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Insulinresistenz bei Typ 1

  • Polixa

    Rang: Gast
    am 03.03.2007 15:02:50
    Hallo,

    ich bin Typ 1 Diabetiker und habe eine Insulinresistenz! Was kann ich gegen diese Unempfindlichkeit machen? Kommt so etwas öfter vor - Typ1 und Resistenz?
    Gibt es Gleichgesinnte oder hat jemand einen Tip für mich? Ich wäre sehr dankbar für Hilfe.

    Andi
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 03.03.2007 17:11:45
    mal von einem 2er

    insulinresitenz kann mehrere gründe haben, nähmlich
    * gewicht
    * medikamente wie cortison
    * hormone wie adrenalin -> schwangerschaft, wachstum, aufstehphenomen von thomas2002
  • Polixa

    Rang: Gast
    am 03.03.2007 17:28:11
    Hallo Thomas,

    habe Normalgewicht, treibe regelm. Sport, nehme kein Cortison, bin nicht schwanger und nicht nur morgens resistent, sondern den ganzen Tag. Ich habe nicht den leisesten Schimmer was gerade mit mir passiert. Im übrigen habe ich schon länger Diabetes und bisher gab es keine Probleme dieser Art.
    Was kann ich machen?

    Andi

  • klausdn

    Rang: Gast
    am 03.03.2007 17:47:20
    hallo,
    mal im netz nachlesen, -chrostek/teupe up down regulation- natürlich können auch t1 resistenzen entwickel, durch höhere werte, und natürlich bei insulinmangel/ketone. dort wird resistenz als rezeptor down regulation beschrieben, und auch wie es behoben (rezeptor up regulation) wird.
    mfg kaus von klausdn
  • WUn

    Rang: Gast
    am 03.03.2007 17:49:45
    Sprich mit Deinem Diabetologen darüber: vielleicht hilft Metformin (Glucophage)?
    Ein Grund könnte für die Insulin Unempfindlichkeit könnte ja sein, dass Du immer reichlich Insulin gespritzt hast (guter Hba1c !) und etwaige folgende Unterzuckerungen mit Traubenzucker bekämpft hast? Das bewirkt bei mir innerhalb weniger Wochen höhere I.E./B.E. Ratios.
    Nur als Idee. von WUn
  • Polixa

    Rang: Gast
    am 03.03.2007 22:08:16
    Hallo,

    ich verfahre bereits nach dem A-B-C von Chrostek/Teupe. Nach Anwendung im akuten Fall geht es eine Zeit lang gut. Dann habe ich von heute auf morgen hohe Werte und die Resistenz beginnt von vorne.
    Wirkt denn Metformin sofort? Kann man es sporadisch einnehmen? Hat es Nebenwirkungen?

    Andi
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 03.03.2007 22:50:26
    hallo andy,
    du findest zei sachen von chrostek 1das a b c der bz korrektur, 2, up/down egulation.
    da werden zwei verschiedene sachen behandelt.
    mfg klaus von klausdn
  • Polixa

    Rang: Gast
    am 04.03.2007 00:05:50
    Hallo Klaus,

    total Interessant! Ich danke dir für deine Hilfe.
    Liebe Grüße

    Andi
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 04.03.2007 11:05:37
    Hallo Andi,

    bei Diabetes Typ1 stellt sich mitunter eine temporäre Insulinunempfindlichkeit, zB. eine sogenannte Fettsäureresistenz ein. Zur Erklärung und Behebung ist die Vorgehensweise wie in den bereits o.a. Links angeführt, sehr zu empfehlen:


    http://www.chrostek.de/teupe/abc_bz.html BZ-Korrektur nach Dr.med.Teupe

    http://www.chrostek.de/teupe/rezupdo.html Rezeptor-up-down-Regulation nach
    Dr.med.Teupe

    http://www.chrostek.de/teupe/i_empf.html
    Insulinempfindlichkeit

    Damit temporäre Insulinresistenz nicht gefördert wird, sind normoglykämische Blutzuckerwerte mit moderatem Insulinbedarf zu empfehlen. Außerdem Gewichtsnormalisierung.

    Allerdings kann Diabetiker bei bestehendem Typ1 und besispielsweise erblicher Disposition auch eine Insulinresistenz im Sinne des Typ2 entwickeln.

