigt und erfahren, dass man dieses medikament nicht nehmen sollte wenn man sich noch über den tag selbst Insulin zuführt (über die spritze) aber seine Ärztin meinte man solle das ignorieren. Kann das richtig sein???
noch dazu steht in der packungsbeilage das menschen mit herzschwäche diese tabletten nicht nehmen sollten da das herzinfarktrisiko steigt. mein vater hatte schon mal einen infarkt daher mach ich mir ernsthaft sorgen.
ich hoffe es kann mir jemand in bezug auf ACTOS helfen. Das was ich bisher darüber gehört habe kann doch nicht normal sein oder.
Ich danke euch schon mal im Voraus
Ina -
klausdn
Rang: Gastam 05.06.2007 20:17:16
hallo ,
grundsätzlich ist actos + insulin seit ende januar zugelassen(28.1.)
antwort bekommst du von pia die nimMTS.
sollte dein vater von sehr hoen werten jetzt runterkommen, kann er bei werten die wir als hoch bezeichnen(über 100) schon hypo haben mit folge kopfschmerzen.(das ist "keine" diagnose, nur möglichkeit)
was und wieviel hat er denn gespritzt, und wann?
die sehr allgemeine angabe - spritzt insulin -
war vor jahrzehnten ausreichend , heute nicht mehr.
sollte das actos wirken, muß natürlich die insulindosis angepaßt werden, sonst gehts abwärts.
mfg klaus
-natürlich will ich keine auftretenden nebenwirkungen oder unverträglichkeiten verniedlichen - von klausdn -
rudi
Rang: Gastam 05.06.2007 22:28:33
hallo ina,
grundsätzlich sollte man auftretende nebenwirkungen nicht ignorieren.
der wirkmechanismus der glitazone ist nicht restlos aufgeklärt auch nicht in verbindung mit insulin.
mein arzt meint entweder tabletten oder insulin.
wenn mit insulin keine ausreichende blutzuckereinstellung erreicht werden kann, dann liegt es an einer guten schulung.
würde das mit der ärztin gründlich besprechen oder gleich einen diabetologen aufsuchen.
gruss rudi
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Pia
Rang: Gastam 06.06.2007 09:31:54
Hi Ina, ich nehme Actos jetzt seit 3 Wochen.
Und habe meine Insulindosen über 10E. geteilt auf zwei Spritzstellen. Ich nehme actos morgens auf nüchternen Magen. Mein Morgenwert nüchtern hat sich halbiert, liegt ketzt so bei 6 mmol/l und der Wert vor und nach dem Essen ist unter 6,0, ab und zu auch mal 7. (Aber diese drastische Senkung kam von einem auf den anderen Tag auf Grund der Dosisteilung..)
Dass man Actos nicht mit Insulinspritzen verbinden soll, ist Unfug.
Die Wirkung von Actos zeigt sich erst nach 4-6 Wochen, man geht davon aus, dass es nach 6 Wochen erst richtig wirkt. Ich habe mittlerweile phantastische Werte, die aber auch fix in den Keller gehen. Die Insulindosen sind jetzt viel zu hoch, ich spritze mindestens 30% weniger Insulin und ich korrigiere mit Appelsaft, wenn ich wieder mal bei 4,2 mmol/l lande.
Kopfschmerzen hatte ich auch, dann, wenn der Zucker zu niedrig war. Wie hoch ist der Blutzucker bei deinem dad in der Situation der Kopfschmerzen?
Ihr solltet Euch auch ein Blutdruckmessgerät holen, denn der Blutdruck hängt sehr eng mit dem BZ zusammen. Wie sind denn jetzt die Werte im Gegensatz zur Zeit ohne actos? Wie oft misst er?
Beipackzettel weisen auf ALLE MÖGLICHEN Nebenwirkungen hin, die auftreten KÖNNEN. Ich lese die und werf die dann weg. Denn bei einem HBA1C-Wert von 12,5 % sind die mir wurscht. Grundsätzlich gilt: JEDES Medikament hat Nebenwirkungen. Sind sie erträglich, nimmt man sie in Kauf.
Bei Metformin habe ich schon in der 1. Woche gekotzt, also weg mit dem Zeuchs.
