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Metformin absetzen - und dann?
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Jürgen
Rang: Gastam 24.04.2007 17:20:23
Moin Inka,
wenn ich diese tollen Bezeichnungen IGF und IGT und seit 2002 Prädiabetes (für beide zusammen, wenigstens in USA) sehe und dann, dass es da eigentlich gar nicht um die sprachlich sachliche Aussage geht, sondern einfach um eine Bezeichnung für einen in einem bestimmten Rahmen zu hohen BZ, dann könnte ich k... (Haschi, keine Kritik an Dir! Du hast nur ordentlich aufgeschrieben, wie sich's offiziell verhält)
Und wenn ich zu dem Schluss käme, dass ich keine Tablettenexperimente mehr machen wollte, sondern passend Insulin spritzen, dann hätte ich auch einen deutlich (nicht übertrieben!) diabetischen Nüchtern-BZ - und anschließend mit dem Insulin natürlich einen zunhemend gesünderen.
Bisdann, Jürgen -
Inka
Rang: Gastam 25.04.2007 00:51:29
Hallo!
Das mit der abnormen Nüchterglucose habe ich im Internet auch schon so gelesen, die Diabetologin meinte eben ich hätte eine Glucosetoleranzstörung.
Dass es für diesen Fall keine andere Möglichkeit als Metformin gibt, finde ich ja nicht gerade prickelnd! Ich habe angefangen meinen BZ zu messen, weil ich mich eben einfach irgendwie nicht gut gefühlt habe. Es ist irgendwie nicht so richtig greifbar, kann eben auch einfach nur so sein, denkt man. Da ich einen kleinen Sohn habe, dachte ich mir, ich messe einfach mal etwas, dann brauche ich nicht zum oGTT, denn die zwei Stunden mit einem 17 Monate alten Quirl irgendwo rumzusitzen ist ja nicht so das Wahre. Und eben durch dieses Messen bin ich drauf gekommen, dass die Werte nicht ok sind. Und die Diabetologin meinte noch, dass das ja ein Vorteil wäre, wenn man das Ganze bereits in der Prädiabetischen Phase erkennt und behandeln kann. Nur was, wenn es eben keine Behandlung gibt? Ich ernähre mich schon weitgehend vollwertig, verzichte auf Süsses und Limo und so. Ich habe, seit ich meinen Sohn im Dezember abgestillt habe, ca. 5 kg abgenommen. Ganz ehrlich weiss ich nicht, wie ich diese zu hohen Werte ohne irgendwelche Unterstützung in den Griff bekommen soll. Das macht mir jetzt echt Angst! Ich kann doch nicht wissentlich mit zu hohen Werten rumrennen, bis es halt mal so schlecht wird, dass es für irgendwelche Definitionen reicht oder irgendwelche Folgeerkrankungen auftreten! Klar, meine Werte sind nicht so hoch, wie bei anderen nach dem Essen, aber ich denke auf Dauer ist das doch auch schädlich.
Na gut, ich werde sehen, dass ich diese Woche noch zu meiner Ärztin komme, und dann werden wir mal sehen, was die sagt. Ich werde Euch auf jeden Fall berichten, wie es weitergeht!
Liebe Grüsse!
Inka -
klausdn
Rang: Gastam 25.04.2007 11:42:41
hallo inka,
und alle, bitte besteht darauf eine kopie des laborberichts zu bekommen, und sammelt die.
grund !!
1. der doc kann plötzlich ableben/aufhören/das weite suchen, abbrennen.................
dann kann die gesamte dokumentation futsch sein.
2. man kann selber mal in ruhe die gesamten werte durchgehen, und sehen wie man im "feld" liegt.
3. auch bei diskussionen/fragen/ ect. ist man nicht auf ich glaube angewiesen, manche fachärzte sind froh wenn man die liste einfach hinlegt.
4. der doc selbst merkt daß ihr interessiert seid, kann zu fruchtbaren gesprächen, behandlungen führen.
tip nur für inka:
bitte mal testen, morgens direkt nach dem aufwachen einen "richtigen" zuckerbonbon in ruhe lutschen.(stört nicht , und der morgenkuss für mann und kinder schmeckt noch süßer)
damit ist für dich keine gefahr verbunden, denn ein bonbon hat ca 3g entspricht 1/4tel be und hebt den bz um ca. 10mg an, - einfach testen ob der bz ansteigt ? es gibt fälle da sinkt der etwas erhöhte wert auf normalniveau ab. denn der körper merkt dann - da ist was -
mfg klaus von klausdn -
Jürgen
Rang: Gastam 25.04.2007 12:23:49
Moin Inka,
wenn Du schon während der Schwangerschaften Kontakt zur Diabetes-Ambulanz hattest, bist Du ja wahrscheinlich auch mit Insulin vertraut. Außerdem erübrigt sich dann ein Glukosetoleranztest, denn Dein grundsätzlicher diabetischer Defekt ist bekannt und zur Zeit ohne die Belastung mit einer Schwangerschaft nur in einem weniger ausgeprägten Stadium, das ich an Deiner Stelle auch möglichst lange ausdehnen wollte.
