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Frage zu Lantus
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Antje
Rang: Gastam 04.05.2007 17:47:09
Hallo, ich habe eine Frage. Ich habe bisher immer Actrapid und Protaphane gespritzt, hatte die nach jedoch oft Hypos, ein anderes Mal aber auch sehr hohe werte. Heute habe ich mein Laborergebnis bekommen und es war über 9 ! Nun habe ich Lantus bekommen, welches ich nun immer 22Uhr 18 IE spritzen soll. (Spare mir daduch schon einmal spritzen) Wie sind eure Erfahrungen mit Lantus eher besser oder eher schlechter? Wie ist es da mit der Gewichtszunahme,habe damit große Probleme. Kann mir noch jemand sagen,welches Insulin man als Pumpenträger nutzt, gibt es da andere`?
Dankeschön von Antje -
Jürgen
Rang: Gastam 04.05.2007 19:02:46
Moin Antje,
wir nehmen nicht vom Insulin zu, sondern von den BEs, die wir uns im Zusammenhang damit einverleiben. Weniger BEs machen auch weniger KGs :-)
Wie Dein Blutzucker verläuft, bestimmst Du damit, wann Du Dein Insulin in welcher Menge spritzt und wie Du seinen Wirkverlauf berücksichtigst, und der ist nicht nur von Insulinsorte zu Insulinsorte verschieden, sondern auch von Person zu Person. So steigt Protaphane in seiner Wirkung langsam an und langsam wieder ab. Dafür braucht es irgendwo zwischen 8 und 12 Stunden. D.h. der Wirkgipfel liegt irgendwo zwischen 3 und 6 Stunden.
Ich habe mal für mehrere Wochen meine damals 36 IE Lantus mit Protaphane ersetzt, und das hat im Prinzip erstaunlich gut funktioniert. Lantus wirkt bei regelmäßiger Anwendung sehr gleichmäßig verteilt über 24 Stunden. Für diese gleichmäßige Verteilung habe ich Protaphane alle 8 Stunden gespritzt und zwar zu je 14 IE. Allerdings musste ich mir dafür einen Wecker stellen und hab öfter vergessen, das Zeug zu mischen.
Weit weniger gut fand ich meine Wochen mit Actrapid. Denn wenn ich mit dem Aufstehen um 6 Uhr davon passend für 2 Scheiben Brot spritzte, die ich eigentlich zum Frühstück essen wollte, dann konnte ich eigentlich erst um 8 anfangen zu essen und dann die in halben Scheiben verteilt über den Vormittag essen und um 12 auch noch ein Bonbon rein schieben. Dazu muss ich erklären, dass ich meinen BZ am liebsten in dem Bereich zwischen 70 und 140 halte und für den Versuch nach dem BZ-Messer immer dann gegessen habe, wenn der BZ bei 80 war. Dann ist er nach der halben Scheibe munter Richtung 140 geklettert und dann wieder abgesunken, und dann hab ich eben wieder gegessen usw.
Was ich Dir damit hauptsächlich schreiben will: DU MUSST SELBST HERAUSFINDEN, WIE WAS BEI DIR WIRKT! Es gibt dafür keine allgemein gültigen Regeln! Und dann musst Du aus Deinen Ergebnissen einen Plan machen, wie er in Deinen normalen Alltag passt. Und den musst Du vielleicht auch ein bisschen umbauen.
Bisdann, Jürgen -
Linda Reß
Rang: Gastam 04.05.2007 21:58:10
Seit 4 Jahren spritze ich Lantus als Basalinsulin. Es ging die ersten 2 Jahre sehr gut und dann plötzlich lief nichts mehr.
Von einem guten Bekannten bekam ich den Tipp, das Insulin zu splitten.
Jetzt kommen abends 7 iE und morgens 10 iE rein. Es läuft super, denn meine Werte sind wieder im normalen Bereich.
Lantus soll angeblich 24 Stunden wirken, das ist aber oft nicht der Fall. Wenn man die Dosis splittet, ist es aber ein sehr gutes Insulin (aus meiner Sicht). Das muss aber jeder selbst austesten.
Und mit dem Zunehmen kann ich mich meinem Vorredner/-schreiber nur anschließen! Bin jetzt mit meinem DM seit 1954 "verbandelt" und weiß, wovon ich rede.
