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Insulin- und Glukosewerte - Insulinresistenz
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Sybille
Rang: Gastam 27.03.2007 20:37:39
Hallo,
nachdem ich trotz Ernährungsumstellung und Einstellung der Schilddrüse (Unterfunktion - aber mit Medikamenten perfekte Werte) nicht abnehme hat mein Frauenarzt eine Untersuchung der Insulin- und Glukosewerte aus dem Venenblut empfohlen, um eine entstehende Insulinresistenz auszuschließen. Habe also einen Blutzuckertest gemacht, das Blut wurde jedoch 3x aus der Vene entnommen und daraus bzw. aus dem Serum folgende Werte bestimmt:
Insulin nüchtern = 18,7, nach 60 min = 103und nach weiteren 60 min = 82,3 Glucose im Serum nüchtern = 92, nach 60 min = 92 und nach weiteren 60 min = 99
Was mich verwundert ist, dass der Glucosewert eigentlich nicht angestiegen ist, der Insulinwert extrem hoch geht und nicht merklich sinkt. Habe ich nun so eine Insulinresistenz oder wer kann die Werte deuten. Mein Arzt ist jetzt 3 Wochen im Urlaub und ich will schon gern wissen was los ist.
Danke für Antworten von Sybille -
Jürgen
Rang: Gastam 27.03.2007 21:11:01
Moin Sybille,
was Dich wundert, ist der gesunde Vorgang. Denn dafür, dass der Blutzucker auch bei sehr großen Belastungen immer möglichst ausgeglichen bleibt, wird das Insulin in 2 Phasen ausgegeben. In der ersten Phase die meistens größte Menge, die in den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse gespeichert vorgehalten wird und in der mit der anlaufenden Neuproduktion zweiten das, was an Glukose von der ersten noch übrig ist. Dieser Aufwand zeigt auch, wie wichtig der niedrige & flache gesunde Blutzucker-Verlauf für den Organismus ist. Denn sonst hätte sich in den Millionen Jahren unserer Entwicklung längst eine viel einfachere Regelung durchgesetzt.
Insulinresistenz ist nur verschwommen definiert und wird scheinbar modemäßig für ein weites Feld von Erscheinungen im Zusammenhang mit Diabetes und Übergewicht gebraucht.
Bisdann, Jürgen -
Haschi
Rang: Gastam 28.03.2007 15:39:09
Hallo Sybille,
unter Insulinresistenz versteht man ein vermindertes Ansprechen der Zielzellen auf das Hormon Insulin, d.h. die Muskulatur, die Leber und das Fettgewebe reagieren weniger empfindlich gegenüber dem Hormon Insulin.
Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel – Norm: 5 – 30 mU/l - erhärtet die Vermutung einer Insulinresistenz. Mit weiteren Untersuchungen z.B. Adiponektin-, Proinsulinspiegel - meistens überproportional hoch - kann eine Insulinresistenz diagnostiziert werden.
Ein erster Hinweis auf das Vorhandensein einer Insulinresistenz ist jedoch das abdominale Übergewicht. Man nimmt an, dass vor allem das Fett im Bauchbereich vermehrt Substanzen ausschüttet, die eine Insulinresistenz fördern und verstärken.
von Haschi -
Sybille
Rang: Gastam 28.03.2007 17:35:12
Naja, bei 1,65m wiege ich 90 kg. Habe eine sog. Fettschürze - und weiß echt nicht mehr was ich machen soll. Mein Blutzuckerspiegel wurde auch aus dem Finger genommen, der ist völlig normal. Logisch dass ich nach jedem Strohhalm greife - aber nein, die Abnehmpillen die überall in Umlauf sind nehme ich nicht ein. von Sybille