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DM Typ 2 mit 33 Jahren

  • Tommi

    Rang: Gast
    am 01.06.2010 14:39:51
    Hallo,

    ich bin seit zwei Wochen nun auch im Club.
    Mein Arzt stellte bei mir DM T2 fest. (1,79m, 91Kg(vor einem Jahr noch 101Kg, sportlich, Langzeitwert 6,1), Vor zwei Jahren war laut Hausarzt noch alles i.O.
    Mein Diabetes Arzt sagt gleich das ich ein völlig untypischer Patient bin. Leide seit dem unter Schlafstörungen. Nach Tagelanger Internet Recherche konnte ich leider auch keine Leidensgenossen in meinem Alter finden. Auch Aussagen über Lebenserwartung mit Typ 2 bei guter Einstellung und Gewichtsreduzierung sind kaum aufzutreiben.
    Meine Frage:

    Gibt es neben den ganzen langzeit Typ 1èrn auch Typ 2er die diese Krankheit in meinem Alter bekommen haben und bereits auf eine lange Diabetes Karriere zurückblicken können???
  • helen

    Rang: Gast
    am 01.06.2010 14:44:42
    google mal LADA von helen
  • peter

    Rang: Gast
    am 01.06.2010 15:19:15
    es ist doch völlig egal welcher typ du bist, solange du deine bz werte im gesunden rahmen, hälst.
    - sprüche von ärzten -alles ok - bisschen zucker-
    untypischer patient - so entsorgen wie sie gemeint sind als sprüche in den müll.
    es gibt nämlich "den" typischen diabetiker überhaupt nicht.
    typ 1er und typ 2er sind mal dick mal dünn mal normalgewichtig. genau wie der rest der typen.
    hast du deinen dm im griff, wirst du gesund so alt
    wie der gesunde mensch von nebenan. sollte der rauchen/saufen wirst du älter.

    von peter
  • Tommi

    Rang: Gast
    am 01.06.2010 15:34:24
    Danke für die Antwort.
    Trotzdem würde es mir sehr helfen wenn ich jemanden finde der DM Typ 2 schon lang mit sich rum trägt und in meinem ca. Alter angefangen hat. Ich stehe mitten im Leben und habe noch vor alt zu werden...

    Über LADA habe ich auch schon was gelesen...aber ich gehe davon aus das mein Diabetologe diese Sonderform erkennen würde.

    Noch eine Frage: Da jetzt einige Untersuchungen auf mich zukommen die auch jährlich gemacht werden müssen, ist es möglich diese komprimiert an 1-2Tagen in einem Krankenhaus zu machen?
  • peter1

    Rang: Gast
    am 01.06.2010 16:05:47
    ein sorgfältiger dm-ler geht alle quartal, und läßt blut zapfen, und urin auf eiweiß testen,
    das alles wird entweder vom arzt oder von dir in den blauen diabtespass eingetragen.
    damit hast du eine komplette dokumentation.
    und um gleich zu klären -auch ein diabetologe kann überhaupt nicht sehen/erkennen welchen typ du hast. die meisten sagen es stellt sich nach kurzer zeit raus was du bist.
    denn die antikörpertests selbst c-peptid belasten das budget. bz und hba1c kaum.
    dazu kommt daß es t1-er gibt die so absurde oder wenig ak haben daß sie einfach dazu ernannt werden.
    spez. ladas haben ohne externes insulin oft ak , mit spritzen verschwinden die. - dann wird gerätselt.
    ein guter rat, wenn dir statt pillen insulin angeboten wird greif zu.


    von peter1
  • Meinung

    Rang: Gast
    am 01.06.2010 16:06:10
    Sorry, aber ich verstehe den Grund der Schlafstörungen leider nicht...

    Und Lebenserwartung? DAS kommt doch auf DEINE Lebensweise an und wie du dein BZ-Managment führst. Hallo? Es ist NUR Diabetes. Interessiert dich dein Diabetes nicht, lebst du vielleicht auf 90 Jahre, bist aber im schlimmsten Fall beinamputiert, blind und hängst an der Dialyse, weil Bieren im eimer.

    Und die Untersuchungen auf 1-2 Tage in einer Klinik komprimieren? Das klingt, als hättest du keine Zeit für deine Gesundheit? Lass mich raten: du bist im Job unentbehrlich...Auch das versteh ich leider nicht. Im Normalfall hast du 2 Termine je Quartal. 1. für Labor und einen Diabetologentermin.

    Bei Labor bin ich in 10 min wieder raus und bei der Besprechung nach der Zeit beim Diabetologen, die gebraucht wird.

    Kannst du mal bitte dein Problem etwas konkreter machen? Und vor allem, wenn du schon beim Diabetologen sitzt, warum fragst du diesen nicht? Am besten alle Fragen aufschreiben...