LG
Linda -
Barbara
Rang: Gastam 04.05.2007 23:45:16
hallo Jürgen,
natürlich nimmt man vom Insulin zu. Das hat mir so gar ein Arzt bestätigt. Wenn ich spritze kann ich machen was ich will.man nimmt davon zu. Ich spritze ca. 60 Einheiten Novorapid und Protaphane.Ich esse sehr diszipliniert fettarm und am Tag 10 BE und nehme kein Gramm ab. Ich esse deshalb schon keine Zwischenmahlzeit , ich muß auch sagen,daß ich wenig Appetit habe und mit den BE gut auskomme. Man gewöhnt sich daran..
Mfg Barbara -
diesel
Rang: Gastam 05.05.2007 10:28:08
Hallo Barbara,
ich gebe Jürgen recht. Natürlich gibt es Ausnahmen. Das hat aber mit Insulin nichts zu tun. Auch einigen Nichtdiabetiker geht es wie einigen Diabetikern, die brauchen nur das Essen anzusehen und nehmen davon zu. Wenn ich als Diabetiker meine Insulindosis senke, so werde ich entsprechend auch meine BE´s senken um nicht zu unterzuckern. Durch das Insulin werden die BE´s besser verabreitet und man bekommt dadurch ein Hungergefühl . Wenn man jetzt nachgibt und ißt, nimmt man natürlich zu.
MfG
Gerd von diesel -
Barbara
Rang: Gastam 05.05.2007 11:00:41
hallo Gerd,
glaub es mir ,es ist tatsächlich so,daß man von Insulin zunimmt. Es wurde mir von mehreren Ärzten bestätigt. Es ist bei mir schon so,daß ich gar keinen Hunger habe und eben nicht mehr esse oder nasche ,Kuchen und ähnliches. Heute gehen die Ärzte nicht mehr da gegen an,weil sie um dies problem wissen.
Mfg und ein schönes Wochenende
Barbara
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Jürgen
Rang: Gastam 05.05.2007 11:51:15
Moinmoin,
auf fetten Weiden gibt's kein Öl. Trotzdem setzen die Tiere dort Fett an. Und bis das Fleisch immer magerer werden musste, wurden die Tiere ausschließlich mit Körnerfutter gemästet. Was die Bauern seit Menschengedenken so nutzen, reden uns Ernährungswissenschaftler heute noch immer eifrig aus, dass nämlich KHs fett machen.
Kohlenhydrate werden gnadenlos zu Glukose verstoffwechselt und ins Blut übergeben und müssen von da weggepackt werden, auch wenn wir gerade nicht joggen oder Rad fahren oder uns sonstwie ne Stunde bewegen und die Zellen diese Sofortenergie gerade nicht brauchen. Die Muskelzellen haben keine nennenswerte Speichermöglichkeit für Glukose und verweigern schlicht die Aufnahme von mehr, wenn sie voll sind.
Ob wir wirklich gerne hätten, dass sie tatsächlich mehr Glukose aufnehmen könnten, sollten wir uns ernsthaft überlegen. Denn Glukose oder die Speicherform Glykogen braucht mehr als das Doppelte an Platz und Gewicht für die selbe Energiemenge wie Fett!
Was also von gegessener Glukose nicht SOFORT abgelaufen und damit verbraucht wird, wird als Fett eingelagert, denn Fettzellen sind die einzigen mit der unbegrenzten Aufnahmekapazität und mit wesentlich mehr Insulinrezeptoren als Muskelzellen. Normal wird dieses Fett immer dann wieder verbraucht, wenn wir mehr Energie brauchen, als wir gerade essen - unter einer wichtigen Bedingung: Unser Blutzucker- und unser Insulinspiegel müssen normal gesund niedrig sein, so wie bei einem stoffwechselgesunden Menschen, wenn der zwei oder drei Stunden nichts gegessen hat. Denn ein höherer Blutzucker- und Insulinspiegel sagt ja, dass da neue Energie kommt und sperrt praktisch die Verwendung von gespeicherter Energie.