Für dieses Stadium gibt es keinen ärztlichen Plan, weil es offiziell ja noch nicht als krank und damit behandlungsbedürftig definiert ist. Und in Teilen der USA, wo man das Ausdehnen dieses Stadiums unter dem Titel *Diabetes Prevention* gerade zu institutionalisieren beginnt, hat man allerdings zu Metformin & Bewegung auch noch keine Alternative für Leute, die das Metformin nicht vertragen und die mit 3 kleinen Kindern eigentlich keine zusätzliche Bewegung brauchen.
Organisch versiegt bei einem werdenden Typ2 zunehmend die erste Phase einer gesund 2phasigen Insulinantwort auf Glukose. Die erste Phase hat die Aufgabe, die Glukose-Ausgabe aus der Leber abzuschalten und den ersten Schub der neuen Glukose nach Möglichkeit ohne BZ-Anstieg sofort aus dem Blut in die Zellen zu packen.
Nach Deiner Beschreibung Deines BZ-Verlaufs funktioniert Deine erste Phase zwar noch, denn sonst würde Dein BZ direkt nach dem Essen deutlich ansteigen, aber erst mit dem etwas größeren Anstoß vom Essen und nicht schon mit dem allmählichen BZ-Anstieg, den die meisten von uns morgens mit dem turnusmäßigen Ausschütten einer Reihe von Hormonen usw. erfahren.
Auf alt.support.diabetes hab ich dazu mal von einer Frau gelesen, die ihren morgentlichen BZ-Anstieg mit einer halben Scheibe Brot zu stoppen pflegte. Und außerdem achtete die Schreiberin auch sehr darauf, ihren BZ völlig ohne Medis nur mit der Auswahl von Futter und gezieltem Timing über Tag praktisch immer unter 100 und meistens um 80 zu halten. Ich hab das damals für kurios gehalten, nicht zuletzt, weil ich bis dahin niemanden kennen gelernt hatte, der seinen diabetischen Defekt schon in diesem frühen Stadium proaktiv in Schach hielt.
Was bei Dir wie und am besten funktioniert, wirst Du in ähnlicher Weise ausprobieren müssen.
Bisdann, Jürgen -
thomas2002
Rang: Gastam 25.04.2007 15:04:46
als alternative zum metformin kann auch gleich insulin gespritzt werden. es könnten bei dir möglicherweise 2-3 einheiten bolusinsulin reichen, um wirkung zu zeigen. von thomas2002 -
Ludwig II
Rang: Gastam 27.04.2007 14:00:29
Hallo Inka
Ich habe 2 Jahre und 7 Mon.Metformin genommen und hatte übelste Blähungen. Durch viel Bewegung und Gewichtsabnahme konnte ich das Zeug wieder absetzen. Jetzt ist es wichtig das ich mein Gewicht halte, dann hab ich gute Chansen das ich ohne leben kann. Meine Diabetologin sagt ab einem HbA1c von 6,3 muss ich es wieder nehmen. Ich tu alles das es nicht wieder so weit kommt.
Lg Ludwig von Ludwig II -
am 17.06.2015 21:08:14
Hast du es schon mal mit siofor probiert ich hatte das problem auch bloß siofor verträgt jeder da es eine andere zusammensetzung ist und meine Frauenärztin hat es mir empfohlen ich bin damit zufrieden probiere es mal
mit freundlichen grüßen -
am 03.07.2022 12:30:28 | IP (Hash): 1084432503
Hi Inka, ich habe Metformin auch abgesetzt!! Ich hatte Verstopfung, danach Durchfall, permanente Darmkrämpfe. Ich habe seit 3 Tagen Metformin abgestzt und langsam geht es mir besser und ich kann mit Susi Gassi gehen, ohne Angst plötzlich wieder Durchfall zu bekommen. Ich ware bald in den Urlaub und werde Metformin von meinen Speiseplan streichen. Ich schreibe dir gerne über meinen Erfahrungen,wenn du es möchtest!
Gute Besserung und Kopf hoch, wir kommen durch
ganz liebe Grüsse Minou aus Hamburg -
am 03.07.2022 12:35:55 | IP (Hash): 1084432503
Hi,ich wünsche Allen von Herzen
alles Gute
PS: Ich werde länger kein Metformin mehr, der Artz meint nur 4 Tage, der muss ja auch kein Dixieklo zum Gassi gehen mit nehmen(lach mich schlapp, brauche den schwarzen Humor)
Liebe hamburger Grüsse die Minou
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am 03.07.2022 13:20:08 | IP (Hash): 1372968611
Hallo Minou,
die Frage von Inka war in 2007...also 15 Jahre her. Auch hat sie nichts mehr dazu geschrieben. Ich denke mal sie wird, hoffentlich seit vielen Jahren, eine Lösung gefunden haben...