    Der Wirkstoff Metformin verbessert die Insulinempfindlichkeit der Zielzellen. Er bewirkt auch eine geringere Glukoseausschüttung aus der Leber. Ob im Einzelfall und wegen Gegenanzeigen und Nebenwirkungen – in seltenen Fällen Laktatazidose - indiziert, Arzt fragen!
    von Haschi
  • Polixa

    Rang: Gast
    am 04.03.2007 21:00:59
    Hallo Haschi,

    danke für deine Info´s. Ich habe heute, in Absprache mit meinem Arzt, zum ersten Mal Metformin eingenommen. Ich hoffe es schlägt an.
    Wie kommt es, dass du dich so gut auskennst? Ist dir ähnliches passiert?

    Liebe Grüße
    Andi
  • Maike

    Rang: Gast
    am 18.07.2008 14:38:10
    Hallo Andi,
    hat sich Dein Problem mit den hohen Blutzuckerwerten und der Insulinresistenz gelegt?

    Bin eine der wenigen (bekannt sollen nur 2 Diabetiker Typ 1 sein), die eine Subkutane Insulinresistenz haben. Bei mir fing es 1992 an, das mein Körper nach einer Blinddarm- OP, plötzlich anfing, immer höhere Dosen an Insulin anzufordern. Ich hatte über 500 Einheiten Insulin über den Tag und habe nur ca. 6 BE am Tag gegessen. Meine Blutzuckerwerte lagen aber trotzdem zwischen 300 und nicht mehr messbar (über 600). 11/2 Jahr ging dieses Spiel so und die Nebenwirkungen vom Diabetes nahmen ihren Lauf! Jetzt habe ich seit 1994 einen IP- Katheter, d.h. es ist ein Schlauch, der in die Bauchhöhle führt, außen ist eine Insulinpumpe angeschlossen, die mich über 24 Std. versorgt! Das jetzige System ist das Dia- Port- System.
    Ich hoffe aber das sich Dein Problem schon auf andere Art lösen lies. Drücke mal die Daumen!
    LG Maike
  • black daddy

    Rang: Gast
    am 25.05.2010 00:46:18
    hallo.

    mir geht es ählnich wie dir, ich habe öfter das problem, dass ich für wenig BE sehr viel spritzen muss und meinen wert trotzdem nicht runter bekomme. ich hatte über jahre hinweg einen stressigen job mit überstunden in der autobrange (werkstatt), hatte dementsprechend auch nicht immer die zeit, meinen wert zu kontrollieren - schmutzige hände, auto musste unbedingt fertig werden uuu. -. meinen körper habe ich somit kaputtgemacht, habe jetzt mit einigen folgen der krankheit zu kämpfen. entweder ich muss zuviel für zuwenig BE spritzen oder ich muss nur essen ohne zu spritzen. geht es dir auch so? oder wer hat noch solche probleme oder bei wem kann Der Diabetologe auch nicht wirklich weiterhelfen? weil einzustellen geht er bei mir nicht mehr.

    vielen dank euch schon mal.
  • Matti

    Rang: Gast
    am 01.01.2011 21:24:07
    Hi habe letztes Jahr eine Insulinpumpe bekommen.
    Lt. Auskunft der Klinik habe rd. 1% der Typ 1 Diabetiker eine Insulinresistenz- also nichts ungewöhnliches.Vielfach kombiniert mit einem Aufsteh-, Dawn-, und oder Dusk- Phänomen (Hormonanstieg gegenregulatorischer Hormone beim Aufstehen, in der Dämmerung- oder den Abendstunden)
    Ich denke die meisten haben ähnliche Probleme- bei hohen Werten spritzt und spritzt man- oft bringt das gar nichts- die Werte bleiben halt hoch- Irgendwann Tage später hat man dann unerwartete auch (schwere Hypos). Das liegt wie mein Doc mir sagte an körpereigenen Antikörpern - gegen das gespritzte Insulin, da der Körper dieses als Fremdstoff erkennt und versucht dieses wíe loszuwerden (ähnlich wie Immunabwehr bei einem Infekt)- die Antikörper binden das gespritzte Insulin- allerdings kommt nur eine lockere Bindung zustande und lassen dasgebundenen Insulin irgendwann wieder los- so dass dann zu ungewöhnlichsten Zeiten Hypos auftreten (können).

    Mich würde auch mal interessieren, ob das Methformin etwas gebracht hat und zwar als Langfristtherapie.

    Ich löse das derzeit wie folgt - alle 1 - 2 h Bz messen- nachts natürlich problematisch aber man gewöhnt sich auch an den Wecker im 3 Uhr . So kann man dann rechtzeitig in beide Richtungen korrigieren. von Matti
  • Gast

    Rang: Gast
    am 29.08.2012 18:06:28
    Gast schrieb:
    Hallo Andi,
    hat sich Dein Problem mit den hohen Blutzuckerwerten und der Insulinresistenz gelegt?