Wer sich weniger bewegt, als er sofort an Energie verbraucht, tut also gut daran, entsprechend weniger Sofortenergie in der Form von KHs zu essen. Dann wird auch weniger Insulin benötigt. - Die Bauern haben das mit dem weniger Fett bei den Tieren ganz einfach gelöst, indem sie einen Teil der Körner durch Eiweiß ersetzt haben. Natürlich nehmen die dann immer noch nur dann in dem gewünschten Umfang zu, wenn sie mehr fressen als sie verbrauchen ;-)
Bisdann, Jürgen -
Barbara
Rang: Gastam 06.05.2007 12:57:09
Moin Jürgen, erstmal bin ich keine Kuh und Dein Vergleich hinkt etwas. Ich habe auch 26 Jahre Diabetes und vieles durchexerziert. Es gibt nichts ,was es nicht gibt, Ich glaube viele die hier schreiben sind Typ 1 ,da liegt es ohnehin anders. Aus gesprächskreisen weiß ich,daß viele das Zunehmproblem auch haben mit dem Insulin. Immerhin ist es ein Hormon und von Hormonen nimmt man zu. Mir kommt es manchmal vor ,als wenn ihr alle hochqualifizierte Mediziner seid. Selbst bei Bewegung wie Radfahren habe ich meinen Zucker hintewrher höher gehabt. Also es ist alles relativ. Ich betone noch mal ,daß ich keinen Hunger habe und wenig esse. Ich habe einen HBA 1c Wert von 6,5 und bin damit zufrieden. Ich weiß,daß man jeden Tag an seinem Zucker arbeiten muß und das tu ich,weil Angst habe vor weiteren Spätschäden.
Nichts für ungut trotzdem erinen schönen Sonntag
Barbara -
www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
Rang: Gastam 06.05.2007 15:56:32
Hallo Antje,
welches Basalinsulin bei wem am besten passt, muss man tatsächlich einfach ausprobieren, bis man "das seine" hat. Sofern sich an der Insulinmenge, die du nun benötigst, nichts ändert, ist auch keine Gewichtsänderung aufgrund des Lantus zu erwarten.
Wenn eine Gewichtsabnahme gewünscht ist, wäre u.a. vielleicht das Insulin Levemir auch eine Alternative - bei Gabe dieses Insulins kann man bei manchen Patienten eine Gewichtsabnahme beobachten, die Gründe werden noch diskutiert (möglicherweise Apetithemmung im Gehirn, möglicherweise Beeinflussung von Stoffwechselvorgängen in der Leber).
Viel Erfolg bei der Neueinstellung!
Herzliche Grüße Anke
Hallo @all,
eine Gewichtsabnahme ist bei Typ-2-Diabetes tatsächlich weit schwieriger als bei Stoffwechselgesunden oder auch Typ-1-Diabetikern.
Denn das Kernproblem des Typ-2 liegt in der mangelnden Insulinempfindlichkeit, die hohe Insulindosen (sei es in Eigenproduktion oder gespritzt) nötig macht.
Insulin fördert die Fettaufnahme in die Zelle und verhindert jedoch den Fettabbau. Je mehr Insulin zirkuliert, desto schwerer wird eine Gewichtsabnahme deshalb möglich sein.
Die aussichtsreichste Methode ist von daher möglichst viel Bewegung, die insulin-sensibel macht. Schafft man es, durch regelmäßige ausdauernde Bewegung, den Insulinverbraucht merklich einzuschränken, hat man eine gute Grundlage zur Gewichtsabnahme.
Da "viel Futtern" entsprechend der vielen KH natürlich auch wieder noch größere Insulinmengen erfordert, wird hierdurch das Gewicht in doppelter Hinsicht gefördert.
Fazit: regelmäßige Bewegung und mediterrane oder sonstige ausgewogene Ernährung wären nicht schlecht ...
Herzliche Grüße Anke von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de -
Jürgen
Rang: Gastam 06.05.2007 17:29:58
Moin Barbara,
würdest Du mir abnehmen, wenn ich schreibe, dass mir nichts ferner liegt als zu glauben, dass hier eine Kuh mit Namen Barbara beiträgt? - Nur hat bei Kühen und Schweinen und bei uns Menschen das Insulin eine so gleiche Struktur und Funktion, dass bis vor etwa 20 Jahren alle und heute wahrscheinlich noch immer die meisten INSULINER in der Welt diese tierischen Insuline verwenden.