    Früher wurde Typ2 als Altersdiabetes definiert, nicht, weil es keine jungen Diabetiker gab, ich bin sicher, dass da nur noch keine so umfangreiche Diagnostik gemacht wude und man einen großen Teil der z.B. 30jährigen garnicht erkannt hat.

    Alles step by step bitte...Alles Gute. von Meinung
  • Robert B.

    Rang: Gast
    am 01.06.2010 16:17:59
    Ein "untypischer Patient"? Bei 1,79 Körpergröße und 91 Kilo und früher sogar über 100? Ich hatte mal 85 kg bei 1,82 m und kam mir vor wie eine Presswurst. Heute sind es 70 bis 72 Kilo. Also rauf aufs Rad oder rein in die Joggingschuhe und den BMI unter 25 bringen. Und die Ernährung auf mediterane und ballaststoffreiche Kost umstellen. von Robert B.
  • Tommi

    Rang: Gast
    am 01.06.2010 16:39:38
    Das mit den Fragen ist ein guter Tip.
    Was mich zu schlaflosen Nächten veranlasst ist der Streß der Diagnose und die unzähligen Fragen die ich habe (bis zum nächsten Arzttermin sind es ja noch 3 Monate)! Demnächst bekomme ich Schulungen über DMP der Krankenkasse.
    Ich hoffe das ich mein BMI <25 bis in drei Monaten erreiche und halten kann. Ich muß dazu sagen daß ich vorher sehr viel Alkohol getrunken habe und Kaffee in Unmengen. Spielt Kaffee in hohen Mengen 5-6 große Becher am Tag eine Rolle für den Langzeitwert? Ich hab gelesen das die Adrenalinausschüttung gefördert wird und dadurch der BZ lang oben bleibt.

    Außerdem bekomme ich ab August wahrscheinlich Tabletten. Weiß jemand wie lang die medikamentöse Therapie im durchschnitt ausreicht bevor man spritzen muss? Wie lange halten die ß Zellen normalerweise durch bis Insulin zugeführt werden muß?
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 01.06.2010 19:53:34
    Moin 33,

    ich war 43 bei meiner Diagnose mit HBA1c 16und. Das war vor 19 Jahren, und wenn Medizin und Technik vor 29 schon so weit gewesen wäre, wie sie's heute ist, hätte mich der Dok vielleicht schon damals darauf aufmerksam gemacht, dass mein Blutzucker da vielleicht schon so viel zu hoch wie heute Deiner war. Aber damals gab's noch nicht einmal die Vorläufer von den kleinen Blutzucker-Messgeräten, die wir heute nutzen. Vor 19 Jahren hab ich mir dann mein erstes kaufen können - und mein Dok hat sich riesig über sooo viel Eigenmächtigkeit aufgeregt. Trotzdem, das war meine beste Investition, auch wenn ich es damals noch lange nicht so optimal einzusetzen gewusst habe, wie Drucker Frank in diesem Link: onmeda.de/foren/forum-diabetes/bz-messen-als-schluesselwerkzeug/1662710/page=6/read.html#msg-1662710 (musst halt www davor setzen)

    Damals gab's noch ein paar Tage kein Internet, und die wenigen existierenden Bücher zum Thema waren teuer und gaben nicht viel her, zumal der Typ2 damls und vor allem in deren Schreib-/Entstehungszeit erst mit vielleicht 10% seines Vorkommens diagnostiziert wurde. Und so glaubte ich auch meinem Dok die HBA1c 7, die er mir dafür die nächsten 10 Jahre nannte, als einen völlig gesunden BZ-Rahmen. Und dann hab ich die nächsten 8 Jahre brav Tabletten gegessen und den Unsinn geglaubt, dass auch gesunde Menschen nach dem Essen häufig mehr als 200 messen. Als ich die HBA1c 7 mit Tabletten und KH-Begrenzung nicht mehr halten konnte, hab ich Insulin bestellt und mir damit dann eben weiter stolz meine vermeintlich gesunde 7 gemacht, bis ich einem INSULINER über den Weg lief, der mich drauf aufmerksam machte, dass gesund aber um HBA1c 5 ist. Und wenn ich heute noch mal so wie Du anfangen könnte, würde ich wie Drucker Frank mein Futter so auswählen und bemessen, dass mein BZ zu keiner Zeit nach dem Essen 140mg/dl überschreiten und zwischen den Mahlzeiten meistens deutlich unter 90 verlaufen würde :-)

    Bisdann, Jürgen
  • Tommi

    Rang: Gast
    am 01.06.2010 20:56:28
    Hallo Jürgen bist Du TYP2?
    Gab es in den 19 Jahren Komplikationen?
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 02.06.2010 00:18:45
    Moin 33,

    kein Typ1 schafft 8 Jahre mit Tabletten zu überleben. Das ist für den wie völlig ohne Insulin. Denn dem frisst das eigene Immunsystem die Insulin produzierenden Beta-Zellen weg. Beim ersten Zusammenbruch sind davon nach allgemeinen Schätzungen max noch etwa 20% übrig. Längste mir bekannte Überlebenszeit ohne gespritztes Insulin nach erstem Zusammenbruch und Diagnose an 2 Jahre.