Hat dein Vater weiterhin Kopfschmerzen, solltest du noch mal Rücksprache mit dem Arzt nehmen, vor allem auf Grund der Herzgeschichte. Actos finde ich gut verträglich. Sollte dein Vater actos NICHT vertragen, wäre als Alternative noch byetta, das wurde grad zugelassen, Aber hier habe ich keine Erfahrungen. von Pia -
Ina
Rang: Gastam 06.06.2007 10:12:03
Erstmal danke ich euch recht herzlich. ich weiß ich persönlich habe weder ahnung noch erfahrung mit der speziellen behandlung von diabetes daher waren meine angaben auch so allgemein aber ich werde mich mit meinem vater kurzschließen und genaueres in erfahrung bringen.
euch aber vielen dank für eure auskünfte
liebe grüße ina von Ina -
Haschi
Rang: Gastam 07.06.2007 12:00:36
Hallo,
es ist bekannt, dass Insulinsensitizer –Glitazone- schwerwiegende Nebenwirkungen haben können. Diese treten teils häufig bis selten auf.
Ödeme, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen und Sehstörungen sollen relativ häufig vorkommen.
Actos - Pioglitazone - ist nun seit Januar dieses Jahres auch in Kombination mit Insulin zugelassen.
Herzinsuffienz gilt eigentlich als seltene Nebenwirkung bei diesem Medikament, ist jedoch häufig bei Kombination mit Insulin nach der Markteinführung der Glitazone festgestellt worden. Ebenso verstärken sich Wasseransammlungen im Gewebe(Ödeme) bei Kombinationstherapie.
Der ärztlichen Verordnung sollte deshalb eine strenge individuelle Prüfung vorausgehen, insbesondere ist der Bewertung der Anamnese – Krankengeschichte-
besondere Bedeutung beizumessen.
Erfahrungen von einigen Monaten in SHG mit der Kombination Actos/Insulin beinhalten regelhaft eine Senkung der Blutglukosewerte, einen deutlich niedrigeren Insulinbedarf bei vorheriger hoher Insulinresistenz, aber auch Gewichtszunahme und vermehrt Ödeme, die wiederum Diuretika (Wassertabletten) erfordern.
von Haschi -
Pia
Rang: Gastam 07.06.2007 13:09:05
Zitat:es ist bekannt, dass Insulinsensitizer –Glitazone- schwerwiegende Nebenwirkungen haben können. Zitatende.
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Die Betonung liegt auf dem Wort KÖNNEN.
Fakt ist doch eins. Wenn die Notwendigkeit erachtet wird, actos einzusetzen, liegt ein triftiger Grund vor, der nicht wegzureden ist.
Also habe ich doch gar keine Alternative.
JEDES Medikament hat Nebenwirkungen, auch Salben sind Medikamente.. wie komm ich jetzt auf Salben? egal.. also.
Es geht um das- wie mein alter Professor sagte: "gerüttelt' Maß". Man muss die Prioritäten abwägen und das Ausmaß der Nebenwirkungen.
Und dass der Herstelle ALLE möglichen Nebenwirkungen anzeigen muss, hat doch hauptsächlich den versicherungstechnischen Hintergrund im Schadensfall und möglichen Regressforderungen.
Nimmt Klaus, Jürgen oder Haschi ne blaue Pille und ihm stehen plötzlich die Ohren ab und es stand nicht im Waschzettel, gibts Knete vom Hersteller;-))
Wenn man nach den Beipackzetteln gehen würde, könnte man die gesamte Pharmaindustrie nach Hinterpulmodonien versenden. von Pia -
Reinhard
Rang: Gastam 07.06.2007 13:58:02
Jede Menge NW, nicht nur Herzschäden.
Der "Rote Hand-Brief" warnte erst kürzlich vor dem vermehrten Auftreten von Knochenbrüchen bei längerer Anwendung.
Ich würde das Zeug nicht nehmen. von Reinhard -
Pia
Rang: Gastam 07.06.2007 16:06:15
Lieber Reinhard,
und was würdest du als Alternative wählen bzw.anbieten?
Nimmst du Medikamente?
Ich bin sicher, dass Aspirin auf Dauer mehr Nebenwirkungen hat als Actos. von Pia -
Reinhard
Rang: Gastam 08.06.2007 10:00:47
Ich komme mit Insulin als einzigem Diabetes-Med. prima klar.