Aber egal ob Mensch oder Tier, das Hormon selbst setzt nicht an. Dafür enthält die Spritzmenge ebenso wie die gesund selbst produzierte zu wenig Energie. Es sorgt nur in dem Maße, in dem mehr Glukose einverleibt als verbraucht wird, für deren Einlagerung in der Form von Fett. Das heißt, wenn Du einen Apfel isst, wird die Energie aus diesem Apfel in der Form von Glukose in Deinem Blut ankommen und, wenn Du nicht gleichzeitig passend Rad fährst oder spazieren gehst, entweder Deinen Blutzucker munter in die Höhe treiben oder mit Hilfe des Insulins, das Du gespritzt hast, in Fett umgewandelt und eingelagert. Wie viel wir mehr essen, als wir brauchen, sagt uns keine Tabelle und nicht unser Magen, sondern die Waage :-(
Allerdings: wie mein Beispiel vom vergangenen Herbst zeigt, kann man das durchaus so formulieren, wie Du hier klagst. Und zwar habe ich September-Oktober mehrere Wochen ausprobiert, wie ich meinen grünen Bereich (1/2/3 Stunden nach dem Essen unter 140/120/100) statt mit schnellem Analog-Insulin für den Bolus mit Human-Insulin erreichen kann. Während das schnelle Analog-Insulin bei mir gut 3 Stunden nach dem Frühstück ausgewirkt hat, hab ich dann bei der selben Menge Human ebenso kurz nach 6 Uhr gespritzt, noch um 12 Uhr eine BZ-Senkung messen können, wo ich für das Mittagessen um 1 schon längst wieder hätte spritzen müssen. Der Bolus für das Mittagessen war noch gegen 18 Uhr wirksam, und wenn ich sicher sein wollte, dass die Boluswirkung für's Abendessen beim Zubettgehen zwischen 23 und 24 Uhr wirklich durch war, musste ich um 16 Uhr für's Abendessen spritzen.
Ich musste also meinen BE-Konsum nen halben Tag vorher planen und konnte nicht, wie längst mit dem schnellen Analog wieder üblich, zwischendurch mal für einen Apfel oder ein kleines Eis oder ein Stück Kuchen spritzen. Wenn ich jetzt für das Eis gespritzt hätte, wäre das ja längst zerflossen, wenn ich's in ner Stunde oder so essen könnte, und wenn ich jetzt für ein Stück Kuchen spritzen würde und es zum Abend essen könnte, schmeckt mir das halt nicht. Andererseits haben wir nicht jeden Tag Kuchen, so dass ich nicht zum Mittag schon dafür spritzen kann, weil sein kann, dass meine Frau gar keinen mitbringt. Will schreiben: während der Wochen mit dem Human-Insulin hab ich zwar meinen alltäglichen BZ-Verlauf schön flach & niedrig durchgehalten, aber mit weniger BEs und weniger Insulin - und ich hab in den 6 oder so Wochen tatsächlich über 1 kg abgenommen, obwohl ich in der Zeit nicht gehungert und sehr viel mehr Wurst und vor allem Käse gegessen hab!
Inzwischen spritze ich längst wieder das schnelle Analog und hab den damaligen Gewichtsverlust prompt ausgeglichen ;-)
Auch Dir einen schönen Sonntag :-)
Jürgen -
Barbara
Rang: Gastam 07.05.2007 18:34:01
Eine kurze Information :
In der heutigen Ärztezeitung steht ,daß viele Diabetiker 2 Angst vor einer Insulintherapie haben wegen einer gewichtszunahme. Da raten die Ärzte ,daß mit Levimir behandelt werden soll, da es mit dem Insulin eine Gewichtszunahme vermieden wird.
Vielleicht für einige ganz interessant
barbara von Barbara -
Nana
Rang: Gastam 22.08.2007 16:34:20
Hallo Forum,
Ich hoffe es gibt noch Unterhaltung im Bez. auf das Thema Lantus pro und contra.
Hat noch jemand in der Zwischenzeit Erfahrungen mit Lantus gesammelt??!!
Ich habe es gestern von meinem Arzt bekommen - traue mich aber nicht es auszuprobieren. Es gibt noch die Behauptung Lantus unterstützt Krebsbildung, weil es Wachstumsrezeptoren belegt. Weiß jemand noch etwas darüber?
Ich hatte jahrelang Protaphane un einen rel. guten HbA1c, dann bin ich für ca. 2,5 Jahre auf Levemir umgestiegen und habe einen Wetr von 9.0! nach und nach aufgebaut. Dazu gab es noch ganz starke Knotenbildung unter der Haut :-/
Jetzt soll es Protaphane seit nem halben Jahr wieder richten - klappt aber nicht so gut.
