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Karpaltunnelsyndrom nach hohen Insulindosen?
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Pia
Rang: Gastam 23.04.2007 10:26:39
Vor un bereits mehr als 1 Jahr begann ich mit Spritzen hoher Insulindosen, genau ab diesem Zeitpunkt hatte ich plötzlich Schmerzen in den Händen, Ausfälle.
Die Diagnose war eindeutig: Karpaltunnelsyndrom. Sie wurde noch durch eine Untersuchung, in der die Nervenströme gemessen wurden, bestätigt. Die einzig effektive Maßnahme: OP. Nachdem ich die linke Hand operieren ließ, waren auch die Beschwerden in der rechten Hand weg, die auch noch später operiert werden sollte.
Ich war sofort nach der OP bis jetzt, toi toi toi, beschwerdefrei.
Ein Zusammenhang wurde vom Diadoc bestritten.
Wer kann dazu was sagen? von Pia -
Andreas
Rang: Gastam 24.04.2007 10:35:04
Hallo Pia!
Ich habe ähnliche Symptome festgestellt und bin dabei, Informationen zu sammeln. Wenn du magst, kannst du dich ja mal unter Winter_BS@gmx.de melden.
Herzliche Grüße
Andreas -
Pia
Rang: Gastam 24.04.2007 14:22:18
Hi Andreas,
die Beschwerden, die ich hatte, gab ich so bei google ein und dann hörte ich das erste Mal den Begriff. Karpatunnelsyndrom.
Man wacht vor allem nachts auf, weil die Hände nicht mehr gehorchen, teils der komplette Arm eingeschlafen ist. Wenn man den Arm bzw. die Hand kräftig schüttelt, wird es besser....
Die Schmerzen waren so schlimm, dass ich mir die Hände morgens nicht mehr gehorchten und ich lange benötigte, um mich anzuziehen. Ich rannte förmlich zur OP.
Wenn du im Internet unter Karpaltunnelsyndrom OP-Film suchst, findest du sogar beide OP-Arten als Film.
Die OP ist jetzt über 1 Jahr her (Feb) und ich hatte nie wieder Beschwerden, es werden auch Physiotherapien angeboten, die sollen aber Nonsens sein. Die OP wird ambulant durchgeführt. Eine Neurologin kann die Diagnose eindeutig stellen. Lässt man es nicht operieren, kann es zu Schädigungen der Nervenbahnen kommen. Ich würde es sofort wieder machen lassen.
von Pia -
Andreas
Rang: Gastam 24.04.2007 17:19:28
Hallo Pia!
Vielen Dank für die genaue Beschreibung.
Ein Karpaltunnelsyndrom schließe ich bei mir aus.
Was mich jedoch interessieren würde, sind die Umstände der Steigerung der Insulindosis. Bei mir war es eine Steigerung des Basalinsulins (Protaphane)von 10 auf 60 IE in einem Zeitraum von ca. 8 Wochen. Meine Symptome sind geschwollene Hände, scherzhafte Steifigkeit der Mittelgelenke der Finger sowie zwei schnellende Finger, die auch nach Absetzen des Insulins anhalten.
Herzliche Grüße
Andreas -
Andreas
Rang: Gastam 24.04.2007 20:05:40
Korrektur!
Also scherzhafte Gelenke...? Ob es die überhaupt gibt? Ich meinte allerdings die unangenehme Variante mit einem m zwischen dem h und dem e. von Andreas -
Pia
Rang: Gastam 25.04.2007 09:39:41
Lieber Andreas,
Steigerung der Insulindosis von 10 auf 60 je Tag oder je Spritzung?
Ich sollte Humalog je Mahlzeit ca. bis zu 30 Einheiten spritzen, um die Insulinresistenz zu "durchbrechen". Hat aber nicht funktioniert, Klaus und Jürgen haben mir auch erklärt warum. Die Kurzversion: Es sind nur eine bestimmte Zahl von Rezeptoren da, die das Insulin transportieren können. Also spritzte ich den Rest ins Nirvana. Also ist das Ziel für mich, so wenig wie möglich, so viel wie nötig zu spritzen, damit die Rezeptoren sich wieder erholen können. Das hieß für mich konkret, "Fressalien" überprüfen, reduzieren und austauschen...und mehr Bewegung,(Hoffentlich habe ich das jetzt richtig gesagt.)
Aber auf meine morgendiche Buttersemmel, die ich in den Kaffee tunke, KANN ich nicht verzichten..