    Bin eine der wenigen (bekannt sollen nur 2 Diabetiker Typ 1 sein), die eine Subkutane Insulinresistenz haben. Bei mir fing es 1992 an, das mein Körper nach einer Blinddarm- OP, plötzlich anfing, immer höhere Dosen an Insulin anzufordern. Ich hatte über 500 Einheiten Insulin über den Tag und habe nur ca. 6 BE am Tag gegessen. Meine Blutzuckerwerte lagen aber trotzdem zwischen 300 und nicht mehr messbar (über 600). 11/2 Jahr ging dieses Spiel so und die Nebenwirkungen vom Diabetes nahmen ihren Lauf! Jetzt habe ich seit 1994 einen IP- Katheter, d.h. es ist ein Schlauch, der in die Bauchhöhle führt, außen ist eine Insulinpumpe angeschlossen, die mich über 24 Std. versorgt! Das jetzige System ist das Dia- Port- System.
    Ich hoffe aber das sich Dein Problem schon auf andere Art lösen lies. Drücke mal die Daumen!
    LG Maike



  • Bild User
    Rang: Anfänger
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    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 19.06.2015
    am 20.06.2015 01:07:22
    Hallo Andi,
    was ist nun bei dir rausgekommen?
    bei mir ist es monentan so das ich nicht mehr mit dem spritzen nachkomme,
    bin bei einem neuen Diabetologe und momentan wird alles ausprobiert!

    bitte gib mir mal bescheid wie es bei dir ist..

    viele Grüße
    Stefan
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 10.05.2015
    am 30.06.2015 23:07:48
    Hallo,
    ich habe davon mal gelesen, dass es so etwas sehr selten entstehen kann. Was passiert da genau? Wirkt das Insulin gar nicht mehr?
  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 02.07.2015
    am 02.07.2015 18:27:10
    Hallo zusammen!
    Ich habe fast das gleich Problem wie ihr! Nur nimmt mein Körper das Insulin nur vormittags nicht an. Die Werte steigen und steigen und ich krieg sie auch nach mehrmaligem spritzen nicht runter. Nachmittags rausche ich dann in eine Hypo nach der anderen...
    Wer von euch hat dafür eine Lösung?
    Hab' jetzt z.B. viel über das Medikament Metformin gelesen. Bringt das was bei Typ 1ern?
    Kann man das auch bekommen wenn man keinen Typ 2 Diabetes hat?

    Danke schon mal für eure Antworten =)
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 8855
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 03.07.2015 10:37:46
    Aus der Selbsthilfe kenne ich ne Reihe Typ1, die mit Erfolg Metformin nehmen. Wird auch anstandslos verordnet. Warum fragst Du nicht einfach Deinen Dok?

    Und ich bin neugierig: Um welche BZ-Verläufe und Insulin-Mengen geht’s denn konkret?


    ----------------------------------------------
    Der Austausch über Erfahrungen und Behandlungen mit Diabetes ist völlig normal in einem funktionierenden Diabetes-Forum. Also alles um BZ und HBA1c, Bewegen, Essen, Medikamente und Dosierungen und medizinische Hintergründe usw.
    Kein Beitrag kann und will als Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose und Behandlung verstanden werden.
  • Tino

    Rang: Gast
    am 03.07.2015 10:58:49
    hjt_Jürgen schrieb:
    Aus der Selbsthilfe kenne ich ne Reihe Typ1, die mit Erfolg Metformin nehmen. Wird auch anstandslos verordnet. Warum fragst Du nicht einfach Deinen Dok?

    Und ich bin neugierig: Um welche BZ-Verläufe und Insulin-Mengen geht’s denn konkret?


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    Der Austausch über Erfahrungen und Behandlungen mit Diabetes ist völlig normal in einem funktionierenden Diabetes-Forum. Also alles um BZ und HBA1c, Bewegen, Essen, Medikamente und Dosierungen und medizinische Hintergründe usw.
    Kein Beitrag kann und will als Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose und Behandlung verstanden werden.


    Mit der Empfehlung, den Arzt zu fragen, gehe ich mit dir einig.
    Mit Blick auf deine Fusszeile: Welches sind deine persönlichen auszutauschenden Erfahrungen in der Metforminbehandlung bei Diabetikern mit Typ 1?