    Bei Typ2 kommen mehrere Faktoren zusammen:
    -Bei Erreichen der Diagnosereife hat auch der deutlich weniger Betas als ein gesunder Mensch gleichen Geschlechts und Alters und gleicher Statur, allgemein geschätzt nur noch 50-20%. Niemand weiß, warum.
    -Bei Erreichen der Diagnosereife hat er kaum bis keinen Inkretin-Effekt (s. Google) mehr. Niemand weiß, warum. Damit bestellen gesund die Darmhormone, Inkretine, immer dann, wenn neue Glukose aus dem Darm in den Blutkreislauf übergeben wird, die dafür passende Menge Insulin. Und zwar BEVOR die neue Glukose den BZ nennenswert anheben kann.
    -Bei Erreichen der Diagnosereife produzieren Leber und Nieren völlig kontraproduktiv und bisher in keiner Weise erklärbar umso eifriger Glukose (Glukoneogenese), je höher der BZ ansteigt. Niemand weiß, warum.
    -usw. usw.

    Die passende Futterauswahl so, dass zu keiner Zeit nach dem Essen 140mg/dl überschritten und spätestens 2-3 Stunden danach wieder unter 90 erreicht werden, ist die einfachste Möglichkeit für einen Typ2, seinen BZ-Verlauf gesund zu steuern. Häufig hilft dabei erstaunlich gut etwas körperliche Betätigung in der ersten Stunde nach dem Essen. Wenn diese Basis-Therapie nicht (mehr) ausreicht, muss man halt Medis zur Hilfe nehmen, nach meiner Meinung so wenig und so gezielt wie möglich, und da ist meine erste Wahl Insulin.

    Diabetische Komplikationen treten nahezu nie bei von Anfang an gesundem BZ-Verlauf auf. Aber die Spanne zwischen gesund und Diagnosereife macht schon krank, wie mehr als 10 von jeweils 100 neu diagnosereifen Typ2 leidvoll erfahren müssen. Und ab HBA1c 5,5 nimmt das KHK-Risiko wohl deutlich zu. Aber wie bei allen anderen Folgekrankheiten heißt das ausdrücklich Risiko. Das hat was mit Lotto zu tun. Der Gewinn wäre in dem Fall der Herzinfarkt. Und ich kenne Betroffene mit erschreckend hohen BZ-Verläufen, die erstaunlich viele Jahre nicht gewonnen haben. Auf der anderen Seite hat eine gute Bekannte keine 5 Jahre bei HBA1c um 6,5 für eine erhebliche PNP mit erheblicher Gehbehinderung gebraucht.

    Du siehst, ich hab die ersten 20 Jahre lang ne Menge Lotto gespielt und von daher bestimmt ein paar große Schweine gehabt, dass ich bis dahin keine Folgekrankheiten zu beklagen brauchte, auch wenn ich die meiste Zeit in diesem Jahrtausend mit nahezu völlig gesundem BZ verbracht hab. Aber niemand kann mir sagen, was die ersten 20 Jahre vielleicht an Mist gestartet haben, der doch irgendwann noch mal durch kommt. Und niemand weiß, was der Diabetes außer hohem BZ, den ich gesund zähmen kann, sonst noch so alles macht. Naja, ich drück mir mal weiter die Daumen - und Dir auch ;-)

    Bisdann, Jürgen
  • Helen

    Rang: Gast
    am 02.06.2010 12:55:08
    hallo,

    erstmal tut es mir leid das du nun zum klub zählst. ich bin auch mit 30 erkrant (lada). aber ich sehe das heute so: sei froh das es erst jetzt aufgetreten ist und nicht schon im kindesalter. ich bin dankbar eine normale kindheit, jugend und die 20-er gehabt zu haben. dann in einem alter erkrant zu sein in dem man genug verstand besitzt damit umzugehen und das beste daraus zu machen. es liegt also an dir gesund damit umzugehen und gesunde &#180;blutzuckerverläufe zu beeinflussen. recherchiere nicht nach dem warum, sonderm wie du gesund ein normales leben verbringst.

    lg helen von Helen
  • Meinung

    Rang: Gast
    am 02.06.2010 16:22:39
    ..Stress der Diagnose?