Aber wart mal, bis die Jungs wach sind, die klamüsern dir das auseinander.
von Pia -
klausdn
Rang: Gastam 25.04.2007 12:04:08
hallo andreas,
es gibt mehrere möglichkeiten, und du selbst kannst bei ruhiger rückbetrachtung einige ausschließen -
andere abklären lassen.(denn eine steigerung der basismenge um 400% ist unnormal.)
du bist allergisch auf gentach insuline/ dann brauchst du tierisches insulin.(symptom ist oft geschwollene gelenke)
du hast einen rheumaschub, durch rheumeschübe weil sie großflächige entzündungen sind erhöht sich der insulinbedarf gewaltig.(bei vielen nicht allen)
du nimmst medikamente die, die insulinwirkung verringern(beispiel cortison)
du hast dich in eine resistenz gespritzt - das passiert kontinuierlich wenn man bei hohen werten - spritzt -
gleich ißt - der wert bleibt hoch - spritzt - .....usw.
(nachlesen bei chrostek(up-down regulation)
das geht.
wem noch was einfällt bitte ergänzen.
mfg klaus von klausdn -
Pia
Rang: Gastam 25.04.2007 13:49:51
Also es scheint Unterschiede zu geben , was die allgmeine Verträglichkeit angeht. Insulin scheint nicht gleich Insulin zu sein; ich vertrage Humalog besser als Apidra. Wenn die geschwollenen "Pfötchen" nur vorrübergehend sind, mags ja gehen, bleiben die aber, kann man vielleicht anderes Insulin nehmen. Sind nur die Pfötchen dick oder auch die Beine? (Also, wenn man am Fußgelenk z.B. mit dem Finger reindrückt, bleibt das eine Delle? Guck mal nach.. von Pia -
Andreas
Rang: Gastam 26.04.2007 09:48:42
Hallo!
Vielen Dank für eure Antworten.
Hintergrund der Steigerung der Insulindosis war ein Selbstversuch der klären sollte, ob ich (Typ 2) überhaupt von der Basisinjektion profitiere. Die Antwort lautet: Nein! Also ich hatte die Dosis allmählich von 10 IE am Abend auf jeweils 30 IE morgens und abends gesteigert, weil der Nüchternwert am Morgen immer zwischen 140 und 160 mg/dl war. Nach einer Erhöhung der Dosis von zunächst 2 IE war er dann zunächst bei 110, aber nach wenigen Tagen wieder bei 140 bis 160 usw. Nach dieser Erkenntnis und dem Auftreten der Symptome in den Händen habe ich das Protaphane erstatzlos abgesetzt und dadurch keine Veränderung der BZ-Werte wahrnehmen können. Die Symptome an den Händen bestehen nun seit mehr als zwei Jahren. Das Humalog hatte ich inzwischen vorrübergehend für 2 Wochen ersatzlos abgesetzt. So kann man also zumindest eine direkte Reaktion des Insulinanalogons ausschließen.
Zwei rheumatologische Untersuchungen durch verschiedene Ärzte im genannten Zeitraum waren ohne Befund. Borreliose und ein neurologischer Vorgang wurden ebenfalls ausgeschlossen. Meine Diabetologin schließt einen Zusammenhang mit Insulin grundsätzlich aus. Orthopäden spekulieren in Richtung Arthrose/Arthritis, finden es jedoch merkwürdig, dass die Symptome seit mehr als 2 Jahren kontinuierlich fortbestehen und dass man auf Röntgenbildern absolut nichts entsprechendes erkennen kann.
Wie kommst du, Pia, auf ein Stauungsödem an den Füßen?
Herzliche Grüße
Andreas
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Pia
Rang: Gastam 26.04.2007 10:33:26
Ich musste das jetzt 3 mal lesen. Selbstversuch? Selbst abgesetzt? Jetzt bin ich sprachlos. Arbeitest du nicht mit einem Diabetologen zusammen?
Wasser in den Beinen.. wie ich darauf komme? Also ich erinnere mich, dass meine Omma immer jeden Tag ne Wassertablette nehmen musste. Warum, weiß ich gar nicht so genau.
Du schreibst, die Orthopäden und Rheumatologen haben sich ausspekuliert. Die testen natürlich nur auf ihren Gebieten. Ist denn mal ein Check der inneren Organe erfolgt? Nierenfunktion usw..
von Pia