Was soll ein Vergleich von Aspirin mit Actos??? von Reinhard -
rudi
Rang: Gastam 08.06.2007 11:36:22
wenn mein doc all seinen typ 2 diabetikern
die glitzone wegnimmt, dann stimmt mich
das schon nachdenklich.
zumal er das mit tatsächlich aufgetretenen
nebenwirkungen seiner patienten begründet.
wie sehstörungen, infektionen der atemwege, gewichtszunahme,
veränderungen der roten blutkörperchen,
ödeme, herzinsuffizienz, leberfunktions-
störungen. knochenbrüche an nicht typisch
osteoporosen stellen bei frauen.
obwohl ich keine dieser nebenwirkungen festgestellt habe, setze ich die tabs auch ab.
das muss jeder für sich entscheiden, wenn
jedoch nebenwirkungen aufgetreten sind,
dann muss eine alternative therapie erfolgen.
gruss rudi -
Pia
Rang: Gastam 08.06.2007 11:57:14
Hi Reinhard,
schön, wenn DU mit Insulin als alleiniges Medikament klar kommst, du stehst aber nicht für den Rest der Patienten. Ich hatte einen HBA1C Wert von 12,5 %, obwohl ich nur noch abends etwas gegessen habe und den Rest des Tages mit Humalog NUR noch korrigiert habe, ohne zu essen. Und wenn ich MÖGLICHE Nebenwirkungen von actos gegen die Auswirkungen dieses hohen Wertes setze, muss ich nicht lange überlegen. Ich habe nur noch ein Bein und kann mir eine Amputation meines 2. nicht leisten, keine Dialyse und auch keine Erblindung.
Mein Vergleich mit Aspirin soll sagen, dass alle frei verkäuflichen Schmerzmittel in ihren Nebenwirkungen auf Niere und Leber viel gefährlicher sind als actos jemals sein kann. Wenn ich meinen BZ damit in den Griff bekomme, nehme ich actos.
Rudi, stützt sich denn dein Doc auf wissenschaftliche Erkenntnisse oder auf Hörensagen? Man sollte immer berücksichtigen, dass ZWISCHEN den Pharmaherstellern ein erbitterter Konkurrenzkampf läuft und gerade actos hat ja wohl kein Konkurrenzmedikament im Moment. Und so, wie es Demonstranten gibt, die sich die Parteien mieten, gibt es sicherlich auch Gefälligkeitsgutachten. Man sollte nicht alles glaube, was der Arzt sagt. Vertraut Ihr blind Euerm Arzt? Dann herzliches beileid! Ich lange nicht mehr.
von Pia -
Jürgen
Rang: Gastam 08.06.2007 15:42:29
Moin Pia,
wissenschaftliche Erkenntnisse oder Hörensagen? Deine Frage trifft unseren Punkt mitten ins Herz. Denn wenig von unseren individuellen Therapie-Erfolgen lässt sich nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaftlichkeit wissenschaftlich untermauern. Das gilt für Deinen Erfolg mit Actos ebenso wie für Deinen Erfolg mit der Dosisaufteilung beim Spritzen. Bei Dir funktioniert's bei vielen anderen von uns auch, bei anderen nicht so gut oder gar nicht.
Das einzig funktionierende Rezept ist, aus der Menge der Ausgleichs- und Steuermöglichkeiten die systematisch zu suchen und für die eigene Anwendung zu optimieren, mit denen sich der jeweils individuelle Blutzucker-Verlauf am zuverlässigsten auf den grünen Rahmen begrenzen und darin halten lässt.
Bisdann, Jürgen -
Haschi
Rang: Gastam 08.06.2007 19:26:04
Hallo Rudi,
natürlich muss jeder es für sich entscheiden, nachdem er sich mit dem Arzt seines Vertrauens beraten hat.
Ich wünsche dir eine glückliche Hand zum Therapieersatz. Oder bist du nun so fit, dass du auch mit einem Wirkstoff deine gewohnte gute Stoffwechselführung erreichst?
Hallo Pia,
also der Risikovergleich infolge Nebenwirkungen bei Aspirin und Actos ist doch etwa so wie ein solcher von
Kamillentee und Schnapps. von Haschi -
Rudi
Rang: Gastam 09.06.2007 17:25:48
hallo pia,
das ist es ja gerade, dass er auf grund eines
kongresses in düsseldorf zu neuen wissen-
schaftlichen erkenntnissen gekommen ist.
da er ein sehr gründlicher mensch ist, hat er
bei seinen patienten genau auf nebenwirk-
ungen geschaut und so einiges festgestellt.
z.b. herzinsuffizienz, ödeme.
actos hat sehr wohl ein konkurenz-
medikament, nämlich avandia, auch wie
actos ein glitazon.
es gibt auch ärzte, welche keine kongresse
besuchen und durch fehlende weiterbildung
so dahinwursteln wie vor zwanzig jahren.
denen kann und sollte man nicht alles
glauben.
hallo haschi
danke für die wünsche.
der therapieersatz sieht so aus, dass ich nur
noch metformin nehme, mit futterauswahl
und bewegung alles gut im griff habe.
erstaunlicher weise haben sich die werte
nach absetzen der glitazone vor 3 wochen
nicht verschlechtert.
das kann an der wärme liegen, man isst anders, schwimmt und fährt viel mit dem rad.
gruss rudi
von Rudi -
Haschi
Rang: Gastam 09.06.2007 20:23:49
Hallo Rudi,
dann kann man dir nur toi, toi, toi zurufen.