    Diabetes ist eine Diagnose, zu der man sagen kann: HIER kann ICH aktiv werden und es postiv oder negativ beeinflussen.

    Bei anderen schlimmen Diagnosen kannst du NIX tun, sondern nur beten. Man muss die Relationen wahren..

    Man kann sich selbst hochspulen und gaga machen oder man geht es an.

    Die Schulung bekommst du auch, wenn du NICHT im DMP bist.

    In 3 Monaten erst einen Termin? Wenn du eher einen haben willst, dann ruf halt an und besteh drauf und nimm eben Wartezeit mal in Kauf...

    Kaffee ist sicher das geringste Problem bei Diabetes.

    Dein Diabetes besteht auch sicher nicht erst seit 2 Wochen...da er nicht weh tut, bleibt er oft lange unbemerkt.

    DU kannst ne Menge tun, z.B. auf die Rclseiten der Lebensmitteverpackungen schauen und mal lesen, was da eigentlich wirklich drin ist. Kohlehydrate reduzieren. BZ messen. Werte aufschreiben, analysieren..

    von Meinung
  • Rudi

    Rang: Gast
    am 02.06.2010 18:52:22
    >>ich bin dankbar eine normale kindheit, jugend und die 20-er gehabt zu haben. dann in einem alter erkrankt zu sein, in dem man genug verstand besitzt damit umzugehen und das beste daraus zu machen.<<
    Ich habe meinen DM Typ1 im Kleinkindalter "eingesackt" und habe trotzdem eine normale Kindheit, Jugend und die 20-er gehabt. Und wie du schreibst, sprichst du einem Jugendlichen bzw. paarundzwanzig-Jährigem genug Verstand für diese "Krankheit" ab?? Dem ist nicht so - dafür gibt es genug Belege. Ausserdem gibt es genug "reife" Menschen,die trotz ihres Alters NICHT mit ihrem DM umgehen können oder wollen. Schön, wenn es bei dir so ist, aber bitte keine Verallgemeinerungen. von Rudi
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 03.06.2010 12:42:40
    Hallo Anonym,

    du suchst nach T2-Diabetikern, die ihren Diabetes schon seit langer Zeit ohne Probleme im Griff haben. Damit kann ich nicht dienen, ich habe meine Diagnose seit 8 Jahren und mit den vorher undiagnostizierten ca. 4 Jahren komme ich nur auf 12 Jahre. Aber ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ich auch in 30 Jahren noch sagen kann: &#8222;Ich habe Diabetes, aber Einschränkungen, Folgeerkrankungen oder Verkürzung der Lebenszeit treten bei mir nicht auf.&#8220; Ich erkläre auch gerne, wie ich zu dieser Einschätzung komme.

    Nachdem ich lange nach verschiedenen Meinungen rumgesucht hatte, welcher BZ denn eigentlich noch gesund ist, habe ich vor 2 Jahren hier im Forum Jürgens Zauberformel 140-120-100 nach 1-2-3 Stunden entdeckt und lebe danach. Ziemlich schnell, so ca. nach 6 Monaten haben sich die beginnenden Störungen an meinen Füßen zurückentwickelt. Außerdem sind auch andere kleine Schäden verschwunden, z.B. ist die raue Haut an Knien und Ellenbogen glatter geworden und das Hitzeempfinden im Mund ist zurückgekehrt. Und kürzlich, also wirklich erst nach 2 Jahren hat sich mein Blutdruck normalisiert, der sich ganz langsam nach oben bewegt hatte. Ebenfalls erst kürzlich - darüber freue ich mich ganz besonders - ist mein NBZ, der immer bei 105...110 gelegen hatte, auf 95 gesunken.

    Wenn die 140-120-100 bei mir dazu geeignet sind, Schäden an Nerven und Steuerungsmechanismen zu beseitigen, dann werden damit mit hoher Wahrscheinlichkeit auch keine neuen entstehen. Ich habe bewusst die Medis (auch Metformin) weggelassen und erreiche die gesunde BZ-Führung durch weitgehenden Verzicht auf KH, ich ernähre mich mit LCHF. Das mag dir vielleicht als Einschränkung erscheinen, das ist es aber nicht. LCHF ist eine gesunde vollwertige und abwechslungsreiche Ernährung, die satt und zufrieden macht. Du kannst natürlich auch andere low-carb-Ernährungen wie z.B. LOGI wählen oder einfach nur die KH entsprechend reduzieren. Auch Abspecken und Bewegung kann viel helfen. Probiere einfach aus, was für dich am besten passt und lebe ein gesundes langes Leben mit 140-120-100 - durch die zeitige Diagnose hast du die allerbesten Chancen dazu bekommen.

    Beste Grüße, Rainer