Euere Erfahrung über Lantus würde mir sehr helfen.
Vielen Dank schon mal und
Liebe Grüße
Nana
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Monika
Rang: Gastam 14.05.2008 13:56:11
Also ich nehme Lantus jetzt seit einigen Monaten. Muss aber dabei sagen, dass ich Morgens noch je eine Tablette metformin und actos nehme. Komme so gut klar mit dem zucker. Er ist seit der Zeit von 9 auf 8,7 gegangen von Monika -
Manuel
Rang: Gastam 12.06.2008 11:13:07
moin moin zusammen
bin seit dem 20.5.08 diabetiker !
und ich betrete quasi neuland !
bin 27 jahre alt !! bin typ 1
und nehme lantus 8 einehiten jeden abend
um 22 uhr ein für sich habe es aber vergessen und später gespritzt so gegen 7,15uhr ?
heute morgen dan um 6 ,15 uhr
die ärzte meinten es sollte höchstens eine stunde differenz sein bei der injektion '?
hat jmd erfahrung damit wie sich das auswirken könnte oder is das nicht schlimm ??
mache mir etwas sorgen weil wie gesagt kenne mich in dem gebiet noch net so gut aus !!
momentan kann ich essen ohne zu spritzen !
wahrscheinlich produziert die bauchspeichel drüse wieder insulin ein wenig für eine zeit ??
mmh vlt kann mir jmd was gutes sagen würde mich sehr freuen mfg manuel von Manuel -
Felix
Rang: Gastam 23.06.2008 00:29:07
Heyho Manuel,
natürlich ist es sinnvoll, die Injektionen immer zm selben Zeitpunkt zu setzen. Nur so ist es möglich, zu überprüfen, ob die Therapie überhaupt das gewünschte Ergebnis bringt. Wenn du die Injektion mal vergisst, ist das aber auch kein großes Drama, ggf. sind die BZ-Werte an diesem Tag dann anders als an den anderen. Es läuft nicht jeder Tag wie der davor.
Ich selbst habe vor 6 Jahren Lantus bekommen und ein Jahr lief es ganz gut, im zweiten wirkte es dann nicht mehr die vollen 24 Stunden und erforderte dann zwei Injektionen. Seit 4 Jahren habe ich allerdings eine Pumpe, so dass ich das lantus gar nicht mehr verwende.
@ Nana:
Es gibt meines Wissens nach Studien über die kanzerogene Wirkung von insulinanaloga. Soweit ich weiß, sind diese aber nicht negativ aufgefallen. (wenn sie positiv aufgefallen wären, dürften sie nicht verkauft wreden) Da Lantus eine insulinanaloge Struktur hat, bindet es auch nur an die Insulin-Rezeptoren. Probier Lantus aus und wenns dir besser gefällt, als anderes, dann solltest du umsteigen.
@ Barbara + Jürgen:
Insulin hat natürlich etwas mit der Fettbildung zu tun. Insulin bewirkt, dass Glukose in die Zellen aufgenommen wird. Überschüssige Glukose wird dann zu Fett verstoffwechselt. Insulin hat zwar keine sonderlich lange Halbwertszeit, streunt aber trotzdem einige Zeit im Körper herum und kann die Glukoseaufnahme in die Zellen beeinflussen.
Möglichkeit A ist also: zu viel Insulin im Spiel, zu viel Glukose gelangt in die Zellen.
Möglichkeit B: passende Insulinmenge, aber zu viel Glukose im Angebot.
Die Gewichtszunahme alleine auf das Insulin zu schieben, halte ich aber für einen zu einfachen Weg! Sonst müssten ja alle Diabetiker aufgehen (und Nicht-Diabetiker auch, denn die werden ja auch mit Insulin versorgt).
mfg
Felix -
Gast Erbs
Rang: Gastam 13.02.2014 08:44:39
Hallo Antje,
ich bin seit ca-20 Jahren DB (70 Jahre) und Spritze seit November 2013 Lantus 26 EH um 18:00 Uhr und vor dem Frühstück 11 EH Normalinsulin. Ich habe kein Problem mit der Gewichtszunahme.
Allerdings muss ich dazu sagen dass ich mir zum Grundsatz gemacht habe Bewegung ist mein bestes Medikament