Ja, richtig, Avandia - Rosiglitazone - gehört auch zu den Insulinsensitizern, wird vielfach als Avandamet verordnet - Kombination mit Metformin, ist aber nicht zugelassen
in Kombination mit Insulin. von Haschi -
Ina
Rang: Gastam 11.06.2007 15:06:55
Hallo Pia.
ich dank noch mal ganz herzlich habe mit meinem vater gesprochen und er hat seinen BZ überprüft der hinweis war wirklich klasse , also die kopfschmerzen sind weg und die aussage das du meintest das wäre blödsinn das man actos und insulin nicht kombinieren kann hat ihn etwas beruhigt. er hat mir aber auch noch erzählt, dass er schon bei einer höheren dosis insulin angelangt ist. er spritzt sich wohl 60 Einheiten .
vielen dank noch mal für die hilfe
grüße. ina von Ina -
Pia
Rang: Gastam 12.06.2007 11:50:40
@Jürgen:
also der Risikovergleich infolge Nebenwirkungen bei Aspirin und Actos ist doch etwa so wie ein solcher von
Kamillentee und Schnapps...
--------
Leider nicht. Man kann sagen, dass Aspirin das gefährlichste Schmerzmedikament sowie andere Mischpräparate an z.B. Schmerzmedikamenten sind. Jeder Schmerztherapeut wird bestätigen, dass ein Opiat auf die Dauer verträglicher ist in den Wirkungen auf die Nieren als all der Schrott von Aspirin bis hin zu allen Mittel, die z.B. Paracetamol enthalten. Parac. soll sich in der Niere ablagern.
Die gefährlichen Medikamente sind meist die, die frei verkäuflich sind und uns suggerieren, mit einer Pille wird alles gut.
Sieh dir die Werbung an für Dolormin und Co.. Hälst du die nicht für gefährlich, weil sie die Symptome ausschaltet, aber die Menschen davon abhält, zum Arzt zu gehen, um die Beschwerden abklären zu lassen? Solche Werbung müsste strikt verboten werden, denn sie ist eine Irrführung.
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@Ina: 60 Einheiten? Tagesdosis Kurzzeitinsulin (das vor dem Essen) oder Langzeitinsulin? Sag deinem Paps auf jeden Fall, er soll ALLE Dosen über 10 auf 2 Spritzstellen verteilen. Es kann sein, dass das Insulin dann besser wirkt. Bei manchen wirkts nicht, bei manchen ja. Er soll es ausprobieren, dann unbedingt messen. Es könnte sein, dass der Blutzucker runtergeht um 50% und damit er auch viel weniger (ca. 30%) Insulin gespritzt werden muss. Spürt eir ein f laues Gefühl, Schwitzen oder Kopfschmerzen, ist der Blutzucker zu niedrig, dann am besten mit Appelsaft -auch szuckerfrei- korrigieren. nach 1 Glas geht der fix wieder hoch, und beim nächsten Mal weniger Insulin spritzen.
Quetsch ihn mal aus, was (Name des Insulins) er wann und wieviel er so spritzt, sonst isses schwer, aus der Ferne was zu raten. Oder setz ihn gleich direkt mal vor den PC. Hat er auch so ne komische Tabelle, nach der er spritzen soll?
von Pia -
ina
Rang: Gastam 13.06.2007 11:24:28
hallo pia
ich glaub ne Tabelle hat er nicht aber ich hab da auch was durcheinander gebracht...
und zwar nimmt er actos am tage damit er nicht mehr auf die spritze achten muss und ein langzeitinsulin für die nacht.
mein vater ist nicht so der mensch für den pc daher übernehme ich das für ihn.
sprich die 60 E nimmt er am abend vor dem schlafen gehen und morgens dann die actos.
den blutzucker überprüft er jeden tag und er hält sich im grünen bereich. die kopfschmerzen haben sich auch erledigt also langsam beruhige ich mich auch und kann mir vorstellen, dass actos doch nicht so eine schlechte wahl ist.
Dank dir noch mal pia....